Frühstück ist wichtig - man muss alles gut kau’n.
Und war’n so lang die Augen zu, gibt’s erst so viel zu schaun.
Aufs Brot Marmelade oder nehm ich mir Wurst?
Kann mich nicht entscheiden - hab erst mal nur Durst...
Hab noch ‘n paar Bissen, die Tasse noch voll.
Is gut, is gut - weiß schon, dass ich mich jetzt beeilen soll...
muss mich recken und strecken - was sein muss, muss sein.
Tu, was ich kann - doch Mama fängt schon wieder an zu schrein...
Warum beeilen?
Melodie: Graeme Allwright
G/4
Wenn morgens früh mein Wecker klirrt,
G
frag ich mich, hat der sich geirrt?
CG
Ich dreh mich um für eine Weil’ -
CG
doch bald schon will einer, dass ich mich beeil’.
GD7G
Ich steh halt auf, so gut es geht,
CD
kuck nicht zur Uhr - es ist ja spät.
CDG
Ich zieh mich an - so Teil für Teil.
D9 G
Schon wieder will einer, dass ich mich beeil’.
G D9 G
Sitz ich gemütlich auf dem Klo,
hab ein Bein so und ein Bein so.
Und hab ein blankes Hinterteil -
schon wieder will einer, dass ich mich beeil’.
Warum bloß wird man so gehetzt?
Ich komm doch an - wenn auch zuletzt.
Vor mir der Weg ist immer steil -
und immer will einer, dass ich mich beeil’.
Der Schulweg, der ist lang und weit.
Wann ich auch geh - hab immer Zeit,
die ich mir gut, sehr gut einteil’ -
doch immer will einer, dass ich mich beeil’.
Warum bloß diese Drängelei?
Geh vor und halt ‘nen Platz mir frei.
Geruhsam gehn, das ist echt geil -
doch wieder will einer, dass ich mich beeil’.
Ist mittags dann die Schule aus,
geht’s ganz gemütlich ab nach Haus.
Noch für ein Schwätzchen ich verweil’ -
daheim will nur einer, dass ich mich beeil’.
Ist dann der Tisch lecker gedeckt,
sind Löffel, Gabel abgeschleckt -
eh ich an Hausaufgaben feil’,
hau ich ab - glaub mir, dass ich mich beeil’...
Am Abend hab ich wieder Zeit:
Der Weg ins Bett ist viel zu weit,
die Treppe hoch so furchtbar steil -
noch immer will einer, dass ich mich beeil’.
Ist dann das Licht im Zimmer aus,
und sind die Eltern endlich raus,
träum ich die Welt mir schön und heil -
und da will nie einer, dass ich mich beeil’...
Alle Kinder draussen
Melodie:"All Your Beauty" Barry Lowe/Martin White
D/0
Hinterm Fenster große Augen -
D
platte Nase drückt ans Glas.
GD
Aber draußen, auf’m Plätzchen
D
ist was los, da ist Rabatz.
A
Mit ‘m Skateboard hin und her fahrn -
D
manche nicht so, manche mehr:
GD
Alle Kinder, die sind draußen -
GD
schnell noch hinterher. > 2 x
AD
Immer diese blöden Hausaufgaben -
h
die sind viel zu viel.
A
Keiner mag so viel zu schreiben haben - h
schöner ist das Spiel.
AA7
Weg den Bleistift, weg das Mäppchen -
D
Schuhe an und Haustür zu!
GD
< Alle Kinder, die sind draußen -
GD
und Du gehörst dazu. > 2 x
AD
Hinterm Fenster große Augen,
schaun nach draußen, durch das Glas.
Was da vorgeht, auf’m Plätzchen,
sehn die Kinder, sehn den Spaß.
Mit’n Rollschuhn hin und her fahrn -
manche nicht so, manche mehr.
Alle Kinder, die sind draußen -
schnell noch hinterher. > 2 x
Immer diese blöden Hausaufgaben -
die sind viel zu viel.
Keiner mag so viel zu rechnen haben -
schöner ist das Spiel. -
Weg die Hefte, weg den Ranzen -
Schuhe an und Haustür zu.
Alle Kinder, die sind draußen -
und Du gehörst dazu. > 2 x
Vor dem Fenster wird es dunkel -
hinterm Fenster scheint schon Licht.
Doch da draußen, auf’m Plätzchen,
die Zeit vergeht - man merkt es nicht.
Irgendwann kommt dann der Hunger,
und der treibt die Kinder rein.
Alle Kinder gehen nach Hause -
und das Plätzchen bleibt allein. > 2 x
Ich bin so blank
A/0
Hab keine müde Mark mehr -
ADA
mein Taschengeld ist alle.
AEA
Kein Groschen, keinen Pfennig -
ADA
welch böse, böse Falle.
AEA
Ich dreh mein Portemonnaie:
EA
da sieht es trübe aus.
H7 E
Kein Eis, keine Fritten, kein Kaugummi -
EA
da geh ich halt nach Haus...
H7 E
Ich bin so blank, so blank, so blank,
A E
denn all mein Geld hat die Bank, die Bank -
A E
da liegt es fest. Hab keinen Rest.
f# E
Mein Portemonnaie bleibt schlank.
DEA
Es gibt so tolle Comics - ich würd’ so gern eins kaufen.
Da ist doch noch mein Sparschwein - ich werd nach Hause laufen.
Warum bleibt das Schwein stumm? Nicht eine Münze klirrt...
Ich schüttel und rüttel, doch kommt kein Ton.
Ich hab mich wohl geirrt.
Im Schaufenster, die Puppe - die würd ich so gern haben.
War da nicht noch ein Scheinchen bei den Geburtstagsgaben?
Schau hin - da ist nix drin! Der Briefumschlag ist leer.
Verflixt, so was Dummes, schon ausgegeben -
wusst ich schon nicht mehr...
...denn mein Geld hat die Bank.
Lass mich lesen
e/0
Lass mich lesen - Hanni, Nanni, Dolly, die warten schon
eD
im Liegestuhl auf dem Balkon -
DC
lass mich lesen, denn ich träum, ich wär' dabei gewesen...
eDCe
Mitternachtsparty im Internat:
eDCH7
Was die Hausmutter wieder für Ärger hat!
eD
Wird Mamsell jetzt gleich wieder reingelegt?
Ce
Ja, wer stört mich da wieder unentwegt?
CH7
Lass mich lesen - Pippi, Thomas, Anika warten schon.
Ich geh jetzt auch nicht ans Telefon.
Lass mich lesen, denn ich träum, ich wär' dabei gewesen...
Räuber in der Villa Kunterbunt -
ja, in Pippis Haus, da geht’s immer rund,
wenn sie große Männer auf Schränke schmeißt,
und ein Affe dabei ist, der Herr Nielsson heißt...
Lass mich lesen - das Sams und Herr Taschenbier warten schon.
Was da passiert, ist ‘ne Sensation.
Lass mich lesen, denn ich träum, ich wär' dabei gewesen...
Frau Rotkohl bleibt glatt die Spucke weg -
das Sams hat schon wieder ‘nen Zauberfleck.
Wird die Wunschmaschine wohl funktioniern?
Das ist spannend - was wird wohl noch passiern...
Lass mich lesen - Branko und die rote Zora warten schon.
Die sind grade der Polizei entflohn.
Lass mich lesen, denn ich träum, ich wär' dabei gewesen...
Was es für spannende Bücher gibt:
Das Branko jetzt das falsche Mädchen liebt...
Zora ist so sauer, dass sie ihn verrät...
Lass mich weiter lesen! Ist doch gar nicht spät!
Lass mich lesen. Nur noch sieben Seiten sind’s bis zum Schluss.
Darf ich? Ja? Komm, Du kriegst ‘nen Kuss,
und dann lass mich lesen, denn ich träum, ich wär' dabei gewesen...
Bonbonpapier
C/0
Was kommt da hervor aus dem Auspuffrohr?
C
Meine Güte, wie das stinkt.
CG
Was ist das für Qualm? Der bringt mich auf die Palme!
FGC
Meine Güte, wie
das stinkt.
GC
Der Dreck ist jetzt entdeckt. Wer hat ihn reingesteckt?
FGC
Wer hat da geschlafen? Ist der schon geweckt?
DG
Soviel Dreck, da und hier -
CG
nicht von Dir und nicht von mir,
FGC
nicht von mir und nicht von Dir -
FGC
von uns ist höchstens das Bonbonpapier,
GC
my Baby, Baby, Baby, höchstens das Bonbonpapier.
CGC
Iiiih, wie sieht das aus? Was kommt da bloß raus?
Meine Güte, wie
das schäumt.
Kuck die Brühe an - dass die noch fließen kann...
meine Güte, wie
das schäumt.
Der Dreck ist jetzt entdeckt. Wer hat ihn so versteckt?
Wer hat da geschlafen? Ist der schon geweckt?
Hast Du das gesehn? Wie ist das geschehn?
Warum ist das so passiert?
Was ist das für Gift? Ob das uns betrifft?
Wo ist da was explodiert?
Der Dreck ist jetzt entdeckt. Mann, hat der uns erschreckt!
Wer hat da geschlafen? Ist der schon geweckt?
Kuck doch mal, der Müll... siehste, biste still...
wer hat diesen
Berg gemacht?
Kuck doch mal zu Haus - jeder schmeißt was raus...
dieser Berg ist
selbst gemacht.
Der Dreck ist jetzt entdeckt - hat der Dich auch erschreckt?
Haben wir geschlafen? Sind wir schon geweckt?
Reste
D/0
Papa hat sein’ Bauch versteckt - er war doch so schön schlank...
D
Papa hat sich dick geschleckt - er ist doch wohl nicht krank.
EA
Der Hosengürtel ist zu kurz, es wölbt sich unterm Hemd.
D
Man sieht schon keine Hüfte mehr - Papa ist ganz fremd...
GAD AD
Das Beste von jedem Feste
GDA
sind für Papa die Reste der Gäste.
A7 D
Und gehn die Gäste nach dem Feste,
GD
passt Papa nicht mehr in seine Weste.
AD
Mama hat ihr’n Po verdeckt - der ist so kugelrund.
Mama hat sich dickgeschleckt - ist schwerer viele Pfund.
Es rollt sich an der Taille, der Hosenbund, der kneift.
Der enge Rock geht nicht mehr zu - was ist denn da gereift...
Das Beste von jedem Feste
sind für Mama die Reste der Gäste.
Und gehn die Gäste nach dem Feste nach Haus,
kommt Mama nicht mehr aus dem Rock heraus.
Die Kinder haben angespeckt - sie warn doch mal so zart.
Die Kinder ham sich dick geschleckt - da warn sie groß in Fahrt...
Man sieht’s an Arm’ und Beinen: Sie sind ganz gut dabei -
so viel ist schon zu eng geworden - denn jeder frisst für drei.
Das Beste vom Kinderfeste
sind auch für Kinder die Reste der Gäste.
Und gehn die Gäste nach dem Feste weg,
dann bleiben Krümel - und viel Dreck.
Doch aufgepasst
G/0
Frühstück ist was Feines - da bin ich gern dabei.
GDG
Am liebsten hab ich vor mir ein weich gekochtes Ei.
GDG
Ich kann es selbst schon kochen, piek vorher noch mal rein. aeCH7
Da, platsch, ist es zerbrochen. Au Mann, das ist gemein. eGdimH7e
< Warum muss das grad mir passiern?
Gdim D
Ich hab doch aufgepasst!
Cdim G
Na ja - klappt halt nicht immer...
CG
doch ganz bestimmt schon fast. > 2 x
DG
Kaffee mach ich gerne - da freut sich die Mama.
Wasser für fünf Tassen - das weiß ich doch, na klar.
Dann in die Filtertüte das Kaffeepulver rein.
Doch kuck - du meine Güte - so dünn kann Kaffee sein...
Blumen mag ich gießen - die Kanne wird schnell leer.
Die Pflanzen könn’ sich freun, denn sie vertrocknen ja nicht mehr.
Doch wie kommt all das Wasser da auf das Fensterbrett?
So nass und immer nasser - das find ich gar nicht nett...
Milch wärm ich, wenn’s kalt ist, mir gerne etwas an.
Das wärmt so schön von innen, dass man sich wohlfühl’n kann.
Den Herd auf volle Hitze, den Topf halbvoll da drauf -
und während ich noch sitze, steigt weißer Schaum herauf...
Pudding mit Ketchup
C/0
Essen ist wichtig - essen muss sein.
CDGFC
Unten kann ja nix rauskomm’, kommt oben nix rein...
CDGFC
Manches ist lecker, manches, das schmeckt.
CDGFC
Manches wird sauber vom Löffel geschleckt.
CDGFC
Ich mag Pudding mit Ketchup, Blutwurst mit Quark,
Marmelade mit Schaschlik - find ich echt stark.
Ich liebe Senfschokolade, Meerretticheis,
Majonäse mit Honig - das macht mich ganz heiß.
Geh ich ins Gasthaus, knurrt mir der Bauch -
Hunger kann ich nicht ausstehn - kennst du doch auch.
Ich brauch keine Karte, wenn ich was bestell’.
Das mögen die Kellner und bedienen mich schnell.
Ich will Nutella mit Zwiebeln, Essigkakao,
gezuckerte Sülze schmeckt, weiß ich genau.
Ich krieg Sauerkrautmilchreis, Erdnussbutter mit Fisch,
Tomatenmarktorte mag ich frisch auf dem Tisch.
Wackelpudding mit Pfeffer, Kotelett mit Zimt,
Spiegelei mit Vanille - die Mischung, die stimmt.
Linseneintopf mit Sahne, Streuselkuchen mit Wurst,
schwarzer Tee mit Salatöl ist gut gegen Durst...
Deine Klamotten
E/0
Mama, mach den Schrank auf -
E I AG I A I
was hast Du für Sachen?
AGA I
Sieht doch gar nicht schlecht aus -
E
kann man was draus machen.
A
Lass mich doch mal anprobiern -
H7
wie mir das wohl steht...
A
siehste, passt mir auch schon!
E
Hab’s gewusst: Das geht.
A H7 E
Deine Klamotten sind auch meine Klamotten,
A I DA I
die fressen sonst nur die Motten -
E H7
komm, rück sie raus, raus, raus, raus -
E E7
Gib mir Deine Klamotten - sei nicht so geizig wie Schotten -
A E
solln die im Schrank bloß verrotten -
H7
komm, rück sie raus, rück sie raus, rück sie raus.
E H7 E
Was hast Du für Hemden? Papa, lass mal sehen.
So locker über’n Jeansbund... könnte mir doch stehen...
gib mal den Pullover her. Den trägst Du doch nie.
Ich laß ihn einfach schlabbern, runter bis ans Knie...
Omi, Deine Bluse hat so hübsche Spitzen...
der Kragen und die Schultern - kuck mal, wie die sitzen...
Die brauchst Du bestimmt nicht mehr...?...Sieh mal, wie die passt.
Kuck, was für ‘ne schicke Enkelin Du hast...
Gib doch mal das Kleid her! Zeig doch mal die Schuhe!
So ein hübsches T-Shirt... Was ist da in der Truhe?
Lass mich mal den Rock anziehn! Die Hose passt mir auch!
He, was für ‘ne Jacke - Oh ne! Du hast da drin ‘n Bauch!
Brieffreundschaft
D/0
Lieber Brieffreund, liebe Brieffreundin,
D A
sei nicht böse, dass ich
schreibfaul bin.
h f#
Es ist lange her, dass Dein Brief dalag.
G D
Es ist höchste Zeit, dass ich Danke
sag -
G D
doch ich hab immer so viele Pflichten
A D
und nicht die Ruhe, um Briefe zu
dichten.
A D
< Mir geht’s gut. Wie geht’s Dir? Ich hab neues Briefpapier. GD
Jetzt ist Schluss, Gruß und Kuss, Dein Julius. > 2
x AD
Lieber Brieffreund, liebe Brieffreundin,
es ist so, dass ich oft nicht zu
Hause bin.
Ist lang her, dass Du mir geschrieben hast.
Deinen letzten Brief - ich
vergaß ihn fast.
Doch ich hab viel zu Hause zu machen,
und das sind lauter wichtige
Sachen...
< Mir geht’s gut. Wie geht’s Dir? Du hast schönes Briefpapier.
Jetzt ist Schluss, Gruß und Kuss, Dein Julius. > 2 x
Lieber Brieffreund, liebe Brieffreundin,
ich sitz vor dem Blatt, und ich
stütz mein Kinn,
denn mir fällt nichts ein, was ich schreiben kann.
Überhaupt - bin ich
wirklich mit Schreiben dran...?
Na, vielleicht schreib ich Dir ein paar Zeilen,
nur ganz schnell, denn ich muss mich beeilen...
< Mir geht’s gut. Wie geht’s Dir? Ich brauch neues Briefpapier.
Jetzt ist Schluss, Gruß und Kuss, Dein Julius. > 2 x
Lieber Brieffreund, liebe Brieffreundin,
Du, ich weiß nicht recht - hat
es noch viel Sinn?
Für ‘ne Brieffreundschaft hab ich kaum die Zeit.
Ich hab viel zu
tun... na ja ... tut mir leid...
und ich weiß nicht, wie soll ich’s Dir schreiben...
Du, ich glaub
fast, wir lassen es bleiben...
< Mir geht’s gut - Dir doch auch - dieser Briefpapierverbrauch...
jetzt ist Schluss, Gruß und Kuss, Dein Julius. > 2 x
Die ist bekloppt
1
d/0 Eà D
Jeder spricht auf seine Weise:
d
Einer laut, ein anderer leise - jeder wie er kann.
dC
Schreit ein Lehrer, wird er heiser -
d
spätestens dann ist er leiser - jeder wie er kann...
dC I A
Muss auch die Lehrerin dauernd schrein,
B
ist das gemein. Das muss nicht sein.
Bd
Ist sie außerdem noch ungerecht,
B
dann fragen sich die Kinder echt:
BA
Ist die bekloppt? Ist die bekloppt?
dB
Bei der im Kopp bloß Popcorn ploppt!
CF
Ist denn da keiner, der die stoppt?
dB
Die ist bekloppt! Die ist bekloppt!
Cd
Macht ein Lehrer Dich zur Schnecke,
steht er selber in der Ecke - jeder wie er kann.
Immer schnell den Kopf verlieren -
Lehrer könn’ sich auch blamieren - jeder wie er kann...
Wenn eine Lehrerin ganz vergisst,
dass jedes Kind doch anders ist -
warum muss die vor der Klasse stehn?
Kann die denn nicht nach Hause gehn?
Muss der Lehrer sich so wehren,
wenn die Eltern sich beschweren? - Jeder wie ein kann...
Müssen das die Kinder spüren,
ganz egal, wie sie sich führen? - Jeder wie er kann...
Wenn dann die Lehrerin einen Test
in voller Absicht schreiben lässt,
grade wenn sie weiß, der Schlaf war kurz,
zeigt sie, die Kinder sind ihr schnurz.
Die ist bekloppt
2
Kennt Ihr die Frau Schulze-Kogel?
Diese Frau, die hat ‘n Vogel! Ganz bestimmt, oh Mann.
Sie ist der absolute Schrecken
unserer Schule, zum Verstecken - sieh sie Dir doch an...
Kommt sie zur Klasse morgens rein,
dann fängt sie erst mal an zu schrein.
Bei der ist Lernen eine Qual -
die ist halt wirklich nicht normal...
Ist die bekloppt! Ist die bekloppt!
Bei der im Kopp bloß Popcorn ploppt.
Ist denn da keiner, der die stoppt?
Die ist bekloppt! Die ist bekloppt!
Kennt Ihr Nachbar Piepeneder?
Der hat ’n Knall - weiß doch jeder - ganz bestimmt, oh Mann.
Wird es auf der Straße lauter,
kommt er an die Tür, dann schaut er raus und schreit uns an.
Fliegt mal ein Ball bloß übern Zaun,
und wir uns in sein’ Garten traun,
dann droht er mit der Polizei -
der hat im Kopp doch nichts als Brei...
Kennt Ihr Oma Ochsenziemer?
Also ehrlich - die ist prima - geht mal zu ihr hin.
Enkelkinder hat sie keine,
sie ist ganz und gar alleine - geh mal selber hin.
Da kriegste Kuchen und Kakao.
Am liebsten spielt sie dann Mau-Mau.
Die kramt gern alte Fotos raus -
und kennt sich auch in Fußball aus.
Die ist tipptopp! Die ist tipptopp!
Und obendrein noch hell im Kopp!
Da gibt es keinen, der die stoppt!
Die ist tipptopp! Die ist tipptopp!
Wut so doll
Melodie: Graeme Allwright
G/0
Ich spiel gar nicht schlecht Tennis,
G
doch manchmal nicht gut genug.
CG
Wenn einer dann mal besser ist,
G
dann nur durch Lug und Trug.
DD7
Und Sieger kann nur einer sein -
G
ich will, dass ich gewinn.
C
Denn nur Gewinnen gibt dem Spiel
G
den endgültigen Sinn.
D9 G
Ich krieg ‘nen riesen Anfall, ‘ne Wut so doll,
C G
wenn’s mal so läuft, wie’s grad nicht laufen soll.
DG
Die Schule ist oft lästig
und nicht immer hab ich Lust.
Doch ob ich Lust hab oder nicht -
stets heißt es nur: "Du musst!"
Die Mathearbeit kommt - und dann
kommt sie auch noch zurück.
Hab nicht gelernt - die Note
ist das Gegenteil von Glück.
Durchs Schaufenster, da seh ich
ein ganz tolles neues Spiel.
Der Preis da drauf, der sagt mir,
"Mensch, das kostet gar nicht viel."
Ich lauf nach Hause, Geld zu holen,
und bin wieder da.
Das Spiel ist weg. - Im Schaufenster
ist nichts mehr, wo es war...
Fürs Taschengeld kauf ich mir
manchmal ein paar Kugeln Eis.
Das kühlt so schön den Gaumen,
ist es draußen grad so heiß.
Es gibt da ein paar Sorten,
die ich gar zu gerne schleck.
Da schmilzt es mir vom Hörnchen weg,
macht auf dem Weg ‘nen Fleck.
Es gibt so Tage, da geht
einem einfach alles schief.
Neulich fing’s so an, dass ich
den Wecker glatt verschlief.
Kakao verkleckert, Hemd verfleckt -
und dann das Fahrrad platt.
Dann noch die schlauen Sprüche
von den Eltern - hab ich satt.
Ein altes Brettspiel kennt man doch -
wir ham es auch zu Haus:
Jeder kriegt vier Männchen,
und man schmeißt einander raus.
Man muss ‘ne Runde laufen -
ja, die Regeln, die sind schlicht.
Und wenn man rausgeschmissen wird,
heißt’s: Mensch, ärger Dich nicht!
Tut mir leid
D/0 Eà D
Da war ‘ne Keilerei, und ich war mit dabei -
D
keine Angst, keine Angst - kann mich wehrn...
AGD
da kam mir einer dumm - ich fackel nicht lang rum -
D
keine Angst, keine Angst - kann mich wehrn...
AGD
Jetzt hab ich blaue Flecken
G
auf den Armen, auf den Beinen - willste sehn?
D AD
Und der Fuß, der tut mir weh -
G
seit einem Tritt kann ich kaum richtig darauf stehn...
D
Vielleicht hätt’s auch ‘nen Weg gegeben,
A
diese Keilerei zu umgehn.
GD
Tut mir leid - doch in der Wut
A
hab ich den Weg nicht gesehn...
GAD
Da gab’s ‘ne Klopperei - fünf andre - wir war’n drei -
keine Angst, keine Angst - ich bin stark...
Und wenn mich einer tritt, dann mach ich das nicht mit -
keine Angst, keine Angst - ich bin stark...
Die Hose ist zerrissen,
und die Nase hat geblutet - kuck mal da...
und die Jacke ist voll Flecken -
nicht erschrecken, weil’s so schlimm ja gar nicht war...
Mag sein, es hätt’ ‘ne Chance gegeben,
diese Klopperei zu umgehn.
Tut mir leid - doch so im Zorn
hab ich die Chance nicht gesehn...
Wir hatten großen Streit - das ging ‘ne lange Zeit -
keine Angst, keine Angst - setz mich durch...
Da war was ungerecht - doch ich hab mich gerächt -
keine Angst, keine Angst - setz mich durch...
Zwar ist mein Rad verbogen
und im Reifen ist wahrscheinlich auch ein Loch...
Wer das getan hat, weiß ich -
und dass ich stärker bin - jetzt glaubt er’s doch...
Klar hätten wir versuchen können,
diese Streiterei zu umgehn.
Tut mir leid - ich hab gekocht -
konnt’ nicht dem Streit widerstehn...
Zuhörer
C/0
Was Ihr da redet, das ist interessant.
C
Dass ich da zuhörn will, das liegt doch auf der Hand...
G
Wieso soll ich davon denn noch nichts verstehn?
FGC
Könn’ wir ja mal sehn - woll’n wir doch mal sehehehen.
FCGFC
Was da erzählt wird, das ist allerhand.
Ich bin so neugierig, da bin ich so gespannt.
Warum soll ich davon denn noch nichts kapiern?
Könn’ wir ja probiern - will ich diskutiern...
Was ich da höre, ist mir nicht bekannt.
Ich sperr die Ohren auf und lausche wie gebannt.
Um das zu begreifen, bin ich schlau genug -
warum soll ich gehn - das ist doch Betruhuhuhug.
Achtung! Red leise, weil uns einer lauscht.
Wenn der das weitersagt, dann wird das aufgebauscht.
Was wir hier bereden, geht den doch nichts an -
wieso kommt der dann so nah an uns rahahahan. > 2 x
Irgendwo
D/0 Eà d
Irgendwo spieln Kinder auf der Straße,
GD
laufen Rollschuh oder fahren mit dem
Rad,
GD
spieln im Sand oder sie springen in die Pfützen,
f#h
und am Abend komm’ sie sauber aus dem Bad,
GeA
haben Fernlenkautos, Gameboys, Walky-Talky,
GAD
warn im Urlaub in den Bergen und am Meer,
GAD
gehn zur Schule, ham zu Haus ein eig’nes Zimmer,
f#h
haben viel, vielleicht genug, doch wollen mehr.
GeA
Wie wenig ist nichts? Wieviel ist viel?
GD GD
Manche haben alles - manche nur ein
Ziel:
GeGA
Überleben, erst mal überleben -
GADGAD
ob am Ganges, Amazonas oder Nil...
GAD
Irgendwo spieln Kinder in der Gasse,
zwischen Trümmern, zwischen Scherben
und Gestank,
stehn im Müll, durchwühlen Abfall mit den Händen,
haben Hunger, haben
Durst und sind auch krank.
Suchen Reste aus Hotels, von reichen Leuten,
sammeln Flaschen, leere Dosen,
Leder, Holz,
Schule kenn’ sie nicht, und auch kein eig’nes Zimmer,
haben wenig,
vielleicht nichts, doch haben Stolz.
Irgendwo spieln Kinder miteinander,
lachen, rennen, toben sich gut aus.
Sie komm’ aus Üsküdar, Sibiu, Banja Luka,
kenn’ inzwischen auch in
Nippes sich gut aus.
Haben Eltern, Brüder, Schwestern und auch Freunde,
ham Erinnerungen,
Träume, Sorgen, Angst.
Wenn Du kommst und sie was fragst, mit ihnen spieln willst,
werden sie nicht gleich verstehn, was Du verlangst...
Wie wenig ist nichts? Wieviel ist viel?
Manche haben alles, manche nur ein
Ziel:
Überleben, erst mal überleben,
ob am Ganges, Amazonas,
ob am Bosporus, in Bosnien,
in Köln-Nippes oder -Niehl.