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Gerd Schinkel
„Bin ich ihr ähnlich?“
- Adoptivtochter auf Spurensuche in Korea -
Erschienen
bei „Books on Demand“ in Norderstedt, ISBN-Nr.
3-8334-33915-7.
Der
Preis im Buchhandel (für 260 Seiten ) beträgt 14,90 Euro.
Leser-Reaktionen
auf das Buch
(gegebenenfalls auf anonymisierte Passagen gekürzt):
Daewon Wenger, Seoul, Leserrezension bei AMAZON:
Meine erste Reaktion war,
ach, nicht schon wieder ein Buch von Adoptiveltern über eines ihrer
Adoptivkinder. Danach saß ich hin und begann das Buch zu lesen. Die Schinkels
habe ich bereits 1995 an einer Konferenz kennen gelernt, das zweite Mal habe ich
die Protagonistin gleich nach ihrem TV Auftritt im koreanischen TV zusammen mit
ihrem Bruder getroffen. Aus diesem Grunde fand ich die ganze Geschichte sehr
spannend. Da ich beruflich mit Adoptierten zu tun hab und auch selber aus Korea
adoptiert worden bin, hatte ich auch ein professionelles Interesse an dem Buch.
Der Inhalt war sehr spannend zu lesen. Ich glaube, dass Gerd Schinkel eine - für
Adoptiveltern - ausgezeichnete Beobachtungsgabe hat, welches sich in sehr vielen
kleinen Details äußern. Erfahrungsgemäss glauben viele Adoptiveltern, dass
sie ihre adoptierten Kinder in und auswendig kennen. Das ist aber in vielen Fällen
überhaupt nicht der Fall.
Mir gefiel der Erzählungsstil sehr gut. Manchmal war die Offenheit, mit der G.
Schinkel schreibt, für mich sogar überraschend.
Es gibt andere Adoptierte, die auf Sendung waren, die ihre Eltern gefunden haben
und deren Adoptiveltern danach den Kontakt abbrachen. Das ist mir so unverständlich
wie ein Kind einfach auszusetzen. Wenn jemand ein Kind adoptiert, dann sollte
man das ganze Kind so akzeptieren und nicht einfach nur einen Teil. Und wenn man
aus Korea adoptiert hat, dann gehört nun mal sehr oft eine koreanische Familie
dazu.
Mich interessiert eigentlich noch mehr, was nach diesem Buch passiert ist. Wie
die Geschichte weiterging. Aber dem gegenüber gesetzt sind natürlich auch die
Privatsphären von A. und J. Schinkel. Ich denke, dass dieses Buch schon auch
sehr vieles aufdeckte, was anderen zu privat sein könnte.
Auf jeden Fall denke ich, dass alle Adoptiveltern (natürlich auch Adoptierte)
dieses Buch lesen sollten. Vor allem diejenigen, die sich mit dem Gedanken
auseinandersetzen, ein Kind zu adoptieren. Zur Adoption gehört nun mal nicht
nur die Auseinandersetzung mit dem Kind sondern auch weitere Schritte wie eben
die Elternsuche.
Ich konnte die sehr realistisch beschriebenen Teile gut nachfolgen, da auch
heute noch Adoptierte durch uns auf die beschriebene TV Sendung gehen.
Fehler auf Seite 9: erwähnte Anzahl der koreanischen Adoptierten: 80'000, tatsächlich
sind es ca. 200'000
(Anmerkung von Gerd Schinkel: Dieser Fehler wurde bereits in der 2. Auflage,
die schon seit Februar 2006 ausschließlich angeboten wird, entsprechend
korrigiert.)
++++++++++++++++++
Ich habe neulich Ihr Buch gelesen und möchte Ihnen mitteilen, dass es mir sehr gut gefallen hat. Ich selbst bin ebenfalls adoptiert (geboren in Pusan) und lebe nun schon seit 29 Jahren (meinen ganzes Leben eben :-)) in Deutschland, genauer gesagt in Kiel. Ich bewundere den Mut und die Kraft Annelis und Ihre Unterstützung bei der Suche nach ihren leiblichen Eltern. Es freut mich sehr, dass Ihre Geschichte so ein schönes Ende gefunden hat und dass Anneli nun zwei glückliche Familien hat. Viele unbekannte Grüße (besonders an Anneli)...
++++++++++++++++++
vielen Dank für dieses tolle Buch "Bin ich ihr ähnlich", das ich verschlungen habe.
Ich kann wirklich jedem empfehlen, der sich mit dem Gedanken Adoption befasst, oder adoptiert hat, ob Inland- oder Auslandado, jedem, der selbst mit Adoption in Berührung kam, dieses Buch zu lesen. Wenn es auch im Ganzen um die Suche der Tochter Anneli geht, gibt es ganz "nebenbei" so viel Einblick in eine Adoptivfamilie, in die Sorgen, Nöte und Freude, in den ganz "normalen" Alltag einer Familie, der eigentlich kein "normaler" Alltag ist.
Die Erzählung/Schilderung über das
unglaubliche Zusammenfinden von einer Adoptivtochter und ihrer leiblichen
Familie liest sich so spannend wie ein Krimi, so liebevoll wie es nur ein Vater
schreiben/beschreiben kann, die Mutter sei hier genauso positiv erwähnt
,
die ihrem adoptierten Kind/Kindern von Anfang an ihre Persönlichkeit, ihre
Identität und die dazu gehörige Geschichte ließen, ohne auch nur ansatzweise
erkennbare Ängste zu zeigen, die Tochter verlieren zu können, verlieren an die
Herkunftsfamilie, an das "Heimatland". Adoptierte, die so offen und so
fördernd groß gezogen werden, müssen keine Ängste entwickeln, wenn es um das
Thema Suche geht.
Ich hoffe auf ein weiteres Buch von dir, das Zeug dazu hast du....ob Roman, Krimi, oder einen 2. Teil eurer Geschichte!
++++++++++++++++++
... habe gerade ohne jegliche Pause ihr Buch "Bin ich ihr ähnlich?" gelesen und bin sehr beeindruckt davon. Danke für diesen wunderschönen Einblick in diese Spurensuche...
++++++++++++++++++
... Ich muss schon sagen, dass ich sehr beeindruckt von und mitgefühlt habe mit ihren beiden Familien. Ich wünsche mir nur dass, sobald unser Sohn einmal den Wunsch ausspricht, seine Wurzeln kennen zu lernen, ich an ihre Geschichte zurückdenke und so natürlich einfühlsam reagiere, wie Sie und ihre Frau das gemacht haben. Ich bin wirklich froh und dankbar, dass ich eure Lebensgeschichte mit den Kindern und Südkorea mittels ihres Buches teilen konnte...++++++++++++++++++
Spurensuche
einer Adoptierten in Korea
ein Beitrag für die "Deutsch-Koreanische Gesellschaft"
Am Freitag, dem 07.04.2006, bot der Journalist Gerd Schinkel den Mitgliedern der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft eine Lesung aus seinem Buch „Bin ich ihr ähnlich? - Adoptivtochter auf Spurensuche in Korea“. ...
Geboten wurde in sehr persönlichem Rahmen (in der "Besenkammer", dem Wohnzimmer der Familie Schinkel) etwas ganz Außergewöhnliches: Eheleute Schinkel (selbst Mitglieder der DGK) hatten zwei Kinder aus Korea adoptiert. Deren Tochter hatte durch mehrere Zufälle die Möglichkeit wahrgenommen, an einer Fernsehsendung in Korea teilzunehmen, in der nach Familienangehörigen gesucht werden kann. So suchte sie nach ihren biologischen Eltern – und wurde tatsächlich fündig!
Diese sehr ergreifende und fast schon unglaubliche Geschichte wurde von Gerd Schinkel in seinem Buch geschildert. Auch Anneli, die Adoptivtochter, kommt in dem Buch in O-Tönen zu Wort und berichtet auf diese Weise ganz unmittelbar von ihren Gefühlen. Gerd Schinkel hat bei der Lesung einige der Lieder vorgetragen, die er in diesem Zusammenhang geschaffen hat. Dies alles zusammen bot ein „rundes“ Bild, in dem als Leitmotiv die Liebe der Adoptiveltern zu ihren Kindern in jedem Detail sichtbar wurde, eine Liebe, die nicht klammert, sondern unterstützt, Vertrauen und Selbstbewusstsein fördert.
Das Buch ist damit nicht nur eine mutmachende Geschichte für Adoptierte und für alle, die einen scheinbar unmöglichen Traum verfolgen, sondern auch (hoffentlich) ein Anstoß für Adoptiveltern, sich mit der Herkunft ihrer Kinder auseinander zu setzen. Sie „verlieren“ damit nicht ihre Kinder, sie gewinnen sehr viel mehr dazu!
Der Abend bot einen anderen Blick auf Korea, gab Gelegenheit zur etwas anderen Beschäftigung mit Korea, die angesichts von 150.000 Adoptierten (AdoptivKINDER sind es nun ja nicht mehr, und so wollen sie – mit Recht – auch nicht mehr genannt werden!) aus Südkorea weltweit ist auch dies ein Aspekt, der zum Koreabild hinzugehört und der nach der Lesung Stoff bot für lebhafte Diskussionen unter den Zuhörern über die Gesellschaftsstruktur in Korea, in Deutschland und über die Möglichkeit, die Notwendigkeit – oder deren Fehlen – zu einem gesellschaftlichen Wandel.
Auch vielen Koreanern ist nicht bekannt, dass Korea – zu einem Zeitpunkt, als es Korea wirtschaftlich bereits deutlich besser ging als vielen anderen Ländern - „Hauptexporteur“ von Kindern war. Kein Land der Welt hat mehr Kinder ins Ausland abgegeben als Korea. Die Hintergründe hierfür, auch die Folgen für die nach Deutschland Adoptierten und deren Familien, bieten eine Fülle von Fragestellungen, für deren Auseinandersetzung auch und gerade die Deutsch-Koreanische Gesellschaft Raum geben sollte. Dieser Abend war sicherlich ein Anfang!...
++++++++++++++++++
Ich habe heute euer Buch in unserem lux.forum "angepriesen", hoffe es lesen viele Adoeltern eure Geschichte und bekommen dadurch Mut zur Unterstützung ihrer Kinder bei der späteren Wurzelsuche... alles nicht so einfach im Leben, aber ALLES ist machbar, wenn wir (Ado)-Eltern unsere Herzen weit öffnen und unseren Kindern nicht verwehren, auf befreiten Füssen durchs Leben zu wandeln. Ketten der Dankbarkeit (Rettung durch Adoption.....grummel) müssen endlich gesprengt werden und Adoptierte sollen IHREN Weg gehen und nicht den von uns vorgedachten (heile- heile-gänschen-) Prunk-Familien-Boulevard ;-) Das macht euer Familienbuch deutlich und das ist soooooooooooo wichtig!!!!!!!!!
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Buchbesprechung in der Zeitschrift PFAD (Fachzeitschrift für das Pflege- und Adoptivkinderwesen) Jahrg. 20, Heft 1, Februar 2006, S. 25:
Eine Einladung des Konsulats der Republik Korea aus Frankfurt zur Teilnahme an einem Seminar in Seoul war der Anstoß der inzwischen erwachsenen Adoptivtochter, sich neugierig auf die Spurensuche nach ihren biologischen Eltern in Korea zu begeben. Dass diese Suche so erfreulich endet, ist sicher höchst befriedigend, aber nicht immer möglich. Mit diesem Buch aber wird belegt, dass die Rolle der Adoptiveltern wesentlich zur positiven Auseinandersetzung mit der eigenen fremdländisch-deutschen Identität beiträgt. Diese setzten sich nämlich bereits vor der Adoption ihrer koreanischen Kinder intensiv mit Korea, der Geschichte und der Gesellschaft des Landes auseinander. Sie wurden Mitglied in der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft, reisten mehrmals nach Südkorea, befreundeten sich mit in Deutschland lebenden KoreanerInnen und hielten auch nach deren Rückkehr ins Heimatland Kontakt. Den Adoptivkindern war Korea daher nicht unbekannt und sie fuhren dorthin mit der Sicherheit, erstens über zwei staatliche Institutionen kulturell und zweitens von koreanischen Freunden emotional begleitet zu werden. Der glückliche Ausgang der Reise ist zwar sicher die Ausnahme, der Weg dorthin aber für alle Auslandsadoptierten ein Empfehlenswerter.
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...ich bin noch sehr ergriffen von Deiner
Buchvorstellung. Die Lieder, die Du dabei vorgetragen hast und von Deinen
Kindern handeln, passten so wunderbar dazu und rundeten das Ganze ab.
Endlich ein deutschsprachiges Buch nicht nur über Adoption allgemein, sondern
über EINE Adoption mit O-Tönen der Adoptierten und der Adoptiveltern. Nicht
nur die Geschichte an sich ist packend, sondern auch die Art der Präsentation,
die Abwechslung von Bericht, O-Ton, Liedtexten... es wird erzählt, kritisiert,
gelacht und geweint.
Man muss es einfach lesen und man muss es weiterempfehlen, auf so ein Buch haben
viele gewartet.
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Matthias Franck, Berlin, Leserrezension
bei AMAZON:
Das Buch von Gerd Schinkel liest sich auf den ersten 100 Seiten wie ein Krimi.
Die Suche der Tochter Annelie nach der leiblichen Mutter in einem Land, das sie
selbst niemals vorher gesehen hatte, dessen Sprache sie nicht spricht ist mutig,
weil der Ausgang vollkommen offen war. Dann aber geben sich tolle Freunde,
unglaubliche Zufälle und nie für möglich gehaltene Wahrheiten die Hand. Köln
und Seoul rücken auf einmal ganz nahe zusammen. Diese wahre Geschichte ist so
unglaublich, dass man sie Wort für Wort lesen muss, um sich von ihr überzeugen
zu lassen. Am Ende brauchen Sie eine ganze Packung Taschentücher, so viele Glückstränen
fließen.
Wer auch immer sich mit dem Gedanken tragen sollte, einmal ein Kind oder gleich zwei zu adoptieren, der wird sich nach diesem Buch ermutigt fühlen, dies wohl überlegt zu tun. Ein Buch, das direkt vom Kopf ins Herz geht.
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Ich habe mittlerweile das Buch von Gerd gelesen und möchte mal meine Eindrücke schildern. Zur Vorgeschichte muss ich hinzufügen, dass ich 1995 an einer Konferenz teilnahm, während dessen die Familie Schinkel vorgestellt wurde und es mir durch den Kopf ging, ob ich mal die Kinder dann als Erwachsene auch mal treffen werde. Sie schienen relativ distanziert zu sein, die Adoeltern hingegen doch recht aktiv, was für mich als Adoptierter doch etwas neuartiges war, da unsere Adoeltern sich überhaupt weder für Korea noch die Elternsuche sich interessierten.
Aber zurück zum Buch: Die Schilderungen des Autors sind sehr authentisch, ich konnte viele Erlebnisse mir lebhaft vorstellen und es entfuhren mir doch einige Ahs und Ohs während des Lesens, ohne dass ich ein angeheuerter Statist gewesen wäre. Sehr gefallen haben mir die Passagen, wo Anneli oder andere Protagonisten ihren Teil der Geschichte wiedergaben. Das ergab doch ein ganz anderes Bild als nur die des Journalisten, der mir doch sehr analytisch die Szenen malte. Die doch recht trockene Schreibart hat mir aber doch ganz gut gefallen, die Geschichte ist auch so mitreißend genug, so dass ich letztendlich das Buch in einem Zuge durchgelesen habe. Das tue ich normalerweise nur mit wirklich interessanten Büchern, auch wenn das manchmal eine halbe Nacht kostet...
Als Adoptierter, der ebenfalls gesucht und gefunden hat, war vieles mit einem "been there, done that" verbunden. Dennoch haben mir einige Teile, besonders im letzteren Teil des Buches einige Tränen besorgt. Natürlich habe ich eine andere Einstellung zu der Geschichte als vielleicht ein Adoptivvater, jedoch muss ich sagen, dass ich das Buch insgesamt als ganz gut empfand.
Als
"Fachmann" ist mir jedoch ein großer Fehler aufgefallen. Die Zahl der
Adoptierten aus Korea beläuft sich nicht auf nur 80'000 sondern auf weit mehr
als das Doppelte. Offiziell gemäß Statistik des Ministeriums für Gesundheit
und Wohlfahrt waren es bis 2004 ungefähr 155'000 Adoptierte. Hinzu muss man
eine unbekannte Zahl der "Privatadoptionen" (vor allem US-Militärs) zählen,
die in keiner Statistik auftauchen. Als weitere Anmerkung würde ich im Buch
nicht den Begriff "japanisches Meer", sondern vielmehr die koreanische
Bezeichnung "Ostmeer" verwenden. Es gibt natürlich einen
Jahrzehntelangen Streit der Wissenschaftler beider Länder über die korrekte
Bezeichnung dieses Meers. Hingegen ist der koreanische Begriff für diesen Teil
des Meeres ganz klar. (Anmerkung G. Sch.: die
Fehler sind in der Neuauflage von März 2006 korrigiert)
Ich empfehle dieses Buch vor allem Adoptiveltern, die nach wie vor Angst vor der
Elternsuche ihrer Kinder haben. Eine Elternsuche ist, wie das Buch hervorragend
aufzeigt, keine Absage an die Adoptiveltern, sondern kann für die ganze Familie
bereichernd sein. Natürlich ist das in jedem Fall etwas anders und nicht alle
leiblichen Eltern sind so wie im Falle Annelis. Jedoch hoffe ich auch, dass das
Buch eventuell als "Eisbrecher" dienen könnte, wenn es um einen
Dialog zwischen Adoptiveltern und ihren Kindern geht. Es ist wichtig, dass das
Thema Elternsuche thematisiert wird, dass es ein Teil des Lebens sein wird. Von
daher würde ich es sogar als "Pflichtlektüre" für werdende
Adoptiveltern taxieren.
Ich habe Anneli und Jannik während des Aufenthaltes in Korea im Sommer 2003 per
Zufall getroffen. Das war äußerst interessant, vor allem, nachdem ich sie als
Kinder bereits kennen gelernt hatte. Heute lerne ich jedes Jahr Hunderte von
Annelis und Janniks kennen. Sie kommen alle nach Korea, um ihre Eltern zu
suchen, ihre Wurzeln kennen zu lernen, die Sprache und Kultur zu studieren,
unabhängig davon, ob ihre Adoptiveltern damit einverstanden sind oder nicht.
Dae-won, Generalsekretär der Adoptierten-Selbsthilfeorganisation G.O.A.'L in
Seoul
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Ihr Buch hat mich sehr berührt und bewegt und ich bin dankbar, dass sie es geschrieben und veröffentlicht haben, und ich habe es mit großem persönlichen Interesse gelesen . Ich bin etwa zehn Jahre älter als Ihre Tochter, wurde auch in Korea geboren und mit drei Jahren über terre des hommes zur Adoption nach Deutschland vermittelt. Meine Eltern haben meine Adoption und alles, was damit zusammen hängt, als absolutes Tabuthema behandelt, und das leider bis heute!
Wenn ein Kind Fragen stellt und nur ausweichende unbefriedigende Antworten erhält und das Gefühl bekommt, die Eltern wollen partout nicht darüber reden, was für Schlussfolgerungen kann das Kind daraus ziehen? Dass dieses Thema, zu dem das Kind Fragen stellt, etwas Schlimmes ist, etwas Schlechtes, denn sonst könnte man ja offen darüber reden. So habe ich es leider fälschlich aufgenommen und habe mich, mein Äußeres, mein Leben, meine Identität, als etwas Schlimmes, als ein großen Makel empfunden und mit dieser Meinung meine Kindheit, meine Teenagerzeit gelebt. All dies hat mich über die längste Zeit meines Lebens negativ begleitet, zu schweren Depressionen und Identitätsproblemen geführt, bis zu einigen Suizidversuchen.
Nachdem ich selber, wie ich meine, mein Leben zu lange verleugnet hatte und langsam erwachsen wurde, wachte ich auf und wusste, das ich selber, ohne meine Eltern, mich mit mir und mit meiner Vergangenheit auseinandersetzen musste, um vielleicht endlich mit mir und meinem Leben Frieden finden zu können. Es war ein harter, langer und schmerzlicher Weg, den ich dann auch nicht mehr alleine gehen konnte, ohne mir professionelle Hilfe zu hohlen. Ich war dann gute zwei Jahre in Therapie und hatte zum Glück einen Therapeuten gefunden, der mir geholfen hat, endlich zu "leben ". So viele unbegreifliche Gefühle, Ängste, Verhaltensmuster von mir, mit denen ich bisher gelebt habe, sie aber nicht begreifen und verstehen, geschweige denn damit umgehen konnte, die konnte ich dann zum erstenmal verstehen, begreifen, akzeptieren und lernen, damit anders umzugehen.
Ich habe einige Jahre später noch mal versucht, mit meinen Eltern zu reden, habe ebenfalls zum erstenmal nach meinen Adoptionsunterlagen gefragt und wollte sie haben. Doch wie alle Versuche davor, mit meinen Eltern über mich und das Thema meiner Adoption zu reden (es ging mir nie darum, Vorwürfe zu machen), endete dieser Versuch wieder in einem Familiendesaster. Die Frage, warum meine Eltern selbst heute, da ich doch inzwischen ein erwachsener Mensch bin, nicht in der Lage sind, mit mir offen über meine Adoption zu reden, habe ich mir ein Leben lang gestellt und versucht, die verschiedensten Gründe zu finden und zu verstehen. Aus lauter verstehen wollen meinerseits habe ich dabei mich selbst vergessen.
Heute will ich nicht mehr verstehen wollen, warum meine Eltern so sind oder nicht sind. Vielmehr habe ich akzeptiert, dass sie so sind, wie sie sind, und ich kann sie nicht verändern. Wichtig ist für mich, meinen Weg zu finden und zu gehen, und selber aktiv zu werden! Heute mit Mitte dreißig kann ich sagen, dass die letzten vergangenen Jahre meine glücklichsten waren, denn endlich habe ich zum großen Teil mich selbst und mein Leben gefunden und es vor allem zu akzeptieren und zu lieben gelernt! Ich habe geheiratet und werde bald mit unseren koreanischen Freunde nach Korea fliegen. Mein größter Herzenswunsch wird damit in Erfüllung gehen!
Warum ich Ihnen soviel geschrieben habe? Weil ich Ihnen damit erklären wollte, wie wichtig und ergreifend für mich Ihr Buch war. Weil ich damit gesehen habe, wie Adoptiveltern auch anders reagieren und handeln können, als ich es kenne.
Ich finde es so großartig und bewundernswert, wie viel Sie und Ihre Frau sich Gedanken gemacht haben über Auslandsadoptionen an sich, über die Probleme, die entstehen können, das Andersaussehen, das Herausgerissenwerden aus einer Kultur usw. Sie haben sich als Eltern für das Ursprungsland ihrer Kinder interessiert und das Land und die Leute immer wieder besucht und vor allem, Sie haben die Wurzeln, den Ursprung ihrer Kinder, nicht wegnehmen wollen, im Gegenteil, Sie haben alle Türen und Möglichkeiten ihren Kindern offen gehalten.
Ich glaube, dass jeder Mensch irgendwann in seinem Leben an den Punkt gerät, an dem er seine Wurzeln, seinen Ursprung wissen will, egal ob adoptiert oder nicht, und es ist wichtig für jeden Menschen und für seine weitere Entwicklung. Bei Adoptivkindern ist es wohl ein ganz besonderes Verlangen; leider wird es oftmals durch die Ängste der Adoptiveltern gehindert, was natürlich menschlich ist.
Dass Sie und Ihre Frau immer in aller erster Linie an die Bedürfnisse ihrer Kinder gedacht und gehandelt haben und alles Erdenkliche getan haben, um ihre Wurzeln zu finden, ist wohl das größte Geschenk, das Adoptiveltern ihren Kindern machen können. Sie sind für mich die "wahren " Eltern" !!!
Nochmals herzlichen Dank für Ihr Buch!
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... möchte sagen, dass das Buch mir gefällt. Es ist gut geschrieben und klar strukturiert, was mir als "Bücherfeind" das Lesen doch sehr schmackhaft gemacht hat. Des weiteren finde ich ist es einen sehr interessanten Aspekt, auch mal die Sichtweise der Eltern kennen zu lernen, da ich die Gedanken- und Gefühlswelt von Adoptierten ja selbst gut kenne .... Ich werde das Buch auf jeden Fall meinen Eltern empfehlen und mit ihnen darüber sprechen, wie sie sich selbst gefühlt haben, da dies bisher bei mir leider ein wenig zu kurz gekommen ist. Ich danke dem Autor für diese vielleicht ungewollte Anregung!
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... Ich habe dein Buch mit großem Interesse, Spannung und Begeisterung gelesen! Interesse, weil`s von dir ist; Spannung, weil die Neugier hungrig bleibt; Begeisterung, weil du deine LeserInnen mit in die Geschichte ziehst und ein Stück Miterleben möglich ist. Dass Jannik immer wieder einmal seinen Raum bekommt, dass du auf eine behutsame und respektvolle Weise vermitteln kannst, wie bewegt und bewegend er das Geschehen um seine Schwester aufnimmt und auf seine Art und Weise damit umgeht, hat mir auch ausgesprochen gut gefallen....
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...heute bin ich nicht so recht arbeitsfähig. Ich habe nur wenig geschlafen. Der Grund dafür liegt in Deinem Buch. Die Kapitel seit der Durchführung des DNA-Tests (Anneli hat dafür mein nachträgliches Mitleid und meine Hochachtung verdient) musste ich letzte Nacht schlicht an einem Stück zu Ende lesen. Ich wusste schon immer, wie gut Du mit der Sprache umgehen kannst. In diesem sehr unter die Haut gehenden Bericht ist es Dir gelungen, trotz der persönlichen Einbindung von Dir und Deiner Familie die für den Leser erforderliche Distanz zu halten, so dass ich mir nicht als voyeuristischer Eindringling vorkam, sondern mit hoffen, leiden und mich mit freuen konnte. Ein Meisterwerk!
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Jan Cornelius, Düsseldorf, Leserrezension
bei AMAZON:
Dinge, die uns alle betreffen
Die Realität ist bekanntlich meist banal und der Alltag monoton, aber bisweilen passieren Dinge, die jede auch noch so kühne Fantasie übertreffen und einem den Boden unter den Füßen wegreißen. In „Bin ich ihr ähnlich?“ erzählt Gerd Schinkel die
Geschichte einer Adoption und die dramatischen Schicksalswendungen, die sie bewirkt. Hätte sich ein Drehbuchautor so etwas ausgedacht, würde man ihm wohl wegen Forcierung des Spannungsbogens belächeln.
Der Inhalt eines Buches ist natürlich extrem wichtig, doch genau so entscheidend ist die Art und Weise, wie eine Story übermittelt wird. In diesem Fall liefert das Geschehen wohl den idealen Stoff für einen kommerziellen mit allen bewährten Zutaten des Kitsches gewürzten Reality-Roman, und viele hätten einen solchen daraus gemacht. Doch Kitsch und Kommerzialisierung der Gefühle sind bestimmt nicht Schinkels Ding. Der kritische Verstand und das wachsame Reflektieren werden bei ihm auch in den bewegendsten Momenten nicht ausgeschaltet. Ohne in billige Sentimentalität zu verfallen, schafft es der Autor feinste Gefühlsschwankungen und
differenzierte Stimmungen zu sezieren und Verblüffendes in einem nüchternen Ton rüberzubringen. Und gerade dadurch wird man als kritischer Leser in einen Strudel der Emotionen hineingezogen.
Ist „Bin ich ihr ähnlich?“ etwa bloß ein Buch für Adoptiveltern und Adoptivkinder? Mitnichten. Denn es geht in diesem Werk beileibe nicht nur um Adoption, sondern auch um Umgang mit dem Fremden, um Zweifel und
Zerrissenheit, Mut und Vertrauen, Liebe und Angst vor dem Verlassenwerden, und das sind natürlich Dinge, die uns alle betreffen.
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Euer Buch ist klasse! Habe es noch an Heilig Abend meinem Sohn entwendet. Dafür hat er es am 27.12. auch schon wieder zurückbekommen. Allerdings komplett ausgelesen. ... Ein paar Teile kann man auch für sich mitnehmen (z.B. das man keinen Badeurlaub in Korea machen sollte). Wie lange sitzt man da eigentlich davor? Ist das Teamwork? Oder Ergänzungsarbeit? Ist das wie früher „Aufsatz“ schreiben (großes leeres Blatt Papier, viele Minuten angestrengtes Nachdenken, und dann Thema verfehlt?) so mit Klos im Hals und feuchten Händen? Alles in allem - ich finde es klasse was dabei herausgekommen ist. Vielleicht gibt’s ja Teil 2 ( 20 Jahre später) oder so. (siehe Dumas „Die drei Musketiere“). Die Einladung für Anneli ins Fernsehen finde ich gut. Gerade im Hinblick auf die letzten Sätze im Buch. Mein bester Freund hat ebenfalls eine Adoptivtochter neben zwei eigenen Söhnen. Dort läuft das nicht ganz so glatt, um nicht zu sagen, manchmal war es recht heftig. Er kriegt das Buch auch noch.
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Ich habe gerade das Buch zu Ende gelesen und es hat mich sehr berührt. ... Ich war doch sehr überrascht, dass es so gefühlvoll geschrieben ist. Ich hatte vorher das Vorurteil, dass nur Autobiographien so sein können. Ein großes Lob...! Ich werde es ... auf alle Fälle weiterempfehlen. Ich war zwar dieses Jahr ein halbes Jahr in Korea, aber habe mich letztendlich doch nicht getraut zum Fernsehen zu gehen. Auch ich habe keinerlei Informationen über meine Vergangenheit - nur einige Erinnerungen. Aber das Buch hat mir Mut gegeben, doch bald auf die Suche zu gehen. Vielen Dank für diese Veröffentlichung!
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Habe grad das Buch zu Ende gelesen und ich finde es wirklich nicht schlecht! Ich denke schon, dass man durch dieses Buch auch die Adoptiveltern besser versteht, und es macht einem Mut, selbst auf die Suche zu gehen, auch wenn man keinerlei Informationen hat. Positiv war auch, dass die Gefühlswelt aller Beteiligten geschildert werden (Bruder, Eltern, biologische Eltern, biologische Geschwister usw) und dass auch Briefe oder Postings dort veröffentlich wurden. Dennoch hat es mich auch frustriert, weil die wenigsten solche Eltern haben, die mit so viel Eifer mithelfen und einen unterstützen. Das Buch ist sicherlich auch sehr persönlich, da viele Ängste, Krisen, Unsicherheiten usw. beschrieben werden...
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Ich habe diese Nacht Ihr Buch zu Ende gelesen. Es hat mir sehr gut gefallen obwohl ich mit einer recht kritischen Einstellung angefangen habe zu lesen, weil ich dachte, dass ein solches Buch doch besser von den Adoptierten selbst geschrieben werden sollte. ... Ich bin selber auch aus Korea adoptiert und habe Ende 2004 ebenfalls über die Fernsehsendung meine leibliche Familie ausfindig machen können. Von meiner (Adoptiv-)Familie konnte leider keiner dabei sein und so kennen sich die Familien leider nicht. Auch waren meine Eltern noch nie in Korea. Bei meinem nächsten Besuch werde ich ihnen das Buch mitbringen. Ich möchte, dass sie es lesen. Meine Eltern haben leider keinerlei Bezug zu Korea und ich habe nicht viel mit meinen Eltern darüber geredet, was in mir vorging während ich fast ein Jahr in Korea war. ... Ich bin froh, dass sie dieses Buch geschrieben haben.
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Zu Weihnachten bekamen wir
das Buch über eure Adoptivtochter geschenkt. Ich fand das Buch sehr gut:
Spannend und interessant. Gleich nach Weihnachten habe ich das Buch in einem
Rutsch ausgelesen. Das war gar nicht so einfach, weil U. das Buch gleichzeitig
las. Aber so konnten wir viel darüber sprechen. Das Buch gab uns tiefe
Einblicke in euer Zusammenleben mit euren beiden Adoptivkindern. Ihr habt euch
sehr viel Mühe mit euren Kindern gemacht: Man spürt eure Liebe, eure
Gelassenheit, eure Sorgfalt, aber auch eure Sorgen und Zweifel, die man nun mal
stets in der Kindererziehung hat.
Wir freuen uns mit euch über das für alle so glückliche und rührende Fazit
der einmaligen Erlebnisse von A. und von euch allen. Für beide Familien ein glückliches
Ende! Für eure Adoptivkinder sicher eine große Bereicherung. Allein die
Tatsache, dass sie so ihr Geburtsland so gut kennen lernten. Wir wünschen euch
weiterhin viel Glück und Zufriedenheit mit euren Kindern. Schön, dass wir so
intensiv an eurem Leben teilnehmen konnten. Sicher werden nicht alle
Adoptivkinder eine so schöne Lösung ihrer Suche nach ihren Wurzeln finden. Ein
deutsch-koreanisches Märchen wie ein Traum!
+++++++++++++++++
Eigentlich hätte ich heute den Aufsatz meiner Fünftklässler korrigieren müssen, aber ich habe beim Frühstück euer Buch angefangen, das ich gestern bei meinen Eltern mitgenommen habe. Irre! Zum Glück kannte ich die Geschichte schon, denn sonst hätte ich an manchen Stellen gar nicht weiterlesen können. Es ist unvorstellbar - auch wenn ich einiges aus Erzählungen weiß - wie bewegend das alles für euch gewesen sein muss, wenn es mir beim Lesen grad noch mal so geht!
+++++++++++++++++
Dein Buch hat uns über die Weihnachtstage völlig gefesselt, es gab Andrang wer zuerst weiterlesen darf (ich bin durch, Nora fast, Martin halb). Obwohl wir doch eigentlich alles schon wussten und miterlebt haben, ist es in den Details kaum zu glauben wie Ihr das geschafft habt!
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Es hat mir sehr gut gefallen und ich freue mich, dass ihr so großes Glück hattet und Annelis Familie gefunden habt. Bestimmt ist es eine nahezu unvorstellbare Bereicherung, wenn die Familie auf eine solche Art wächst und ich bin eurer Meinung, dass man einem Adoptivkind die Suche nach den leiblichen Eltern ermöglichen und sie darin unterstützen sollte.
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Wolfgang Bittner, Köln,
Leserrezension bei AMAZON:
Ein sehr persönlicher Bericht über ein adoptiertes koreanisches Mädchen, das
in Deutschland aufgewachsen ist. Das Buch ist offen und unbekümmert aus der
Sicht des Adoptivvaters geschrieben, trotzdem reflektiert, alles in allem
informativ und sympathisch. Die inzwischen volljährige Tochter findet mit Hilfe
ihrer Adoptiveltern ihre biologischen Eltern in Korea. Sie kann sich mit ihnen
nur durch eine Dolmetscherin verständigen, aber es entsteht sofort
Vertrautheit. Gerd Schinkel ist es gelungen, den Leser sowohl auf einer
sachbezogenen als auch auf der emotionalen Ebene anzusprechen.
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Besten Dank für dein tolles Buch. Ich habe es an einem Tag ganz gelesen, kaum aus den Händen gelegt. Ich
war/bin tief bewegt. Dein Buch gibt mir Mut, den in unserer Familie sicherlich noch anstehenden Wurzelsuchen meiner vier Kinder gelassener
entgegen zu sehen.
Deine politischen Kommentare höre ich schon länger sehr gern, deine Musik ist vielleicht nicht so ganz mein Fall, aber als Autor solltest du
unbedingt weitermachen.
+++++++++++++++++
„Annelis“ Buch hatte ziemliche Auswirkungen, Schlafdefizit und deutliche Abweichungen vom Zeitplan der weihnachtlichen Vorbereitungen...
+++++++++++++++++
Noch nie hatte ich einen so „feuchten“ ersten Weihnachtstag. Esstand bei uns nichts auf dem Programm und so habe ich mich morgens in mein Lesezimmer verzogen, dabei bald das Kochen vergessen und abends im Bett hatte ich das Buch dann durch – und auch ein Paket Tempos. Obwohl ich die Geschichte zum Teil ja kannte, ging doch alles sehr unter die Haut.
++++++++++++++++++
Das
Buch ist verständlich strukturiert und lässt sich flüssig lesen. Das Buch
beschreibt ehrlich und offen die Gedanken, Gefühle und Situationen der
Beteiligten, ohne sie bloß zu stellen oder die Situation in irgendeiner Form zu
dramatisieren (wie es leider oft in us-amerikanischen Werken der Fall ist). Auch
wenn es sich hierbei um ein ernsthaftes Thema handelt, werden auch heitere
Momente beschrieben, die einen schmunzeln lassen.
Mein Fazit: Wer wissen will, wie so ein erstes Treffen mit den biologischen
Eltern (nach einem Fernsehaufruf KBS) vonstatten geht, dem wird dieses Buch eine
hilfreiche Lektüre sein. Obwohl thematisch in erster Linie die Begegnung der
adoptierte koreanische Tochter mit den biologischen Eltern im Vordergrund steht,
so werden aber auch eindrucksvoll die Gefühle des adoptierten koreanischen
Sohnes beschrieben, der sich mit seiner Herkunft und seinem Geburtsland
auseinandersetzen muss (man erkennt sich wieder). Wichtig ist jedoch auch, dass
die soziologischen Eltern nicht außen vor bleiben und auch ihre Situation im
Buch entsprechend berücksichtigt wird. Das Buch ist sicherlich kein Leitfaden:
„Wie finde ich meine Eltern“, aber für diejenigen, die keine Infos über
sich haben, macht es Mut und zeigt wieder mal, dass die Hoffnung zuletzt
"stirbt".
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Ich will die Wohnung aufräumen, die aussieht wie nach Katerina oder Rita. Doch daraus wird wohl nichts werden. Denn das Buch, nach dem ich mich so sehnte, das zu bestellen ich aber keine Zeit hatte, liegt nun als Geschenk von Euch auf meinem Schoss und damit ist der Sonntag wohl gelaufen. Es ist zu spannend, obwohl ich ja schon dank CD vieles weiß.
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Ich habe wieder mal Zeit gehabt in deinem Buch zu lesen und habe selber Tränen in den Augen. Ich kann mir wahrhaftig und richtig lebhaft vorstellen wie es euch in Korea vor und hinter dem Rampenlicht ergangen ist. Mir ging es so ähnlich, als ich vor mindestens 50 EfK-Adoptiveltern unsere Geschichte erzählen musste, eine ganz andere Geschichte eigentlich, aber von den Gefühlen eine ganz ähnliche Geschichte. Dafür lasse ich gerne meine Zimmerpflanzen weiter trocken und meine Wäsche im Korb liegen. Dass Anneli eine klare und sehr verständliche Stimme hat, davon konnte ich mich ja bereits überzeugen, als ich die CD vom Interview im Rundfunk gehört habe; Anneli konnte ihre Geschichte nicht nur interessant und deutlich rüberbringen sondern wahrhaftig ohne ein Fünkchen Kölsch. Wie ist das möglich?? Und auch noch ohne zu stocken oder sich zu versprechen. Nicht wahr solch eine Geschichte geht nicht nur auf die Tränendrüse , sondern ganz kräftig unter die Haut.
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Und hier Passagen aus einer Reaktion von Anneli als Antwort andere Reaktionen auf das Buch:
Das Buch, in das mein Vater
unglaublich viel Zeit, Energie und Gefühl gesteckt hat ist da und ich finde es
schön, wenn Leute es lesen, die sich für das Thema interessieren. ....
Ich freue mich, wenn es Menschen gibt, die aus dieser Geschichte Mut für ihre
eigene Suche schöpfen oder sich einfach dafür interessieren, wie man sowohl zu
der leiblichen als auch zu der deutschen Familie ein gutes und entspanntes Verhältnis
haben kann.
Interessant finde ich, dass einigen die Frage, "warum" man abgegeben
wurde, so unendlich wichtig ist. Für mich kann ich sagen, dass die Frage nach
dem Warum eher zweitrangig war/ist. Und auch wenn es so wäre, dass das, was
meine koreanische Familie gesagt hat, nicht stimmt (was ich nicht glaube, wenn
man den Schmerz in den Augen meiner Mutter sieht, wenn sie davon erzählt), so wäre
es für mich heute nicht wichtig, denn das ist Vergangenheit und es liegen sooo
viele Jahre dazwischen.
Ich habe mir schon vor meiner aktiven Suche gesagt, dass ich meiner leiblichen
Familie auf keinen Fall mit Vorwürfen gegenüber treten will, denn ich dachte
immer, dass sie ihre "Gründe" schon gehabt haben...
Ich persönlich finde es wichtig, dass man, wenn man auf Suche nach den eigenen
Wurzeln geht, dies ohne Groll und Hass macht. Denn nur so kann man doch eine Art
von Beziehung zu der leiblichen Familie aufbauen... Nicht aber, wenn man die
leibliche Familie mit Vorwürfen bombardiert...
Ich bin sehr glücklich über die Beziehung, die ich zu "meinen
Koreanern" habe. :) Es ist eine herzliche und offene Beziehung. Wir mailen,
telefonieren regelmäßig und versuchen, die anderen über diese Distanz und
sprachliche Barriere am eigenen Leben teilhaben zu lassen. Inzwischen haben wir
uns vier mal gesehen und diese Tage immer sehr intensiv miteinander verbracht.
Natürlich muss jeder selbst entscheiden, ob er überhaupt auf Suche gehen möchte,
wie er der leiblichen Familie gegenüber tritt (ob völlig offen, oder voller
Enttäuschung und Vorwürfen), und was sich aus dem Kontakt entwickeln soll -
wobei das natürlich von beiden Seiten abhängt. Jede Suche und jedes
Kennenlernen ist komplett anders und niemand kann sagen, was wirklich
"richtig" oder "falsch" ist. Das entscheidet wohl jeder für
sich aus dem Bauch heraus.
Ich für mich kann nur sagen, dass ich meiner koreanischen Familie von Anfang an
geglaubt habe und eine ganz intensive Wärme und Herzlichkeit von ihnen
ausgestrahlt wurde, dass ich keine Sekunde daran zweifeln konnte, dass sie sich
HEUTE, JETZT ganz unendlich freuen, dass wir uns gefunden haben :)
Und in meinem Fall habe ich jetzt eine richtige Großfamilie, mit einem
deutschen und einem koreanischen Teil.
Viele Grüße
Anneli
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Suche nach Spuren der eigenen Vergangenheit
Anneli Schinkel ist in Kornwestheim aufgewachsen und hat vor zwei Jahren ihre
leiblichen Eltern in Korea getroffen
Kornwestheim. Bereits als Baby ist Anneli adoptiert worden. Sie wuchs bei ihren
Adoptiveltern in Kornwestheim auf. Als sie erwachsen war, hat sie sich vor zwei
Jahren unter kaum Erfolg versprechenden Aussichten in Korea auf die Suche nach
ihren leiblichen Eltern gemacht.
Von Steffen Rometsch
Kornwestheimer Zeitung, 24.1.2006
Unbefangen und eher zufällig hat sich Anneli Schinkel vor gut zwei Jahren auf
Spurensuche nach ihren biologischen Eltern in Korea begeben. Auf Einladung des
koreanischen Konsulats in Frankfurt hat sie im Sommer 2003 erstmals ihr
Geburtsland besucht. Das Angebot sollte jungen adoptierten Koreanern im Ausland
die Möglichkeit bieten, sich zwölf Tage lang näher mit ihrer
"Heimat" zu befassen. Bis zu diesem Seminar hat sich Anneli Schinkel
nie für Korea interessiert. "Ich habe gedacht, Deutschland ist für mich
meine Heimat. Ich habe immer gesagt: ,Da will ich gar nicht hin. Ich fühle mich
deutsch, ich bin deutsch. Ich will damit gar nichts zu tun haben." Für
mich waren die USA viel interessanter."
Nachdem Mediziner Martina und Gerd Schinkel gesagt hatten, dass es
unwahrscheinlich sei, dass sie leibliche Kinder bekommen könnten, entschieden
sie sich Anfang der 80er Jahre ein Kind zu adoptieren. Gerd Schinkel war damals
Lokalredakteur bei der Kornwestheimer Zeitung, seine Frau Martina arbeitete als
Lehrerin am Gymnasium.
Bei ihrer ersten Reise nach Südostasien hörte Anneli von einer Fernsehsendung
im koreanischen Fernsehen, über die man seine leiblichen Eltern suchen kann.
Schon wenig später reifte in ihr der Entschluss, selbst mit Hilfe der Sendung
nach ihren leiblichen Eltern zu suchen. "Was ich immer gesucht habe, war
eine Antwort auf die Frage, wem ich ähnlich sehe", sagt die heute 23-Jährige.
"Aber ich habe nicht erwartet, dass dabei etwas herauskommt. Ich hab"
gedacht, ich versuche das mal, und dann kann ich für mich das Thema
abhaken."
Doch es kam ganz anders. Schon einen Tag nach der Sendung meldete sich eine Frau
bei dem Fernsehsender, die behauptete, Anneli sei ihre Tochter. "In dem
Moment war ich geschockt", erinnert sich Anneli, "ich wusste gar nicht
was ich machen sollte. Ich war wie vom Blitz getroffen." Es folgten viele
Gespräche, Befragungen und DNA-Vergleiche - bis schließlich zwei Tage nach der
Rückkehr der Anruf aus Korea kam: Die DNA stimmt überein.
Wenige Wochen später kam es in der Fernsehsendung zum ersten Treffen. "Die
erste, die ich sah, war meine Mutter, sie hat total geweint. Ich habe mich
wirklich nur gefreut", beschreibt Anneli ihre Gefühle, als sie ihrer
leiblichen Mutter zum ersten Mal von Angesicht zu Angesicht gegenüberstand.
"Ich habe gedacht, ich habe eine Bereicherung, ich sehe sie, ich lerne sie
kennen. Und dann hat die Mutter was erzählt, und ich habe kein Wort
verstanden." Schließlich stellte sich heraus, dass Anneli auch noch zwei
Schwestern und einen jüngeren Bruder hat. Als ihre Mutter mit ihr schwanger
war, hat sie im sechsten Monat eine Schwangerschaftsvergiftung bekommen. Es ging
ihr so schlecht, dass sie sich kaum um die beiden anderen Töchter kümmern
konnte, die damals zwei und vier Jahre alt waren. Die Ärzte hatten nicht
ausgeschlossen, dass die Mutter oder Anneli, oder sogar beide, sterben könnten.
Deshalb sollte Annelie nach der Geburt erstmal bei der Großmutter aufgepäppelt
werden - sofern sie die Geburt überlebt.
Sie hat, doch ihre Mutter hat sie nicht mehr gesehen, weil sie nicht bei
Bewusstsein war, als Anneli auf die Welt kam. Nur zwei Tage später sagte die
Oma, das Kind sei gestorben. Ob die Oma oder deren angebliche Bekannte Anneli in
das Kinderheim gegeben haben, von wo sie schließlich zur Adoption freigegeben
wurde, ist ungeklärt.
Klar ist aber, dass Anneli Schinkel nie bereut hat, sich auf die Suche nach
ihren leiblichen Eltern zu begeben. Ihre leibliche Mutter hat sie inzwischen
schon zweimal wieder besucht. "Ich fand das Treffen unglaublich toll und wünsche
jedem so ein Happy End!" Während ihre Eltern schon seit vielen Jahren in Köln
leben und arbeiten, ist Anneli nach dem Abitur mit ihrem Freund nach Stuttgart
gezogen, wo sie mittlerweile seit mehr als drei Jahren lebt.
Am morgigen Mittwoch, 25. Januar, ist Anneli Schinkel ab 22.45 Uhr zu Gast in
der ZDF-Talkshow von Johannes B. Kerner. Weitere Gäste der Sendung sind die
Schauspielerin Veronica Ferres, die Moderatorin Sandra Studer, der Psychologe
Werner Katzengruber sowie die Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen,
Claudia Roth.
Das Buch "Bin ich ihr ähnlich? - Adoptivtochter auf Spurensuche in
Korea" ist erschienen im Verlag Books on Demand, ISBN-Nr. 3-8334-33915-7.
Das Werk von Gerd Schinkel umfasst 244 Seiten und kostet 14,90 Euro.