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Gerd Schinkel
„Bin ich ihr ähnlich?“
- Adoptivtochter auf Spurensuche in Korea -
Erschienen bei „Books on Demand“ in Norderstedt, ISBN-Nr. 3-8334-33915-7. Der Preis im Buchhandel (für 260 Seiten ) beträgt 14,90 Euro.
Books on Demand hat im März 2006 mein Buch in zweiter Auflage in seine besonders beworbenen Reihe "Edition BoD" übernommen. Dafür wurde das Layout überarbeitet (anderes Format, andere Schrift, vier Farbfotos) und damit auch der Umfang erweitert. So konnte ich auch noch zwei kleinere, aber wichtige Korrekturen vornehmen: Die Zahl der ins Ausland zur Adoption vermittelten Koreaner beträgt nicht, wie von mir in der ersten Auflage geschrieben 80 000, sondern 155 000. Und das Meer an der Ostküste Koreas ist - zumindest nach koreanischem Selbstverständnis, dem ich mich gerne anschließe - nicht das "Japanische Meer", sondern das "Ostmeer".
Books on Demand hat in seiner Frühjahrsausgabe 2006 der Verlagszeitschrift "BoD aktuell" auf Seite 11 in einem ganzseitigen Artikel die Entstehungsgeschichte des Buches dargelegt. Dies ist der Artikel:
Spurensuche in Korea
Eine Adoptivtochter findet ihre Eltern
"Bin ich ihr ähnlich?" Diese Frage stellte sich die Adoptivtochter Anneli Schinkel aus Köln und begab sich auf die Suche nach ihrer leiblichen Mutter in Korea. Obwohl es kaum Informationen über das ausgesetzte Baby gab, geschah ein kleines Wunder: Anneli fand ihre biologischen Eltern. Ihr Adoptivvater Gerd Schinkel hat die bewegende Geschichte aufgeschrieben. Inzwischen wird sogar über die Filmrechte verhandelt.
Gerd und Martina Schinkel aus Köln adoptierten Anfang der 1980er Jahre zwei Kinder aus Korea, die kleine Anneli im Alter von vier Monaten und später den knapp zweijährigen Jannik. Anneli fragte sich oft, wie ihre leibliche Mutter wohl aussähe und ob sie ihr ähnlich sei. Als junge Erwachsene begab sie sich auf die Suche.
Die einzige Chance war, mit Hilfe der Medien etwas herauszufinden. In der koreanischen Variante von "Bitte melde dich!" stellte die deutsche Familie sich mit wenigen Informationen vor, die über Annelis Herkunft bekannt waren, und zeigte Kinderfotos. Es war wie in einem Märchen: Ein Onkel erkannte auf diesen Fotos Ähnlichkeiten zwischen seinen Nichten und Anneli. Nur wenige Stunden nach der Sendung meldete sich eine Familie, die behauptete, Anneli sei ihre Tochter. Ein DNA-Test brachte die Gewissheit: Anneli hatte ihre leibliche Mutter gefunden - und ihren Vater und drei Geschwister dazu.
Keine Verlustängste
"Liebe und Vertrauen sind bessere Bindemittel als Blut", so Gerd Schinkel über seine eigenen Gefühle, als seine Tochter sich in Korea auf die Suche nach ihren biologischen Eltern begab. Die Adoptiveltern Schinkel haben Annelis Suche von Anfang an und wie selbstverständlich unterstützt. Sie hatten keine Angst, ihre Tochter zu verlieren, sondern nahmen ihren Wunsch ernst, ihre Herkunft zu kennen.
Viele Adoptivkinder machen andere Erfahrungen: Ihre Eltern verheimlichen ihnen, wann und wie sie in die Familie aufgenommen wurden, halten Informationen zurück und verdrängen den Wunsch der Kinder, mehr über ihre Wurzeln zu erfahren. Das kann zu Vertrauensverlust und einer nachhaltigen Störung des Eltern-Kind-Verhältnisses führen, im schlimmsten Fall kommt es zu Suizidversuchen.
Mit seinem Buch möchte Gerd Schinkel anderen Adoptiveltern Mut machen, ihren Kinder bei der Suche nach den biologischen Eltern zu helfen. Er hat damit Neuland beschritten: Ein Buch aus der Perspektive eines Adoptivvaters gab es bisher nicht. Inzwischen bedanken sich viele Adoptivkinder für seine Aufklärungsarbeit - für den Autor ein schönes Feedback.
Abgelehnt
Gerd Schinkel hat sein Manuskript einem professionellen Literaturagenten anvertraut, der vergeblich versuchte, das Buch bei größeren Verlagen unterzubringen. Niemand zeigte Interesse, obwohl die Geschichte so außergewöhnlich war. Auch Gerd Schinkels eigene Kontakte als Journalist und Liedermacher halfen zunächst nicht.
Nachdem das Buch bei BoD erschien, lud TV-Talkmaster Johannes B. Kerner Anneli als Gast ein. In der Sendung erzählte sie mit großer Offenheit und viel Charme ihre Geschichte. Großen Eindruck machte, dass die fröhliche Anneli ihrer leiblichen Mutter nichts nachträgt, sondern Verständnis für die Situation ihrer koreanischen Eltern hat. 20 Jahre lang hatte die Familie geglaubt, das Baby sei kurz nach der Geburt gestorben. Die Fernseh-Show löste eine wahre Flut von Anfragen aus. Nun interessieren sich auch größere Verlage für die Geschichte, Magazine wollen Reportagen über Anneli veröffentlichen und es gibt sogar Interesse an den Filmrechten.
"Ausgeschlachtet"?
In einem Adoptionsforum wurde Gerd Schinkel unterstellt, er wolle Annelis Geschichte "ausschlachten". Wer das Buch kennt, weiß wie absurd dieser Vorwurf ist: Der Test ist äußerst sensibel geschrieben. Alle Familienmitglieder, Anneli selbst, ihre Mutter Martina und ihr Bruder Jannik, kommen zu Wort. Jannik, der ebenfalls ein Adoptivkind ist, sucht bisher nicht nach seinen leiblichen Eltern. Aber er setzt sich durch die Suche seiner Schwester mit dieser Möglichkeit auseinander, und seine Gefühle erhalten den angemessenen Raum.
Gerd Schinkel macht jedoch keinen Hehl daraus, dass jeder Zuverdienst hilfreich wäre: Die teuren Reisekosten waren eine große Belastung für die Familie, alle vier waren in einem Sommer zweimal nach Korea geflogen, und es ist absehbar, dass sich mindestens für Anneli weitere Reisen anschließen. Und alle würden die koreanische Familie gern einmal in Deutschland begrüßen.
Die wichtigste Botschaft des Buches - und für den Leser der berührendste Moment: Annelis erfolgreiche Suche stellt die Gefühle für ihre Adoptiveltern nicht in Frage, die Schinkels sind weiterhin eine gefestigte Familie. Wo gegenseitiges Vertrauen herrscht, können die leiblichen Eltern als Bereicherung empfunden werden, nicht als Störfaktor. Die deutsche Familie Schinkel aus Köln hat sich um eine koreanische Großfamilie erweitert. Und Anneli weiß nun endlich, wem sie ähnlich sieht: ihrer Mutter und ihrem Vater!
Ein Foto des Buchumschlags anschauen kann man hier. Leserreaktionen und ein Interview zum Buch finden sich ebenfalls auf dieser Homepage. Hier ist ein Link zur Johannes B. Kerner Show vom 25.1.2005 mit unserer Tochter Anneli als Talkgast. Und hier ein Artikel über die Geschichte aus der Stuttgarter Zeitung.
Man wird es wohl nur auf Bestellung erhalten, denn es dürfte kaum vorrätig sein. Wir bieten es direkt quasi zum selben Preis an, auf Wunsch signiert und - dann aber nur zu einem Gesamtpreis von 20 Euro - auch mit einer CD mit 19 Liedern, von denen zehn im unmittelbaren Zusammenhang mit der Geschichte stehen, und neun im erweiterten Kontext. Das „Paketangebot“ gibt es nicht im Handel, denn meine CDs gibt es nur bei mir. Bei Bestellung teilen wir die Versandkosten:
- Nur das Buch „Bin ich ihr ähnlich?“ zum Preis von 16 Euro, Versand inklusive.
- Das Buch „Bin ich ihr ähnlich?“ plus CD „Schicksalsglück“ für 21 Euro.
- Für Selbstabholern: das Buch für 15,00 Euro und das Paket für 20 Euro.
Bestellungen bitte per Mail an
Gerd
Schinkel,
gschinkel@gerdschinkel.de.
Für Telefon-Bestellungen 0221 43 93 43,
bitte mit Rückruf-Nr. auf dem Anrufbeantworter.
Als Autor ohne namhaften Verlag kann ich nicht erwarten, dass mein Buch „ordentlich“ rezensiert wird. Deshalb verspreche ich mir auch mehr von mündlichen Empfehlungen. Als „Selbstvermarkter“ bitte ich Euch, bei Gelegenheit alle denkbaren Interessenten in Eurem Bekanntenkreis auf das Buch hinzuweisen.
bei einer Lesung in der "Besenkammer"