„Ausgeliefert“

eigen(nützig)e neue Lieder  

Herzlichen Glückwunsch
unerbittlich nähert sich der Zeitpunkt, von dem man man "dazu gehört"...

Ausgeliefert 
ein Liebeslied über die Segnungen der Leidenschaft und des Begehrens

Melanie
wir waren etwa von meinem 15. Lebensjahr an befreundet, so wie im Lied beschrieben. Wir haben etwa gleichzeitig angefangen, Gitarre zu lernen, Lieder zu singen, auch aufzutreten. Sie hat - nicht nur, aber für einige Zeit - vor allem Lieder von Melanie gesungen. Als ich Mitte 20 war, lockerte sich unser Kontakt. Sie fand neue Freunde unter arabischen Studenten, zog ihnen nach, um dort mit in deren Welt zu leben. Sie heiratete, bekam Kinder, wurde Witwe - und wurde von ihrem Schwager "hingerichtet", als sie mit ihren Kindern zurück nach Deutschland wollte, um wieder hier zu leben. Deshalb musste sie sterben. Das Lied hat lange in mir reifen müssen.

Die Macht des Glaubens
Vorsicht: Die "Ayatollahs" sind überall und sorgen dafür, dass die bigotten Pharisäer sämtlicher Glaubensrichtungen alles dransetzen, die Errungenschaften der Aufklärung rückgängig zu machen. Sie sind beileibe nicht nur im Orient zu finden, sondern haben ihre Auswanderer, die sich schon vor Jahrhunderten über den Ozean begeben haben. Ihre Nachfahren finden sich inzwischen nicht mehr nur im "Bibel-Belt". Sie sind nicht nur in Kreuzberg oder Kopenhagen zu finden, sondern als klerikale Glaubens-Wächter in den Diözesan-Zirkeln und Bibel-Kreisen. Staatliche Rückendeckung halten sie für selbstverständlich...

Ausziehen
Mitte März 2006 werden Medien und Politiker von einer erschreckend niedrigen Geburtenrate aufgescheucht. Ja was: Die Deutschen sterben aus... kann das einen überraschen, bei den hilflosen Einfällen, die man so offenbart, wenn es darum geht, das demographische Problem in Deutschland in den Griff zu bekommen? Wie kann man gegensteuern? Die Pille verbieten? Abtreibungen generell kriminalisieren? Kondome alle wieder einsammeln? In Zeiten von Aids eine riskante Überlegung, auf die nur katholische Amtsträger kommen könnten. Mein Rezept ist ganz einfach - man muss einfach größere Nähe zwischen den Menschen erwirken. Wie? Ganz einfach: Ausziehen...

Verklappt
Babyklappen werfen offenbar mehr Probleme auf als sie lösen (können). Dieses Lied soll eine Ahnung davon vermitteln, wie es jemandem psychisch gehen kann, der anonym durch die Klappe geschoben wurde...

Kinderklau 
ist die Geschichte von Kati, die 1972 in Berlin geboren wurde, nach der Scheidung der Eltern zum SED-Vater und den Großeltern nach Thüringen musste, und dort unaufgeklärt mit 13 Jahren am 5.1.1986 schwanger wurde, am 31.10 1986 im Krankenhaus Schleiz ein Kind bekam, das sie nie gesehen hat. In einer kriminellen Zusammenarbeit zwischen Staatssicherheit, Krankenhaus und Jugendamt wurde ihr das Kind geklaut und - ohne Einwilligung der Mutter - zur Adoption freigegeben. Erste Informationen über den Verbleib des Sohnes im thüringischen Ziegenrück erhielt sie zufällig von einer Bekannten 1989/1990, genauere Infos zum Namen, dem Aussehen und dem Leben ihres Sohnes - auch wieder per Zufall von der selben Bekannten - erst 2003. Eine nachträgliche offizielle Aufklärung der Zusammenhänge wird auch zwanzig Jahre danach immer noch blockiert - von der selben, immer noch diensthabenden "Fachfrau" im Jugendamt Schleiz, die zwei Jahrzehnte vorher ihren Stempel unter den Vorgang gesetzt hatte und sich so als willige Stasihelferin erwies. Für den Vollzug dieser Zwangsadoption wurde niemand zur Rechenschaft gezogen. Und Kati wartet nun, bis ihr Sohn sich mal meldet, falls er je erfahren sollte, was damals passiert ist. Für den Fall hat sie bereits einen Brief geschrieben, aber nicht abgeschickt...

Nur geklont
das erklärt dann aber auch manches...

Schöner Döner
der neue Gammelfleisch-Skandal September 2006, der schließlich den bayrischen Staatsminister für Gesundheit und Umwelt, den CSU-Politiker Werner Schnappauf, doch noch dazu bewegt, der Entwicklung bundeseinheitlicher Standards bei der Fleischkontrolle zuzustimmen.... womit haben wir soviel Einsicht verdient...

Kohlroulade
der Ex aus Oggersheim wird wieder eingeladen und präsentiert, als ob er mehr wäre als ein Gesetzesbrecher, der für sich in Anspruch nimmt, sich und seine Ehrenwort-Gemeinschaft über die geltende Rechtsordnung stellen zu dürfen. Er macht wieder Wahlkampf, gibt Interviews, mischt sich ein, redet - aber sagt immer noch nicht das, was man eigentlich von ihm hören will: Die Namen derjenigen, deren Geld er zur Finanzierung seiner Politik eingesackt und denen er sich auf diese Weise verpflichtet hat. Er meint zwar, die Unterstellung, seine Politik könnte käuflich gewesen sein, sei absurd, doch nichts wäre einfacher als ein sauberer Gegenbeweis: Wenn er nur die Namen sagte und man prüfen könnte, ob es Zusammenhänge zwischen Geld, Personen und Entscheidungen gab. Nachdem ihn seine Partei kurz nach Aufdeckung des Spendenskandals zurecht in die Wüste geschickt hatte, zeigt er sich nun wieder auf Parteitagen. Läuft da ein besonderes Programm zur Resozialisierung?

Freispruch ?
"Es war einmal" ein Bundesinnenminister, der sich durch besondere Schneidigkeit als unersetzlicher Hüter von Recht und Ordnung glaubte profilieren zu können. In gradliniger Weise immer das Herz auf dem "rechten Fleck" glaubte er sich schon vorher jahrelang dafür eingesetzt zu haben, dass weder er noch seine Partei - die hessische CDU - Schaden oder Nachteile hinzunehmen hatten. Als Generalsekretär der Hessen-CDU war er einer von drei Männern, die den so genannten Schwarzgeld-Skandal zu verantworten hatten, bei dem - gesetzeswidrig - nicht angegebene Spendenbeträge, die der Hessen-CDU zugeflossen waren, in Millionenhöhe schwarz in die Schweiz und später nach Liechtenstein transferiert wurden, um sie so (nach dem Flick-Skandal) dem Zugriff des Staates zu entziehen. An die CDU zurückfließende Zinserträge aus dem "schwarz geparkten" Spendentopf wurden schamlos quasi als Spenden aus jüdischen Erbschaften deklariert und nach Gutsherrenart von Manfred Kanther und seinem "Triumvirat" an "Bedürftige" ausgeschüttet. Im einem ersten Prozess noch verurteilt, mochte Kanther diese Brandmarkung als Krimineller, diese Schande für seine Ehre nicht hinnehmen und bekam vom Bundesgerichtshof in Karlsruhe die Bestätigung, dass das erste Urteil fehlerhaft gewesen sei. Nun - im September 2006 - hofft er auf einen zweiten Prozess und natürlich darauf, danach wieder in weißer Weste dazustehen. Mal unabhängig davon, ob er sich nun strafbar im Sinne des Strafgesetzbuches gemacht hat - gegen geltendes Recht verstoßen hat er allemal. Doch manche Rechtsbrüche gelten ja solchen Herrschaften - wie ja auch zum Beispiel seinem Kanzler Kohl, der bis heute die Auskunft darüber verweigert, wer in rechtsbrecherischer Weise der CDU Spenden hat zufließen lassen verweigert -  bestenfalls als Kavaliersdelikte...

Fast dreissig Jahre
nach drei Jahrzehnten kommt die Mitteilung, dass die Abteilung des Betriebes, des Unternehmens, der Firma, in der man sich stets nach Kräften bemüht hat, profitabel zu arbeiten, dicht gemacht wird. Allianz? Gerling? Das sind alles nur Beispiele...

Flieg
ein Versuch, Resignation im Keim zu ersticken und statt dessen die Perspektive dorthin zu lenken, wo sich Kreativität abrufen lassen könnte...

Holz Knistert
ein Liebeslied, das bei unserem Urlaub in Kanada entstand, bei dem wir viele Nächte auf Campingplätzen verbrachten und dabei die Lagerfeuerkultur in romantischer und unromantischer Form erleben konnten. Das Lied ist romantischer geworden als es die erlebte Lagerfeuerromantik je war...

Suchen - finden
wir haben mehr als zwei Jahrzehnte als ehrenamtliche "Beratungseltern" dabei mitgewirkt, aus vielen Antragstellern geeignete Bewerberpaare auszuwählen, die nach unserer Ansicht 
für die Vermittlung eines Adoptivkindes aus dem Ausland in Frage kommen sollten. Gar nicht so selten waren Paare darunter, bei denen für den Mann das im Lied beschriebene Profil  zutraf...

Spiel dein Spiel
der alte kölsche Spruch "jeder Jeck is anders" in meiner - zugegeben: etwas wortreichen - Version...verbunden allerdings auch mit der Aufforderung, sich nicht verbiegen zu lassen.

Der Tropfen auf dem heissen Stein
Das Kinderhilfswerk terre des hommes hat als Symbol den Tropfen. Er steht für das Bild, dass Spenden nur wie Tropfen auf dem heißen Stein helfen können... und doch wirksam sind. Geschrieben 1984, vor meiner Wahl in den Bundesvorstand von terre des hommes, dem ich bis  1987 angehörte, bis zu meiner Amtsniederlegung, als die Mitgliederversammlung von terre des hommes mit Mehrheit beschloss, die Arbeit der Adoptionsvermittlung von Waisenkindern aus dem Ausland deutlich einzuschränken.

Der Weg ist endlich
...und ist deshalb irgendwann auch am Ende angelangt. Dann heißt es Abschied zu nehmen - aber nicht, zu vergessen, sich aufzugeben, seinen eigenen Weg nicht mehr weiter zu gehen... Der Verlust eines vertrauten und geliebten Menschen wirft Fragen auf, die niemand beantworten kann - und doch kann die Suche nach Erklärungen Orientierung bieten für die Zeit "danach"...

Gesamtinhaltsverzeichnis 
(plus Angabe der CD, 
auf der das Lied zu finden ist,
Kinderlieder kursiv geschrieben) 

A

Abhetzblues (Du bist schuld, Der geklaute Gameboy, 
          Papa backt, Aufräum', Diese 1)
Abrechnung (Nicht als Eigentum, Nichts ist ideal, 
          Diese 2)
 
Acht große Lieben
(Spuren, Diese 2)
Adventszeit - Bastelzeit (Mama, mach Mam'lade)
Alle alle da (Mama, mach Mam'lade)
Allein mit meinen Träumen (Nicht als Eigentum)
Alle haben einen Weg (Ich bin groß)
Alleine in der Stadt (Papa repariert)
Alle Kinder draussen (Der geklaute Gameboy)
Alles dabei (Weit und offen, Gegenseitig geschenkt, 
          Diese 3)

Alles hat seine Zeit
(Draufgänger, Gegenseitig 
         geschenkt, Schicksalsglück, Diese 1)
Alle Zeit (Bestes Stück)
Andres Kind (Draufgänger, Mama, mach Mam'lade,
          Schicksalsglück)
Anneli (Schicksalsglück)
Anziehlied (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Aufräum')

Aufgewacht
(Spuren)
Aufräum’ (Du bist schuld, Papa repariert, Papa backt, 
         Aufräum')
Auf Reisen (Stück des Wegs, Sternschnuppen)
Aufstehn
Auf Wiedersehn (Ich bin groß)

Aufzug
(Im Handumdrehn)
Ausgeliefert (Ausgeliefert, Diese 1)
Aus, over, roger (Unentdeckt)
Aussen vorbei
(Spuren)
Ausstand (So ist gut)
Ausziehen (Ausgeliefert, Diese 4)
Autowäsche (So ist gut)

B

Baby Doll (Draufgänger, Igitt, da drin sind Zwiebeln,
         Papa backt)
Bäh (Ich bin groß)
Bande Bande (Papa repariert)
Bangelied (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Mach die Tür zu)
Bauchschuss (Nicht als Eigentum)
Bauchweh (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Mach die Tür zu)
Bei Gelegenheit - Wiedersehen reloaded 
         (Im Handumdrehn)
Bekenntnis (Nicht als Eigentum)
Bestes Stück (Bestes Stück)
Beweise
(Unentdeckt)
Big Brother
(Nicht als Eigentum)
Big Brother 2004 (neu) (Im Handumdrehn)
Bilanz
(Weit und offen)
Bis sie geht
(Unentdeckt, Diese 2)
Bloß keinen Schiss (Ich bin groß)
Blütenträume (auch engl.) (Stück des Wegs
         Gegenseitig geschenkt)

Bonbonpapier (Der geklaute Gameboy, Aufräum')
Brieffreundschaft (Der geklaute Gameboy, Papa backt, 
         Mach die Tür zu)

C

Camping (Papa repariert, Papa backt, Aufräum')
Camping-Disco 
Computer (Nix dagegen)
Cool (So ist gut)

D

Das merk ich mir (Papa repariert, Papa backt, Mach die 
         Tür zu)
Das peinliche Lied (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Papa 
         backt, Aufräum')
Das Phantom: Der Opa (Der geklaute Gameboy, Papa
         backt, Aufräum', Im Handumdrehn)
Das Recht ein Mensch zu sein (Stück des Wegs, 
         Nichts ist ideal, Sternschnuppen)
Das Recht ein Mensch zu sein - ergänzt 
         (Im Handumdrehn)
Das war's (So ist gut)
Das Weihnachtslicht (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Da war doch was (Ich bin groß)
Denk nun an dich (So gesehen)
Deine Klamotten (Der geklaute Gameboy, Papa backt, 
         Aufräum', Im Handumdrehn))
Der Abend vorher (Ich bin groß)
Der ewige Despot (So gesehen, Nichts ist ideal)
Der geklaute Gameboy (Der geklaute Gameboy, 
         Aufräum')
Der Hexenmeister (Papa repariert, Aufräum')
Der Junge ist tapfer (Papa repariert, Mach die Tür zu)
Der Kalender (So ist gut)
Der Kardinalsfehler (Bestes Stück)
Der Namenstag (Ich bin groß)
Der qualmende Karl (Papa repariert)
Der Ranzen (Ich bin groß)
Der Tropfen (Ausgeliefert)
Der Verdacht (Bestes Stück)
Der Zirkus (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Dicke Decke (Bestes Stück)
Die Eulen lauschen (Weit und offen)
Die ist bekloppt 1 (Der geklaute Gameboy, Aufräum')
Die ist bekloppt 2
Die Krise kommt (Im Handumdrehn)
Die Lehrerin (Ich bin groß)
Die Macht des Glaubens (Ausgeliefert, Diese 3)
Die Nacht durchwacht (Im Handumdrehn)
Die Schule (Ich bin groß)
Die Tage werden kürzer (Nix dagegen)
Die Tüte (Ich bin groß)
Doch aufgepasst (Der geklaute Gameboy, Aufräum')

Domina
(Spuren)
Draufgänger (Draufgänger, Woher - wohin, Diese 1)
Drei alte Kisten
(Nix dagegen)
Drüber schlafen
(Du bist schuld)
Du alte Schule (Mama, mach Mam'lade)
Du bist schuld (Du bist schuld, Diese 1)
Du bist zu allem fähig
(So gesehen, Nichts ist ideal)
Du könntest meine Tochter sein
(Draufgänger, 
         Woher - wohin, Diese 3)

Du nicht bei mir
(Weit und offen, Gegenseitig 
         geschenkt, Diese 3)

Durch den Wind
(Draufgänger)
Durchsicht meiner Konten
(So gesehen)
Dutzendgesicht
(Unentdeckt, Diese 4)

E

Eile mit Weile (So ist gut)
Ein Blick
(Draufgänger, Gegenseitig geschenkt, Diese 4)
Ein Glas Saft (Papa repariert, Papa backt, Mach die Tür 
         zu)
Eismann
(Mama, mach Mam'lade)
Epitaph für John Pearse (So ist gut)
Epitaph für Phil Ochs (auch in engl.) (Nicht als 
         Eigentum
, Nichts ist ideal, Sternschnuppen, 
         Diese 3)

Epitaph für Rudi Dutschke
(Stück des Wegs, Nichts 
         ist ideal)

Er tanzt
(Unentdeckt, Diese 1)
Es ist wie’s ist (Du bist schuld, Mama, mach Mam'lade, 
         Papa backt, Aufräum')
Es tut mir leid (Nicht als Eigentum)
Etikette
(Unentdeckt)

F

Fahrrad fahrn (Papa repariert)
Falschgeld (So ist gut)
Fang an (Weit und offen)
Fassade
Fast dreißig Jahre
(Ausgeliefert)
Fit oder fett (Stück des Wegs)
Flieg (Ausgeliefert, Diese 2)
Forschung
(Du bist schuld)
Fragen Fragen Fragen (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Papa 
          backt)
Freiheit (Du bist schuld)
Frei sein (Draufgänger)
Freispruch (Ausgeliefert)
Frei wie der Wind (Im Handumdrehn)
Fremde Augen
(Nix dagegen)
Freund aus Potsdam
(Nix dagegen)
Freunde, seid wach
(Nicht als Eigentum, Nichts ist 
         ideal, Sternschnuppen, Diese 1)

Frieden
(Stück des Wegs, Nichts ist ideal, 
         Sternschnuppen, Diese 3)

Früher war alles besser
(Draufgänger)
Frühstück im Bett (Mama, mach Mam'lade)
Furcht im Nacken (Nix dagegen)

G

Gamino (Nicht als Eigentum, Nichts ist ideal)
Gegenseitig geschenkt
(Weit und offen, Gegenseitig 
         geschenkt, Diese 2)

Geh nicht auf den Wecker (Mama, mach Mam'lade)
Gelage (Stück des Wegs)
Gelebter Traum
(Unentdeckt)
Genieß
(Spuren, Diese 4)
Glaubwürdigkeitsmarsch
(Nix dagegen)
Grau in grau
(Draufgänger)
Greif zu
(Du bist schuld, Diese 4)
Gute Besserung (Igitt, da drin sind Zwiebeln)

H

Hab doch noch Geduld  (auch engl.) (Nicht als 
       Eigentum, Gegenseitig geschenkt, Sternschnuppen, 
       Diese 4)

Halbes Leben
(Unentdeckt)
Hallo Kam'raden
(So gesehen)
Harrisburg-Syndrom
(Störfall in Stade) (Nicht als 
         Eigentum, Sternschnuppen)

Haufen Schrott
(Bestes Stück)
He, Baby 
Heinz, der Elefant (Ich bin groß)
Herzlichen Glückwunsch (Ausgeliefert, Diese 4)
Heute hab ich frei (Ich bin groß)
Heut geht M.G. (Im Handumdrehn)
Heute, liebe Leute (Ich bin groß)

Holz knistert
(Ausgeliefert)

I

Ich bin dran (Papa repariert)
Ich bin ein Cowboy (Papa repariert)
Ich bin ja so gespannt (Ich bin groß)
Ich bin so blank (Der geklaute Gameboy, Aufräum')
Ich bin stolz (So gesehen)
Ich hätte und du würdest (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Ich kam in Jeans (Draufgänger, Woher - wohin, Diese 3)
Ich kann auch anders
(Weit und offen, Woher - wohin, 
         Diese 2)

Ich kann noch mehr (Papa repariert)
Ich kenn den Weg zu dir (So gesehen)
Ich mag das nicht (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Papa 
         backt, Aufräum')
Ich muss (So gesehen)
Ich spür dich bei mir (Stück des Wegs, Gegenseitig 
          geschenkt)

Idioten (Der geklaute Gameboy)
Im Handumdrehn (Im Handumdrehn)
Immer hab ich dich dabei (So gesehen)
Im Mäppchen ist so viel (Ich bin groß)
Immer Augen auf (Ich bin groß)
Immer locker
Im Zoo (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Papa backt, 
          Aufräum')
In der Nacht
(Du bist schuld)

Intensiv
(Spuren, Diese 1)
I
ntrigantenstadl (Bestes Stück)
Irgendwo (Der geklaute Gameboy, Mach die Tür zu)
Is egal (Mama, mach Mam'lade, Im Handumdrehn)
Ist vorbei, ich bin groß (Ich bin groß)

J

Ja du, dann dann
Jammerschade (Weit und offen, Nichts ist ideal)
Jannik (Schicksalsglück)
Ja, wenn das so ist (So gesehen, Nichts ist ideal)
Jeder kennt einen
(Weit und offen, Nichts ist ideal, 
         Diese 4)

Jederzeit
(Unentdeckt)
Journalisten (Stück des Wegs, Nichts ist ideal, Setzt 
         euch zu mir, Diese 2)

Jugendherberge (Papa repariert)
Jugendlich (Spuren, Diese 2)
Jusotod (Nix dagegen)

K

Kalt (Draufgänger)
Kann man das kleben (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Mach 
          die Tür zu)
Kann nicht schlafen (Papa repariert, Papa backt, Mach 
         die Tür zu)
Kann nur besser sein (So gesehen, Woher - wohin, 
         Diese 3)

Karl der Steife
(Nix dagegen)
Kasimir, das Nachtgespenst (Papa repariert)
Katastropheneinsatzplan (Nicht als Eigentum, Nichts 
         ist ideal, Sternschnuppen, Diese 2)

Kinderarzt (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Aufräum')
Kinderklau
(Ausgeliefert)
Kindertag
(Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Klare Ansage (Spuren)
Klassenfest (Mama, mach Mam'lade)
Kleiner Engel (Draufgänger, Ich bin groß, Papa backt, 
         Mach die Tür zu, Schicksalsglück, Diese 2)
Kleiner Wirbelwind (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Knallkopp
Knibbelei (So gesehen, Papa repariert, Papa backt, 
         Diese 3)
Knötterich (Ich bin groß)
Kohlroulade (Ausgeliefert)
Komm doch mal rüber (Im Handumdrehn)
Komm in meine Arme
(Igitt, da drin sind Zwiebeln, Papa 
        backt)
Komm mit in den Park (auch engl.) (So gesehen, 
        Gegenseitig geschenkt, Diese 2)

Komm' se raus
(Stück des Wegs, Sternschnuppen)
Komm spielen
Kopf hoch (Draufgänger)
Krähenfüße
(Draufgänger, Gegenseitig geschenkt,
         Diese 1)

Krank (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Mach die Tür zu)
Krieg der Knöpfe (Stück des Wegs)
Krölle-Bölle (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Papa backt, 
        Aufräum')
Kuck doch mal her (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Kurzinfo (Du bist schuld)
Kussräuber

L

Langweilig (Du bist schuld, Mama, mach Mam'lade,
         Papa backt, Mach die Tür zu, Diese 4)
Lang ist her (Bestes Stück)
Lätzchen-Schätzchen (Igitt, da drin sind Zwiebeln)

Lass dich fallen
(Spuren)
Lass mich dir erklären (Stück des Wegs)
Lass mich lesen (Der geklaute Gameboy, Papa backt, 
         Mach die Tür zu)
Lass sie nur (So gesehen, Nichts ist ideal)
Leben 
(auch engl.) (Stück des Wegs, Woher - wohin, 
         Diese 3)

Leben lieben
(Du bist schuld, Diese 1)
Leben mit dir (So ist gut)
Lebenslust
(Weit und offen, Nichts ist ideal)
Logik
(Stück des Wegs)
Lukis Nuki (Igitt, da drin sind Zwiebeln)

M

Mach die Tür zu (Mama, mach Mam'lade, Mach die Tür 
         zu)
Mach dir nichts vor (Nicht als Eigentum, Schicksalsglück)
Mach was, Mama
(Spuren, Diese 1)
Mallied (Ich bin groß)
Mal reden (Nicht als Eigentum, Woher - wohin, 
         Sternschnuppen, Diese 3)

Mama, mach Mam’lade (Mama, mach Mam'lade)
Manager von Jennifer (Weit und offen)
Mein Bett (Mama, mach Mam'lade, Mach die Tür zu)
Meine Mode
Meisterschaft (Unentdeckt)
Melanie (Ausgeliefert, Diese 1)

Mich traf ein Licht
(So gesehen, Gegenseitig 
         geschenkt)

Midlifekrise
(Stück des Wegs, Woher - wohin,
         Sternschnuppen, Setzt euch zu mir, Diese 2)
Mordsgelüste (Bestes Stück)
Museum
(Du bist schuld, Diese 4)
Mutation
(Nicht als Eigentum, Nichts ist ideal, 
         Sternschnuppen)

N

Nasenlöcher sehen nichts (Ich bin groß)
Nasenwuchs (So ist gut)
Neuanfang (Nix dagegen)
Neubeginn  
Neustart (Im Handumdrehn)
Nicht als Eigentum (Nicht als Eigentum,  Gegenseitig
          geschenkt, Sternschnuppen, Diese 2)

Nichts ist ideal
(Nicht als Eigentum, Nichts ist ideal)
Nichts ist so toll (Ich bin groß)
Nichts zu verliern (Unentdeckt)
Nie verkehrt
(Du bist schuld)
Nikoläuse (Ich bin groß)
Nix dagegen (Nix dagegen)
Noch frisch (Im Handumdrehn)
Noten sind bloß Zahlen (Ich bin groß)
Nur geklont (Ausgeliefert, Diese 2)

O

Oettinger Klartext (Bestes Stück)
Oh Mann
(Nicht als Eigentum, Woher - wohin, Diese 4)
Ohne Ende (Im Handumdrehn)
Ohne Gebiss
(Stück des Wegs, Diese 4)
Olle Pollen (Papa repariert)

P

Packlied (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Papa backt
(Weit und offen, Papa backt, Diese 1)
Papa-Rap (Du bist schuld)
Papa repariert (Papa repariert, Papa backt, Aufräum')
Party (Spuren, Diese 1)
Passiert ist passiert (Weit und offen, Diese 3)
Paternoster
(Draufgänger, Nichts ist ideal)
Pazzilozzi-Kindergarten (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Pekinger Frieden (So ist gut)
Photosession (Weit und offen, Woher - wohin, Diese 3)
Plapperfrei (Igitt, da drin sind Zwiebeln)

Prima, sind Ferien (Mama, mach Mam'lade)
Prinzesschen hat geheiratet (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Pudding mit Ketchup (Der geklaute Gameboy)

R

Radiotime (Stück des Wegs)
Regen
(Du bist schuld)
Reif
(Weit und offen, Woher - wohin, Diese 4)
Reste (Der geklaute Gameboy)
Rezepte (Unentdeckt)
Richtig wichtig (Bestes Stück)
Rücken zur Wand (Bestes Stück)

S

Schicksalsglück (Unentdeckt)
Schlaflied 
(Schlaf, mein Schatz) (Stück des Wegs, 
         Woher - wohin, Sternschnuppen, Diese 3)

Schlaflied (Brav, dreh dich) (Igitt, da drin sind Zwiebeln, 
         Papa backt, Mach die Tür zu)
Schlot (Papa repariert)
Schlotterhosenknabe (So ist gut)
Schneemann (Draufgänger, Mama, mach Mam'lade, 
         Mach die Tür zu)
Schnurr, Miezi, schnurr (Mama, mach Mam'lade, Mach 
         die Tür zu)
Schöner Döner (Ausgeliefert)
Schon wieder (Nix dagegen),  
Schon wieder frei (Du bist schuld, Mama, mach  
           Mam'lade)
Sechzehn Nationen (Nix dagegen)
Sei still
(Stück des Wegs, Nichts ist ideal, Diese 4)
Sie in ihr
(Spuren)
Sie lacht
(Unentdeckt, Diese 1)
Sie schläft nicht gut (Bestes Stück)
So gesehen
(So gesehen, Woher - wohin, Diese 1)
So gut
(Spuren)
So ist gut (So ist gut)
So kann's gehn
(Unentdeckt)
So nah dran
(Spuren, Diese 4)
So’n Pech für mich (Der geklaute Gameboy, Aufräum')
Sonst nix (So gesehen, Nichts ist ideal, Diese 4)
Sozialistengesetz
(Nix dagegen)
Spekulantensong
(Nix dagegen)
Spick mich (So ist gut)
Spiel dein Spiel (Ausgeliefert)
Sprechstunde
(zum "Jahr des Kindes") (Nicht als 
        Eigentum, Sternschnuppen, Diese 4)

Spurensuche
(Spuren, Diese 2)
Spur zum Glück
(So gesehen, Woher - wohin, Diese 2)
Sternschnuppen
(Stück des Wegs, Woher - wohin, 
        Sternschnuppen, Mach die Tür zu, Diese 1)
Stimme im Ohr (So ist gut)
Stimme seines Herrn
(So gesehen, Nichts ist ideal)
Stück des Wegs
(auch engl.) (Stück des Wegs,
       Gegenseitig geschenkt, Sternschnuppen, Setzt  
       euch zu mir, Diese 1)
Suchen - Finden (Ausgeliefert)
Susanne steigt aus (Bestes Stück)

T

Taschenlampe im Bett (Papa repariert)
Träne im Auge (auch engl.) (Stück des  Wegs, Gegenseitig 
      geschenkt, Diese 4)

Traumlied (Ich bin groß)
Trotzige Alte (Stück des Wegs, Nichts ist ideal,
      Sternschnuppen, Diese 4)

Tschuldigung
(Spuren)
T-Shirt
(Draufgänger, Woher - wohin, Diese 1)
Tun als ob (Ich bin groß)
Tut mir leid (Der geklaute Gameboy)

U

U-Bahn fahrn (Ich bin groß)
Überheblich (Unentdeckt)
Unentdeckt
(Unentdeckt, Diese 2)

V

Verklappt (Ausgeliefert, Diese 3)
Vergessen (Bestes Stück)
Verwirrung
(Im Handumdrehn)
Vielleicht ist ja so (Im Handumdrehn)
Voll dabei (So gesehen)
Vorbei
(Spuren, Diese 4)
Vorfreude
(Du bist schuld)

W

Wachtraum (Spuren)
Warnung
(Du bist schuld)
Warum beeilen (Der geklaute Gameboy)
Was ich erzählen will (Ich bin groß)
Was ihr wisst (Ich bin groß)
Was ist wahr (Draufgänger, Nichts ist ideal, Diese 3)
Was mach ich da
(So gesehen)
Was muss ich noch tun
(Draufgänger, Gegenseitig 
       geschenkt, Diese 2)
Was weiß ich schon (So ist gut)
Was würd ich ohne dich tun
(Weit und offen, 
       Gegenseitig geschenkt, Diese 2)

Weit und offen
(Weit und offen, Gegenseitig 
       geschenkt, Diese 1)

Wem nützt es
(Spuren)
Wenn der Vorhang fällt
(Nix dagegen)
Wenn ich gehn muss
(Unentdeckt, Diese 3)
Wer kommt (Ich bin groß, Papa backt)
Wie geschmiert (Unentdeckt, Diese 3)
Wieso frag ich dich
(Weit und offen, Woher - wohin, Diese 3)
Will aber (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Papa backt)
Woher, wohin (Weit und offen, Woher - wohin, Diese 3)
Wohin der Weg auch führt
(Nicht als Eigentum
       Gegenseitig geschenkt, Sternschnuppen)

Womit hab ich das verdient
(Du bist schuld)
Woran denkst du (Bestes Stück)
Wunder
(Spuren, Diese 2)
Wut so doll
(Der geklaute Gameboy)

Z

Zähl mal mit (Nix dagegen)
Zahnspange (Mama, mach Mam'lade, Aufräum')
Zielsuche (Im Handumdrehn)
Zu anderer Zeit (Draufgänger)
Zuhörer (Der geklaute Gameboy)

Unvertonte Gedichte

Ausgewogenheit
Denkmal

Die Lichter an Weihnachten

      nach Senta Schads Abschied

Fettich

HDH
  (für Hanns Dieter Hüsch)
Nachlass

Traditionspflege

Trost ?

Wenn

Zum Trotz

Gedichte und Texte zum Jahresende

Das Jahr geht rum 1989
Einheitsweihnachten
1990  

Weiße Weihnacht in weißen Westen
(Dialog)1994
Von Nix kommt nix
(Reportage)1995
Die Lichter an Weihnachten
1998
Zehn Minuten Gedicht
2001 
Schon wieder Zeit
  2002
Frohe Weihnacht wieder mal
  2003 
Weihnachtsstimmung
2004

Gedichte über den Weihnachtsmann  

Jobsharing  Weihnachtsmann & Osterhase 1991
Der Weihnachtsmann auf Tour in Kur
1992

Der Weihnachtsmann Präsidentschaftskandidat

           (
Der Kandidat - gescheit gescheitert) 1993 
Glaubst du an den Weihnachtsmann?
1996
Weihnachtsstreik
1997 
Weihnachtsmann ohne Dichtlust
1998
Das Weihnachtslicht
1999
Weihnachtsmann mit Frust
2000 

Gerd Schinkel singt auf deutsch eigene Lieder  

CDs für Erwachsene:

Es gibt CDs mit Liedern für Erwachsene in quasi chronologischer Zusammenstellung (drei vorwiegend aus dem vorigen Jahrtausend), eine CD mit meinen besten Liedern aus dem vorigen Jahrtausend und - als besondere Zusammenstellung - einen Viererpack mit meinen besten Liedern.

0 - "Nix dagegen" - eigen(sinnig)e Lieder

1 - „Nicht als Eigentum" - eigen(artig)e Lieder

2 - „Stück des Wegs" - eigen(willig)e Lieder

3 - „So gesehen" - eigen(mächtig)e Lieder

4 - „Weit und offen“  - eigen(ständig)e Lieder  

5 - "Draufgänger" - eigen(händig)e Lieder

6 - "Unentdeckt" - eigen(tümlich)e Lieder

7 - "Du bist schuld" - eigen(wüchsig)e Lieder

8 - "Spuren" - eigen(wertig)e Lieder

9 - "Ausgeliefert" - eigen(nützig)e Lieder

10 - "Bestes Stück" - eigen(brötlerisch)e Lieder

11 - "So ist gut" - eigen(verantwortlich)e Lieder

12 - "Im Handumdrehn" eigen(süchtig)e Lieder

 

CDs in besonderer Zusammenstellung:

die besten eigenen aus dem vorigen Jahrtausend :

- "Sternschnuppen"

- "Schicksalsglück" - CD mit 19 Liedern 
             zu meinem  Buch : 
 
            
„Bin ich ihr ähnlich?" 
             - Adoptivtochter auf Spurensuche in Korea“ -
             erschienen Dez. 2005 bei Books on Demand,
             Norderstedt, ISBN
3-8334-33915-7, 260 S., 14.90 €
            
Buch ist im Handel und bei mir erhältlich, CD nur bei mir

- "DIE BOX: gnadenlos anachronistisch - aber nicht hoffnungslos"  enthält meine mutmaßlich besten Lieder:
             - DIESE (1)
             - AUCH DIESE (2)
             - AUCH NOCH DIESE (3)
             - WOHL AUCH NOCH DIESE (4)

"- "1-fach" Beispielsweisen 
             vorzugsweise auszugsweise 

- "4-fach" Beispielsweisen 
             vorzugsweise scheibchenweise
            als 4er Box angelegt, aber auch jede CD einzeln 
            
( erschienen 2003, thematisch sortiert mit meinen bis 
             dahin geschriebenen besten Liedern):

- „Gegenseitig geschenkt“
     
„Beziehungsweisen“ schönste Liebeslieder
-
„Woher – wohin“ – 
            „Betrachtungsweisen“ beste Lebenslieder
- „Nichts ist ideal“ – 
            „Sichtweisen“ trotzigste Trotzlieder 

- „Papa backt“ – 
           
„Singweisen“ aus der Kinderwelt
   

Es gibt fünf CDs mit eigenen Liedern für Kindern in altersentsprechender Zusammenstellung sowie zwei CDs mit den besten Kinderliedern (einmal laut, einmal leise):

CDs für Kinder:

- "Igitt! Da drin sind Zwiebeln" - für Vorschulkinder
- "Ich bin groß" - zur Einschulung
       

- "Papa repariert" - für "frische" Grundschulkinder

- "Der geklaute Gameboy" -
für erfahrene Grundschulkinder 
- "Mama, mach Mam'lade" -
für große Grundschulkinder

sowie als "beste" Kinderlieder:
- "Aufräum'"   (laut genug)
- "Mach die Tür zu" (leise)


Gerd Schinkel singt auf deutsch eigene Lieder  

Ausgeliefert - eigen(nützig)e neue Lieder  

Herzlichen Glückwunsch 

Herzlichen Glückwunsch und willkommen im Club –
es sind ja schon ein paar da.
Gehörst nun auch dazu, auch wenn du dich sträubst,
sag nicht, das war dir nicht klar.

Sich wehr’n ist zwecklos, auch wenn du’s probierst.
Pass auf, dass du dich dabei nicht nur blamierst.
Du hast es schwarz auf weiß und spürst es, nicht wahr –
nix ist mehr so wie es war…

Du steigst am Morgen schwer wie Blei aus dem Bett,
nicht nur dein Kreuz tut dir weh.
Du greifst zur Pillendose, nimmst was du brauchst,
noch vor dem ersten Kaffee,

drehst dich vorm Spiegel und willst, dass er lügt.
Er kann nicht anders, wenn er dich nicht betrügt.
Du stehst vor dir und du erkennst dich auch klar –
nix ist mehr so wie es war…

Du greifst zur Zeitung – ohne Brille geht nix –
willst seh’n, was läuft in der Welt.
Wer ist gestorben und wen hast du gekannt –
was dir die Lebenskraft hält.

zwar spürst du Reißen in Schultern, im Bein:
und ignorierst es auch – es darf doch nicht sein…
Das Alter kommt dir näher und ist schon da –
nix ist mehr so wie es war…

Beiß auf die Zähne, dein Gebiss ist doch gut –
es war doch teuer genug.
Lach dir die Falten tief und nimm’s wie es kommt,
sei altersweise und klug.

Mach dir nichts vor. Du weißt genau, was noch stimmt.
Du hast Erfahrung, die keiner dir nimmt,
und irgendwie kommst du auch damit schon klar -
denn nix bleibt so wie es war.

2006

Ausgeliefert

Wenn du an mich denkst,
ich glaub, ich kann das spüren,
hab das im Gefühl,
einen siebten Sinn.
Wenn du mir Sehnsucht schenkst,
wir uns mental berühren,
ist das mehr als ein Spiel,
weil ich dir nicht entrinn.

Weißt du, was „ausgeliefert“ heißt?
Wenn du nicht mehr weißt,
was mit dir geschieht –
so wie’s mich zu dir zieht.

Träum ich mich dir nah,
träum ich mich dir näher,
näher geht’s nicht mehr,
nah, so nah es geht.
Kneif mich – wird es wahr?
Schon bald oder schon eher?
Kommst du zu mir her?
Merk, wie sich alles dreht. 

Kann ich bei dir sein,
umhüllt mich andere Sphäre,
bin dann ganz weit weg, 
auf einem anderen Stern.
Auf dem bin ich nicht klein,
wie ich’s ohne dich wohl wäre.
Da brauch ich kein Versteck,
bin dort von dir nicht fern.

Sind wir in unserm Nest
verschränkt, vereint, verbunden,
wir unsere Hitze spürn,
den Puls der Leidenschaft,
dann saugen wir uns fest,
Genuss mit Gier gefunden,
wenn wir uns so verführn
erschöpft nichts unsere Kraft.

2006

"Melanie" 

Blick zurück – ich hör, wie viele Stimmen krächzten,
als noch die Nachmittage unsere Zeiten warn,
wir über Schule, über unsere Lehrer ächzten,
für uns eine völlig andere Zukunft sah’n.

Das war, als laute Rhythmen unsere Eltern schreckten,
aus dunklen Kellern, bunte Poster an der Wand.
Als wir’s versuchten, doch uns Küsse noch nicht schmeckten,
als zögernd meine Zunge zwischen deine Lippen fand.


Unsere alten Lieder spieln sie manchmal wieder –
Ruby Tuesday - das war eben Melanie...
Schon seh ich dich wieder, du singst ihre Lieder,
singst den Nickelsong viel schöner noch als sie...

la lala lala lala la, la lala lalala la la

They put in a nickel and you sang a little song.


Ein paar Jahre später, als die Küsse schmeckten,
statt in Matratzenkellern wir in dunklen Kneipen warn,
Köpfe zusammen, unsere Ziele höher steckten,
und uns erst am Anfang unserer Reisen sah’n.

Und jeder hatte seine Lieder, jeder gern gesungen, 
jeder neue Freundschaften gefunden und gepflegt,
neue Ziele sich gesetzt, von Leidenschaft durchdrungen,
was unwichtig geworden, ohne Zögern abgelegt. 


Verliebt hast du dich nicht in mich, wo blieb die Nähe?–
Kompromisslos brachst du auf, ihm hinterher,
statt blond nun dunkel, wie ich’s heut noch vor mir sehe.
Aus Palästina hörte ich von dir nichts mehr.

Als Jahre später mich die Pflichten nicht mehr schreckten,
und Kompromisse längst ein Teil des Alltags warn,
„Erwachsenen-Küsse“ und auch Kinderküsse schmeckten,
hab ich erst, wie es dir ergangen ist, erfahrn.


Dein Mann erschossen, und du Witwe mit zwei Kindern,
von Hass umgeben, Bürgerkrieg im Libanon,
Um deine Rückkehr in den Frieden zu verhindern,
vom Schwager abgeknallt kurz vor dem Flug nach Bonn. 

Im Rückblick sogar schlecht geküsste Küsse schmecken.
Z
um Schmerz kommt Dank, dass ich ihr nah stand, irgendwie.
Zwei Söhne heute schließlich ihre Mutter neu entdecken,
nun älter als sie wurde, erinnern sie sich kaum an sie. 

2005

Die Macht des Glaubens

Macht wie die Mullahs würden sie so gern genießen,
und trauern längst vergang’nen Zeiten hinterher, 
als ihresgleichen noch die Hexen brennen ließen,
und wünschen sich, ach wenn’s doch immer noch so wär’.

Dann wär’ die Erde immer noch die flache Scheibe,
an die zu glauben nur der Angst geschuldet war.
Den Paradiesverweis verdankten wir dem Weibe –
Und vom Leibhaftigen käm’ Darwins Lehre her.

Unbeirrt und selbstgerecht – 
der Glaube echt.... 

Für sie ist Toleranz des Teufels reine Lehre,
dies zu verkündigen die höchste Glaubenspflicht.
Sie ahnen, was ein Leben ohne Sünde wäre,
was sie auch beichten – sie bereu’n es sicher nicht. 

Um für sich selber die Erlösung zu verdienen,
geh’n sie auf Kreuzzüge, die Gottes Werk zerstör’n,
behaupten, ihnen sei in Träumen Gott erschienen –
auf Zweifel können sie sich grenzenlos empör’n...

Sie haben Dogmen und für jeden Fall Zitate,
mit denen sie das eigene Denken sich erspar’n.
Sie sehen alles richtig aus der eigenen Warte,
wer die nicht teilt, der hat des Lebens Sinn vertan.

Fanatisch drohen sie, um so zu überzeugen,
mit blankem Hass, erbarmungslos im Hinterhalt.
Wer nicht zu Kreuze kriecht, nicht lernt, sein Kreuz zu beugen,
dem wird das Kreuz gebrochen, gnadenlos und kalt.

Unfehlbar sind sie in Unfehlbarkeit gefangen,
absolut absolut, fatal fundamental,
sie halten für befreit, wen sie zuvor bezwangen,
und Freiheit schlicht und einfach für katastrophal.

Sie sind von Eifer und Bekehrungssucht getrieben,
dem Wahn verfallen rechnen sie mit Gottes Lohn.
Wiedergeboren, auferweckt, übrig geblieben 
sind sie die späten Erben der Inquisition.

2006

Ausziehen

Weil die Deutschen offenbar 
nicht mehr wissen, wie man Kinder macht,
haben Politik und Wissenschaft 
gründlich drüber nachgedacht.
Aber wenn man nur so denkt,
was kommt dabei am End schon raus –
wenn man immer nur zusammensitzt 
und zieht sich dabei nicht mal aus…

Die Merkel sagt, sie weiß 
wie das geht, als Mutter der Nation,
Theorie ist nur nicht alles – 
wie viel Kinder hat die Dame schon?
Aber wenn man nur so plappert, 
was kommt dabei am End schon raus -
zieht man keine Konsequenzen, 
zieht sich nicht mal aus.  

Der Müntefering glaubt, 
am besten schafft das Vater Staat,
hält er dies und das 
für den Kinderfall parat.
Aber wenn man nur so glaubt, 
was kommt dabei am End schon raus –
Kinder komm’ nicht von allein – 
schon gar nicht, zieht man sich nicht aus.

Der Stoiber rät, am aller-
besten geht das mit Moral.
Fördert man die Ehe, 
kommen Kinderlein in hoher Zahl.
Aber wenn man so was rät, 
was kommt dabei am End schon raus –
geht man nur verklemmt zur Sache, 
zieht sich nicht mal aus.

Westerwelle dreht 
das Problem nach hinten und nach vorn,
er hat immer eine Antwort, 
da muss man gar nicht lange bohr’n,
aber wenn man nur so dreht, 
was kommt dabei am End schon raus –
ohne Mutter keine Kinder – 
und schon gar nicht, zieht sich keiner aus.

Die Grünen sind besorgt – 
in der Partei die jungen Leute fehln,
Man kann sie zwischen alten Grau’n 
an einer Hand abzähln.
Aber wenn man sich nur sorgt, 
was kommt dabei am End schon raus - 
für Nachwuchs muss man sorgen, 
und das geht nicht, zieht sich keiner aus.

Wer annimmt, dass Politiker 
schuld an dem Desaster wär’n
der soll erst mal Luft holn – 
er könnte sich zu früh beschwern.
Sucht man nur die Schuld, 
was kommt dabei am End schon raus –
jeder ist mit schuld, 
zieht man sich noch nicht mal aus.

Manche wissen, wie 
man Karriere und auch Kinder macht –
die von der Leyen weiß es – 
immerhin hat sie fast acht. 
Will man wissen wie, 
was kommt dabei am End schon raus –
der Klapperstorch hat sie gebracht – 
da zog sich keiner aus.

Wie soll das nun weitergehn, 
gibt’s keine Deutschen mehr –
Katastropheneinsatzplan – 
wie kommen Kinder her?
Reagiert man panisch, 
was kommt dann am End schon raus - 
vogelgrippt der Klapperstorch – 
und bringt kein Kind ins Haus.

Dann muss man selber ran, 
denn niemand nimmt die Sache ab.
Vor allem braucht ihr Ausdauer, 
macht dabei nicht so schnell schlapp.
Wollt ihr wissen was zu tun ist – 
dann probiert es selber aus –
Mit einem müsst ihr anfangen – 
zieht euch gegenseitig aus…

2006

Verklappt

Wenn andere in den Spiegel sehen,
wird deutlich, wem sie ähnlich sind.
Wer kann fest auf dem Boden stehen,
als nachtgebor’nes Findelkind.

Zur Welt gebracht im schwarzen Dunkel,
weiß nicht von wem und weiß nicht wann.
Objekt stets für Gerücht, Gemunkel -
man überlebt’s, gewöhnt sich dran.

Weiß nichts von sich, von seinen Genen,
von seinen Wurzeln, seinem Weg.
Wo fing er an? An wen sich lehnen?
Die Herkunft ohne ein Beleg....

Verklapptes Kind, kalt abgenabelt,
anonym aus nichts gebor’n,
aufgesammelt, aufgegabelt -
gefunden und bleibt doch verlor’n.

Aus der Familienchronik hören -
auch jenen Abschnitt über sie.
Weiß der gewiss, er wird nie stören,
wer nie weiß, ob man ihm verzieh,

dass er entstanden und gewachsen -
doch nicht gewollt, deshalb entsorgt,
entbunden und gleich losgeworden -
wie ein Objekt, auf Zeit geborgt.

Wenn and’re ihre Ahnen ehren,
vielleicht auch einfach ignorier’n,
ist dies für manche ein Begehren,
an dem sie den Verstand verlier’n.

Verschickt, verscherbelt und verschoben,
verkappte Wurzeln, abgekappt –
nichts dringt ans Licht, die Spur zerstoben –
auch ohne Klappe nur verklappt.

2006

Kinderklau

Schon länger als ihr halbes Leben
Sucht sie ihr Kind, so früh verlor’n,
hätt’s nie freiwillig hergegeben,
man nahm es ihr, kaum war’s gebor’n.
Sie war noch jung, grad dreizehn Jahre,
beim ersten Mal gleich war’s passiert,
Details, die ich mir hier erspare -
wer Liebe sucht, Liebe probiert…

Dass sich nach Monaten was regte, 
in ihrem Körper sich was tat,
sich nach und nach in ihr bewegte –
was interessierte das den Staat?
Die Stasi kommt, fängt an zu quälen,
mit Helfern, willig und devot,
die Mutter hat nichts mehr zu wählen,
wird eingeschüchtert und bedroht.

Gestohl’n, geraubt, entrissen –
Kinderklau, gleich nebenan, 
ungesühnt, will’s einer wissen ? –
denn die sind noch immer dran.
Und sie hauen ihre Stempel
menschenverachtend auf Papier
im selben Bürokratentempel,
Handlanger damals, und noch hier…

Auf harter Pritsche die Entbindung,
sofort nimmt man das Kind ihr weg,
fragt nicht nach ihrer Schmerzempfindung,
behandelt sie wie feuchten Dreck.
Erst Tage später darf sie wissen,
woanders hat’s ihr Sohn doch gut,
und sie weint nächtelang ins Kissen,
wer weiß, wie weh es ihr noch tut.

Nach Wochen dann ein warmer Regen,
woher kommt plötzlich so viel Geld?
Ihr Vater nimmt’s, hat nichts dagegen,
wenn’s Leben leicht wird, das gefällt.
Der Kinderraub ist längst besiegelt,
das Jugendamt der Stasiarm.
Die Tochter hat sich eingeigelt,
fühlt sich verkauft, verraten, arm.

Nach Jahren geht die Staatsmacht unter,
die Zeit der Stasi – aus, vorbei,
das graue Leben langsam bunter,
sie geht auf Suche, fühlt sich frei.
Will wissen, wo ihr Sohn geblieben – 
rennt gegen Mauern, jeder schweigt,
grad die ins Unglück sie getrieben,
niemand von denen Mitleid zeigt. 

Die ihr den Sohn eiskalt gestohlen,
tun heute so, als wär’s nicht wahr.
Unmissverständlich wird empfohlen,
find dich mit ab, was war, das war,
Und ihre Klagen zu nichts führen -
Ihr Sohn bleibt Raub, zwangsadoptiert. 
Man droht ihr, ja nicht dran zu rühren -
die alte Seilschaft funktioniert.

Doch sie bleibt dran, lässt sich nicht schrecken,
dann hilft ein Zufall, wie so oft,
ein Anruf reicht, um zu entdecken,
nichts ist verlor’n, solang man hofft.
Sie weiß nun, wo ihr Sohn geblieben,
der sie nicht kennt, sein Leben lebt.
Sie hat ihm einen Brief geschrieben,
nicht abgeschickt, nur zugeklebt...  

2006

Nur geklont

Wir seh’n, dass alles funktioniert,
alles läuft ja wie geschmiert,
keine Frage: Nichts geht schief,
keiner fällt so richtig tief.

Wir haben alles fest im Griff,
ist alles klar auf dem Schiff.
Und fragt einer, wie das geht,
dass sich da gar nichts überdreht,
gibt’s nur eins, was dies erklärt:
Wird Zeit, dass jeder es erfährt:

Wir sind alle geklont –
ham alle schon mal hier gewohnt,
sind ganz bestimmt nicht alle echt –
was irgendwann sich sicher rächt.
Wir sind sowieso gedopt –
man hat das lang an uns geprobt
und dann gemerkt, dass es sich lohnt –
wir sind alle nur geklont.
Wir sind alle nur geklont.

Wir hör’n, dass keiner widerspricht.
Alles klar – das tun man nicht.
So nimmt man alles einfach hin,
fühlt sich nur wohl so mitten drin.

Da steht auch keiner außen vor,
und jeder singt mit im Chor.
Falls doch einer dann mal fragt,
ist doch klar, was man dem sagt,
denn nur eins kann dies erklär’n,
und darum soll’n es alle hör’n:

So laufen alle mit im Schritt –
wunderbar, das hält fit.
Und es schert auch keiner aus –
und falls doch, fliegt der raus.

Damit ist die Richtung klar –
wunderschön, wunderbar.
Und falls einer Fragen stellt,
Zweifel sät, der sich auch hält –
dann ist keinem was bekannt –
nur hinter vorgehalt’ner Hand:

Wir sind alle geklont –
ham alle schon mal hier gewohnt,
sind ganz bestimmt nicht alle echt –
was irgendwann sich sicher rächt.
Wir sind sowieso gedopt –
man hat das lang an uns geprobt
und dann gemerkt, dass es sich lohnt –
wir sind alle nur geklont.
Wir sind alle nur geklont.

2006

Schöner Döner

Mein leerer Bauch revoltiert –
der Hohlraum fühlt sich abserviert.
Such nen Imbiss mir zu Will’n - 
Denn ich will mein’ Kohldampf still’n.
Und les’ da ne Schlagzeile – richtig fies,
die mich würgen lässt, und hör dies:

Guten Appetit – knurrt der Magen sein Lied,
geht’s um Profit, zählt der Unterschied.
Hunger hab ich auch – wozu hat man den Bauch –
Fleisch hält fit – komm’, iss mit –
So’n Döner macht dich schöner –
gut gekaut – und verdaut.
Riecht er auch schon streng –
sieh das nicht so eng –
Hauptsache satt, dass man gegessen hat.

Ich krieg was ich will ganz frisch,
denk ich, stell mich an den Tisch.
Während ich versonnen kau,
seh ich, wie ich um mich schau:
Was die Zeitung beschrieben hat, dreht sich am Spieß…
mir dreht sich der Magen und ich denk dies:

Bei ganz genauer Fleischbeschau
kam raus, man nahm’s wohl nicht genau.
Im Kühlhaus lag, und das recht kalt,
ne Menge Fleisch, schon ziemlich alt,
und doch noch frisch laut Etikett –
was man gebraten, unter der Soße nie gesehen hätt’…

Gammel-Hammel – ein satter Trick.
Der Händler hängt sich satt an’n Strick.
War’s schöner Döner, gut verdaut? 
Auf’s Datum hab ich nicht geschaut,
und irgendwann sterb ich ja sowieso auch –
Wo mein Gammelfleisch hängt, siehst du: hier am Bauch.

2006

Kohlroulade

Er lügt immer noch  -  kriecht aus seinem Loch
als wenn nichts gewesen wär  -  nichts gewesen wär.

Zurück ins Rampenlicht,   -  bereit, bescheiden nicht,
was hat er da verlorn  -  so unverfrorn. 

Er grinst frech und breit  -  von jeder Scham befreit
So als hätt er nichts getan -  nie was getan.

Er tut so als ob  -  gäbs für ihn kein Stopp
und er hätt immer freie Bahn  -  immer freie Bahn 

Zynisch und voller Hohn  -  lacht er, wer kann ihm schon
was wolln, soviel Gewicht  -  bewegt man nicht. 

Wie er Komplizen deckt  -  ein Gauner, den nichts abschreckt,
der nichts bei denkt, kriegt er schmutziges Geld geschenkt.

Er pocht aufs Ehrenwort  -  als er’s gab, war es schon fort.
Er pfeift auf das Gesetz  -  noch heut, noch jetzt. 

Solang er sich ungestraft  -  als Gauner selbst entlarvt,
schützt sein Ehrenwort nicht mehr  -  als Ganovenehr’. 

Wenn er wie’n Dackel guckt  -  hilflos die Schultern zuckt
Als hätt er keine Wahl  -  ist das fatal.
 

Wer so die Strippen zog  -  ein ganzes Volk belog
Wie kommt der an Respekt  -  so klar befleckt.

Wie er breit übern Bildschirm lacht – er weiß, wie man’s macht
der Rechtsbrecher wird hofiert  -  statt einkassiert. 

Wie er sich feiern lässt  -  gibt unserm Recht den Rest.
Er zeigt sich ungeniert  -   und wird hofiert, ungeniert 

Sag nicht, dass so was nicht passiert, weil es grad passiert.

2004

Freispruch ?

Gute Geschichten hört jeder doch gern.
Spannend ist diese – handelt von einem Herrn.
In der CDU Hessen war er nicht irgendwer,
hatte Macht, hatte Einfluss – Generalsekretär.
War auch die Partei noch in Opposition –
Dafür war sie stramm rechts, jahrzehntelang schon.
Das zu bewahren war damals sein Ziel –
Kein Einsatz zu hoch – Politik ist kein Spiel.

In der Politik geht es um Einfluss und Macht.
Wer beides vereint, hat es zu was gebracht.
Wer zielstrebig auftritt, gilt als großes Talent,
was mancher mit Spenden auch gern anerkennt.
Doch manchmal sind Spenden nicht ganz so legal –
Ein Fall kam heraus, genannt Flick-Skandal.
Bloß nicht da reinrutschen, das war sein Ziel –
Kein Einsatz zu hoch – Politik ist kein Spiel.

Etwa Freispruch für Manfred Kanther?
Ja, das sei nur gerecht, so befand er.
Doch er war reif, er war dran, längst überfällig –
Vielleicht nicht kriminell, aber kriminellig,
er war reif, er war dran, das begreift man schnell –
zumindest kriminellig, wenn schon nicht kriminell...

Die Spenden verwenden zum besseren Zweck –
Eh der Staat sie kassiert, schiebt man sie besser weg.
Millionen verschoben, schwarz in die Schweiz –
Keiner muss es erfahren – es ist ja kein Geiz.
Die Zinsen erklärt man – da ist man so frei –
als jüdische Erbschaft – und grinst wohl dabei...
Dann wird er Minister, ist als Sheriff am Ziel
Mit „Null Toleranz“ – Politik ist kein Spiel.

Doch irgendwie kam schließlich alles ans Licht –
Das Geld war in keinem Kassenbericht.
Ein Bußgeld war fällig, traf hart die Partei –
Die CDU grollte – doch er fand nichts dabei,
sein Unrechtsbewusstsein blieb immer noch klein –
was sollte an Geld schon Verwerfliches sein?
Doch wird er verurteilt – das war nicht sein Ziel...
Wo bleibt seine Ehre – Politik ist kein Spiel...

Was kämpft er um Ehre – hat davon nicht mehr
Als ein kleiner Ganove, der verknackt worden wär’,
hätt’ er die Gesetze so nassforsch verletzt –
doch der schwarze Sheriff bleibt stur bis zuletzt.
Da ist er nicht anders als sein Kanzler Kohl –
Auch der pochte auf Ehre – und schon klingt das Wort hohl...
Für manchen ist Macht das einzige Ziel –
Und Gier treibt sie an – Politik ist kein Spiel.

2006

Fast dreissig Jahre

Fast dreißig Jahre Vertrauen gegen Vertrauen –
Immer mitgedacht, alles mitgemacht,
nur für den Ertrag.
Fast dreißig Jahre ein Leben aufgebaut auf
weiter nichts als Sand. Rinnt er durch die Hand,
von grad zum nächsten Tag?

Was soll werden? Wie geht’s weiter? Wo geht’s hin?
Ohne Job, ohne Kredit, im Strudel drin...
Doch wer fragt danach, wen kümmert’s, geht’s was an?
Abteilung dicht – nach dieser kommt die nächste dran...

Nach dreißig Jahren Erfahrung, die gewachsen ist:
Wissen eingebrannt, jeder Kniff bekannt,
stolz dazu gehör’n...
Nach dreißig Jahren – ein Pfeiler, der zu stützen weiß –
Doch der Boden bebt, das Fundament sich hebt –
und am End nur stör’n...

Was soll werden? Wie geht’s weiter? Wo geht’s hin?
Ohne Hoffnung, ohne Chance, im Strudel drin...
Doch wer fragt danach, wen kümmert’s, geht’s was an?
Abteilung dicht – nach dieser kommt die nächste dran...

Noch fünfzehn Jahre – die Zukunft perspektivlos –
Rücken an der Wand, kein Schritt bis zum Rand –
nach rechts und links blockiert...
Noch fünfzehn Jahre – noch mal von vorn beginnen...
Konkurrenz fatal, aber keine Wahl,
wer aufgibt, der verliert...

Was kann werden? Wo geht’s weiter? Wie sieht’s aus?
Sich gewehrt, gerudert, aus dem Strudel raus...
Doch wer fragt danach, wen kümmert’s, geht’s was an?
Abteilung dicht – nach dieser kommt die nächste dran...   

2006

Flieg

Welche Weiche war die Falsche?
Welcher Abzweig ging ins Nichts?
Welche Richtung ging ins Leere,
ins Land des Schattens, nicht des Lichts?

Welche Schienen führ’n zum Prellbock,
welche Schneise in ein Loch?
Welcher Trampelpfad zum Abgrund –
erinner’ dich, du weißt es doch…

Kann der Weg so einfach aufhör’n
und du stehst vor glatter Wand
in der Sackgasse, die endet
wo sich nie ein Ziel befand,

wie im Tunnel, der nie aufhört,
wie ein Hohlweg, schmal und eng –
an ein Umdreh’n nicht zu denken,
weil es niemandem geläng’…

Denk dich über jede Hürde,
träum dich dorthin, wo du magst.
Lass dich von nichts und keinem bremsen,
verkneif dir, dass du lange fragst.

Wer soll dir auch was verbieten,
und warum – jetzt nicht und nie –
lass dich weich und weit weg tragen
beflügelt durch die Phantasie…

2006

Holz knistert

Holz knistert im Feuer,
Ascheflocken tanzen durch den Rauch,
aus Glut springen Funken –
was soll Hitze, wenn ich Wärme brauch’?

Komm her, komm näher,
oder lass mich nah zu dir.
Was ich nicht ertrage, ist Distanz.
Noch mehr, noch näher.
Keiner da – nur wir sind hier.
Die Sonne taucht in’s Meer mit rotem Glanz.

Kein Wölkchen am Himmel,
kein Lufthauch die Nacht bewegt.
Der Wein rot und trocken,
und dann sich einer zum andern legt...

Komm her, komm näher,
oder lass mich nah zu dir.
Muss dich bei mir fühlen, dich berühr’n.
Noch mehr, noch näher –
Was wir brauchen, haben wir,
was wir für einander fühlen, könn’ wir spür’n...

Sterne glühen wie Funken.
Manche verlöschen genauso schnell.
Stirbt nach Stunden das Feuer,
wird’s am Horizont wieder hell.

Bleib hier, bleib bei mir,
nah, dass es nicht näher geht –
spielen wir „Verstecken“ mit dem Tag...
Bei dir, nah bei dir,
bis über uns die Sonne steht,
gibt’s nichts, was ich vermisse, nicht ertrag..

2005

Suchen – finden

Dritte Zähne – zweite Frau und erstes Kind.
Chancen nutzen eh sie längst verpasst von gestern sind.
Hoffen, träumen – alles frisch verwoben.
Neuer Anfang, Blick nach vorne auf ein altes Ziel.
Viel zu lange unzufrieden, Frust im falschen Spiel.
Lust auf Leben nun nicht mehr verschoben.

Unvergessen was gewesen ist –
wer könnt es ausradier’n.
suchen, finden – und den Wert versteh’n
und nicht den Kopf verlier’n

Im ersten Herbst der zweite Frühling - nun zu dritt –
Was lange nicht im Blick war, nimmt man schnell noch mit,
holen, greifen – und sich selbst versorgen.
Nach dem Schussstrich kurze Drehung und dann geradeaus,
aus der Falle, aus dem Käfig, dem Labyrinth heraus.
Perspektiven nicht mehr vertagt auf morgen.

Schattenzeiten aus der Ferne seh’n,
durchlitten und durchlebt,
suchen, finden und den Sinn versteh’n
und nicht den Kopf verklebt.

Feste Mauern, enge Grenzen – weites Feld.
eingezwängt, dann ausgebrochen – nichts mehr hält.
Wünschen, sehnen – und nicht mehr verzichten.
Zwang ertragen, Flucht nach vorne und nie mehr zurück.
Angst verdrängen, mutig vorwärts wagen, Stück für Stück.
Wieder lachen, noch mal Verse dichten.

Barfuss im Abendrot am Strand spaziert,
den Horizont im Blick
suchen, finden, was man doch verliert,
die Schatten im Genick…

2005

Spiel dein Spiel

Einer sagt dir, was du tun sollst,
einer weiß nicht, was du denkst,
einer kennt dich und durchschaut dich auch,
einer will, dass du was schenkst,
einer sagt, da sollst du hingehn,
einer rät dir, lass es sein,
einer hilft dir aus der Klemme,
einer reißt dich erst hinein.

Einer holt dich rein nach drinnen, 
einer schmeißt dich einfach raus,
einer meint, er kann dich brauchen,
einer denkt sich das nur aus,
einer gibt dir, was du forderst,
einer zeigt nicht, was er hat,
einer fängt dich, wenn du hinfällst,
einer isst sich bei dir satt.

Einer haut dich in die Pfanne, 
einer bringt dir, was dir fehlt,
einer schubst dich durch die Gegend,
einer deine Fehler zählt,
einer stärkt dir deinen Rücken,
einer glaubt, dass er dir droht,
einer reicht dir nicht das Wasser,
einer hält dich für’n Idiot.

Einer zögert, dir zu trauen,
einer öffnet dir sein Herz,
einer setzt drauf, dass du zaubern kannst, 
einer glaubt mehr himmelwärts,
einer lässt dich einfach hängen,
einer legt sich für dich krumm,
einer will nichts von dir wissen,
und einer fragt dich nur warum.

Einer wünscht dich in die Wüste,
einer rätselt, wo du bleibst,
einer kann dich nicht erreichen,
einer freut sich, wenn du schreibst,
einer sinnt verstimmt auf Rache,
einer lacht sich mit dir tot,
jemand träumt mit dir gemeinsam,
schläft mit dir im Morgenrot.

Einer rügt dich, wenn du redest,
einer schmollt, nur weil du schweigst,
einer grollt dir, weil du besser bist,
einer flüchtet, wenn du’s zeigst,
einer hebt dich auf ’nen Sockel.
einer stößt dich vor sich her,
einer hat schon längst genug von dir,
einer möchte immer mehr.

Einer will dich völlig anders,
einer hofft, dass du dich wehrst,
einer fordert, dass du alles gibst,
einer drängt drauf, dass du fährst,
einer geht mit dir nach draußen,
einer bleibt, solang du magst,
einer kann dich nicht begreifen,
einer hört nicht, was du sagst.

Jemand warnt dich vor der Liebe,
jemand will, dass du ihn liebst,
mancher glaubt, dass er dich zwingen kann,
und verlangt, dass du vergibst,
einer hat dich längst vergessen,
einer nimmt dich nicht für voll,
einer flucht, läuft er dir übern Weg,
einer findet dich so toll.

Einer kommt so zu dem andern,
während du dein Leben lebst,
lass sie ruhig vorüber wandern,
entscheide selbst, wonach du strebst.
Du kannst deine Richtung finden,
und auch fragen, fehlt ein Ziel,
brauchst dich nicht gequält zu winden –
leb dein Leben, spiel dein Spiel…

2006

Der Tropfen auf dem heissen Stein

Jet-Set-Lärm aus der anderen Welt
rauscht vorbei und betäubt tausend Ohr’n.
Zum Greifen nah, was zum Leben fehlt,
auf Reichweite - und doch verlor’n.
Der Blick wandert hoch - und fällt gleich steil herab:
Bis zum Knöchel im Unrat und ein Bein im Grab.
Jeder sucht, was er findet - und er braucht, was er sucht.
Im Gestank wird geröchelt, der Unrat verflucht.

Doch am Leben hält eben 
bloß der Tropfen auf dem heißen Stein.

Da dampft er und fault, lebt wie ein Vulkan
und ernährt nicht nur Geier mit Aas.
Gibt seine Schätze in Bruchstücken frei -
vor’m Verhungern ein nahrhafter Fraß.
Zuwenig zum Leben - zum Sterben zuviel, 
was an Krümeln vom Tisch in der anderen Welt fiel,
Jeder wühlt, jeder gräbt, sammelt auf und sackt ein,
mit knurrendem Magen, jeder für sich allein.

Auf dem Müllberg herrscht Ordnung, streng kontrolliert,
jeder hat sein begrenztes Revier.
Dort nimmt sich der Starke sein Recht mit Gewalt,
und dies Recht gilt dort für Mensch und Tier.
Unaufhörlich rollt Nachschub der Wegwerfkultur

als Rohstoff der Not für die Leid-Kreatur:

Ein Stück Blech, ein Stück Stoff, Leder, Holz, oder Glas,
ein Stück Hoffnung fürs Leben - ein Stück irgendwas...

1984

Der Weg ist endlich

Fragst du, warum dich grad’
ein Mensch verlassen muss, 
den du so sehr geliebt.
Fragst du, warum – erwarte nicht,
dass dir die Antwort
eine Chance zur Klarheit gibt.

Du hattest Glück, dass ihr
ein Stück des Wegs gemeinsam
hinter euch gebracht.
Du hattest Glück: Ihr habt
gelebt, geliebt, gesorgt,
geweint und auch gelacht.

Der Weg ist endlich, 
wie es  Wege nun mal sind.
Am Ziel geht’s weiter,
denn ein neuer Weg beginnt.

Du hast in deinem Herzen
doch für so viel Platz –
für alles, was dir wertvoll bleibt
und brauchst auch kein’ Ersatz...

Frag nicht warum, denn es
gibt niemanden, der dir
die Antwort sagen kann.
Frag nicht warum – es macht
nur bitter – und was fängst 
du mit der Antwort an?

„Blick nun nach vorn“, das heißt
doch nicht, dass du ab jetzt
alles vergessen wirst..
„Blick nun nach vorn“, hilft dir
nur, dass du nun nicht taumelnd
durch das Leben irrst.

Der Tod ist schmerzlich,
doch weißt du, wie’s weiter geht,
wenn man danach doch 
vor ner neuen Zukunft steht...

Du bist in deinem Herzen
nicht für dich allein,
und alles, was dir wichtig bleibt,
kann weiter in dir sein.

Frag nicht wieso – es hilft
dir nicht darüber weg,
wenn du dich fragend plagst.
Frag nicht wieso – es wird
dir besser gehn, wenn du
dich nicht mehr sinnlos fragst. 

Setz auf die Zeit. Sie heilt
und lässt dir doch, was keiner
dir mehr nehmen kann.
Setz auf die Zeit. Sie eilt
vorüber, und du wirst 
getröstet werden, irgendwann. 

Des Lebens Sinn ist doch
kein Geheimnis, sondern klar.
Du sollst es leben, deshalb
lebst du, bist du da.

Und tief in deinem Herzen
hast du so viel Kraft,
und alles, was dich mutlos macht,
das kriegst du auch geschafft.

2006

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