Nicht ohne meine Mutter
Nicht
ohne Mutter
Bin ich ein "X" Kind?
Suche
meine Mutter
Zufall, Glück und Wunder
Anneli wurde in Korea geboren und weggeben. Sie war ein Findelkind ohne Namen
und ohne Geburtsdatum.
25.04.2006
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Anneli: "Die Mutter, die hat mich am meisten interessiert, weil ich angenommen hatte, dass ich ihr am ähnlichsten sehe und ich das super wichtig für mich fand. Ich habe das bei Freundinnen immer beneidet, wenn man sagen konnte "Mensch, du hast die Augen deiner Mutter" oder "das Lachen deiner Mutter". Ich fand es immer schade, dass ich das nicht sagen konnte."
Kim Kyung Yoo K 82-3047
7-26-82
Anneli ist heute eine sympathische junge Frau,
23 Jahre alt, mit asiatischem Aussehen und europäischer Art. Sie ist in Köln
bei Martina und Gerd Schinkel aufgewachsen, fühlt sich "komplett
deutsch" und arbeitet als Organisationsassistentin bei einer Stuttgarter
Firma.
Im November 1982 wurde sie dem Ehepaar Schinkel als zwei Monate altes Baby von
"terre des hommes" vermittelt, gekennzeichnet mit einem Schild mit der
Aufschrift: "Kim Kyung Yoo K 82-3047 7-26-82". Ihr neuer Name:
"Anneli Vanessa". Die Adoptiveltern wollten ihr damit die Möglichkeit
geben, falls sie Deutschland einmal verlassen sollte, ihrem Namen einen
asiatischen Klang zu verleihen - durch die Trennung in Anne Li.
Die Nadel im Heuhaufen
Eines Tages flatterte vom koreanischen Staat
eine Einladung nach Korea ins Haus. Alle auf dieser Welt adoptierten Koreaner
wurden eingeladen, sich mit ihrer ursprünglichen Heimat vor Ort zu befassen und
umzusehen. Anneli war begeistert und meldete sich an. Sie war entschlossen, im
Fernen Osten nach ihren Wurzeln zu forschen.
Durch einen Freund der Familie Schinkel bekam sie die Möglichkeit im Koreanischen Fernsehen an einer der beliebtesten Sendungen teilzunehmen, über die erwachsene Adoptierte ihre biologischen Eltern suchen. Kurz nach ihrem Auftritt erfolgte der Anruf einer Frau, die behauptete, ihre leibliche Mutter zu sein. Ein DNA-Test brachte Gewissheit: Anneli hatte nicht nur Mutter und Vater gefunden, sondern auch noch zwei ältere Schwestern und einen Bruder.
Zwei Mütter, zwei Väter
Die Aufregung war auf beiden Seiten gross. Vor
laufenden Kameras und entsprechender akustischer Begleitung konnte kein
Beteiligter die Tränen zurückhalten. "Irgendwie war direkt so eine Nähe
zueinander da. Ich fand das unglaublich schön, als meine Mutter dann auch meine
Hand genommen hatte", erzählt Anneli. "Sie hatte eine ganz warme und
weiche Hand. Und da hatte ich schon das Gefühl, dass es vielleicht doch so eine
Bindung gibt, die man nicht erklären kann."
"Direkt nach der Sendung habe ich erfahren, dass ich nicht, wie ich es immer angenommen hatte, von meiner Familie weggegeben wurde. Meine leibliche Mutter war während der Schwangerschaft schwer krank und man nahm an, dass einer von uns die Geburt vielleicht nicht überstehen könnte", berichtet sie weiter. Auch finanziell sei es der Familie schlecht gegangen. Der Vater arbeitslos, die Mutter krank und zwei Kinder waren noch zu versorgen. So habe die Großmutter zunächst die Pflege des neugeborenen Kindes übernommen, nach kurzer Zeit jedoch hat sie den Säugling einer Bekannten gegeben, die versprochen habe, ihn aufzuziehen. Bald danach soll die Frau das Kind in ein Heim gebracht haben. Den Eltern sagte die Großmutter, das Kind sei gestorben.
Happy-End
Mittlerweile haben sich beide Familien
besucht. Ein Kind, das zwei Eltern hat und drei neue Geschwister. Anneli
empfindet die neue Situation als Gewinn. Sie kann sich allerdings nicht
vorstellen für immer in Korea zu bleiben. Das Leben dort ist ihr zu hektisch,
zu konservativ, und die Rollenverteilung zwischen Mann und Frau für sie
ungewohnt. Dass die Frau immer in den Hintergrund tritt und der Mann über allem
steht, das gefällt ihr nicht.
Anneli: "Für mich ist es ein Traum-Happy End! Besser hätte ich es mir nicht vorstellen können. Dass ich ein Wunschkind war, und dass ich zwei Familien habe, dass ich weiß, wo ich herkomme, das ist einfach so eine runde Geschichte. Es ist einfach wunderschön, so wie es jetzt ist!"
Die Suche
nach der Herkunft
Ein Adoptivkind findet ihre Eltern
Anneli Schinkel: Ich möchte gerne erklären, wie ich zu meiner Position komme, dass ich heute eher gegen Auslandsadoption bin.
Dies sage ich nicht, weil ich in meiner Familie unglücklich bin oder mich in Deutschland unwohl fühle. Nein, im Gegenteil, für mich sind meine deutschen Eltern meine Eltern, und ich selbst fühle mich innerlich hundertprozentig "deutsch" - ich könnte mir nicht vorstellen in Korea zu leben.
Wer bist Du?
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es
Menschen gibt, die nicht wissen, wie sie die vielen Fragen zu ihrer Herkunft
beantworten sollen. Es fällt ihnen unglaublich schwer, dies Tag für Tag
auszuhalten. Als "fremd aussehende", aber fließend deutsch sprechende
Person wird man immer wieder gefragt "Wo kommen Sie her?" oder
"Wie kommt es, dass Sie so gut deutsch sprechen?" und "Warum
wurden Sie abgegeben?" Schließlich heißt es: "Ihre Eltern sind aber
gute Menschen ..." und "da haben sie aber Glück gehabt ..."
Oftmals wird man mit Fragen konfrontiert, die sehr persönlich sind. Das Gegenüber möchte all diese Fragen am liebsten in einem Satz beantwortet haben, auch wenn man manche Fragen gar nicht beantworten kann! Es gibt Tage, da grinse ich innerlich über das grosse Interesse und bemühe mich, die Fragen kurz aber höflich zu beantworten. An anderen Tagen nervt diese Fragerei - auch wenn man weiß, dass diese Fragen nicht böse gemeint sind.
Identität und Kultur
Adoptierte, die nicht wissen, warum sie
abgegeben wurden, und die die Entscheidung der leiblichen Familie nicht
nachvollziehen können, werden immer wieder an diese "Wunde" erinnert
und müssen sich immer wieder mit ihrem ungewissen ersten Lebensabschnitt
auseinandersetzen.
Ich denke, jedes Kind, das aus einem anderen Land adoptiert wurde, braucht eine
extra Portion Selbstbewusstsein! Obwohl man sich vielleicht innerlich
"deutsch" fühlt, weil man auch mit all den Werten unserer
Gesellschaft aufgewachsen ist, ist man doch für Fremde immer erst einmal ein
"Ausländer". Wenn man dann in seine biologische Heimat fliegt, gehört
man dort aber auch nicht hundertprozentig hin. Man mag auf den ersten Blick äußerlich
gleich erscheinen, aber dann steht man häufig vor einer Sprach- und
Kulturbarriere.
Andere Erfahrungen
In der elften Klasse verbrachte ich fünf
Monate in den USA. Dort erlebte ich zum ersten und einzigen Mal, dass es
niemanden interessierte, warum ich "so gut englisch spreche", wo ich
her kam, wieso ich sagen konnte, dass ich Austauschschülerin aus Deutschland
war, obwohl ich eindeutig asiatisch aussehe. Ich habe diese Erfahrung sehr
genossen! Ein Mal im Leben war die Adoptionsgeschichte völlig unwichtig.
Ich glaube, man könnte elternlosen Kindern mehr helfen, indem man die Kinderheime in den einzelnen Ländern unterstützt. Man sollte versuchen, den Kindern in ihrer Heimat eine Zukunft zu ermöglichen und Perspektiven zu schaffen. Natürlich kann in einem Kinderheim nicht die Wärme eines Elternhauses gegeben werden. Wenn ich aber sehe, wie manche Kinder unendlich darunter leiden, nicht zu wissen, wo sie herkommen, warum sie hier sind, warum ihre leibliche Familie sie nicht bei sich behalten konnte, immer anders auszusehen, dann glaube ich, ist dies vielleicht in manchen Stimmungslagen schlimmer als die fehlende Wärme und Geborgenheit eines Elternhauses.
Die Suche nach der
Herkunft
Selbstverständlich verstehe ich andere
Meinungen. Ich habe über dieses Thema schon viel mit meinen Eltern, Freunden
und anderen adoptierten Kindern offen diskutiert. Letztendlich kann man
niemanden für seine Meinung beziehungsweise seine Entscheidung zu einer
Adoption verurteilen. Aber ich glaube, dass es jedes adoptierte Kind irgendwann
im Leben beschäftigt, wo seine Wurzeln liegen, warum die leiblichen Eltern
nicht in der Lage waren, ihr Kind selbst groß zu ziehen. Manche kommen damit
ohne Schwierigkeiten zurecht. Andere, denen diese Frage wichtig ist und die sie
nie klären konnten, werden ihr Leben lang darunter leiden.
Ich bin glücklich, dass meine eigene Biographie nun im Großen und Ganzen rund ist und ich in so engem, herzlichen Kontakt zu meiner leiblichen Familie stehe. Es ist sehr schön so wie es jetzt ist, aber für mich selbst war die Frage der Herkunft nie eine existenzielle Frage, und doch kann ich mich gut in diejenigen versetzen, denen diese Frage wichtig ist.
Für eine positive
Identitätsentwicklung
Ich finde, dass zukünftige Adoptiveltern
nicht nur an ihren eigenen Kinderwunsch denken sollten und daran, was sie den
Kindern für eine gute Zukunft ermöglichen können. Wichtig ist für mich
wirklich die gründliche Auseinandersetzung mit allen Schwierigkeiten und auch
unangenehmen Fragen, die das Kind einmal stellen könnte. Man muss darauf
vorbereitet sein und verstehen, dass jedes Kind seine Geschichte mitbringt,
eine, der das Kind vielleicht einmal nachgehen möchte.
Und damit die Voraussetzungen für eine unverkrampfte Auseinandersetzung mit diesen Fragen besser sind, ist es sehr wichtig, dass sich die Adoptiveltern von Anfang an auch intensiv mit dem Herkunftsland ihres Adoptivkindes auseinandersetzen. Sie sollten sich dafür so interessieren, als ob es ihre zweite Heimat wäre und auch Kontakte zu Menschen aus diesem Land suchen. Dies kann eine spätere Wurzelsuche sehr erleichtern.
von Anneli Schinkel
25.04.2006
Die „andere“ Geschichte
Ich möchte so gerne
Eltern haben
Immer wieder spricht man ihn auf seine Hautfarbe an. Mit unangenehmen
Bemerkungen wird auch nicht gespart. Bis heute spürt Felix aus Indien immer
wieder Ablehnung.
25.04.2006
"Ich würde mir schon einmal wünschen zu spüren wie es ist, ganz normal aufgewachsen zu sein. Wo deine Mutter deine Mutter ist. Wo dein Vater dein Vater ist, wo du nicht ständig auffällst, wo du dich nicht ständig rechtfertigen musst" sagt Felix.
Geburtstag ist der
Ankunftstag
26 Jahre alt ist er heute und studiert
Wirtschaftsinformatik. Im Alter von zwei Monaten wurde Felix aus einem indischen
Waisenhaus von seiner deutschen Mutter adoptiert und liebevoll aufgezogen.
Alles, was er besitzt, ist eine in Berlin ausgestellte Geburtsurkunde. Hier fängt
für ihn seine Identität an.
Seit langer Zeit lässt ihm die Frage nach seiner Herkunft keine Ruhe. Felix
beschliesst nach Indien zu fahren. Seine deutsche Mutter: "Wenn er seine
leibliche Mutter findet und wenn da eine Beziehung zustande kommt, wäre das für
ihn wahrscheinlich die große Chance seines Lebens. Ich wünsche ihm, dass die
Reise für ihn positiv verläuft, auch wenn es nicht zu dem Ergebnis kommt, das
er sich wünscht. Ich wünsche ihm, dass es ihm gut geht."
Verletzungen
Immer wieder wird er aufgrund seiner Hautfarbe
in Diskotheken und bei Ausweiskontrollen herausgepickt und ausgefragt. Das
verletzt ihn sehr, macht ihn traurig und auch wütend. Bei Freunden ist es nicht
viel anders. Immer wieder hört er: "Ah, wie gut dass du adoptiert worden
bist. In Indien wäre es dir sicher ganz dreckig gegangen. Du wärst vermutlich
als Strassenkind geendet, verhungert oder gestorben!" Und am Ende, erzählt
Felix, solle er noch dankbar dafür sein.
Jetzt möchte er endlich wissen, was an ihm indisch oder asiatisch ist. Er fliegt nach Delhi, um nach Antworten zu suchen, das Krankenhaus und das Waisenhaus herauszufinden. Dort besucht er eine Freundin seiner Adoptivmutter, die seine Adoption vor 26 Jahren als Anwältin begleitet hat. Kantha ist 83 Jahre alt und versucht sanft ihn von der Suche abhalten. Doch Felix bleibt hartnäckig und gibt nicht nach.
Identitätspuzzle
Gemeinsam besuchen sie das Krankenhaus und
andere Institutionen, um die ersten Monate zu rekonstruieren. Doch er wird das
Gefühl nicht los, dass niemand ihm die Wahrheit sagen möchte. Angeblich war er
in einem Waisenhaus - doch er findet heraus, dass es gar kein Waisenhaus gibt.
Wo war er also die ersten zwei Monate seines Lebens?
Das ständige Warten auf die richtigen Leute am richtigen Ort zur richtigen Zeit macht ihn mürbe. Er bekommt Fieber und hat in den zwölf Tagen sechs Kilo abgenommen. In einem Tempel lässt er sich ein Tika setzen - das Glückszeichen der Hindus. Dann fliegt er erschöpft nach Hause. Felix: " Am liebsten würde ich so schnell wie möglich wieder hierher kommen. Es ist auf jeden Fall nicht das Ende, sondern eher der Anfang!"
Nicht ohne meine Mutter
Zweimal geboren
Die Autorin zum Film
Als Adoptivmutter eines
siebenjährigen Mädchens aus Nepal bin ich hautnah mit der Thematik
konfrontiert. Fragen wie "Wo komme ich her? Warum hat sie mich weggegeben?
Habe ich noch Geschwister? Hat sie mich lieb gehabt? Wem bin ich ähnlich?"
gehören zu meinem Familienalltag.
25.04.2006
"Nicht ohne meine Mutter" ist meine vierte filmische Auseinandersetzung mit dem Thema "Adoption". Von Anfang an wollte ich das Adoptionsdreieck als Ganzes betrachten, das heißt alle an einer Adoption Beteiligten: Adoptiveltern, leibliche Eltern und adoptierte Kinder. Auf meine Erfahrungen bei diesem vierten Teil, in dem es um die Wurzelsuche erwachsener Adoptierter aus dem Ausland geht, war ich besonders gespannt.
Die ideale Lösung?
Adoption klingt doch eigentlich wie die ideale
Lösung mehrerer Probleme, mag man zunächst meinen. Einer Mutter, die ihr Kind
nicht behalten kann, wird aus der Notlage geholfen, indem sie es an ein
kinderloses Ehepaar gibt, das sich nichts sehnlicher als ein Kind wünscht. Und
das Kind hat das Glück, von der leiblichen Mutter in eine Familie zu kommen,
die ihm ein liebevolles Zuhause gibt.
Somit müssten alle drei an der Adoption beteiligten Personengruppen zufrieden sein. Doch diese These ist ein Trugschluss. Adoption ist nicht selten für alle Beteiligten mit lebenslangen Problemen, Lügen und Tabus behaftet. Erlebnisse von traumatischer Qualität und die damit einhergehenden Emotionen sind weder für Adoptierte noch für abgebende Mütter und kinderlose Adoptiveltern einfach aus der Welt zu schaffen.
Wo und wer ist meine
Mutter?
Noch immer ist das persönliche Kennenlernen
der abgebenden und annehmenden Eltern auch in Deutschland nicht die Regel.
Wenngleich diese so genannte Inkognito-Adoption glücklicherweise seltener wird
und die meisten Adoptivfamilien davon abkommen, ihren Kindern die Adoption zu
verschweigen.
Bei Auslandsadoptionen sieht es anders aus. In aller Regel sind die leiblichen Eltern nicht bekannt. Ein Geheimnis lässt sich aus der Adoption nicht machen. Kindern, die anders aussehen, kann man ihre Herkunft nicht verheimlichen.
Identitätssuche
Während der Recherchen zu diesem Film kam ich
mit vielen Auslandsadoptierten in Kontakt. Alle haben irgendwann mit der Suche
nach ihren Wurzeln im Ausland begonnen. Manche bisher nur gedanklich, andere
standen kurz vor der ersten Reise ins Herkunftsland, wieder andere haben bereits
Kontakt zur leiblichen Familie. Antworten wollten sie alle finden.
Was manchen davon abhält, sich auf die konkrete Suche zu begeben, ist der ungeheure Mut, der dazu gehört. Denn das Wissen "ich bin fortgegeben worden - meine Eltern wollten mich nicht" nagt unter Umständen ein Leben lang am Selbstwertgefühl. Dazu kommen Loyalitätskonflikte. Die Angst, mit der Suche die Adoptiveltern zu verletzen. Und die Reaktionen der Umwelt, die immer wieder gerne vermittelt, wie dankbar Auslandsadoptierte doch eigentlich sein müssten, hat man sie doch aus tiefer Armut "gerettet".
Die Protagonisten - Felix
und Anneli
Nach monatelangen Recherchen und vielen persönlichen
Begegnungen mit Adoptierten aus unterschiedlichsten Ländern stand fest: Felix
und Anneli werden die beiden Protagonisten für den Film sein. Der eine aus
Indien, die andere aus Korea. Mit Biographien, wie sie unterschiedlicher kaum
sein könnten. Mit Felix begeben wir uns in Indiens Hauptstadt Delhi auf die
Suche nach seinen leiblichen Eltern - Annelis koreanische Familie, die sie vor
kurzem kennen gelernt hat, laden wir zum ersten Besuch nach Deutschland ein.
Felix, der sich schon immer
"indisch" gefühlt hat, aber nie den Mut hatte nach Indien zu reisen,
aus Angst, er könnte dort bleiben - Anneli, die sich durch und durch
"deutsch" fühlt. Felix, der auf der Suche nach sich und seinen
Wurzeln ist - Anneli, die ihr "Happyend" gefunden hat. Zwei
Adoptierte, von denen eine die Vision des anderen lebt.
Die Wochen der Dreharbeiten sind für das Kamerateam und mich eine intensive und
bewegende Zeit. Entstanden ist ein Film, der Adoptierten Mut machen soll, sich
mit den Fragen ihrer Herkunft auseinander zu setzen, und auf die Suche nach
ihren Wurzeln zu gehen.
von Tina Radke-Gerlach