 "Stück
des Wegs"
eigen(willig)e
Lieder
1
Midlife-Krise -
bei
einem schlägt sie früher, bei anderen später zu, mit unterschiedlichen
Symptomen, aber durch muss wohl jeder ... geschrieben 1980
2
Stück des Wegs -
als mir vor Jahren ein junger Mann sagt, dies sei das schönste
Liebeslied, das er je gehört habe, hat mich das gefreut und verwirrt. Es
ist nur der Versuch, viel, aber nicht zu viel zu versprechen...
geschrieben 1980
3
Leben -
besteht aus einer Abfolge von Herausforderungen, die nicht immer
angenehm sind und gelegentlich nur mit einer gehörigen Portion Trotz bewältigt
werden können... geschrieben 1979 auf dem Beifahrersitz während
einer langen konzentrierten Autofahrt von Nordfriesland nach Stuttgart,
die nahezu schweigsam verlief. Ich weiß nicht, was sonst herausgekommen wäre...
(Danke, Martina) es gab auch schon mal eine rockmusikalische Version mit
anderer Vertonung, die Anfang der achtziger Jahre in meiner Rockband
„Krise“ verwendet wurde.
4
Träne im Auge -
als wir Anfang der achtziger Jahre in Kornwestheim wohnten, habe ich
gelegentlich mit Sabine Bloehs, einer jungen Schülerin mit süßer
Stimme, Musik gemacht. Sie sang einige meiner Lieder und Übersetzungen
und kam eines Tages mit der Refrainzeile, die sie irgendwo gelesen hatte
und elektrisierend fand. Daraus entstand dann dieses Lied, etwa 1981...
5
Auf Reisen -
entstand
in zwei Etappen: zunächst als neuer Text auf die Melodie und Begleitung
des Songs „Needle Of Death“ von Bert Jansch, danach kam eine eigene
Vertonung, geschrieben Ende der siebziger Jahre
6
Krieg der Knöpfe -
ist eine Fortschreibung der zu Zeiten der Friedensbewegung Ende der
siebziger Jahre gelegentlich geführten Diskussionen über die
Verwerflichkeit von Kriegsspielzeug. Hier geht es um Bildschirmspiele, in
denen Krieg simuliert wird. Geschrieben Anfang der achtziger Jahre...
7
Komm' Se raus -
als die Mauer 1989 gefallen war, wollten im zusammengebrochenen deutschen
Osten auf einmal alle, die meinten, ungeschoren davon kommen zu können,
eine weiße Weste haben. Nicht wenige drängten nach zu kurzer Schamfrist
erneut in Ämter und Würden... geschrieben Anfang der neunziger Jahre.
8
Das Recht ein Mensch zu sein -
war das Thema einer Veranstaltung von „amnesty international“, zu der
ich Ende der siebziger Jahre in Bonn als beitragender Liedermacher
eingeladen worden war. Amnesty befasste sich mit der Frage, was das Recht,
ein Mensch zu sein, gelte - und zwar weit weg in anderen Ländern. Ich hab
mit dem Lied versucht, die Kurve nach Hause zu kriegen, und dann auch noch
im Frühjahr 2005, nach der würdelosen Auseinandersetzung um den Tod von
Terry Schiavo, einen Versuch der Aktualisierung unternommen...
9
Epitaph für Rudi Dutschke -
versucht in sehr verkürzten Schlagzeilen die Lebensgeschichte der 68er-Ikone
in Erinnerung zu rufen, jeweils unterbrochen mit der Frage, ob nach seinem
Tod als Spätfolge des Attentats wirklich alle vorbei sein kann...
geschrieben Ende der siebziger Jahre
10
Sei still -
Anfang der achtziger Jahre bekamen wir Kontakt zur Ludwigsburger
Arbeitsgruppe von „terre des hommes“, einer
Nichtregierungsorganisation, die sich nach Art einer Bürgerinitiative der
Hilfe für ausgewählte Projekte in ärmeren Ländern widmet. Nachdem wir
- Martina und ich - dort „eingestiegen“ waren und über diese
Organisation auch unsere Kinderwünsche per Adoption erfüllen wollten,
wurde ich auch in den Bundesvorstand gewählt, in dem ich drei Jahre nach
Kräften mithalf, die Ziele des Vereins zu erreichen. Nebenbei entstand
dieses Lied Mitte der achtziger Jahre...
11
Logik -
die
Zusammenhänge zwischen Ursache und Wirkung liegen oft deutlicher auf der
Hand, als es denjenigen lieb ist, die die Ursachen zu verantworten haben.
Beispiel: Der Bau von Atomkraftwerken und der Widerstand derjenigen, die
im Schatten der Kühltürme leben sollen, ohne dass man sie gefragt hätte,
ob sie dies wollen... geschrieben Ende der siebziger Jahre, gab es in der
Rockphase der „Krise“ musikalisch eine andere Version...
12
Frieden -
sollte die damalige „Friedensbewegung“ in ihrer
„Friedensbesoffenheit“ ein wenig ernüchtern, und zwar mit der
Fragestellung, wo denn Frieden überhaupt zu finden ist und schließlich
auch vorstellbar oder zu rechtfertigen wäre... geschrieben Anfang der
achtziger Jahre. Meine Rockgruppe „Krise“ hatte
zunächst eine andere Melodie zu diesem Text, und dann bekam die neue
Melodie auch noch einen anderen Text, so dass am Ende das Lied wieder in
der ursprünglichen Fassung zurück blieb...
13
Radio-Time -
zum eifrigen Radiohörer wurde ich schon in früher Jugend - Fernsehen kam
erst spät ins Haus. An Programme gewöhnt, die mich unterhalten und
informiert haben, fiel es mir schwer, mich mit Rundfunkwerbung abzufinden.
Bereits in meiner süddeutschen Zeit (zwischen 79 und 85) hielt ich das,
was die in Stuttgart ansässige öffentlich-rechtliche Anstalt in ihren
populären Programmen den Hörern an Werbung zumutete, für Körperverletzung.
Ich habe meinen Frust in eine Vision kanalisiert, die allerdings
inzwischen wohl längst weitgehend von der Realität überholt wurde...
geschrieben Anfang der achtziger Jahre, war der Song zwischenzeitlich auch
in anderer musikalischer Version im Repertoire meiner Rockgruppe
„Krise“...
14
Journalisten -
nach Abschluss meines Jurastudiums an der Uni klappte ich dieses Kapitel
zu und begann ein Volontariat bei der Kornwestheimer Zeitung. Während
dieser Ausbildung hatte ich die Gelegenheit, auch mal die Arbeitsweisen
der Redaktionen einer großen, überregionalen Zeitung zu erleben und war
sechs Wochen bei den „Stuttgarter Nachrichten“. Mein Eindruck: Es sind
jede Menge Paradiesvögel in dem Metier. Beispiel: Anfang der achtziger
Jahre, auf dem Höhepunkt der Auseinandersetzungen in Polen um die
Gewerkschaft Solidarnosc, veranstaltete die ÖTV einen „Tag der
Polen-Solidarität“, bei dem auch der gewichtige Gewerkschaftsboss Heinz
Kluncker gewichtige Worte verlor. Was er genau sprach, darüber
informierten am folgenden Tag die (im selben Verlag erscheinenden, daher
Meinungsvielfalt gewährleistenden) ortsansässigen Zeitungen, die hochkarätige
Reporter hingeschickt hatten. In der „Stuttgarter Zeitung“ schrieb der
Lokalchef etwa sinngemäß: „Kluncker sagte, wer über die Situation in
Polen klage, müsse genauso deutliche Worte der Kritik über die Zustände
in El Salvador oder in der Türkei finden.“ In den „Stuttgarter
Nachrichten“ zitierte der Politikchef in seinem Artikel den ÖTV-Boss
so: „Wer über die Zustände in El Salvador oder in der Türkei klage, müsse
ebenso deutliche Worte über die Situation in Polen finden.“ Verwirrt über
diese Vielfalt in der Darstellung griff ich zur „Frankfurter
Rundschau“, die auf das Korrespondentenangebot der Deutschen
Presseagentur zurückgegriffen hatte. Dort stand nun: Kluncker sagte:
„Wer über die Situation in Polen klage ... Und wer über die Zustände
in El Salvador oder in der Türkei ...“ Vermutlich war es, so war meine
Überlegung, eine Folge der Hektik in diesem Beruf, dass die Reporter der
beiden Stuttgarter Blätter jeweils den einen oder den anderen Aspekt
weggelassen hatten - mehr wollte ich nicht unterstellen.
Um der Hektik Ausdruck zu verleihen, die in diesem Beruf steckt,
komponierte ich zu dem Liedertext eine Polka. Geschrieben 1980.
15
Gelage -
entstand aus der Übertragung eines Liedes von Tom Paxton, wobei dann doch
durch anderen Zeilenfall und neue Melodie ein eigenes Lied herauskam - zur
Unterhaltung, nicht zur Aufklärung...(dies zur Aufklärung...)
geschrieben Mitte der achtziger Jahre
16
Trotzige Alte -
inspiriert durch den Journalisten Axel Eggebrecht, der in einem Buch die
gesellschaftliche Wirklichkeit der Bundesrepublik durch „zornige Alte
der Republik“ kritisieren ließ, und ebenso inspiriert durch die
Beteiligung so vieler prominenter und unbekannter Senioren an den
Demonstrationen und Blockaden vor Raketenlagern oder Kernkraftwerken.
Geschrieben 1979, hielt ich es in den achtziger Jahren für das wichtigste
Lied in meinem Repertoire.
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Gerd
Schinkel
singt auf deutsch eigene Lieder
CDs
für Erwachsene:
Es gibt CDs mit Liedern für
Erwachsene in quasi chronologischer Zusammenstellung (drei vorwiegend aus
dem vorigen Jahrtausend), eine CD mit meinen besten Liedern aus dem
vorigen Jahrtausend und - als besondere Zusammenstellung - einen
Viererpack mit meinen besten Liedern.
00
- "Nix dagegen" -
eigen(sinnig)e Lieder
01
- „Nicht
als Eigentum" - eigen(artig)e Lieder
02
- „Stück
des Wegs" - eigen(willig)e Lieder
03
- „So
gesehen" - eigen(mächtig)e Lieder
04
- „Weit
und offen“
- eigen(ständig)e Lieder
05
- "Draufgänger" - eigen(händig)e
Lieder
06
- "Unentdeckt" - eigen(tümlich)e
Lieder
07
- "Du bist schuld" -
eigen(wüchsig)e Lieder
08
- "Spuren" - eigen(wertig)e Lieder
09
- "Ausgeliefert" - eigen(nützig)e
Lieder
10
- "Bestes Stück" -
eigen(brötlerisch)e Lieder
11
- "So ist gut" -
eigen(verantwortlich)e Lieder
12
- "Im Handumdrehn" -
eigen(süchtig)e Lieder
13
- "Na
klar" - eigen(gesetzlich)e Lieder
14
- "Geh
ma weg" - eigen(formatig)e Lieder
15
- "Muss
was passiern" - eigen(gewächsig)e L.
16
- "Was
denn sonst" - eigen(förmig)e Lieder
sowie
die besten eigenen
aus dem vorigen Jahrtausend :
-
"Sternschnuppen"
-
CDs in
besonderer Zusammenstellung:
- "DIE BOX: gnadenlos
anachronistisch - aber nicht hoffnungslos" enthält meine mutmaßlich
besten Lieder:
-
DIESE
-
AUCH DIESE
-
AUCH NOCH DIESE
-
WOHL AUCH NOCH DIESE
- Dann
wohl auch noch diese
- "Schicksalsglück" -
CD mit 19 Liedern zu meinem Buch :
„Bin
ich ihr ähnlich?"
-
Adoptivtochter auf Spurensuche in Korea“ -
erschienen Dez. 2005 bei Books on Demand,
Norderstedt, ISBN 3-8334-33915-7, 260 S., 14.90
€
Buch
ist im Handel und bei mir erhältlich, CD nur bei mir
"- "1-fach"
Beispielsweisen
vorzugsweise auszugsweise
- "4-fach"
Beispielsweisen
vorzugsweise scheibchenweise
als 4er Box angelegt, aber auch jede CD einzeln
(
erschienen 2003, thematisch sortiert mit meinen bis
dahin geschriebenen besten Liedern):
-
„Gegenseitig
geschenkt“
„Beziehungsweisen“
schönste Liebeslieder
-
„Woher
– wohin“ –
„Betrachtungsweisen“
beste Lebenslieder
-
„Nichts
ist ideal“ –
„Sichtweisen“
trotzigste Trotzlieder
-
„Papa
backt“ –
„Singweisen“
aus der Kinderwelt
Es
gibt fünf CDs mit eigenen Liedern für Kindern in altersentsprechender
Zusammenstellung sowie zwei CDs mit den besten Kinderliedern (einmal laut,
einmal leise):
CDs
für Kinder:
- "Igitt!
Da drin sind Zwiebeln" - für
Vorschulkinder
-
"Ich bin groß" - zur
Einschulung
- "Papa repariert" - für
"frische" Grundschulkinder
-
"Der geklaute
Gameboy" - für
erfahrene Grundschulkinder
-
"Mama, mach Mam'lade"
- für
große Grundschulkinder
sowie
als "beste" Kinderlieder:
-
"Aufräum'"
(laut genug)
-
"Mach die Tür zu"
(leise)
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erhältlich
(aber auch nicht im Handel!):
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