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"Alles okay"
Tom Paxton, mehr
Wer ist Tom Paxton?
Der Versuch einer Kurzbiografie
Tom Paxton wurde am 31. Oktober 1937 in Chicago geboren. Er studierte
Theaterwissenschaften und zog nach seinem Abschluss nach New York, wo er zum
engeren Kreis der Kaffeehaus-Folksänger von Greenwich Village gehörte. Seine
Vorbilder waren Woody Guthrie, Oscar Brand und Burl Ives.
Anders als viele andere "Folksänger" aus dieser Zeit blieb Tom Paxton
seiner Art zu singen und Lieder zu schreiben treu. Er war kein lautstarker oder
großmäuliger "Weltverbesserer", sondern eher ein Vertreter der
leiseren Töne. Seine Qualitäten sind unterkühlte Ironie und bissige Satire.
Wo andere "Topical Songwriters" politische Leitartikel vertonten,
versuchte er sich eher an feinsinnigen, sensiblen Beschreibungen von Situationen
und Menschen.
Aus seiner Feder stammen einige Lieder, die zum Standardrepertoire jedes
Folksängers gehören: "Ramblin’ Boy", "The Last Thing On My
Mind" und "What Did You Learn In School Today" sind die
bekanntesten. Paxton selbst ist einer der profiliertesten der sogenannten
"Protestsänger" geblieben. Doch ist er nicht einseitig auf politische
Themen festgelegt.
Ihm gelingt es mit spielerischer Leichtigkeit und fast entwaffnender
Glaubwürdigkeit, in Konzerten und auf seinen Tonträgern sowohl bissige
Kommentare zum Zeitgeschehen, als auch sehr gefühlvolle Fernweh- oder
Liebeslieder und witzige Kinderlieder nebeneinander zu stellen. Dabei klingen
seine Songs romantisch, nicht sentimental, schon gar nicht schnulzig oder
kitschig. Seine ungekünstelte Formulierungsgabe, sein treffsicherer Wortwitz
und die melodische Ausgewogenheit seiner Lieder machten Tom Paxton zu einem
stilprägenden Favoriten der Folkszene in den sechziger Jahren.
Viele Popsänger haben seine Lieder nachgesungen - kommerzieller als er, so dass
der Liederautor Paxton mehr Erfolg hatte als der Liedersänger. Tom Paxton blieb
ein Kleinkunst-Troubadour, der seine Gitarre kaum je unter Strom setzte oder mit
Orchesterklängen experimentierte. Tom Paxton hat seine Fans nicht nur in den
USA, sondern viele auch in Europa, vor allem in England, wo er einige Zeit
lebte.