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"Nicht
als Eigentum"
eigen(artig)e
Lieder mit Halbwertzeit
1
(Ich hab dich) nicht als Eigentum -
Du bist min, ich bin din: des solt du gewis sin. Du bist beslozzen in
minem herzen: verloren ist daz sluzzelin: du muost och immer darinne sin“.
Die dusseligen Besitzansprüche sind die Ursache für beziehungstötende
Eifersucht... geschrieben 1978
2
Hab doch noch Geduld -
Ein Lied aus den Zeiten, als es noch keine Handys gab, als Martina in Heidelberg studierte, später
in Stuttgart ihre Referendarzeit machte, während ich in Bonn beim ersten Anlauf
im Juraexamen scheiterte. 235 km auseinander, eine Wochenend- und
Semesterferienbeziehung, die dazwischen mit Hilfe von Telefonzellen
gepflegt wurde, die ständig besetzt waren. Und war man schließlich dran,
ging keiner dran... Über vier Jahre haben wir eine
Wochenend-Beziehung gehabt und uns diese immer wieder durch Unterbrechungen der
Trennungszeiten (jede Möglichkeit nutzend, die sich "dazwischen ergab)
erträglich gestaltet. Es hat funktioniert. Gleichwohl ist so eine Beziehung auf
Entfernung nicht leicht - und davon handelt dieses Lied. Geschrieben 1977
im Stil zahlreicher Liebeslieder von Tom Paxton,
3
Allein mit meinen Träumen -
noch so ein sentimentales Gesäusel für die einsame Bettkante...
geschrieben Mitte der achtziger Jahre
4
Oh Mann -
eine Art „Anti-Respektsbezeugung“ gegenüber denjenigen, die bei den
anonymen Alkoholikern am besten aufgehoben wären – oder in einer
Trinkerheilanstalt. Und wenn sie dann noch im Suff zur Gewalttätigkeit
neigen, ist eh alles zu spät... geschrieben 1982
5
Es tut mir leid -
wenn der Kloß im Hals drückt und man sich entschuldigen möchte, aber
nicht kann, weil der Partner schläft... geschrieben Mitte der achtziger
Jahre
6
Mal reden -
Wenn
das Schweigen zur Ruhestörung wird, wenn Sprachlosigkeit längst zum Beziehungskiller geworden ist und keine
Chance mehr besteht, sich auszusprechen, weil man doch nur aneinander
vorbeiredet... wird es Zeit, dass man redet...
geschrieben 1979
7
Wohin der Weg auch führt -
Wunsch, Traum, Vision, Utopie, Trost, Appell, Versicherung,
Durchhalteparole in harten Zeiten einer langjährigen Beziehung auf
Entfernung; geschrieben 1978
8
Sprechstunde (zum Jahr des Kindes) -
die Vereinten Nationen haben Tage und Jahre definiert, die bestimmten
Themen zugeordnet sein sollen, in Hoffnung, diese könnten dann verstärkt
Aufmerksamkeit finden. 1979 war so, von den Vereinten Nationen verkündet,
„Das Jahr des Kindes“ - für mich der Anlass, das Problem „Gewalt
gegen Kinder“ in einer mir
möglichen Weise aufzugreifen... geschrieben 1979
9
Mach dir nichts vor -
unsere Kinder, die inzwischen erwachsen sind, haben wir beide adoptiert.
Sie wurden in Südkorea geboren und kamen als Säugling oder Kleinkind zu
uns nach Deutschland. Die von uns beobachtete Begeisterung, mit der unsere
Kinder - solange sie klein waren - von unseren Mitmenschen aufgenommen
wurden, steht in krassem Gegensatz zu menschenverachtenden,
fremdenfeindlichen Reaktionen, mit denen manche Zeitgenossen asylsuchenden
Flüchtlingen begegnen. Da man unseren Kindern - nun erwachsen - nicht auf
den ersten Blick ansehen kann, warum sie hier sind und nicht in Asien, ist
dieses Lied ein früher Versuch gewesen, sie auf mögliche Anfeindungen
vorzubereiten... Das Lied schrieb ich 1982 kurz nachdem unsere Tochter zu
uns kam und unser Sohn noch gar nicht auf der Welt war...
10
Gamino -
als Vorstandsmitglied bei „terre des hommes“ Deutschland hatte ich
drei Jahre lang Mitte der achtziger Jahre monatlich über die Verwendung
von Spendengeldern mitzuentscheiden. Dies hieß konkret: Welche
entwicklungspolitisch sinnvollen Projekte sollten gefördert werden. Zuvor
hatten wir schon einige Jahre in der Ludwigsburger Arbeitsgruppe von „terre
des hommes“ bei Aktionen mitgewirkt, die allein den Zweck hatten, die Öffentlichkeit
zu informieren und Spenden zu sammeln. In dieser Zeit entstand dieses Lied
über Slum-Kinder in Lateinamerikas Elendsvierteln, die sich ihren
Lebensunterhalt auf den Müllkippen der Metropolen erkämpfen und von den
Abfällen leben, die von den Reichen weggeworfen wurden. Geschrieben 1982
11
Epitaph für Phil Ochs -
ein Lied, das einem nicht aus dem Ärmel rutscht. Phil Ochs hat mich von
allen amerikanischen Singer/Songwritern am meisten beeindruckt, jedoch
nicht unbedingt beeinflusst. Seine Lieder, in denen er kompromisslos für
eine bessere Welt sang, hatten ihn - neben dem „Altlinken“ Pete Seeger
- zum wichtigsten jungen Sänger der Bürgerrechtsbewegung und
Vietnamkriegsgegner werden lassen. Dass er sich mit seiner fast besessenen
Suche nach künstlerischer Anerkennung und vor allem kommerziellen Erfolg
selbst überfordert hat, war sein tragisches Schicksal. Am Ende einer
langen Zeit voller Resignation, Depressionen und Selbstzweifeln nahm er
sich im Frühjahr 1976 im Alter von 36 Jahren das Leben. Das Lied schrieb
ich 1978.
12
Freunde, seid wach -
Ende der siebziger Jahre erregte die „Wehrsportgruppe Hoffmann“
Aufsehen, die im Raum Nürnberg in Tarnanzügen durch den Wald streifte
und für den Ernstfall exerzierte. Ihr „Führer“ war ein Krimineller,
ihr Waffenarsenal beträchtlich. Nachdem ich das Lied geschrieben hatte,
ereignete sich der Anschlag eines kriminellen Rechtsradikalen auf das Münchner
Oktoberfest, bei dem Besucher durch die Explosion der in einem Papierkorb
versteckten Bombe ums Leben kamen. Durch rechte Unionspolitiker, die gern
am rechtsradikalen Rand im Trüben fischen, verharmlosen ließ sich das
Geschehene nicht mehr... geschrieben 1979
13
Die Mutation -
es gab zwei Anregungen: eine Karikatur im Satireblatt „Pardon“, auf
der vor einem großen Käfig mit menschenähnlichen Riesenmäusen -
Aufschrift: Duckmäuse“ - ein Forscher dem anderen zum Zuchterfolg
gratulierte, bei dem der entscheidende Faktor die „richtige Politik“
gewesen sei...; die andere Anregung: ein Aufkleber, der Mitte der
siebziger Jahre von der Jungen Union verteilt wurde (ich hab ihn sogar
noch!). Darauf stand: „Sei keine Duckmaus! Aktive gegen Radikale im öffentlichen
Dienst“...; geschrieben 1976
14
Abrechnung -
ich habe 16 Semester Jura studiert. In der Endphase dieses Traumas
besuchte ich in Bonn eine Ausstellung mit Werken von Honoré Daumier, bei
der auch Juristenkarikaturen gezeigt wurden. Obwohl hundert Jahre zuvor
gezeichnet, sahen die Juristen immer noch so aus wie heute... Ich verließ
die Ausstellung relativ beschwingt - und um dieser Beschwingtheit Ausdruck
zu verleihen, hab ich als musikalisches Transportmittel für dieses Lied
einen Musettewalzer gewählt... geschrieben 1979
15
Harrisburg-Syndrom -
Zum Harrisburg-Synrom:
Als der Störfall im Atomkraftwerk "Three Mile
Island" bei Harrisburg in Pennsylvania/USA passierte (1978 oder 1979,
genaues Datum hab ich auch nicht; kann man vielleicht über das Internet
/ Spiegelarchiv herausbekommen), hatte kurz danach "Der Spiegel"
einen Artikel veröffentlicht, in dem er die Folgen für die Umgebung des
Kernkraftwerks Stade bei einem vergleichbaren Störfall durchgespielt hatte.
Auf einer Karte, die mich sehr beeindruckte, wurde um das
Kernkraftwerk Stade ein Kreis geschlagen, der so groß war wie das zur
Evakuierung vorgesehene Gebiet bei Harrisburg. Und siehe da: Ein großer
Teil von Hamburg lag innerhalb des Kreises. Nun fiel der Westen als
Fluchtrichtung aus, weil dort das Kernkraftwerk liegt. Der Osten war nicht
sonderlich geeignet, wegen der nahen innerdeutschen Grenze. Ich hab mir
einfach mal ein Szenario vorgestellt, wie so etwas ablaufen könnte und wie die
Gefahren- und Beschwichtigungsdurchsagen sich wohl anhören könnten. Als
Melodie habe ich eine Tonfolge genommen, die sich auf eine leichte
Abwandlung der Anfangsakkorde eines alten Sweet-Titels aus den siebziger
Jahren singen lässt. Der Sweet-Song heißt "Love Is Like Oxygen".
Das Kernkraftwerk Stade ist ja immer wieder in der Diskussion gewesen,
weil es als ältestes KKW zur Stilllegung
vorgesehen war. So lautete jedenfalls die Forderung der Grünen. Die
Betriebszeit sollte ja laut Kompromiss zwischen Regierung und
Kraftwerksbetreibern begrenzt sein. Geschrieben 1979
16
Katastropheneinsatzplan -
in einem Buch über Liedermacher aus der Schweiz fand ich im Kapitel über
Ernst (Ärnschd) Born aus Basel den Abdruck eines Einsatzplanes für den
Katastrophenfall im Kernforschungszentrum Karlsruhe-Leopoldshafen. Die
Aneinanderreihung von Ratschlägen, Empfehlungen und Anweisungen hab ich
nur geringfügig bearbeitet und dann gereimt, damit man es sich besser
merken kann, und dann vertont und zu einem Lied verarbeitet - quasi ein
„Überlebenslied“ für den Fall des Falles. Es ist wohl mein
bekanntestes Lied, das auch in die „Mundorgel“ aufgenommen wurde.
Geschrieben 1976
Man erinnere sich an Katastrophe von Tschernobyl. Der
ausgebrannte Reaktor, die Folgen dieses bislang größten Atomkraft-Unfalls sind
nicht nicht vergessen. Aber es besteht ja "kein Grund zur Aufregung, alle
Maßnahmen zur Beseitigung der Störung" sind immer schon im Gange...
Griffe und Erläuterungen zu diesem Text, der wohl von all meinen Lieder die
größte Verbreitung fand (viele, die ihn kennen, wissen nicht, dass er von mir
ist - man sieht's ihm ja auch nicht an...) finden sich hier.
Außerdem gibt es im Harrisburg-Syndrom eine
Ergänzung.
Der Katastropheneinsatzplan wird im Grunde bei jedem Störfall
wieder aktuell. Wer sich erinnert, was so an Warnungen nach der
Katastrophe von Tschernobyl zu hören war - ich hätte mitsingen können...
Und dann die Meldungen, wenn mal wieder irgendwo radioaktive Substanzen
entwichen sind. Immer gibt es keinen Grund zur Aufregung oder Sorge, weil alle
nötigen Maßnahmen längst ergriffen sind...
Im Kapitel über den
Basler Ernst Born in dem Buch über schweizer Liedermacher steht folgendes:
Wir geben nachstehend Auszüge aus dem bekannt gewordenen
"Besonderen Katastropheneinsatzplan" für das Kernforschungszentrum
Karlsruhe-Leopoldshafen wieder:
Im Kernforschungszentrum Karlsruhe in Leopoldshafen ist eine
Betriebsstörung eingetreten
Alle Maßnahmen zur Beseitigung der Störung und ihrer Folgen
sind bereits im Gange. Es besteht kein Grund zur Aufregung. Die Bevölkerung
der betroffenen Gemeinden wird gebeten, folgende Hinweise zu beachten:
1. Schließen Sie alle Türen, Fenster, Speicherluken und
sonstigen Öffnungen, um eine radioaktive Verunreinigung des Körpers, der
Kleidung und der Wohn- und Wirtschaftsräume zu vermeiden. Stellen Sie Be- und
Entlüftungsanlage ab. Gehen Sie vorerst nicht mehr ins Freie.
2. Wenn Sie im Freien waren, ziehen Sie sofort Ihre Kleidung
und Schuhe aus und legen Sie diese auf einen Vorplatz, den Balkon oder vor das
Haus. Reinigen Sie vorsorglich ihre unbedeckten Körperflächen, wie Gesicht
und Hände. Ziehen Sie nur Kleidung und Schuhe an, die Sie im Haus hatten.
3. Essen und trinken Sie möglichst vorerst nichts oder nur im
Haus verhandene Konserven in Dosen, Gläsern oder sonstigen staubdichten
Verpackungen oder Flaschengetränke. Vermeiden Sie vorerst den Genuß von
frisch geerntetem Obst und Gemüse, frisch gemolkener Milch und Frischwasser.
4. Schließen Sie Ihre Haustiere sofort in Wohnung oder Stall
ein. Verfüttern Sie nur im Haus, Scheune oder Stall gelagerte Futtermittel.
Spülen Sie vor der Tränke des Viehs die Tränkeimer oder die automatische Tränkanlage
gut mit Frischwasser durch. Verwenden Sie aber kein Oberflächenwasser aus
Regentonnen, Bächen oder Teichen.
5. Bleiben Sie ruhig und besonnen. Sie erhalten weitere
Informationen. Schalten Sie deswegen auch Ihr Rundfunkgerät ein.
17
Bauchschuss -
Die Meinungs-, Stimmung- und Panikmache der Springer-Presse, immer
vorneweg die Bild-Zeitung, ist ein Dauerärgernis hierzulande, denn es
wird in hässlicher Regelmäßigkeit aufgebauscht und vermengt, was so
eigentlich nicht zusammengehört, es werden Zusammenhänge konstruiert und
gnadenlos Leute medial durch Schlagzeilen an den Pranger gestellt, die im
Grund wehrlos sind. Dabei kann es dem Verlag nicht nur ums Geld gehen. Der
selbst erhobene Anspruch, als Anwalt der „kleinen Leute“ aufzutreten,
wird zur widerlichen Farce. Die im Lied aufgezählten Überschriften gab
es sinngemäß tatsächlich - ebenso wie die anschließenden,
relativierenden Klarstellungen, die die aufgebauschten Geschichten im
Grunde in Seifenblasen verwandelten, nicht mal mehr für einen Knall
tauglich... geschrieben 1976
18
Big Brother (1984) -
das Jahr 1984 war noch weit weg, als in Deutschland die Affäre um den
Atomwissenschaftler Klaus Traube hoch kochte, der ins Visier des
Verfassungsschutzes geraten war, weil er wohl jemanden kannte, der jemanden
kannte, der jemanden kannte, der verdächtig schien. Und damit war Traube
zum Sicherheitsrisiko geworden und war in seinem Job nicht mehr tragbar. Die
darüber Empörung bekundenden orthodoxen Linken in der Bundesrepublik
meinte ich an den Umgang der DDR-Staatssicherheit mit dem Regimegegner
Professor Robert Havemann erinnern zu müssen, einem Professor der
Naturwissenschaften, der sich vom aktiven kommunistischen Widerstandskämpfer
in der Nazizeit zum Dissidenten entwickelt hatte und deswegen in der DDR
Berufsverbot erhalten hatte. Beiden Personen ist dieses Lied gewidmet;
geschrieben 1977, und im April 2004 ein untauglicher, disharmonischer
Aktualisierungsversuch auf der Grundlage einer Idee des alten
Saitenwind-Mitstreiters Hans Fraeulin: "Big
Brother 2004"
19
Bekenntnis -
ist ein „Beamtenbekenntnis“ oder Bekenntnis eines Angestellten im öffentlichen
Dienst, der seine Verfassungstreue bekundet und jegliche Zweifel an seiner
Unterstützung der FdGO i.S.d.GG (freiheitlich demokratischen Grundordnung
im Sinne des Grundgesetzes) ausgeräumt sehen will. Man will ja schließlich
seinen Job behalten. Geschrieben 1977 in der hohen Phase der Anwendung des
sogenannten Radikalenerlasses, als es den daran interessierten Kreisen in
der Bundesrepublik gelungen war, Terrorismushysterie und Antikommunismus
miteinander zu verquirlen und man bestrebt war, jeden aus dem Staatsdienst
zu entfernen, der die Buchstaben DKP in die richtige Reihenfolge bringen
konnte...
20
Nichts ist ideal -
Ende der siebziger Jahre wurde als neues Jugendphänomen der Punk
registriert - musikalisch und modisch, gewürzt mit der „Null Bock“- und
„No future“-Mentalität. Kurz danach gab es in unserem Lande eine
interessante pop-musikalische Ergänzung, nämlich die „Neue Deutsche
Welle“, auf der bei überwiegend - aber nicht nur - belanglosen Texten die
Post abging, quasi im Vorgriff auf die später folgende deutsche Spaßgesellschaft.
Zwei Bands bereicherten damals die Szene, die sich die Namen „Nichts“
und „Ideal“ gegeben hatten. Dies brachte mich auf den Gedanken,
Verbindungen zwischen Welten zu knüpfen, die kaum Berührungspunkte hatten: Zum
einen die Weltsicht der Punks, die in der Formel "No Future" ihre
knappe Zusammenfassung fand, zum anderen die schnodderigen Antworten der
Vorläufer einer Spaßgesellschaft, die in der NDW ihre Vorläufer fand. Ich hab alles verrührt...ein a
capella-song, der nur mit Klatschen und Schenkelklopfen begleitet wird -
geschrieben 1982
Gesamtinhaltsverzeichnis
(plus Angabe der CD,
auf der das Lied zu finden ist,
Kinderlieder kursiv geschrieben)
A
Abhetzblues
(Du bist schuld, Der geklaute Gameboy,
Papa backt,
Aufräum', Diese 1)
Abrechnung
(Nicht als Eigentum,
Nichts ist ideal,
Diese 2)
Acht große Lieben
(Spuren, Diese 2)
Adventszeit
- Bastelzeit (Mama, mach Mam'lade)
Alle alle
da (Mama, mach Mam'lade)
Allein
mit meinen Träumen (Nicht
als Eigentum)
Alle
haben einen Weg (Ich bin groß)
Alleine
in der Stadt (Papa repariert)
Alle
Kinder draussen (Der geklaute Gameboy)
Alles
dabei (Weit und offen,
Gegenseitig geschenkt,
Diese 3)
Alles hat
seine Zeit (Draufgänger,
Gegenseitig
geschenkt,
Schicksalsglück, Diese 1)
Alle
Zeit (Bestes Stück)
Andres
Kind (Draufgänger, Mama, mach
Mam'lade,
Schicksalsglück)
Anneli
(Schicksalsglück)
Anziehlied
(Igitt, da drin sind Zwiebeln, Aufräum')
Aufgewacht (Spuren)
Aufräum’
(Du bist schuld, Papa repariert, Papa backt,
Aufräum')
Auf
Reisen (Stück des
Wegs, Sternschnuppen)
Aufstehn
Auf
Wiedersehn (Ich bin groß)
Aufzug
(Im Handumdrehn)
Ausgeliefert
(Ausgeliefert, Diese 1)
Aus,
over, roger (Unentdeckt)
Aussen vorbei (Spuren)
Ausstand
(So ist gut)
Ausziehen
(Ausgeliefert, Diese 4)
Autowäsche
(So ist gut)
B
Baby
Doll (Draufgänger, Igitt, da
drin sind Zwiebeln,
Papa backt)
Bäh (Ich bin
groß)
Bande Bande
(Papa repariert)
Bangelied
(Igitt, da drin sind Zwiebeln, Mach die Tür zu)
Bauchschuss
(Nicht als Eigentum)
Bauchweh
(Igitt, da drin sind Zwiebeln, Mach die Tür zu)
Bei
Gelegenheit - Wiedersehen reloaded
(Im Handumdrehn)
Bekenntnis
(Nicht als Eigentum)
Bestes
Stück (Bestes Stück)
Beweise (Unentdeckt)
Big Brother (Nicht
als Eigentum)
Big
Brother 2004 (neu) (Im
Handumdrehn)
Bilanz (Weit und offen)
Bis sie geht (Unentdeckt, Diese
2)
Bloß
keinen Schiss (Ich bin groß)
Blütenträume (auch
engl.) (Stück
des Wegs,
Gegenseitig
geschenkt)
Bonbonpapier
(Der geklaute Gameboy, Aufräum')
Brieffreundschaft
(Der geklaute Gameboy, Papa backt,
Mach die Tür zu)
C
Camping
(Papa repariert, Papa backt, Aufräum')
Camping-Disco
Computer
(Nix dagegen)
Cool
(So ist gut)
D
Das
merk ich mir (Papa repariert, Papa backt, Mach die
Tür zu)
Das
peinliche Lied (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Papa
backt, Aufräum')
Das
Phantom: Der Opa (Der geklaute Gameboy, Papa
backt, Aufräum', Im
Handumdrehn)
Das
Recht ein Mensch zu sein (Stück
des Wegs,
Nichts ist ideal,
Sternschnuppen)
Das
Recht ein Mensch zu sein - ergänzt
(Im Handumdrehn)
Das
war's (So ist gut)
Das
Weihnachtslicht (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Da war doch
was (Ich bin groß)
Denk
nun an dich (So gesehen)
Deine
Klamotten (Der geklaute Gameboy, Papa backt,
Aufräum', Im
Handumdrehn))
Der Abend
vorher (Ich bin groß)
Der
ewige Despot (So gesehen, Nichts
ist ideal)
Der
geklaute Gameboy (Der geklaute Gameboy,
Aufräum')
Der
Hexenmeister (Papa repariert, Aufräum')
Der
Junge ist tapfer (Papa repariert, Mach die Tür zu)
Der
Kalender (So ist gut)
Der
Kardinalsfehler (Bestes Stück)
Der Namenstag
(Ich bin groß)
Der
qualmende Karl (Papa repariert)
Der Ranzen
(Ich bin groß)
Der
Tropfen (Ausgeliefert)
Der
Verdacht (Bestes Stück)
Der
Zirkus (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Dicke Decke
(Bestes Stück)
Die
Eulen lauschen (Weit und offen)
Die
ist bekloppt 1 (Der geklaute Gameboy, Aufräum')
Die
ist bekloppt 2
Die
Krise kommt (Im
Handumdrehn)
Die
Lehrerin (Ich bin groß)
Die
Macht des Glaubens (Ausgeliefert,
Diese 3)
Die
Nacht durchwacht (Im Handumdrehn)
Die Schule
(Ich bin groß)
Die
Tage werden kürzer (Nix
dagegen)
Die
Tüte (Ich bin groß)
Doch
aufgepasst (Der geklaute Gameboy, Aufräum')
Domina (Spuren)
Draufgänger
(Draufgänger, Woher - wohin, Diese
1)
Drei alte Kisten (Nix
dagegen)
Drüber schlafen (Du bist schuld)
Du
alte Schule (Mama, mach Mam'lade)
Du
bist schuld (Du bist schuld,
Diese 1)
Du bist zu allem fähig (So
gesehen, Nichts ist ideal)
Du könntest meine Tochter sein (Draufgänger,
Woher - wohin, Diese
3)
Du nicht bei mir (Weit
und offen, Gegenseitig
geschenkt, Diese 3)
Durch den Wind (Draufgänger)
Durchsicht
meiner Konten (So
gesehen)
Dutzendgesicht (Unentdeckt, Diese
4)
E
Eile
mit Weile (So ist gut)
Ein Blick (Draufgänger,
Gegenseitig geschenkt, Diese 4)
Ein
Glas Saft (Papa repariert, Papa backt, Mach die Tür
zu)
Eismann (Mama, mach Mam'lade)
Epitaph
für John Pearse (So ist gut)
Epitaph
für Phil Ochs (auch in engl.)
(Nicht als
Eigentum,
Nichts ist ideal, Sternschnuppen,
Diese 3)
Epitaph
für Rudi Dutschke (Stück
des Wegs, Nichts
ist ideal)
Er tanzt (Unentdeckt, Diese 1)
Es
ist wie’s ist (Du bist schuld, Mama, mach Mam'lade,
Papa backt, Aufräum')
Es tut mir leid
(Nicht als Eigentum)
Etikette (Unentdeckt)
F
Fahrrad
fahrn (Papa repariert)
Falschgeld
(So ist gut)
Fang
an (Weit und offen)
Fassade
Fast dreißig
Jahre (Ausgeliefert)
Fit
oder fett (Stück
des Wegs)
Flieg
(Ausgeliefert, Diese 2)
Forschung (Du
bist schuld)
Fragen
Fragen Fragen (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Papa
backt)
Freiheit
(Du bist schuld)
Frei
sein (Draufgänger)
Freispruch
(Ausgeliefert)
Frei
wie der Wind (Im Handumdrehn)
Fremde Augen (Nix
dagegen)
Freund aus Potsdam (Nix
dagegen)
Freunde, seid wach (Nicht als
Eigentum, Nichts ist
ideal,
Sternschnuppen, Diese 1)
Frieden (Stück
des Wegs, Nichts ist ideal,
Sternschnuppen, Diese
3)
Früher war alles besser (Draufgänger)
Frühstück
im Bett (Mama, mach Mam'lade)
Furcht
im Nacken (Nix dagegen)
G
Gamino
(Nicht als Eigentum,
Nichts ist ideal)
Gegenseitig geschenkt (Weit und
offen, Gegenseitig
geschenkt, Diese 2)
Geh
nicht auf den Wecker (Mama, mach Mam'lade)
Gelage
(Stück des Wegs)
Gelebter Traum (Unentdeckt)
Genieß (Spuren,
Diese 4)
Glaubwürdigkeitsmarsch (Nix
dagegen)
Grau in grau (Draufgänger)
Greif zu (Du bist schuld, Diese
4)
Gute
Besserung (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
H
Hab
doch noch Geduld (auch engl.)
(Nicht als
Eigentum, Gegenseitig geschenkt,
Sternschnuppen,
Diese 4)
Halbes Leben (Unentdeckt)
Hallo Kam'raden (So
gesehen)
Harrisburg-Syndrom (Störfall
in Stade) (Nicht als
Eigentum,
Sternschnuppen)
Haufen Schrott (Bestes Stück)
He,
Baby
Heinz,
der Elefant (Ich bin groß)
Herzlichen
Glückwunsch (Ausgeliefert, Diese
4)
Heute
hab ich frei (Ich bin groß)
Heut
geht M.G. (Im Handumdrehn)
Heute,
liebe Leute (Ich bin groß)
Holz knistert (Ausgeliefert)
I
Ich
bin dran (Papa repariert)
Ich bin
ein Cowboy (Papa repariert)
Ich
bin ja so gespannt (Ich bin groß)
Ich
bin so blank (Der geklaute Gameboy, Aufräum')
Ich
bin stolz (So gesehen)
Ich
hätte und du würdest (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Ich
kam in Jeans (Draufgänger, Woher
- wohin, Diese 3)
Ich kann auch anders (Weit
und offen, Woher - wohin,
Diese 2)
Ich
kann noch mehr (Papa repariert)
Ich
kenn den Weg zu dir (So gesehen)
Ich
mag das nicht (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Papa
backt, Aufräum')
Ich
muss (So gesehen)
Ich
spür dich bei mir (Stück des
Wegs, Gegenseitig
geschenkt)
Idioten
(Der geklaute Gameboy)
Im
Handumdrehn (Im Handumdrehn)
Immer
hab ich dich dabei (So
gesehen)
Im
Mäppchen ist so viel (Ich bin groß)
Immer Augen
auf (Ich bin groß)
Immer
locker
Im
Zoo (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Papa backt,
Aufräum')
In der Nacht (Du bist
schuld)
Intensiv
(Spuren, Diese 1)
Intrigantenstadl
(Bestes Stück)
Irgendwo
(Der geklaute Gameboy, Mach die Tür zu)
Is egal
(Mama, mach Mam'lade, Im Handumdrehn)
Ist
vorbei, ich bin groß (Ich bin groß)
J
Ja
du, dann dann
Jammerschade
(Weit und offen, Nichts ist ideal)
Jannik
(Schicksalsglück)
Ja,
wenn das so ist (So gesehen,
Nichts ist ideal)
Jeder kennt einen (Weit und
offen, Nichts ist ideal,
Diese 4)
Jederzeit (Unentdeckt)
Journalisten
(Stück des Wegs, Nichts ist ideal,
Setzt
euch zu mir, Diese 2)
Jugendherberge
(Papa repariert)
Jugendlich
(Spuren, Diese 2)
Jusotod
(Nix dagegen)
K
Kalt
(Draufgänger)
Kann
man das kleben (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Mach
die Tür zu)
Kann
nicht schlafen (Papa repariert, Papa backt, Mach
die Tür zu)
Kann
nur besser sein (So gesehen,
Woher - wohin,
Diese 3)
Karl der Steife (Nix dagegen)
Kasimir,
das Nachtgespenst (Papa repariert)
Katastropheneinsatzplan
(Nicht als Eigentum, Nichts
ist ideal,
Sternschnuppen, Diese 2)
Kinderarzt
(Igitt, da drin sind Zwiebeln, Aufräum')
Kinderklau (Ausgeliefert)
Kindertag (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Klare
Ansage (Spuren)
Klassenfest
(Mama, mach Mam'lade)
Kleiner Engel
(Draufgänger, Ich bin groß, Papa backt,
Mach die Tür zu,
Schicksalsglück, Diese 2)
Kleiner
Wirbelwind (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Knallkopp
Knibbelei (So
gesehen, Papa repariert, Papa backt,
Diese 3)
Knötterich
(Ich bin groß)
Kohlroulade
(Ausgeliefert)
Komm
doch mal rüber (Im Handumdrehn)
Komm in meine Arme (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Papa
backt)
Komm
mit in den Park (auch engl.)
(So gesehen,
Gegenseitig geschenkt,
Diese 2)
Komm' se raus
(Stück des Wegs, Sternschnuppen)
Komm
spielen
Kopf
hoch (Draufgänger)
Krähenfüße (Draufgänger,
Gegenseitig geschenkt,
Diese 1)
Krank
(Igitt, da drin sind Zwiebeln, Mach die Tür zu)
Krieg
der Knöpfe (Stück des Wegs)
Krölle-Bölle
(Igitt, da drin sind Zwiebeln, Papa backt,
Aufräum')
Kuck
doch mal her (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Kurzinfo
(Du bist schuld)
Kussräuber
L
Langweilig
(Du bist schuld, Mama, mach Mam'lade,
Papa backt, Mach
die Tür zu, Diese 4)
Lang
ist her (Bestes Stück)
Lätzchen-Schätzchen
(Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Lass dich fallen (Spuren)
Lass
mich dir erklären (Stück des
Wegs)
Lass
mich lesen (Der geklaute Gameboy, Papa backt,
Mach die Tür zu)
Lass
sie nur (So gesehen, Nichts ist
ideal)
Leben (auch
engl.) (Stück des Wegs,
Woher - wohin,
Diese 3)
Leben lieben (Du bist schuld,
Diese 1)
Leben
mit dir (So ist gut)
Lebenslust (Weit und offen,
Nichts ist ideal)
Logik (Stück
des Wegs)
Lukis
Nuki (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
M
Mach
die Tür zu (Mama, mach Mam'lade, Mach die Tür
zu)
Mach dir
nichts vor (Nicht als Eigentum,
Schicksalsglück)
Mach was, Mama (Spuren,
Diese 1)
Mallied
(Ich bin groß)
Mal reden (Nicht
als Eigentum, Woher - wohin,
Sternschnuppen, Diese
3)
Mama,
mach Mam’lade (Mama, mach Mam'lade)
Manager
von Jennifer (Weit und offen)
Mein
Bett (Mama, mach Mam'lade, Mach die Tür zu)
Meine
Mode
Meisterschaft
(Unentdeckt)
Melanie
(Ausgeliefert, Diese 1)
Mich traf ein Licht (So gesehen,
Gegenseitig
geschenkt)
Midlifekrise (Stück
des Wegs, Woher - wohin,
Sternschnuppen, Setzt
euch zu mir, Diese 2)
Mordsgelüste
(Bestes Stück)
Museum (Du
bist schuld, Diese 4)
Mutation (Nicht als Eigentum,
Nichts ist ideal,
Sternschnuppen)
N
Nasenlöcher
sehen nichts (Ich bin groß)
Nasenwuchs
(So ist gut)
Neuanfang
(Nix dagegen)
Neubeginn
Neustart
(Im Handumdrehn)
Nicht
als Eigentum (Nicht als Eigentum,
Gegenseitig
geschenkt,
Sternschnuppen, Diese 2)
Nichts ist ideal (Nicht
als Eigentum, Nichts ist ideal)
Nichts
ist so toll (Ich bin groß)
Nichts
zu verliern (Unentdeckt)
Nie verkehrt (Du bist schuld)
Nikoläuse
(Ich bin groß)
Nix
dagegen (Nix dagegen)
Noch
frisch (Im Handumdrehn)
Noten
sind bloß Zahlen (Ich bin groß)
Nur
geklont (Ausgeliefert, Diese 2)
O
Oettinger
Klartext (Bestes Stück)
Oh Mann (Nicht als Eigentum,
Woher - wohin, Diese 4)
Ohne
Ende (Im Handumdrehn)
Ohne Gebiss (Stück
des Wegs, Diese 4)
Olle
Pollen (Papa repariert)
P
Packlied
(Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Papa backt (Weit und offen, Papa backt, Diese 1)
Papa-Rap
(Du bist schuld)
Papa
repariert (Papa repariert, Papa backt, Aufräum')
Party
(Spuren, Diese 1)
Passiert
ist passiert (Weit und offen,
Diese 3)
Paternoster (Draufgänger,
Nichts ist ideal)
Pazzilozzi-Kindergarten
(Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Pekinger
Frieden (So ist gut)
Photosession
(Weit und offen, Woher - wohin, Diese
3)
Plapperfrei
(Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Prima,
sind Ferien (Mama, mach Mam'lade)
Prinzesschen
hat geheiratet (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Pudding
mit Ketchup (Der geklaute Gameboy)
R
Radiotime
(Stück des Wegs)
Regen (Du bist schuld)
Reif (Weit
und offen, Woher - wohin, Diese 4)
Reste
(Der geklaute Gameboy)
Rezepte
(Unentdeckt)
Richtig
wichtig (Bestes Stück)
Rücken
zur Wand (Bestes Stück)
S
Schicksalsglück
(Unentdeckt)
Schlaflied
(Schlaf, mein Schatz) (Stück
des Wegs,
Woher - wohin,
Sternschnuppen, Diese 3)
Schlaflied
(Brav, dreh dich) (Igitt, da drin sind Zwiebeln,
Papa backt, Mach die
Tür zu)
Schlot (Papa
repariert)
Schlotterhosenknabe
(So ist gut)
Schneemann
(Draufgänger, Mama, mach Mam'lade,
Mach die Tür zu)
Schnurr,
Miezi, schnurr (Mama, mach Mam'lade, Mach
die Tür zu)
Schöner
Döner (Ausgeliefert)
Schon
wieder (Nix dagegen),
Schon
wieder frei (Du bist schuld, Mama, mach
Mam'lade)
Sechzehn
Nationen (Nix dagegen)
Sei still (Stück
des Wegs, Nichts ist ideal, Diese 4)
Sie in ihr (Spuren)
Sie lacht (Unentdeckt,
Diese 1)
Sie
schläft nicht gut (Bestes Stück)
So gesehen (So gesehen, Woher -
wohin, Diese 1)
So gut (Spuren)
So
ist gut (So ist gut)
So kann's gehn
(Unentdeckt)
So nah dran (Spuren,
Diese 4)
So’n
Pech für mich (Der geklaute Gameboy, Aufräum')
Sonst
nix (So gesehen, Nichts ist
ideal, Diese 4)
Sozialistengesetz (Nix dagegen)
Spekulantensong (Nix dagegen)
Spick
mich (So ist gut)
Spiel
dein Spiel (Ausgeliefert)
Sprechstunde (zum
"Jahr des Kindes") (Nicht als
Eigentum, Sternschnuppen,
Diese 4)
Spurensuche (Spuren,
Diese 2)
Spur zum Glück
(So gesehen, Woher - wohin, Diese 2)
Sternschnuppen
(Stück des Wegs, Woher - wohin,
Sternschnuppen, Mach die Tür
zu, Diese 1)
Stimme
im Ohr (So ist gut)
Stimme seines Herrn (So
gesehen, Nichts ist ideal)
Stück des
Wegs (auch engl.)
(Stück des Wegs,
Gegenseitig geschenkt,
Sternschnuppen, Setzt
euch zu mir, Diese 1)
Suchen
- Finden (Ausgeliefert)
Susanne
steigt aus (Bestes Stück)
T
Taschenlampe
im Bett (Papa repariert)
Träne
im Auge (auch engl.)
(Stück des Wegs, Gegenseitig
geschenkt, Diese 4)
Traumlied
(Ich bin groß)
Trotzige
Alte (Stück des Wegs, Nichts ist
ideal,
Sternschnuppen, Diese 4)
Tschuldigung (Spuren)
T-Shirt (Draufgänger,
Woher - wohin, Diese 1)
Tun als ob
(Ich bin groß)
Tut mir
leid (Der geklaute Gameboy)
U
U-Bahn
fahrn (Ich bin groß)
Überheblich
(Unentdeckt)
Unentdeckt (Unentdeckt, Diese 2)
V
Verklappt
(Ausgeliefert, Diese 3)
Vergessen
(Bestes Stück)
Verwirrung
(Im Handumdrehn)
Vielleicht
ist ja so (Im Handumdrehn)
Voll
dabei (So gesehen)
Vorbei (Spuren,
Diese 4)
Vorfreude (Du bist schuld)
W
Wachtraum
(Spuren)
Warnung (Du bist schuld)
Warum
beeilen (Der geklaute Gameboy)
Was
ich erzählen will (Ich bin groß)
Was ihr wisst
(Ich bin groß)
Was
ist wahr (Draufgänger, Nichts
ist ideal, Diese 3)
Was mach ich da (So gesehen)
Was muss ich noch tun (Draufgänger,
Gegenseitig
geschenkt, Diese 2)
Was
weiß ich schon (So ist gut)
Was würd ich ohne dich tun (Weit
und offen,
Gegenseitig geschenkt, Diese 2)
Weit und offen
(Weit und offen, Gegenseitig
geschenkt, Diese 1)
Wem nützt es (Spuren)
Wenn der Vorhang fällt (Nix
dagegen)
Wenn ich gehn muss (Unentdeckt,
Diese 3)
Wer
kommt (Ich bin groß, Papa backt)
Wie
geschmiert (Unentdeckt, Diese 3)
Wieso frag ich dich (Weit und
offen, Woher - wohin, Diese 3)
Will
aber (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Papa backt)
Woher,
wohin (Weit und offen, Woher -
wohin, Diese 3)
Wohin der Weg auch führt (Nicht
als Eigentum,
Gegenseitig geschenkt,
Sternschnuppen)
Womit hab ich das verdient (Du
bist schuld)
Woran
denkst du (Bestes Stück)
Wunder (Spuren,
Diese 2)
Wut so doll (Der geklaute Gameboy)
Z
Zähl
mal mit (Nix dagegen)
Zahnspange
(Mama, mach Mam'lade, Aufräum')
Zielsuche
(Im Handumdrehn)
Zu
anderer Zeit (Draufgänger)
Zuhörer
(Der geklaute Gameboy)
Unvertonte
Gedichte
Ausgewogenheit
Denkmal
Die Lichter an Weihnachten
nach Senta Schads Abschied
Fettich
HDH (für Hanns Dieter Hüsch)
Nachlass
Traditionspflege
Trost ?
Wenn
Zum Trotz
Gedichte
und Texte zum Jahresende
Das
Jahr geht rum 1989
Einheitsweihnachten 1990
Weiße Weihnacht in weißen Westen (Dialog)1994
Von Nix kommt nix (Reportage)1995
Die Lichter an Weihnachten 1998
Zehn Minuten Gedicht 2001
Schon wieder Zeit 2002
Frohe Weihnacht wieder mal 2003
Weihnachtsstimmung 2004
Gedichte
über den Weihnachtsmann
Jobsharing
Weihnachtsmann & Osterhase 1991
Der Weihnachtsmann auf Tour in Kur 1992
Der Weihnachtsmann Präsidentschaftskandidat
(Der
Kandidat - gescheit gescheitert) 1993
Glaubst du an den Weihnachtsmann? 1996
Weihnachtsstreik 1997
Weihnachtsmann ohne Dichtlust 1998
Das Weihnachtslicht 1999
Weihnachtsmann mit Frust 2000
Gerd
Schinkel
singt auf deutsch eigene Lieder
CDs
für Erwachsene:
Es gibt CDs mit Liedern
für Erwachsene in quasi chronologischer Zusammenstellung (drei
vorwiegend aus dem vorigen Jahrtausend), eine CD mit meinen besten
Liedern aus dem vorigen Jahrtausend und - als besondere
Zusammenstellung - einen Viererpack mit meinen besten Liedern.
0
- "Nix dagegen" -
eigen(sinnig)e Lieder
1
- „Nicht
als Eigentum" - eigen(artig)e Lieder
2
- „Stück
des Wegs" - eigen(willig)e Lieder
3
- „So
gesehen" - eigen(mächtig)e Lieder
4
- „Weit
und offen“
- eigen(ständig)e Lieder
5
- "Draufgänger" -
eigen(händig)e Lieder
6
- "Unentdeckt" - eigen(tümlich)e
Lieder
7
- "Du bist schuld"
- eigen(wüchsig)e Lieder
8
- "Spuren" - eigen(wertig)e
Lieder
9
- "Ausgeliefert" -
eigen(nützig)e Lieder
10
- "Bestes Stück" -
eigen(brötlerisch)e Lieder
11
- "So
ist gut" - eigen(verantwortlich)e Lieder
12
- "Im
Handumdrehn" eigen(süchtig)e Lieder
CDs in
besonderer Zusammenstellung:
die
besten eigenen
aus dem vorigen Jahrtausend :
-
"Sternschnuppen"
-
- "Schicksalsglück" -
CD mit 19 Liedern
zu meinem Buch :
„Bin
ich ihr ähnlich?"
- Adoptivtochter auf Spurensuche in Korea“ -
erschienen Dez. 2005 bei Books on Demand,
Norderstedt, ISBN 3-8334-33915-7, 260 S.,
14.90 €
Buch ist im Handel und bei mir erhältlich, CD nur bei mir
- "DIE BOX: gnadenlos
anachronistisch - aber nicht hoffnungslos" enthält meine
mutmaßlich besten Lieder:
- DIESE (1)
- AUCH DIESE (2)
- AUCH NOCH DIESE (3)
- WOHL AUCH NOCH DIESE
(4)
"- "1-fach"
Beispielsweisen
vorzugsweise auszugsweise
- "4-fach"
Beispielsweisen
vorzugsweise scheibchenweise
als
4er Box angelegt, aber auch jede CD einzeln
( erschienen 2003, thematisch sortiert mit meinen bis
dahin geschriebenen besten Liedern):
-
„Gegenseitig
geschenkt“
„Beziehungsweisen“
schönste Liebeslieder
-
„Woher
– wohin“ –
„Betrachtungsweisen“
beste Lebenslieder
-
„Nichts
ist ideal“ –
„Sichtweisen“
trotzigste Trotzlieder
-
„Papa
backt“ –
„Singweisen“
aus der Kinderwelt
Es
gibt fünf CDs mit eigenen Liedern für Kindern in
altersentsprechender Zusammenstellung sowie zwei CDs mit den besten
Kinderliedern (einmal laut, einmal leise):
CDs
für Kinder:
- "Igitt!
Da drin sind Zwiebeln" - für
Vorschulkinder
- "Ich bin groß" -
zur Einschulung
- "Papa repariert" -
für "frische" Grundschulkinder
- "Der geklaute
Gameboy" - für
erfahrene Grundschulkinder
- "Mama, mach
Mam'lade" - für
große Grundschulkinder
sowie
als "beste" Kinderlieder:
- "Aufräum'"
(laut genug)
- "Mach die Tür
zu" (leise)
|

Gerd
Schinkel
singt auf deutsch eigene Lieder
|
„Nicht
als Eigentum"
- eigen(artig)e Lieder
(Ich
hab’ Dich) nicht als Eigentum für M. S.
Ich
weiß, ich hab dich nicht gekauft.
Du bist dein eigner Mensch,
kannst tun und lassen, was du magst,
ganz wie es dir gefällt.
Ich
hab dich nicht als Eigentum.
Du bist viel mehr für mich.
Kein Schmuckstück, das ich bei mir trag’ –
vielmehr Juwel in eig’ner Hand.
Und
doch träum’ ich davon, dass du mit mir,
nur mit mir glücklich bist,
dass du bei mir, wie ich bei dir,
was uns belasten kann, vergisst.
Die
Kette, die sich um uns zieht –
so wie es andere sehn -
hat keine Glieder und kein Schloss,
und sie ist unsichtbar für uns.
Von
Zwang kann keine Rede sein.
Der bleibt uns beiden fremd.
Das Glück braucht Atem, soll es blüh’n –
wir haben Luft und atmen frei.
Ich
sag dir dies nicht, weil ich denk’,
dass du was anderes suchst.
Ich weiß, du willst nicht weg von mir –
dafür ist es mit uns zu schön.
Doch
das ist nur der Augenblick.
So vieles kann gescheh’n,
woran zu denken keiner wagt.
Leider geht „heute“ schnell vorbei.
Das
klappt mit uns, wer weiß, wie lang.
Ich hoff’, es hört nie auf,
denn Glück macht süchtig mit der Zeit,
und ein Entzug kann lähmend sein.
Mir
vorstell’n, dass es anders wird,
das kann und mag ich nicht.
Doch gibt es keine Garantie:
Die Zeit vergeht und bleibt nicht steh’n.
1978
Hab’
doch noch Geduld
Du
magst dich fragen, was du von mir hast;
bin ich weit von dir entfernt, lass’ dich allein.
Für dich wird jede Einsamkeit zur Last,
und du möchtest in den leeren Zimmern schrei’n.
Was
ich nur sagen kann,
das ist: Hab’ doch noch Geduld.
Die Zeit geht auch vorbei.
Du
magst dich fragen, wo ich gerade bin,
wenn du anrufst, und dein Ruf bleibt ungehört.
Du zweifelst bald an deiner Liebe Sinn,
und du spürst, dass dieser Zweifel dich zerstört.
Was
ich nur sagen kann,
das ist: Hab’ doch noch Geduld.
Wir laufen uns nicht weg.
Du
magst dich fragen, was ich für dich fühl’,
weil ich leben kann, wenn du nicht bei mir bist.
Glaub mir, es ist für mich kein Kinderspiel,
weil es ohne dich viel leerer für mich ist.
Was
ich mir sagen kann,
das ist: Hab’ doch noch Geduld –
nur: Das ist gar nicht leicht.
Du
magst dich fragen, wie es weiter geht,
denn die Zukunft liegt im Nebel, trüb’ und grau.
Doch dann, wenn jeder zu dem andern steht,
mag der Wind von vorne stoßen, wild und rau,
denn
beide wissen wir,
wofür jede Qual sich lohnt –
sie hält nicht lange an.
1976
Allein
mit meinen Träumen
e/0
Steht
nicht die Uhr?
eh
Zeiger, die sich nicht mehr dreh’n?
ee7h
Die Nacht ist längst noch nicht vorbei.
CG
War’s nicht schon vorhin halb drei?
FH7
Allein
mit meinen Träumen –
sie handeln nur von dir.
Sie dreh’n sich nur um dich.
Wird’s
nicht schon hell?
Scheint da nicht ein frühes Licht?
Ein blasser Schimmer färbt die Nacht.
Ich hab’ sie ohne dich durchwacht.
Regen
auf Glas –
der Wind schiebt Tropfen vor sich her.
Warum holt er dich nicht zu mir?
Warum bringt er mich nicht zu dir?
Laut
hochgeschreckt,
unsanft aus schwerem Schlaf geweckt -
gerädert, ohne inn’re Ruh’.
Sag, wo bin ich? Sag, wo bist du?
1992
Oh
Mann
Ich
häng überm Tresen und stier vor mich hin.
Ich kann nur noch lallen, denn mehr ist nicht drin.
Wenn ich mich beweg, greif ich nur nach meinem Glas.
Mechanisch trink ich aus - auf meinen Durst, da ist Verlass...
Die
Striche auf dem Deckel zeigen jedem, der’s nicht weiß:
Ich kann allerhand vertragen - jeden Abend ein Beweis.
Keiner reicht mir da das Wasser - alle sauf ich untern Tisch,
und wenn andere schon kotzen, bin ich immer noch top-frisch...
Oh
Mann - bin ich stark. 2
x Wie ich mir imponier’.
Ich
bin völlig ohne Absicht und such gar nicht nach ‘nem Rausch. Nebenbei nur ein
paar Gläschen, geb’ den Frust dafür zum Tausch.
Und vernünftig bin ich auch: Komm zu Fuß und mit der Bahn.
Später kann mich meine Frau ja mit dem Wagen heimwärts fahr’n...
Wenn
ich ‘n paar gekippt hab, fühl ich mich so richtig wohl.
Der
Alltag ist verflogen und der Magen nicht mehr hohl.
Ich trink noch ein paar mehr, bevor ich meine Zeche zahl’.
Den Deckel werf’ ich weg, weil ich mit so was ja nicht prahl’ ...
Mechanisch
steh ich auf, nehm’ was mir gehört und geh.
Ich fühl mich ganz okay, wenn ich so auf den Beinen steh.
Da reißt mein Film - und alles, was danach noch weiter läuft,
das hab ich lange vorher schon im Alkohol ersäuft...
Zu
Hause kommt die Frau mir quer - da lang ich kurz mal hin.
Die Alte soll parier’n, sie ist nicht meine Herrscherin.
Dann penn ich in Klamotten, werd am Morgen stinkend wach,
und an den Abend, da erinner’ ich mich nicht mal schwach....
Anfang
der 80er Jahre
Es
tut mir leid
e/0
Du,
sag, schläfst du schon?
ee7D
Du, kannst du mich noch hör’n?
ee7D
Ich liege hier und grüble nach.
ahC-h
Wir beide, unter einem Dach,
ahC-h
nach diesem Krach...
ahC’-D’
Es tut mir Leid...
e
Du,
sag, hörst du noch?
Du, schlaf’ doch noch nicht ein.
Will dir was sagen, weiß nicht wie.
Die rechten Worte find ich nie.
Das ist wie Lotterie...
Es tut mir Leid...
Du,
bitte glaub’ mir doch.
Du, sag’ mir nur ein Wort.
Mir scheint, da draußen wird’s schon hell.
Warum geht diese Nacht so schnell?
Warum so schnell?
Es tut mir Leid.
Du,
du, sag’ doch was.
Du, sag’ mir, was du denkst.
Kannst du auch diese Mauer spür’n,
so kalt im Weg und ohne Tür’n...
Will dich berühr’n...
Es tut mir Leid...
Anfang
80er Jahre
Mal
reden
d/0 DDD
Lass
uns doch mal reden - einmal.
dC
Du weißt schon weswegen - einmal.
dC
Was du grade machst,
dC
ist doch egal, lass es mal steh’n.
dC
So kann es doch wirklich
dC
nicht weitergeh’n...
d
Wir
sehn uns noch beim Frühstück - manchmal,
schlafen noch zusammen - manchmal.
Das kann doch nicht alles sein.
Du, da fehlt doch mehr.
Irgendwie fühl’ ich mich
unendlich leer...
Wir
waren beide glücklich und frei,
fühlten uns geborgen und frei.
Dass es heute anders ist,
will keiner von uns seh’n.
Wir reden uns nur ein,
dass wir uns versteh’n...
Das
Lügen von Gefühlen tut weh.
Gellend lautes Schweigen tut weh.
Die Blicke geh’n ins Leere –
wir seh’n uns schon nicht mehr.
Doch uns nicht mehr zu quälen,
das fällt uns schwer.
Was
hat sich so verändert bei uns?
Da war doch Empfindung bei uns.
Sind wir heute abgestumpft?
Ist für uns nichts mehr drin?
Hat es mit uns beiden
noch einen Sinn?
Lass
uns doch mal reden, einmal.
1978
Wohin
der Weg auch führt
Wenn
mich der Tagesärger plagt,
mir jeder seine Sorgen klagt,
doch keiner nach den meinen fragt –
dann bist du da - hab ich dich auch nicht hier.
Bin
ich kaputt vom Tageslauf,
haut mir noch jeder einen drauf,
dass ich am Abend nur noch sauf’ –
denk ich an dich - und hab’ dich dann bei mir.
Dann
weiß ich, dass es weiter geht,
wohin der Weg auch führt.
Mit dir ist es für nichts zu spät.
Das hab ich jedes mal,
wenn ich verzweifelt war, gespürt.
Wenn
du im Zorn dich bald vergisst,
der Willkür ausgeliefert bist,
die so an deinen Nerven frisst,
dann bin ich da, bin ich auch weit von dir.
Denkst
du verschreckt: Es geht nicht mehr.
Schafft dich der Tageskram so sehr,
wird dir darum das Ausharr’n schwer,
dann hast du mich, denn ich steh doch zu dir.
Dann
merkst du, dass es weiter geht,
wohin der Weg auch führt.
Es ist doch noch für nichts zu spät.
Das haben wir doch stets,
wenn es mal schwierig war, gespürt.
Wenn
uns das Bürokratenpack,
so selbstgerecht im Schmierenlack,
verschaukeln will, wie Vieh im Sack,
dann bleibt uns eins, was uns’re Kräfte stärkt.
Wenn
einem von uns Übles droht:
Berufsversetzung und -verbot,
wirft uns das beinah aus dem Lot,
dann bleibt uns doch, was jeder von uns merkt:
Wir
wissen, dass es weitergeht,
wohin der Weg auch führt.
Gemeinsam ist es nicht zu spät.
Das haben wir doch stets,
wenn es mal schwierig war, gespürt.
Wir
haben uns, und leben noch,
all dem zum Trotze, nicht im Loch.
Wir denken - und wir atmen doch.
Wär’s leichter zwar, nur mit im Strom zu zieh’n.
Und
unsre Kraft, die schwindet nicht.
Wird dunkler manchmal auch das Licht -
seh’ ich voll Liebe dein Gesicht:
Wenn überhaupt, will ich nur mit dir flieh’n,
weil
es doch immer weiter geht,
wohin der Weg auch führt.
Es ist für uns doch nie zu spät,
wenn wir zusammensteh’n –
das haben wir doch oft gespürt.
1978
Sprechstunde
(zum Jahr des Kindes)
Im
Wartezimmer viele Stühle.
Am Fenster steht ein Gummibaum.
Sterile Bilder an den Wänden.
Darum bleibt es auch kalt im Raum.
Die
Tür geht auf. Es wird gerufen.
Sie stehen auf und geht hinein.
Da steht der Mann im weißen Kittel.
Und der blickt furchtbar freundlich drein.
Sieht
er die blauen Flecken,
die Wunden und die Narben?
Verstörte Kinderaugen,
die nichts vom Leben haben, fleh’n...
„Geprellt
beim Stürzen“, sagt die Mutter.
Zeigt auf die Beulen, wund und dick.
Den Stoß auf dunkler Kellertreppe
verschweigt, verbirgt sie mit Geschick.
„Die
Kleine kuckt nie, wo sie langgeht...“
so sagt die Mutter ungerührt.
Die Kleine duckt sich, blickt zu Boden,
hat doch schon manchen Stoß gespürt...
Dann
wird mit Salbe und mit Pflaster,
mit Mull und Jod noch mal geflickt.
Trotz Kabelstriemen auf dem Rücken
das Opfer hilflos heimgeschickt,
der
Qual zu Hause ausgeliefert,
weil nicht erwünscht und so verhasst.
Es hatte für den Sprung ins Leben
den rechten Augenblick verpasst...
1979
Mach Dir nichts vor
Wenn sie dich streicheln, begrabbeln, betätscheln -
mach dir nichts vor, Kind: Das ist nur auf Zeit.
Sie werden dich bald schon nicht mehr so verhätscheln.
Und bis es so wird, ist es gar nicht mehr weit.
Wenn sie dich hänseln, verspotten, verhöhnen –
mach dir nichts vor, Kind: Das ist so gemeint!
Du darfst nicht erschrecken, musst dich dran gewöhnen,
auch wenn es dir manchmal unmöglich scheint.
Du bist wie im Laufstall von Gittern umgeben -
mach dir nichts vor, Kind, wenn’s mal anders scheint.
Überall stehst du zunächst mal daneben -
Du musst damit leben: Es ist so gemeint.
Du wirst stets allein sein - so wird es dir gehen.
Mach dir nichts vor, Kind, so ist es nun mal.
Du bist eben anders - du wirst es schon sehen.
Hab ein dickes Fell, Kind - du hast keine Wahl.
Zeig Selbstbewusstsein! Du kannst viel ertragen.
Erkämpf dir die Stärke, Kind - dann hast du Kraft.
Verlier’ keine Zeit, nach den Gründen zu fragen.
Dann kriegst du, was vor dir liegt, sicher geschafft.
Zeig Selbstbewusstsein! Du kannst viel ertragen.
Erkämpf dir die Stärke, Kind - dann hast du Kraft.
> Verlier’ keine
Zeit, nach den Gründen zu fragen.
Dann kriegst du, was vor dir liegt, sicher geschafft.
> 2 x
1983
Gamino
Wie
ein Dutzend Geschwister, mit Löchern im Bauch,
grad deshalb um den Nabel gebläht.
Ein paar Lumpen am Leib und die Haare verlaust –
ein Stück Mensch, nach dem kein Hahn je kräht.
Sucht
seinen Weg, sobald er laufen gelernt –
hat nirgends und überall Platz.
Was Heimat, was Heimweh, wenn er sich entfernt –
in der Gosse doch bloß Bodensatz...
Gamino,
Gamino –
du lernst das Überleben früh –
Flugsaat aus dem Barrio –
für die reiche Welt enfant perdu.
Hunger
macht listig, Hunger macht Mut,
Hunger - tagtäglich gespürt.
Mit dem Rücken zur Wand vor den Abgrund gestellt,
wird der Kampf auf der Straße geführt.
Volle
Taschen vor Augen, doch nichts in der Hand,
kein Ballast, der dich hindert und stört.
Langes Betteln verlernt - ein Zugriff genügt -
wer fragt danach, wem was gehört.
Gamino,
Gamino –
du weißt, was leere Taschen sind -
Flugsaat aus dem Barrio –
für die reiche Welt verlor’nes Kind.
Kennst
keine Liebe, kein Alphabet,
kennst nur das Leben im Dreck.
Jäger und Sammler, im Lauern geübt
und im Laufen - das hat für dich Zweck.
Im
Asphaltdschungel hast du dein Revier,
wo sich deine Beute bewegt.
Zigtausend auf Jagd, aussortiert so wie du,
kurzerhand in die Gosse gefegt...
1982
Epitaph
für Phil Ochs
Ein
Freund gab mir die Nachricht, die aus den Wolken fiel.
Er sprach von deiner Reise in endloses Exil.
Du hast die Grenze dicht gemacht, den Riegel vorgesperrt,
den Steg hinter dir durchgesägt. Hast du dich so gewehrt?
Wie
konnte das geschehen? Wer schuldet Rechenschaft?
Schweres war für dich Ansporn. Was ging über deine Kraft?
Wer hat die Stimme dir geraubt? Den Atem dir gekürzt?
Wer hat den Brunnen leergeschöpft? Den Felsen umgestürzt?
Sag,
was machst du nun, nach dem Tod?
Viel lässt du hinter dir.
Wir müssen damit leben, und wir
brauchten dich doch hier.
Ich
weiß nicht - kannte ich dich gut? Du hast mich nie geseh’n.
Erfahren hab ich viel von dir, sah dich oft vor mir steh’n.
Wenn ich eins deiner Lieder sang, dann stellte ich mir vor,
was würd’st du sagen, wärst du hier, und ich sänge sie dir vor.
Warum
hast du den Mut verlor’n? Ich hab mich oft gefragt.
Die Zukunft liegt in unsrer Hand. Du hast es selbst gesagt.
So viel ist faul auf dieser Welt, was um uns her passiert.
Doch gibt es nur Veränderung, wenn keiner resigniert.
Sag,
was machst du nun, nach dem Tod?
Viel lässt du hinter dir.
Wir müssen damit leben, und wir
brauchten dich doch hier.
1979
Freunde,
seid wach
Sie
sammeln sich wieder in Rotten,
unverwüstlich, hart gesotten
und schmieden da verwegene Pläne -
wo sie hobeln werden, da fallen Späne.
Die fielen schon millionenfach -
Freunde, seid wach!
Dumm
dreist erheben sie die Köpfe
und pflegen altgermanische Zöpfe.
Nostalgie mit faulem Dünger -
doch zieh’n sie damit frische Jünger.
Der braune Acker liegt nicht brach -
Freunde, seid wach!
Für
sie ist es alles erlogen,
die Geschichte verfälscht und verbogen.
Was im Hakenkreuzstaat einst geschehen,
sei nur als „völkische Großtat“ zu sehen.
Nein, sie sind noch lang nicht altersschwach -
Freunde, seid wach!
Sie
schwärmen stets von Zucht und Reinheit,
träumen von einer „großdeutschen Einheit“.
Sie gründen sich neue Parteien.
Man hört sie geifern, hört sie schreien
und Phrasen dreschen, hohl und flach -
Freunde, seid wach!
Sie
grinsen frech, wenn Häuser brennen,
wenn Menschen um ihr Leben rennen,
basteln Bomben unter Reichskriegsfahnen,
sind stärker längst, als wir es ahnen.
Heut schlagen sie schon wieder Krach!
Freunde, seid wach!
Sie
geben sich auch brav und bieder,
tun harmlos und klau’n unsere Lieder,
füll’n sie neu mit brauner Verirrung,
stiften mit Absicht Verwirrung,
gefährlicher als wir gedacht –
Freunde, gebt acht, Freude, erwacht.
Warum
sind Leute wieder Faschisten,
tauchen auf aus den vermoderten Kisten
aus den tausend verflossenen Jahren,
die nach zwölfen schon im Blut versoffen waren -
Da brennt schon wieder manches Dach -
Freunde, seid wach!!! Freunde seid wach!!
Ende
der 70er Jahre
Mutation
In
meiner Straße lebt ein Mann,
der wohnt im Nachbarhaus.
Weil er immer sehr beschäftigt tut,
geht er auch recht selten aus.
Neulich
sah ich ihn, nach langer Zeit –
er schien ein wenig bedrückt:
Seine Haut war voll dunkelgrauem Flaum,
und sein Gang war gebückt.
Mensch,
dachte ich mir, was ist dem passiert?
Womit hat er sich bloß eingeschmiert?
Sein Anblick hat mich leicht geschockt,
drum hab ich mich hintern Vorhang gehock
Da
konnt’ ich dann in seine Wohnung seh’n –
ich war neugierig, wie ihr versteht.
Seine Haut wurde grauer - ihm wuchs ein Fell.
Zum Rasieren war es schon zu spät.
Die
Schneidezähne wurden lang und spitz,
Nase und Ohren auch.
Am Hintern wuchs ihm ein glatter Schwanz,
er rutschte nur noch auf dem Bauch.
Mensch,
dachte ich mir, was ist mit ihm los?
Ist er ernsthaft krank? Was mach ich bloß?
Doch wollte ich nicht, dass er mich auch ansteckt.
Darum habe ich mich lieber versteckt...
Er
vergitterte das Fenster, zog die Kleidung aus,
nagte ein Loch in die Wand,
machte sich glatt die Beine voll,
reichte ihm einer die Hand.
Er
knabberte nur Möhren, zog ein Halsband an,
wenn er mal vor die Türe kroch.
Doch wenn ihn einer beim Namen rief,
verzog er sich in sein Loch.
Mensch,
dachte ich mir, was ist mit ihm los?
Ist er ernsthaft krank? Was mach ich bloß?
Doch wollte ich nicht, dass er mich auch ansteckt.
Darum hab ich mich noch besser versteckt.
Ein
Bekannter hat es mir erzählt –
er sagte was von „Experiment“,
der Entwicklung einer Art „Menschentier“,
die man „mus caput demittens“ nennt.
Auf
deutsch wird sie die „Duckmaus“ genannt –
man forscht an einer Art „Mutation“.
Wenn das Rückgrat schwach wird und der Druck sich verschärft,
dann beginnt die Veränderung schon.
Mensch,
dachte ich mir, du musst etwas tun.
Lass dich sofort impfen, du darfst nicht ruhn!
Aufgeregt bin ich aus dem Haus gehetzt,
auf die Straße - und ich war entsetzt...
Kaum
ein Mensch war noch normal:
alle grau, gebuckelt und scheu.
Manche in verschiedenen Stadien –
die Veränderung oft noch neu.
Mein
Bekannter hat mich noch mal aufgeklärt.
Er sagte: „Das ist Zucht!
Das Ergebnis ganz bestimmter Politik.
Sag mal selber: Das ist doch ‘ne Wucht!“
Mensch,
dachte ich mir, hör ich noch gut?
Dann wächst und wächst ja die Duckmausbrut.
Tatsächlich - es gab keinen Widerstand
gegen die Entwicklung im Land.
Die
Duckmäuserei wurde ganz normal
und als solche nicht mehr erkannt.
Wer sich von selbst nicht anglich,
war mit Berufsverbot bald gebannt.
„Sei
keine Duckmaus!“ - So hieß es nun.
„Sei aktiv gegen jede Kritik!
Dass bei uns die Meinungsfreiheit siegt –
Wählt die Duckmäusezucht-Politik.“
Das,
liebe Leute - klang es auch schlimm -,
das war kein Märchen der Brüder Grimm,
auch kein Science-Fiction. Seht euch nur um –
so viele geh’n heute schon krumm...
Ende
der 70er Jahre
Abrechnung
Wer
kannte die Herrn in schwarzen Roben,
Hochmut umwoben - wer kennt sie noch?
Herrn, die sich stets die Karten zuschoben,
Nase hoch oben - da ist sie noch.
Das
war Daumier mit dem Griffel.
Der hat sie in Bilder gebannt.
Das war Daumier mit dem Griffel -
der hat sie am besten gekannt...
Er
sah hindurch, zerriss die Fassade,
die Maskerade - entlarvt sie noch.
Vor seinem Spott gab’s keine Gnade:
Der schärfste war gerade gut - ist es noch.
Das
war Daumier mit dem Griffel.
Der zog sie aus, bis auf die Haut.
Das war Daumier mit dem Griffel –
der hat sie am besten durchschaut...
Er
zeichnete die Menschenverachtung -
und bei Betrachtung: Gibt’s die nicht noch?
Für arme Teufel gab’s keine Achtung,
blieb nur Missachtung - ist’s so nicht noch?
Das
war Daumier mit dem Griffel.
Der hat ihre Ohren „gefeigt“.
Das war Daumier mit dem Griffel –
der hat die Juristen gezeigt!
Sicher
gab’s auch ein paar Advokaten,
die Besseres taten - die gibt’s auch noch.
Sie sind Gewürze im Unkrautgarten.
Auf mehr davon warten wir heute noch...
Das
war Daumier mit dem Griffel.
Der hat sich nicht lange geziert.
Das war Daumier mit dem Griffel –
der hat sie am besten skizziert.
Ach,
Daumier, die Herren der Rechte
war’n damals Knechte - sind sie’s nicht noch?
Du hattest Scharfblick - zeigtest das Schlechte
und Ungerechte, und zeigst es noch.
Das
war Daumier mit dem Griffel.
Ist er nicht immer noch da?
Das war Daumier mit dem Griffel,
Mensch, heut ist noch soviel dran wahr.
Daumier
vor mehr als hundert Jahren:
Es scheint, die Zeit blieb fast steh’n.
Daumier in heutigen Tagen –
würd’ er nicht das Gleiche noch seh’n?
Na?
1979
Harrisburg-Syndrom
oder
Störfall in Stade
Die
haben aber doch gesagt, es könnt nichts passieren.
Die haben aber immer gesagt, es könnt nichts gescheh’n.
Man sollte die Gefahren bloß nicht dramatisieren...
Wieso war das nun möglich – wer kann das versteh’n?
Mit
den Lautsprechern melden sie grade: „Störfall in Stade!“
Alle Kinder und schwangere Frau’n sollten besser abhau’n.
Man ist schon dabei, den Reaktor zu reparieren -
aber vorsorglich wird erwogen, Hamburg zu evakuieren...
Schnell
ein paar Sachen in den Koffer, dann ab in die Heide.
Der Autotank ist schon halbleer – der reicht nicht mehr lang.
Gib dem Tankwart, dass er sich beeilt, Omas gold’nes Geschmeide.
Zu spät - denn die Autoschlange ist schon kilometerlang...
Aus
dem Radio ertönt es grade: „Störfall in Stade!“
Alle Kinder und schwangere Frau’n sollten besser abhau’n.
Man versucht, das radioaktive Gas zu absorbieren -
aber vorsorglich wird erwogen, Hamburg zu evakuieren...
Chaos
auf den Ausfallstraßen, panische Leute -
pausenloses Hupen - an der Kreuzung hat es gekracht.
Jeder ist sich selbst der Nächste in dieser Meute
und geht dabei über Leichen, bis er sich aus der Gefahr gebracht.
In
den Nachrichten melden sie gerade „Störfall in Stade“.
Alle Kinder und schwangere Frau’n sollten besser abhau’n.
Man bemüht sich noch zur Zeit, die Kontrolle nicht zu verlieren,
aber
vorsorglich wird erwogen, Hamburg zu evakuieren...
Zwei
Millionen unterwegs – nur nicht nach Westen.
Keiner weiß wohin – nur weg, nur weg aus dem Loch.
Vorbei an leeren Luxusvillen und leeren Palästen -
die Geldsäcke sind schon lange weg – wir ahnten es doch...
Und
noch mal hören wir grade: „Störfall in Stade!“
Alle Kinder und schwangere Frau’n sollten besser abhau’n.
Man will zur Gefahrbehebung noch etwas probieren -
aber vorsorglich wird erwogen, Hamburg zu evakuieren...
Nichts
mehr zu machen. Das Gas kann durch Ritzen entweichen.
Eine radioaktive Wolke regnet sich ab.
Der Wind kommt von Westen – wann wird uns die Wolke erreichen?
Nur weiter - bloß weg! Gib Gas, und das nicht zu knapp!
Wieder
mal ertönt es grade: „Störfall in Stade!“
Alle Kinder und schwangere Frau’n sollten besser abhau’n.
Zwar hatte noch die ganze Stadt versucht, zu emigrieren -
aber leider war es schon zu spät... Hamburg...
1978
Katastropheneinsatzplan
Schließen Sie die Türen und die Fenster
dicht.
a
Vergessen Sie die anderen Öffnungen
nicht.
GE
Stellen Sie die Be- und Entlüftung
ab.
a
Gehn Sie nicht mehr auf die Straße
hinab.
D H7
Dann vermeiden Sie den Kontakt mit dem
Tod,
eA
der durch radioaktive Verseuchung
droht.
eA
Es besteht kein Grund zur Aufregung,
Ge
alle Maßnahmen zur Beseitigung
Ge
der Störung und ihrer Folgen sind schon im Gange -
Ahe
bleiben Sie ruhig - es dauert nicht lange.
H7 e
Waren
sie für eine Zeit außer Haus,
zieh’n sie sofort Schuhe und Kleidung aus.
Legen sie diese auf den Balkon
oder vor die Tür - doch, das müssen sie schon.
Zieh’n sie Hauskleidung an und waschen sie sich
alle unbedeckten Körperflächen - fragen sie nicht.
Meiden
sie bei frischem Obst den Genuss,
kein Gemüse, keine Milch und keinen Wasserguss.
Stellen sie am besten alle Mahlzeiten ein,
sollte keine Büchsenkost im Hause sein.
Nur was gut verpackt und keimfrei dicht,
ist genießbar für sie - alles andre nicht.
Schließen
sie sich mit ihren Haustieren ein,
in Wohnung oder Stall - dann sind sie nicht allein.
Nutzen sie die Gunst der Zeit und ihren Strom -
sehn sie fern und warten sie auf neue Information,
oder schalten sie das Radio ein.
Doch bei allem sollten sie ganz besonnen sein.
Die
Ratschläge sind für die Bevölkerung
der betroffenen Gemeinden in der Umgebung.
So steht es im Katastropheneinsatzplan. -
Aufgepasst, das geht uns alle an!
Der Plan war streng geheim, kam nur durch Zufall raus.
Sieht so die Planung für die Zukunft aus?
Es
besteht schon Grund zur Aufregung.
Die Gefahren warten auf Beseitigung.
Sie drohen uns allen – wer weiß schon wie lange...
Die Katastrophe ist vielleicht schon im Gange..
1976
Bauchschuss
Bauchschuss
- Politiker schwer verletzt!
Ein Altersheim von Radikalen besetzt!
Das sind Sensationen, die sonst keiner bringt,
weil solch Journalismus nur uns gelingt.
Auch
wenn der Politiker selber traf -
ein Student radikal Dreck beseitigen darf
was soll’s - wir schreiben es klein dabei.
Die Überschrift gilt - der Rest geht vorbei...
Was
immer geschieht - wir sind schon da,
wir sind immer dabei, und alles ist wahr.
Sie
erfahren durch uns die dollsten Dinger.
Wir hüpfen drauf wie rechte Springer.
Die Sensationsgier wird gestillt.
Durch unser Verdienst sind sie voll im Bild.
Der
Kandidat mit dem Dolch bedroht,
dem Feuer entkommen, mit knapper Not.
Das erfahren sie nicht in der Tagesschau -
und warum nicht, sagen wir auch genau!
War
der Mann mit dem Dolch nur zum Schutz bereit ,
und brannte das Feuer schon lange Zeit -
was soll’s - wir schreiben es klein dabei.
Die Überschrift zählt - der Rest geht vorbei.
Erkennen
sie: Es wird manipuliert!
Die Presse ist frei! Und das Fernsehen zensiert!
Bankraub
gelungen! Und wieder mal
Chaoten am Werk in großer Zahl!
Wir müssen uns wehren! Wir müssen was tun!
Wer kann denn bei solcher Gefahr noch ruh’n...
Zwar
wurde der Bankraub nur gedreht.
Die Chaoten kamen im Theater zu spät.
Was soll’s - wir schreiben es klein dabei.
Die Überschrift wirkt - der Rest geht vorbei.
Lesen
sie die Serie vom Massenmord.
Wir drucken sie rot! Blut in jedem Wort!
Ende
der 70er Jahre
Big
Brother
Es
blendet grell ein weißes Licht.
Man kann vor lauter Helligkeit nichts seh’n.
Ringsum sind leere Straßen -
und doch bleibt vor Platzangst keiner steh’n.
Beklemmung
presst die Gurgel zu
und zwingt auf die Stirne kalten Schweiß.
Sie lässt die Knie zittern
und fährt in die Gesichter, käseweiß.
Big
Brother is watching.
Wir sind längst so weit.
Die Wanzen leben lang schon,
und sie finden eine gute Zeit.
Draußen
weht ein kalter Wind -
doch bewegt er keine Luft.
Die Blüten steh’n in voller Pracht,
doch du atmest keinen Duft.
Die
Nackenhaare sträuben sich,
und darunter ist ‘ne Gänsehaut.
Die Spitzel wirken im Geheimen -
wehe dem, der ihnen blind vertraut.
Dünne
Wände, lange Ohren -
wie leicht wird man heut belauscht.
Wohin du dich verkriechst -
dein Atem weiter durch Empfangsantennen rauscht.
Glaubst
du auch frei zu reden,
wird doch jedes kleine Wort sogleich erfasst.
Einmal wird man was finden und nach fragen,
wenn du’s längst vergessen hast.
Wer
weiß, wie viel geheime Akten
schon in den Panzerschränken steh’n...
unkontrollierte Spitzel frech
mit Billigung verbot’ne Wege geh’n.
Was
sie von dir notieren,
das bleibt hängen und zerstört dir deinen Ruf.
Schon hast du keine Chance mehr
und auch keinen Beruf...
Big
Brother is watching.
Sieh nur genauer hin.
Die Wanzen greifen um sich.
Der große Lauschangriff macht kaum noch Sinn,
kaum noch Sinn...
Ende
der 70er Jahre, später aktualisiert
Bekenntnis
Darf
ich mich vorstell’n: Mein Name ist gleich.
Mein Sitzfleisch ist gut, und mein Rückgrat ist weich.
Mein Schlaf ist gesund, im Büro und im Bett.
Werde ich drin gestört, find ich das gar nicht nett.
Ich krieche nach oben, und fühle mich frei;
bei der nächsten Beförderung bin ich dabei.
Mein
Fähnlein schon immer im Winde hing,
denn wes’ Brot ich ess, des Lied ich sing’.
Was will ich mehr, denn mir geht’s nicht schlecht.
Ich grüble nicht lange, der Chef hat recht.
ein
Buckel ist mächtig, zeigt dreihundert Grad,
bin sehr gut dressiert - Idealdemokrat.
Ich hab eine Meinung nur wenn sie mir nützt -
wer mich frei von ihr hält, wird von mir unterstützt.
So lebt es sich leicht, vor und mit der Pension.
Ein Leben in Ruhe wünsch ich mir als Lohn.
Ich
diene dem Staate solange ich kann.
Was er mir auch vorsetzt, da glaub ich fest dran.
Mein Imperativ ist die f. d. G. o.,
sie ist meine Richtschnur, nur sie lieb ich so.
Der Inhalt der Buchstaben ist mir egal -
wozu gibt es alle vier Jahr eine Wahl..
..........................der
Staat hat recht.
So
bleib ich im Amte und sorg mit dafür,
dass alles so bleibt - und ich schließ meine Tür,
setz mich in mein Auto und fahre nach Haus,
mach den Fernseher an, zieh die Straßenschuh’ aus,
denk: Rutscht mir den Buckel - der ist krumm genug.
Und halte mich selbst für gescheit und für klug.
Jeder
Kritik enthalt ich mich.
Und wenn alle jubeln, dann juble auch ich.
So hat jeder hier seinen Platz im Staat -
und so wie gedüngt wird, so wächst die Saat...
Ende
der 70er Jahre
nichts
ist ideal
No
future - no fun -
Was dann? Was dann?
Null feeling - null Bock –
Schock-Rock, Schock-Rock.
Kalte
Füße – heißes Pflaster –
an den Wänden klebt nur Schleim.
Überm
Kopf: Rost am Raster –
kotz-würg all the time.
Dicke
Lüfte – Frostbeulen –
an den Händen klebt nur Hass.
Wasserblicke, nass vom Heulen,
drum herum: leichenblass.
Feste
Mauern – harte Tritte –
von den Lendentropft es rot.
Scharfe
Kanten – keine Mitte –
hohles Leben, taub und tot.
Anfang
der 80er Jahre
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