"Im Handumdrehn"
eigen(
süchtig)e Lieder  

Im Handumdrehn 
und noch eins, um den Trübsinn zu vertreiben...

Komm doch mal rüber
Der Anteil der Single-Haushalte steigt beständig. Für manche Menschen, denen es nicht so leicht fällt, auf andere zuzugehen und Kontakte zu knüpfen, dürfte Vereinsamung eine Folge sein. Nun sollen wir aus der Werbung gelernt haben, dass es allein auf die richtigen Tabs für die Geschirrspülmaschine ankommt, dann "klappt's schon mit dem Nachbarn"... - wenn es denn so einfach wäre.

Vielleicht ist ja so
Eine Kurzgeschichtensammlung der französischen Autorin Anna Gavalda trägt den Titel "Ich wünsche mir, dass irgendwo jemand auf mich wartet". Vielleicht wird dieser Wunsch ja von manchen gehegt. Doch Wünschen allein ist vielleicht etwas wenig - vielleicht hilft Nachhelfen...

Verwirrung
ein Lied aus dem Repertoire der "Krise" über emotionale Verwicklungen, die verwirrende Orientierungslosigkeit zur Folge haben können.

Zielsuche
Distanz zu spüren, wenn man sie gar nicht will, kann zur Orientierungslosigkeit führen, doch was nützt es - wenn der Abstand eher größer als geringer wird, kann man nicht erzwingen, dass sich die Kluft schließt.

Noch frisch
Neusortierung, Umorientierung ist mitunter zwingend, auch wenn's schwer fallen mag.

Is egal
ein Kinderlied über die wirklich wichtigen Entscheidungsfragen, auf die wir eine Antwort parat haben sollten...

Die Krise kommt
nachdem ich 1992 meine Rockkombo "Krise" nannte ("Gerd Schinkel mit Krise - rockt in den Kopf"), war es eine für mich logische Folge, ein Lied darüber zu schreiben, dass "die Krise kommt" - zumal sie damals politisch in allen Leitartikeln be- und herbeigeschrieben wurde. Vielleicht hätte ich die Band besser "Wende" nennen sollen, um - politisch - auf der Höhe der Entwicklung zu sein. Ich bezweifle allerdings, dass dies dem Erfolg mehr Auftrieb gegeben hätte. Eine Krise wie diese hier beschriebene kann jederzeit kommen... 

Erläuterungen zur Band "Krise"  siehe unten.

Das Recht, ein Mensch (neu)
ein altes politisches Lied zum Motto einer Informations-Veranstaltung von amnesty international, geschrieben in der ersten Fassung Ende der Siebziger Jahre, dann nach der Diskussion um Terri Schiavo im Frühjahr 2005 aktualisiert bzw. um eine Strophe ergänzt, in der auch das Recht auf den eigenen würdigen Tod als Recht eines jeden Menschen verlangt  wird.

Big Brother (neu)
neue Fassung eines alten Liedes, angestossen durch meinen alten "Saitenwind"-Freund Hans Fraeulin, anlässlich eines kurzfristigen "Saitenwind"-Stoßes bei einem Revival der Bonner Folk-Blues-Live-Veranstaltung im Mai 2004. Wobei die Neufassung in dieser wiedergegebenen Form nicht der Intention von Hans entsprach. Ich fand jedoch die Gleichgültigkeit bemerkenswert, mit der inzwischen selbst intimste Details in öffentlichen Verkehrsmitteln laut und vernehmbar mit Handy-Gesprächspartnern erörtert werden und schließe daraus, dass es inzwischen den meisten völlig wurscht ist, ob sie abgehört werden, also ein "Big Brother" mitlauschen könnte...

Aufzug
Am 8.6.2006 habe ich spät abends eine Stunde unfreiwillig im Bonner Seniorenstift Augustinum in einem feststeckenden Verwaltungs-Aufzug verbracht - eine Erfahrung, die ich keinem wünsche, auch wenn sie "interessant" war... Das Gefühl, hilflos ausgeliefert zu sein, auf engstem Raum in einer Zufallsgemeinschaft zusammengepfercht, nichts an seinem eigenen Schicksal ändern zu können, die ersten Konsequenzen vor Augen, dass einer in absehbarer Zeit die Nerven verliert - das muss man nicht wiederholen...

Ohne Ende
Mitleiden ist noch mal anders als Mitleid...

Die Nacht durchwacht
Quälereien in der Dunkelheit...

Frei wie der Wind
Freiheit hat zwei Seiten, zumal unfreiwillige...

Neustart
Plattitüden, Allgemeinplätze sind vielen verhasst - doch das ändert nichts daran, dass uns diese so leicht geschmähten Tatsachen zu häufig und zu schnell aus dem Blick verschwinden... 

Deine Klamotten
wenn Kinder ein bestimmtes Alter erreicht haben, und sie in ihrem Bestreben, erwachsener zu wirken als sie sind, kaum noch gebremst werden können, ist kein Kleiderschrank mehr sicher...

Das Phantom: Der Opa
Der "echte" Titel der ähnlich klingenden Oper schrie förmlich nach einer Alternativ-Story...

Heut geht M.G.
Wenn das Berufsleben auf sein Ende zusteuert, sind manche froh und glücklich, andere traurig und voller Sorge, was werden soll, wenn plötzlich soviel Freizeit zur Verfügung steht. Auch wenn die Kollegen sentimental werden - es gibt doch allen Grund, sich auf den neuen Lebensabschnitt zu freuen.

Bei Gelegenheit 
("Wiedersehn" reloaded)
Der Ausklang jedes Konzerts in der "Besenkammer" - unserem zum "Theater" umgestalteten Wohnzimmer, in das wir regelmäßig Künstler und Publikum zu nicht-öffentlichen Veranstaltungen einladen, hat sich fast zu einem Ritual entwickelt. Es gibt Proteste, wenn nicht dieses Lied den Abend abrundet, und inzwischen spiele ich das Lied auch ganz am Ende meiner "außer-häusigen" Konzerte, um damit auch einen Anlass zu schaffen, von Wohnzimmerkonzerten und ihrer einmaligen Atmosphäre vorzuschwärmen. 

Wenn es sich anbietet, bitte ich in der "Besenkammer" die Gastkünstler, mich bei dem Lied zu begleiten - und zwar auf eine für sie typische Weise. So gab es neben der solistischen Interpretation eben auch schon Blues- und Jazz-Fassungen, Cajun- und Klezmer-Versionen, Klaviersolis, Country-Varianten... Deshalb habe ich mir für diese CD auch die Freiheit genommen, eine neue solistische Interpretation einzuspielen, die sich deutlich von der "Besenkammer-Fassung unterscheidet.  

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Erläuterungen zur "Krise"

Kurz vor Ostern 2002 traf ich im Stuttgarter Szene-Lokal "Zum Lehen" zwei frühere Mitmusiker aus meiner "Rocker-Zeit". Dies rief Erinnerungen an interessante Erfahrungen, schöne Konzert-Momente, aber auch an Enttäuschungen wach, die alle auf ihre Weise prägend waren. 

Zwischen 1982 und 1984 wollte ich in Stuttgart  dem Trend der Zeit dadurch entsprechen, dass ich mit Freunden versuchte, meine Lieder rockmusikalisch zu arrangieren. Die Zeit der alleine klampfenden Liedermacher schien abgelaufen. Nachdem Udo Lindenberg überzeugend gezeigt hatte, dass sich Rockmusik sehr wohl mit deutschen Texten versehen ließ,  bestimmten BAP, Grönemeyer und Westernhagen, die Spider Murphy Gang und (in Schwaben) Wolle Kriwanek und Schwoißfuss die Szene, und ich erlag der Versuchung, mich auch elektrisch zu verstärken. 

Wir nannten die Band "Gerd Schinkel mit Krise", denn der Begriff "Krise" war gerade durch die letzten Zuckungen der sozialliberalen Koalition in aller Munde. Vielleicht hätten wir die Band doch eher nach dem anderen vielverwendeten Begriff dieser Zeit benennen sollen ("Wende") - vielleicht wäre dann mehr draus geworden. So schien - im Rückblick - der Name das Ende dieses Projektes vorzuzeichnen. Das Repertoire wuchs, auch ergänzt durch neue Texte, die ich schrieb, die dann von unserem Sologitarristen Sigi Bär vertont und arrangiert wurden. Nach ersten Anfängen wechselten die Besetzungen an den Drums und am Bass mehrmals.

Das Echo des Publikums war gespalten. Es gab begeisterte Reaktionen, aber auch skeptische Stimmen. Es war laut - letztlich wohl auch zu laut für den Geschmack derjenigen, die mich zuvor als Liedermacher kennen und schätzen gelernt hatten. Neues Publikum war offenbar schwer zu gewinnen. Vermutlich war ich für die mehr an fetzigen Klängen interessierten Zuhörern als "krisengeschüttelter Alt-Folkie mit Rock-Fassade", der als Rampensau einen auf Mick Jagger macht, nicht ganz glaubwürdig. Und die übrig gebliebenen Kleinkunst-Liebhaber, die immer noch ein offenes Ohr für Liedermacher hatten, wurden durch die Lautstärke abgeschreckt. Sie verstanden die Texte nicht mehr. Nach rund 20 Auftritten haben wir das "Krisen"-Projekt beendet. 

Ich hatte in der dieser Zeit nahezu den Kontakt zum Instrument verloren, weil ich am Ende nur noch als Möchtegern-Freddy Mercury gegen den Geräuschteppich angesungen habe, der mich nach vorne blies. Bitte mich nicht falsch verstehen: Ich möchte die Erfahrung nicht missen, zumal ich überzeugt bin, dass meine Gesangstechnik in dieser Phase deutlich besser wurde und ich gelernt habe, mit mehr Druck und Power zu singen. 

Gleichwohl - nach dem Ende der "Krise" habe ich mehrere Jahre gar nicht mehr Gitarre gespielt, geschweige denn Lieder geschrieben. Dies änderte sich erst, als unsere Kinder entdeckten, dass es offenbar Lieder gibt, die speziell für Kinder geschrieben wurden. "Anne Kaffeekanne" von Frederik Vahle gab den entscheidenden Anstoß zum nächsten künstlerischen Entwicklungsschritt. Ich nahm die familieninterne Herausforderung an und schrieb - in Konkurrenz zu den marktbeherrschenden bekannten Kinderliedermachern Frederik Vahle und Rolf Zuckowski - eigene Lieder für Kinder, die die Erfahrungen und Erlebnisse unserer Kinder aufgriffen. Bis zu dem Zeitpunkt, als ich gegen die Kelly Family und Ace of Base keine Chance mehr hatte, schrieb ich so etwa 120 Kinderlieder - und konnte damit ein Zielpublikum  zwischen Kindergartenalter und viertem Grundschuljahr "bedienen". 

Das Lied "Die Krise kommt" war der Schlusssong unseres Programms "Gerd Schinkel mit Krise rockt in den Kopf", bei dem wir uns nach manch text- und zeigefingerlastigem Stück am Ende eines anderthalbstündigen Programms redlich bemühten, die Sau raus und die Post abgehen zu lassen... Musikalisch würde es gut ins Repertoire der Gruppe "Status Quo" passen...

 

Gesamtinhaltsverzeichnis 
(plus Angabe der CD, 
auf der das Lied zu finden ist,
Kinderlieder kursiv geschrieben) 

A

Abhetzblues (Du bist schuld, Der geklaute Gameboy, 
          Papa backt, Aufräum', Diese 1)
Abrechnung (Nicht als Eigentum, Nichts ist ideal, 
          Diese 2)
 
Acht große Lieben
(Spuren, Diese 2)
Adventszeit - Bastelzeit (Mama, mach Mam'lade)
Alle alle da (Mama, mach Mam'lade)
Allein mit meinen Träumen (Nicht als Eigentum)
Alle haben einen Weg (Ich bin groß)
Alleine in der Stadt (Papa repariert)
Alle Kinder draussen (Der geklaute Gameboy)
Alles dabei (Weit und offen, Gegenseitig geschenkt, 
          Diese 3)

Alles hat seine Zeit
(Draufgänger, Gegenseitig 
         geschenkt, Schicksalsglück, Diese 1)
Alle Zeit (Bestes Stück)
Andres Kind (Draufgänger, Mama, mach Mam'lade,
          Schicksalsglück)
Anneli (Schicksalsglück)
Anziehlied (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Aufräum')

Aufgewacht
(Spuren)
Aufräum’ (Du bist schuld, Papa repariert, Papa backt, 
         Aufräum')
Auf Reisen (Stück des Wegs, Sternschnuppen)
Aufstehn
Auf Wiedersehn (Ich bin groß)

Aufzug
(Im Handumdrehn)
Ausgeliefert (Ausgeliefert, Diese 1)
Aus, over, roger (Unentdeckt)
Aussen vorbei
(Spuren)
Ausstand (So ist gut)
Ausziehen (Ausgeliefert, Diese 4)
Autowäsche (So ist gut)

B

Baby Doll (Draufgänger, Igitt, da drin sind Zwiebeln,
         Papa backt)
Bäh (Ich bin groß)
Bande Bande (Papa repariert)
Bangelied (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Mach die Tür zu)
Bauchschuss (Nicht als Eigentum)
Bauchweh (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Mach die Tür zu)
Bei Gelegenheit - Wiedersehen reloaded 
         (Im Handumdrehn)
Bekenntnis (Nicht als Eigentum)
Bestes Stück (Bestes Stück)
Beweise
(Unentdeckt)
Big Brother
(Nicht als Eigentum)
Big Brother 2004 (neu) (Im Handumdrehn)
Bilanz
(Weit und offen)
Bis sie geht
(Unentdeckt, Diese 2)
Bloß keinen Schiss (Ich bin groß)
Blütenträume (auch engl.) (Stück des Wegs
         Gegenseitig geschenkt)

Bonbonpapier (Der geklaute Gameboy, Aufräum')
Brieffreundschaft (Der geklaute Gameboy, Papa backt, 
         Mach die Tür zu)

C

Camping (Papa repariert, Papa backt, Aufräum')
Camping-Disco 
Computer (Nix dagegen)
Cool (So ist gut)

D

Das merk ich mir (Papa repariert, Papa backt, Mach die 
         Tür zu)
Das peinliche Lied (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Papa 
         backt, Aufräum')
Das Phantom: Der Opa (Der geklaute Gameboy, Papa
         backt, Aufräum', Im Handumdrehn)
Das Recht ein Mensch zu sein (Stück des Wegs, 
         Nichts ist ideal, Sternschnuppen)
Das Recht ein Mensch zu sein - ergänzt 
         (Im Handumdrehn)
Das war's (So ist gut)
Das Weihnachtslicht (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Da war doch was (Ich bin groß)
Denk nun an dich (So gesehen)
Deine Klamotten (Der geklaute Gameboy, Papa backt, 
         Aufräum', Im Handumdrehn))
Der Abend vorher (Ich bin groß)
Der ewige Despot (So gesehen, Nichts ist ideal)
Der geklaute Gameboy (Der geklaute Gameboy, 
         Aufräum')
Der Hexenmeister (Papa repariert, Aufräum')
Der Junge ist tapfer (Papa repariert, Mach die Tür zu)
Der Kalender (So ist gut)
Der Kardinalsfehler (Bestes Stück)
Der Namenstag (Ich bin groß)
Der qualmende Karl (Papa repariert)
Der Ranzen (Ich bin groß)
Der Tropfen (Ausgeliefert)
Der Verdacht (Bestes Stück)
Der Zirkus (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Dicke Decke (Bestes Stück)
Die Eulen lauschen (Weit und offen)
Die ist bekloppt 1 (Der geklaute Gameboy, Aufräum')
Die ist bekloppt 2
Die Krise kommt (Im Handumdrehn)
Die Lehrerin (Ich bin groß)
Die Macht des Glaubens (Ausgeliefert, Diese 3)
Die Nacht durchwacht (Im Handumdrehn)
Die Schule (Ich bin groß)
Die Tage werden kürzer (Nix dagegen)
Die Tüte (Ich bin groß)
Doch aufgepasst (Der geklaute Gameboy, Aufräum')

Domina
(Spuren)
Draufgänger (Draufgänger, Woher - wohin, Diese 1)
Drei alte Kisten
(Nix dagegen)
Drüber schlafen
(Du bist schuld)
Du alte Schule (Mama, mach Mam'lade)
Du bist schuld (Du bist schuld, Diese 1)
Du bist zu allem fähig
(So gesehen, Nichts ist ideal)
Du könntest meine Tochter sein
(Draufgänger, 
         Woher - wohin, Diese 3)

Du nicht bei mir
(Weit und offen, Gegenseitig 
         geschenkt, Diese 3)

Durch den Wind
(Draufgänger)
Durchsicht meiner Konten
(So gesehen)
Dutzendgesicht
(Unentdeckt, Diese 4)

E

Eile mit Weile (So ist gut)
Ein Blick
(Draufgänger, Gegenseitig geschenkt, Diese 4)
Ein Glas Saft (Papa repariert, Papa backt, Mach die Tür 
         zu)
Eismann
(Mama, mach Mam'lade)
Epitaph für John Pearse (So ist gut)
Epitaph für Phil Ochs (auch in engl.) (Nicht als 
         Eigentum
, Nichts ist ideal, Sternschnuppen, 
         Diese 3)

Epitaph für Rudi Dutschke
(Stück des Wegs, Nichts 
         ist ideal)

Er tanzt
(Unentdeckt, Diese 1)
Es ist wie’s ist (Du bist schuld, Mama, mach Mam'lade, 
         Papa backt, Aufräum')
Es tut mir leid (Nicht als Eigentum)
Etikette
(Unentdeckt)

F

Fahrrad fahrn (Papa repariert)
Falschgeld (So ist gut)
Fang an (Weit und offen)
Fassade
Fast dreißig Jahre
(Ausgeliefert)
Fit oder fett (Stück des Wegs)
Flieg (Ausgeliefert, Diese 2)
Forschung
(Du bist schuld)
Fragen Fragen Fragen (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Papa 
          backt)
Freiheit (Du bist schuld)
Frei sein (Draufgänger)
Freispruch (Ausgeliefert)
Frei wie der Wind (Im Handumdrehn)
Fremde Augen
(Nix dagegen)
Freund aus Potsdam
(Nix dagegen)
Freunde, seid wach
(Nicht als Eigentum, Nichts ist 
         ideal, Sternschnuppen, Diese 1)

Frieden
(Stück des Wegs, Nichts ist ideal, 
         Sternschnuppen, Diese 3)

Früher war alles besser
(Draufgänger)
Frühstück im Bett (Mama, mach Mam'lade)
Furcht im Nacken (Nix dagegen)

G

Gamino (Nicht als Eigentum, Nichts ist ideal)
Gegenseitig geschenkt
(Weit und offen, Gegenseitig 
         geschenkt, Diese 2)

Geh nicht auf den Wecker (Mama, mach Mam'lade)
Gelage (Stück des Wegs)
Gelebter Traum
(Unentdeckt)
Genieß
(Spuren, Diese 4)
Glaubwürdigkeitsmarsch
(Nix dagegen)
Grau in grau
(Draufgänger)
Greif zu
(Du bist schuld, Diese 4)
Gute Besserung (Igitt, da drin sind Zwiebeln)

H

Hab doch noch Geduld  (auch engl.) (Nicht als 
       Eigentum, Gegenseitig geschenkt, Sternschnuppen, 
       Diese 4)

Halbes Leben
(Unentdeckt)
Hallo Kam'raden
(So gesehen)
Harrisburg-Syndrom
(Störfall in Stade) (Nicht als 
         Eigentum, Sternschnuppen)

Haufen Schrott
(Bestes Stück)
He, Baby 
Heinz, der Elefant (Ich bin groß)
Herzlichen Glückwunsch (Ausgeliefert, Diese 4)
Heute hab ich frei (Ich bin groß)
Heut geht M.G. (Im Handumdrehn)
Heute, liebe Leute (Ich bin groß)

Holz knistert
(Ausgeliefert)

I

Ich bin dran (Papa repariert)
Ich bin ein Cowboy (Papa repariert)
Ich bin ja so gespannt (Ich bin groß)
Ich bin so blank (Der geklaute Gameboy, Aufräum')
Ich bin stolz (So gesehen)
Ich hätte und du würdest (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Ich kam in Jeans (Draufgänger, Woher - wohin, Diese 3)
Ich kann auch anders
(Weit und offen, Woher - wohin, 
         Diese 2)

Ich kann noch mehr (Papa repariert)
Ich kenn den Weg zu dir (So gesehen)
Ich mag das nicht (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Papa 
         backt, Aufräum')
Ich muss (So gesehen)
Ich spür dich bei mir (Stück des Wegs, Gegenseitig 
          geschenkt)

Idioten (Der geklaute Gameboy)
Im Handumdrehn (Im Handumdrehn)
Immer hab ich dich dabei (So gesehen)
Im Mäppchen ist so viel (Ich bin groß)
Immer Augen auf (Ich bin groß)
Immer locker
Im Zoo (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Papa backt, 
          Aufräum')
In der Nacht
(Du bist schuld)

Intensiv
(Spuren, Diese 1)
I
ntrigantenstadl (Bestes Stück)
Irgendwo (Der geklaute Gameboy, Mach die Tür zu)
Is egal (Mama, mach Mam'lade, Im Handumdrehn)
Ist vorbei, ich bin groß (Ich bin groß)

J

Ja du, dann dann
Jammerschade (Weit und offen, Nichts ist ideal)
Jannik (Schicksalsglück)
Ja, wenn das so ist (So gesehen, Nichts ist ideal)
Jeder kennt einen
(Weit und offen, Nichts ist ideal, 
         Diese 4)

Jederzeit
(Unentdeckt)
Journalisten (Stück des Wegs, Nichts ist ideal, Setzt 
         euch zu mir, Diese 2)

Jugendherberge (Papa repariert)
Jugendlich (Spuren, Diese 2)
Jusotod (Nix dagegen)

K

Kalt (Draufgänger)
Kann man das kleben (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Mach 
          die Tür zu)
Kann nicht schlafen (Papa repariert, Papa backt, Mach 
         die Tür zu)
Kann nur besser sein (So gesehen, Woher - wohin, 
         Diese 3)

Karl der Steife
(Nix dagegen)
Kasimir, das Nachtgespenst (Papa repariert)
Katastropheneinsatzplan (Nicht als Eigentum, Nichts 
         ist ideal, Sternschnuppen, Diese 2)

Kinderarzt (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Aufräum')
Kinderklau
(Ausgeliefert)
Kindertag
(Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Klare Ansage (Spuren)
Klassenfest (Mama, mach Mam'lade)
Kleiner Engel (Draufgänger, Ich bin groß, Papa backt, 
         Mach die Tür zu, Schicksalsglück, Diese 2)
Kleiner Wirbelwind (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Knallkopp
Knibbelei (So gesehen, Papa repariert, Papa backt, 
         Diese 3)
Knötterich (Ich bin groß)
Kohlroulade (Ausgeliefert)
Komm doch mal rüber (Im Handumdrehn)
Komm in meine Arme
(Igitt, da drin sind Zwiebeln, Papa 
        backt)
Komm mit in den Park (auch engl.) (So gesehen, 
        Gegenseitig geschenkt, Diese 2)

Komm' se raus
(Stück des Wegs, Sternschnuppen)
Komm spielen
Kopf hoch (Draufgänger)
Krähenfüße
(Draufgänger, Gegenseitig geschenkt,
         Diese 1)

Krank (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Mach die Tür zu)
Krieg der Knöpfe (Stück des Wegs)
Krölle-Bölle (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Papa backt, 
        Aufräum')
Kuck doch mal her (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Kurzinfo (Du bist schuld)
Kussräuber

L

Langweilig (Du bist schuld, Mama, mach Mam'lade,
         Papa backt, Mach die Tür zu, Diese 4)
Lang ist her (Bestes Stück)
Lätzchen-Schätzchen (Igitt, da drin sind Zwiebeln)

Lass dich fallen
(Spuren)
Lass mich dir erklären (Stück des Wegs)
Lass mich lesen (Der geklaute Gameboy, Papa backt, 
         Mach die Tür zu)
Lass sie nur (So gesehen, Nichts ist ideal)
Leben 
(auch engl.) (Stück des Wegs, Woher - wohin, 
         Diese 3)

Leben lieben
(Du bist schuld, Diese 1)
Leben mit dir (So ist gut)
Lebenslust
(Weit und offen, Nichts ist ideal)
Logik
(Stück des Wegs)
Lukis Nuki (Igitt, da drin sind Zwiebeln)

M

Mach die Tür zu (Mama, mach Mam'lade, Mach die Tür 
         zu)
Mach dir nichts vor (Nicht als Eigentum, Schicksalsglück)
Mach was, Mama
(Spuren, Diese 1)
Mallied (Ich bin groß)
Mal reden (Nicht als Eigentum, Woher - wohin, 
         Sternschnuppen, Diese 3)

Mama, mach Mam’lade (Mama, mach Mam'lade)
Manager von Jennifer (Weit und offen)
Mein Bett (Mama, mach Mam'lade, Mach die Tür zu)
Meine Mode
Meisterschaft (Unentdeckt)
Melanie (Ausgeliefert, Diese 1)

Mich traf ein Licht
(So gesehen, Gegenseitig 
         geschenkt)

Midlifekrise
(Stück des Wegs, Woher - wohin,
         Sternschnuppen, Setzt euch zu mir, Diese 2)
Mordsgelüste (Bestes Stück)
Museum
(Du bist schuld, Diese 4)
Mutation
(Nicht als Eigentum, Nichts ist ideal, 
         Sternschnuppen)

N

Nasenlöcher sehen nichts (Ich bin groß)
Nasenwuchs (So ist gut)
Neuanfang (Nix dagegen)
Neubeginn  
Neustart (Im Handumdrehn)
Nicht als Eigentum (Nicht als Eigentum,  Gegenseitig
          geschenkt, Sternschnuppen, Diese 2)

Nichts ist ideal
(Nicht als Eigentum, Nichts ist ideal)
Nichts ist so toll (Ich bin groß)
Nichts zu verliern (Unentdeckt)
Nie verkehrt
(Du bist schuld)
Nikoläuse (Ich bin groß)
Nix dagegen (Nix dagegen)
Noch frisch (Im Handumdrehn)
Noten sind bloß Zahlen (Ich bin groß)
Nur geklont (Ausgeliefert, Diese 2)

O

Oettinger Klartext (Bestes Stück)
Oh Mann
(Nicht als Eigentum, Woher - wohin, Diese 4)
Ohne Ende (Im Handumdrehn)
Ohne Gebiss
(Stück des Wegs, Diese 4)
Olle Pollen (Papa repariert)

P

Packlied (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Papa backt
(Weit und offen, Papa backt, Diese 1)
Papa-Rap (Du bist schuld)
Papa repariert (Papa repariert, Papa backt, Aufräum')
Party (Spuren, Diese 1)
Passiert ist passiert (Weit und offen, Diese 3)
Paternoster
(Draufgänger, Nichts ist ideal)
Pazzilozzi-Kindergarten (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Pekinger Frieden (So ist gut)
Photosession (Weit und offen, Woher - wohin, Diese 3)
Plapperfrei (Igitt, da drin sind Zwiebeln)

Prima, sind Ferien (Mama, mach Mam'lade)
Prinzesschen hat geheiratet (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Pudding mit Ketchup (Der geklaute Gameboy)

R

Radiotime (Stück des Wegs)
Regen
(Du bist schuld)
Reif
(Weit und offen, Woher - wohin, Diese 4)
Reste (Der geklaute Gameboy)
Rezepte (Unentdeckt)
Richtig wichtig (Bestes Stück)
Rücken zur Wand (Bestes Stück)

S

Schicksalsglück (Unentdeckt)
Schlaflied 
(Schlaf, mein Schatz) (Stück des Wegs, 
         Woher - wohin, Sternschnuppen, Diese 3)

Schlaflied (Brav, dreh dich) (Igitt, da drin sind Zwiebeln, 
         Papa backt, Mach die Tür zu)
Schlot (Papa repariert)
Schlotterhosenknabe (So ist gut)
Schneemann (Draufgänger, Mama, mach Mam'lade, 
         Mach die Tür zu)
Schnurr, Miezi, schnurr (Mama, mach Mam'lade, Mach 
         die Tür zu)
Schöner Döner (Ausgeliefert)
Schon wieder (Nix dagegen),  
Schon wieder frei (Du bist schuld, Mama, mach  
           Mam'lade)
Sechzehn Nationen (Nix dagegen)
Sei still
(Stück des Wegs, Nichts ist ideal, Diese 4)
Sie in ihr
(Spuren)
Sie lacht
(Unentdeckt, Diese 1)
Sie schläft nicht gut (Bestes Stück)
So gesehen
(So gesehen, Woher - wohin, Diese 1)
So gut
(Spuren)
So ist gut (So ist gut)
So kann's gehn
(Unentdeckt)
So nah dran
(Spuren, Diese 4)
So’n Pech für mich (Der geklaute Gameboy, Aufräum')
Sonst nix (So gesehen, Nichts ist ideal, Diese 4)
Sozialistengesetz
(Nix dagegen)
Spekulantensong
(Nix dagegen)
Spick mich (So ist gut)
Spiel dein Spiel (Ausgeliefert)
Sprechstunde
(zum "Jahr des Kindes") (Nicht als 
        Eigentum, Sternschnuppen, Diese 4)

Spurensuche
(Spuren, Diese 2)
Spur zum Glück
(So gesehen, Woher - wohin, Diese 2)
Sternschnuppen
(Stück des Wegs, Woher - wohin, 
        Sternschnuppen, Mach die Tür zu, Diese 1)
Stimme im Ohr (So ist gut)
Stimme seines Herrn
(So gesehen, Nichts ist ideal)
Stück des Wegs
(auch engl.) (Stück des Wegs,
       Gegenseitig geschenkt, Sternschnuppen, Setzt  
       euch zu mir, Diese 1)
Suchen - Finden (Ausgeliefert)
Susanne steigt aus (Bestes Stück)

T

Taschenlampe im Bett (Papa repariert)
Träne im Auge (auch engl.) (Stück des  Wegs, Gegenseitig 
      geschenkt, Diese 4)

Traumlied (Ich bin groß)
Trotzige Alte (Stück des Wegs, Nichts ist ideal,
      Sternschnuppen, Diese 4)

Tschuldigung
(Spuren)
T-Shirt
(Draufgänger, Woher - wohin, Diese 1)
Tun als ob (Ich bin groß)
Tut mir leid (Der geklaute Gameboy)

U

U-Bahn fahrn (Ich bin groß)
Überheblich (Unentdeckt)
Unentdeckt
(Unentdeckt, Diese 2)

V

Verklappt (Ausgeliefert, Diese 3)
Vergessen (Bestes Stück)
Verwirrung
(Im Handumdrehn)
Vielleicht ist ja so (Im Handumdrehn)
Voll dabei (So gesehen)
Vorbei
(Spuren, Diese 4)
Vorfreude
(Du bist schuld)

W

Wachtraum (Spuren)
Warnung
(Du bist schuld)
Warum beeilen (Der geklaute Gameboy)
Was ich erzählen will (Ich bin groß)
Was ihr wisst (Ich bin groß)
Was ist wahr (Draufgänger, Nichts ist ideal, Diese 3)
Was mach ich da
(So gesehen)
Was muss ich noch tun
(Draufgänger, Gegenseitig 
       geschenkt, Diese 2)
Was weiß ich schon (So ist gut)
Was würd ich ohne dich tun
(Weit und offen, 
       Gegenseitig geschenkt, Diese 2)

Weit und offen
(Weit und offen, Gegenseitig 
       geschenkt, Diese 1)

Wem nützt es
(Spuren)
Wenn der Vorhang fällt
(Nix dagegen)
Wenn ich gehn muss
(Unentdeckt, Diese 3)
Wer kommt (Ich bin groß, Papa backt)
Wie geschmiert (Unentdeckt, Diese 3)
Wieso frag ich dich
(Weit und offen, Woher - wohin, Diese 3)
Will aber (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Papa backt)
Woher, wohin (Weit und offen, Woher - wohin, Diese 3)
Wohin der Weg auch führt
(Nicht als Eigentum
       Gegenseitig geschenkt, Sternschnuppen)

Womit hab ich das verdient
(Du bist schuld)
Woran denkst du (Bestes Stück)
Wunder
(Spuren, Diese 2)
Wut so doll
(Der geklaute Gameboy)

Z

Zähl mal mit (Nix dagegen)
Zahnspange (Mama, mach Mam'lade, Aufräum')
Zielsuche (Im Handumdrehn)
Zu anderer Zeit (Draufgänger)
Zuhörer (Der geklaute Gameboy)

Unvertonte Gedichte

Ausgewogenheit
Denkmal

Die Lichter an Weihnachten

      nach Senta Schads Abschied

Fettich

HDH
  (für Hanns Dieter Hüsch)
Nachlass

Traditionspflege

Trost ?

Wenn

Zum Trotz

Gedichte und Texte zum Jahresende

Das Jahr geht rum 1989
Einheitsweihnachten
1990  

Weiße Weihnacht in weißen Westen
(Dialog)1994
Von Nix kommt nix
(Reportage)1995
Die Lichter an Weihnachten
1998
Zehn Minuten Gedicht
2001 
Schon wieder Zeit
  2002
Frohe Weihnacht wieder mal
  2003 
Weihnachtsstimmung
2004

Gedichte über den Weihnachtsmann  

Jobsharing  Weihnachtsmann & Osterhase 1991
Der Weihnachtsmann auf Tour in Kur
1992

Der Weihnachtsmann Präsidentschaftskandidat

           (
Der Kandidat - gescheit gescheitert) 1993 
Glaubst du an den Weihnachtsmann?
1996
Weihnachtsstreik
1997 
Weihnachtsmann ohne Dichtlust
1998
Das Weihnachtslicht
1999
Weihnachtsmann mit Frust
2000 

Gerd Schinkel singt auf deutsch eigene Lieder  

CDs für Erwachsene:

Es gibt CDs mit Liedern für Erwachsene in quasi chronologischer Zusammenstellung (drei vorwiegend aus dem vorigen Jahrtausend), eine CD mit meinen besten Liedern aus dem vorigen Jahrtausend und - als besondere Zusammenstellung - einen Viererpack mit meinen besten Liedern.

0 - "Nix dagegen" - eigen(sinnig)e Lieder

1 - „Nicht als Eigentum" - eigen(artig)e Lieder

2 - „Stück des Wegs" - eigen(willig)e Lieder

3 - „So gesehen" - eigen(mächtig)e Lieder

4 - „Weit und offen“  - eigen(ständig)e Lieder  

5 - "Draufgänger" - eigen(händig)e Lieder

6 - "Unentdeckt" - eigen(tümlich)e Lieder

7 - "Du bist schuld" - eigen(wüchsig)e Lieder

8 - "Spuren" - eigen(wertig)e Lieder

9 - "Ausgeliefert" - eigen(nützig)e Lieder

10 - "Bestes Stück" - eigen(brötlerisch)e Lieder

11 - "So ist gut" - eigen(verantwortlich)e Lieder

12 - "Im Handumdrehn" eigen(süchtig)e Lieder

 

CDs in besonderer Zusammenstellung:

die besten eigenen aus dem vorigen Jahrtausend :

- "Sternschnuppen"

- "Schicksalsglück" - CD mit 19 Liedern 
             zu meinem  Buch : 
 
             „Bin ich ihr ähnlich?" 
             - Adoptivtochter auf Spurensuche in Korea“ -
             erschienen Dez. 2005 bei Books on Demand,
             Norderstedt, ISBN
3-8334-33915-7, 260 S., 14.90 €
            
Buch ist im Handel und bei mir erhältlich, CD nur bei mir

- "DIE BOX: gnadenlos anachronistisch - aber nicht hoffnungslos"  enthält meine mutmaßlich besten Lieder:
             - DIESE (1)
             - AUCH DIESE (2)
             - AUCH NOCH DIESE (3)
             - WOHL AUCH NOCH DIESE (4)

"- "1-fach" Beispielsweisen 
             vorzugsweise auszugsweise 

- "4-fach" Beispielsweisen 
             vorzugsweise scheibchenweise
            als 4er Box angelegt, aber auch jede CD einzeln 
            
( erschienen 2003, thematisch sortiert mit meinen bis 
             dahin geschriebenen besten Liedern):

- „Gegenseitig geschenkt“
     
„Beziehungsweisen“ schönste Liebeslieder
-
„Woher – wohin“ – 
            „Betrachtungsweisen“ beste Lebenslieder
- „Nichts ist ideal“ – 
            „Sichtweisen“ trotzigste Trotzlieder 

- „Papa backt“ – 
           
„Singweisen“ aus der Kinderwelt
   

Es gibt fünf CDs mit eigenen Liedern für Kindern in altersentsprechender Zusammenstellung sowie zwei CDs mit den besten Kinderliedern (einmal laut, einmal leise):

CDs für Kinder:

- "Igitt! Da drin sind Zwiebeln" - für Vorschulkinder
- "Ich bin groß" - zur Einschulung
       

- "Papa repariert" - für "frische" Grundschulkinder

- "Der geklaute Gameboy" -
für erfahrene Grundschulkinder 
- "Mama, mach Mam'lade" -
für große Grundschulkinder

sowie als "beste" Kinderlieder:
- "Aufräum'"   (laut genug)
- "Mach die Tür zu" (leise)


Gerd Schinkel singt auf deutsch eigene Lieder  

"Im Handumdrehn"
eigen(
süchtig)e Lieder  

Im Handumdrehn 

Die Tür ist zu, wenn ich sie schließ,               D
Topfpflanzen blüh’n, wenn ich sie gieß,         A
das Leben ist schön, wenn ich es genieß –  D
wenn ich es genießen kann.      
                  AD 

Trink ich ne Flasche aus, ist sie leer,                           D
schmeckt das auf’m Teller, dann will ich mehr,              A
Jeder Tag ist schön, ich mach ihn mir nicht schwer,      D
wenn ich ihn genießen kann.                                       AD

Im Handumdreh’n ist der Tag verpasst,                    C
wenn du zu genießen vergessen hast.                     DA
Ne vertane Chance ist verlorn –                                C
keiner bleibt völlig ungeschorn,                             DAD
keiner bleibt völlig ungeschorn.                           GAD

Im Haus ist dunkel, lösch ich’s Licht,
ich kann alles hörn, wenn keiner spricht,
Ich weiß, was war, was kommt halt nicht,

o
b ich es genießen kann.

Mit guter Laune fällt mir alles leicht,
harte Brocken werden aufgeweicht.
Und kein Tag dem andern gleicht,
wenn ich ihn genießen kann.

Im Handumdreh’n ist der Tag verpasst, 
wenn du zu genießen vergessen hast.
Ne vertane Chance ist verschenktes Glück – 
Wer Liebe schenkt, kriegt sie oft zurück,
Wer Liebe schenkt, kriegt sie oft zurück.

2006

Komm doch mal rüber  

Komm doch mal rüber, komm doch mal vorbei.
Komm mal rüber – hab heute frei.
So auf n Kaffee, Wasser ist schon heiß –
hast du auch viel zu viel zu tun, ich weiß.

Tassen stehn schon auf’m Tisch –
komm rüber – 
Kaffee ist frisch / auch Tee ist frisch
komm doch mal rüber…

Komm doch mal rüber, komm doch mal her.
Komm mal rüber oder fällt’s dir schwer.
Ich hab auch Tee da, vielleicht auch n Keks.
komm, lass uns klön’, sind ja viel unterwegs.

Komm doch mal rüber, komm doch einfach rein.
Bist doch genau wie ich zu oft allein.
Ich hab n Sofa und geheizt ist auch.
ist ganz gemütlich – hab was ich so brauch.

Komm doch rüber, auch mit bisschen Zeit.
Komm mal rüber, alles steht bereit.
ich lass die Briefmarken tief im Regal.
Bin ich nervös – auch das ist ganz normal. 

Komm doch wenigstens so auf’n Sprung.
Zeit läuft weg, sind beide nicht mehr jung.
Auch die Kids sind längst nicht mehr klein -
Wenn du mal ausgehst, sind die gern allein.

 2008

Vielleicht ist ja so

Vielleicht ist ja so, dass irgendwo
jemand auf dich wartet,
in sich gekehrt dort dich verehrt,
und sich mehr nicht traut.
Du bist versteckt, hältst dich bedeckt,
wie lang wohl jemand wartet,
sich schließlich dreht und weiter geht,
nicht mehr rückwärts schaut,
nicht mehr rückwärts schaut.

Vielleicht irgendwann findest du dann
worauf du so wartest,
den du begehrst, den du verehrst,
nicht zu nehmen traust.
Wie kann man sehn und wie verstehn,
wie lang du schon wartest. –
Zeig dein Begehr, vielleicht noch mehr,
zeig, wonach du schaust,

das, wonach du schaust.
 

Vielleicht irgendwie, man weiß ja nie,
werden die sich finden,
die dann bereit, fortan zu zweit,
ein Stück des Wegs zu gehn.
Herzlich vertraut sich angeschaut,
tief im Glück verschwinden –
solang es hält, kein Weg verstellt,
auch wenn Winde drehn,
wenn Winde drehn.

2008

Verwirrung

Hin und her, heiß und kalt, 
leicht und schwer, festgeschnallt,
keine Luft und keinen Platz, 
stottern nach halbem Satz.

Durchgedreht, abgehängt, 
umgemäht, eingezwängt.
Heißer Druck in der Brust 
pfropft den Hals, lähmt die Lust.

Ich weiß nicht mehr, wie mir geschieht, 
was mich mal hier-, mal dahin zieht...
Ich weiß nicht mehr, wohin ich geh, 
ob ich mich hier-, ob dahin dreh...

Enger Schlauch, Loch im Hirn, 
Blei im Bauch, feuchte Stirn,
keine Chance, ausgezählt, 
jede Wahl falsch gewählt.

Ich weiß nicht mehr, wie’s um mich steht, 
ob es nun hier-, ob dorthin geht...
Ich weiß nicht mehr, wie’s weiter geht. 
Hab ich noch Zeit? Ist’s schon zu spät? 

Mal sehn...  

1982

Zielsuche

Der Platz neben dir fühlt sich an wie ein Pranger,
ein Folterstuhl, solang du schweigst.
Hilfloses, krampfhaftes Suchen, Sich-Winden -
wie wahr darf das sein, was du zeigst...

Der Kopf streikt, das Herz schlägt hinauf bis zum Halse,
und unten im Bauch ist es flau.
Verschluckt an dem, was auf der Zunge gelegen,
weiß alles – und doch nichts genau... 

Ein Schritt neben dir, ein Abgrund dazwischen,
wie eine gähnende Schlucht.
Wird sie breiter, tiefer, unüberbrückbar,
den Grund liefernd für rasche Flucht?

Auch Scherben sind Reste, auch Narben sind Spuren,
sie zeugen von dem, was mal war.
Doch wie es gewesen, sagt nur die Erinnerung,
nur sie allein ist uns nah.

Der Weg neben dir führt wohin – in den Nebel,
der den Horizont gnädig verhüllt.
Zu sehn, dass er enden könnt, weit vor der Ferne,
das Herz kaum mit Zuversicht füllt.

Die Sinne geschärft, dazu mutig gepfiffen,
immerhin ist um mich herum Licht.
Vielleicht zeigt sich ein Ziel, eh es dunkel zur Nacht wird -
ausschließen lässt es sich nicht.

2008

Noch frisch

Die Wohnung ist ne Falle, 
wird zum Tempel mit Altar.
Die Möbel alle unverrückt – 
alles noch wie’s war.
Die Wände unverändert 
und der freie Kopf blockiert,
Bilder in den Händen, 
deren Anblick deprimiert.

Ein Ende kann kein Anfang sein, 
ein Schluss kein Neubeginn,
wenn alles trist und trostlos ist 
und tief im Dunkel drin.
Den Strich zu ziehen, abzuhaken, 
was grad erst geschehn,
geht nicht, denn der Schmerz ist frisch 
und will noch längst nicht gehn.

Das Bett war unser Bett, 
das Zimmer nicht bloß nur ein Raum.
Durchs Fenster noch derselbe Blick – 
im Schlaf nur einen Traum.
Fotos, Briefe, Kleinkram – 
überall wir angeklebt:
Erinnerung verfliegt nicht – 
weiß bloß nicht mehr, wie man lebt...

Wie wasch ich mein Gehirn frei? 
Wie hör ich nicht länger Moll?
Hab Zeit, doch keine Ziele – 
weiß nicht, was ich im Leben soll...
Wo ist das, was mir gut tut? 
Wer besorgt mir, was mir fehlt?
Wer holt dich, bringt dich wieder? 
Hab sonst nichts, was wirklich zählt...

Warum den Kopf nach oben? 
Mir geht’s besser, so versteckt...
Mag der Bär auch draußen tanzen - 
fühl mich wohler unentdeckt.
Was soll ich unter Leuten? 
Falsch wie sie sein und so nett?
Hab ein zerbrochnes Herz, 
und bei mir ist so kalt im Bett...

2008

Is egal                                                                           E/0

Soll die Zahnbürste rot oder blau sein?                                 E 
Der Kakao lieber warm oder kalt?                                         AEH7
Kommt der Schal ins Regal oder in’ Schrank rein?                 E
Magst Du den Käse lieber jung oder alt?                               H7 E
Willst Du vor- oder rückwärts lieber fahren?                            H7 E
Sitzt Du lieber hinten oder vorn?                                           AEH7
Isst Du die Würstchen gar nicht oder gleich in Paaren?           H7 E
Wenn Dich was piekt, was spürst Du: Stachel oder Dorn?       H7 E

Is egal, is egal, is egal, is egal -                                           ADA
Weiß ich jetzt noch nicht - frag mich nachher noch mal.
           c# f#
Is egal, is egal, is egal, is egal - 
                                          H7 E 
immer soll ich mich entscheiden, hab die Qual der Wahl,
       A H7
dabei is doch schnurz, dabei is doch piep, 
                        AE AE
dabei is doch sch......on egal.
                                           AE H7E

Ob im Wald wir nun schleichen oder pirschen? 
Wohin soll nun das Bild an der Wand?
Streuselkuchen mit und ohne Kirschen? 
Isst Du das Brot vom Teller oder aus der Hand?
Trägst Du Hut? Oder hast Du lieber Mützen? 
Siehst Du lieber Kino oder fern?
Magst Du mich lieber nun zum Lehnen oder Stützen?
Geboren bist Du, sag mir, unter welchem Stern?

Willst Du Erdbeer-, Vanille- oder Nusseis? 
Schmeckt der Keks besser weich oder hart?
Schokoladenriegel mit und ohne Puffreis? 
Bleibt er dran, kommt er ab, Papas Bart?
Scheitel links, Scheitel rechts, in der Mitte? 
Klopapier mehr kratzig oder weich?
Wenn Du was willst - ist das nun mehr als nur ‘ne Bitte?
Wann gibt’s Du mir die Antwort: sofort oder gleich?

Die Krise kommt

Ich kann denken, was ich will, 
es glauben oder nicht:
von jedem Kiosk springt es mir 
laut schreiend ins Gesicht.
Will ich davon nichts wissen und geh 
irritiert nach Haus -
drück ich auf den Knopf - schon knallt es 
aus der Glotze raus.

Was ich auch versuch, es bleibt mir 
keine Chance zur Flucht.
Ich häng im Netz und zappel 
und dann spür ich den Schlag mit Wucht.
Alle sagen mir dasselbe, 
laut und ungefragt -
einmal wird es mir gejammert, 
ein andres Mal geklagt:

Die Krise kommt. Die Krise kommt.
Wie ein Hammer haut sie rein. 
Und sie wird ohne Ende sein.
Die Krise kommt. Die Krise kommt.
Wie ein Hammer haut sie rein, 
und sie wird ohne Ende sein.

Einer klärt mich nüchtern auf, 
und ein anderer lallt.
Was ich davon halten soll, 
hab ich noch nicht geschnallt.
Und dann erkenn ich die Symptome 
in allem, was ich seh -
ich spür die Schraube mir am Hals, 
wie ich selbst noch an ihr dreh...

Mit ein bisschen Grips kannst du 
die Zeichen auch kapiern:
Hast du niemals Zahnfleischbluten, 
Füße, die dir friern...
Gestern noch, vom Chef ganz plötzlich 
so ein Riesenlob...
und letzte Woche stand es 
dick und fett im Horoskop.

Die Ellenbogen quietschen 
und es juckt so in den Zehen -
die Knie knacken komisch - 
aber es ist nichts zu sehn...
Ein Kribbeln in den Füßen 
und dazu ein Tatterich -
und auch nach einem vollen Bier 
bliebt der Durst noch fürchterlich.

Drückt es auf die Lunge 
und dir fällt das Atmen schwer,
flattern deine Nerven 
und dein Blick irrt wirr umher -
du kaust an deinen Nägeln 
und riechst deinen kalten Schweiß -
und obendrein verlierst du 
deine Haare büschelweis’...

1982

Das Recht, ein Mensch zu sein

Was gilt das Recht, ein Mensch zu sein?
Was fällt dir bei dieser Frage ein?
Denkst du dabei nur an Putsch und Diktatur,
Fundamentalistenwahn und Pressezensur?
Denkst du nur an Folter,
an Kerker, Barbarei -
dann blick dich um in unserer Freiheit
und sag mir: Was heißt hier frei?

Was gilt das Recht, ein Mensch zu sein?
Was ganz konkret, und nicht zum Schein?
Was gilt es am Fließband, im Büro und auf dem Bau?
Was gilt es für den Arbeitslosen, und was für die Frau?
Nur auf Papier steht was von
„Recht auf Arbeit“, „gleichem Lohn“,
in unsrem Land der Freiheit -
der Freiheit grad zum Hohn...

Was gilt das Recht, ein Mensch zu sein?
Obdachlose brauchen mehr als schlechten Wein.
Wenn wieder mal ein Berber in der Nacht krepiert:
Wen kümmert es - wenn auf der Welt so viel passiert...
Für den Flüchtling im Container,
den Verfolgten im Asyl
ist selbst im warmen Sommer
unser Land erschreckend kühl...

Was gilt das Recht, ein Mensch zu sein?
Nur fressen, schuften, schlafen kann nicht alles sein.
Wie eine Spielfigur schiebt man dich hin und her,
solange man dich brauchen kann - und dann nicht mehr.
Dann wirft man dich auf Seite,
und du stehst nur noch am Rand,
beleidigt und getreten,
mit dem Rücken an der Wand.

Was gilt das Recht, ein Mensch zu sein?
Schließt es das Recht zu leben und zu sterben ein?
Zum Tod verurteilt und im Krieg muss man krepier’n
und darf nicht sterben, will man Lebensqual verlier’n.
Wer schreibt vor, dass du leben musst,
entscheidet, dass du stirbst?
Wie frei bist du, wenn du nicht
für dich selbst dies Recht erwirbst.

Vers 1-4 Ende d. 70er J./ 2005

Big Brother 2004/8 (mehr als 20 Jahre spsäter)

Es blendet grell ein weißes Licht. 
Man kann vor lauter Helligkeit nichts seh'n.
Ringsum sind leere Straßen, 
und doch bleibt vor Platzangst keiner steh'n.
Beklemmung presst die Gurgel zu 
und zwingt auf die Stirne kalten Schweiß.
Sie lässt die Knie zittern 
und fährt in die Gesichter käseweiß
.

Big Brother is watching. 
Längst ist es soweit.
Mit Video und Servern 
hat er heute eine gute Zeit.

Draußen weht ein seichter Wind, 
doch bewegt er keine Luft.
Die Blüten stehn in voller Pracht, 
doch du atmest keinen Duft.
Die Nackenhaare sträuben sich 
und darunter eine Gänsehaut.
Die Spitzel wirken vor dem Bildschirm – 
wehe dem, der ihnen blind vertraut. 

Auf Straßen und auf Plätzen 
werden alle lückenlos erfasst.
Bürgerwehren kontrollier’n 
was du bei dir zu Haus verloren hast.
Gestöbert wird per Telefon. 
Dein Mail-Adressenbuch wird dir geklaut
und in die Welt verbreitet und du staunst, 
weil dir kein Partner mehr vertraut. 

Wer weiß, in welchen Datenspeichern 
schon deine Leberwerte steh’n.
Adresse, Schulden, Kontostand: 
wer's will, kann in die Speicherplatten seh’n.
Der Zugriff ist direkt, kein Passwort schützt, 
kein Schlüssel sperrt dein Haus.
Und plötzlich bist du ohne Job 
und kommst aus der Falle nicht mehr raus.

In der vollen Straßenbahn könn’ alle 
wie dein Handy klingelt hör’n.
Dass alle dir beim Reden zuhörn, 
scheint dich nicht die Spur zu stör’n.
Zuhause machst du online-banking, 
chattest noch ein wenig um die Welt
und surfst im world wide web voll Freude, 
weil die weite Welt dir so gefällt. 

Du klickst dich durch die Seiten, 
hinterlässt ne breite Spur als dein Profil.
Ob Studi-VZ, Google, Ebay, Amazon, 
du weißt gar nicht wie viel.
Die Suchmaschine findet dich 
und mit ihr jeder, der was wissen will,

auch was du für geheim hältst. Also 
red nur weiter, bleib nicht stumm und still.

Big Brother is watching – 
Nur du bist blind und taub.
Was willst du dich beschweren – 
hast dir den Datenschutz
längst selbst geraubt, längst geraubt..

2008

AUFZUG

Drei kalte Wände, glatt, glänzend, Metall,                 e
längs zwei Schritt Abstand, quer eher schmal -         C
aber keiner, keiner bremst sein’ Schritt.                    H7e
Niedrige Decke, sechs mal grelles Licht,                 e
senkrechte Strahler, rundum dicht –                         C
rascher Einstieg, ich will auch noch mit.                   H7

Sechs Männer, davon drei korpulent,                       GD9
ein Nicken, nicht dass man sich besser kennt,          eC
drückt auf den Knopf, nach unten, nicht weit -            D
die vierte Wand schließt für geraume Zeit…              H7e

Luft und Platz und Raum –                      CD9
aus der Traum – aus der Traum
                eC
weder Platz, noch Raum, noch Luft –
         aH7
streng der Duft, –
                                     e
II: Angst die Brust beklemmt,
                   xH7
was das Atmen hemmt, :II
                      eC IxH7e

Abwärts die Reise kurz, längst nicht am Ziel,
ein Schlag, dann Stillstand: nicht mehr mobil.
jeder staunt und überspielt den Schreck.
Der Tastendruck, wiederholt ein paar mal,
nichts sich bewegt, anscheinend Lage fatal –
jeder grübelt, und versteckt den Schreck.

Anruf beim Pförtner, bitte Geduld – 
ist nichts passiert, den Pförtner trifft keine Schuld,
beim Warten scherzen, Minuten vergehn,
nichts geschieht, doch langsam sollt was geschehn.

Luft und Platz und Raum –
aus der Traum – aus der Traum
weder Platz, noch Raum, noch Luft –
streng der Duft, –
II: Angst die Brust beklemmt,
was das Atmen hemmt, :II

Sakkos ausgezogen, locker der Schlips,
Alptraumphantasie, sechs Horrortrips.
Halogen auf Scheiteln brennt so heiß.
Der Platz, für acht gedacht, reicht kaum aus,
Distanz unmöglich, keiner kann raus –
von den Stirnen perlt der kalte Schweiß.

Handys gezückt – Glück: Man hat Empfang –
gewählt den Notruf, Mann, das dauert lang,
außen Stimmen, was sich draußen tut - 
Klopfen und Rufen, ja man hört uns gut…

Luft und Platz und Raum –
aus der Traum – aus der Traum
weder Platz, noch Raum, noch Luft –
streng der Duft, –
II: Angst die Brust beklemmt,
was das Atmen hemmt, :II

Doch noch ein Panikanfall, geht vorbei,
ein paar Minuten noch, dann wieder frei –
doch nichts tut sich, was geht draußen vor?
Sag irgendwas, Hauptsache es lenkt ab,
Kraft und Nerven spar’n, macht einer schlapp…
Seid mal leise – was dringt da ans Ohr?

„Will raus hier“ – Fäuste trommeln laut an die Wand –
quälende Ohnmacht raubt beinah den Verstand.
Ein lautes Hämmern, von außen, ein Ruck –
Die Tür wird aufgeschoben, nach lässt der Druck.

Luft und Platz und Raum –
ein Schreck, kein Traum, war kein Traum 
wieder Platz und Raum und Luft 
verdrängt den Duft, 
und die Brust befreit
war höchste Zeit, höchste Zeit.

2006

Ohne Ende

Tränen ohne Ende - 
jeder Tag nur grau und trist,
der Schmerz kaum zu ertragen, 
seit du nicht mehr bei mir bist.
Wo blieb unser Glück – ein Glück, 
das man nicht einfach hergibt...
Glaubst du, es gibt einen Menschen, 
der dich wirklich mehr liebt?

Schwer verwundet in der Seele, 
tief im Herz verletzt:
Abgeschoben, ausgesperrt, 
vor die Tür gesetzt,
das Dasein ohne Freude, 
nur von Einsamkeit gequält,
um den Lebenssinn betrogen, 
ohne Ziel, das noch was zählt...

Trauer ohne Ende – 
jeder Tag nur trist und grau,
kaum zu lindern diese Schmerzen, 
niemand, dem ich noch vertrau’.
Jeder rät, dich zu vergessen, 
doch wie soll mir das gelingen,
wenn ich eins nur wissen will: 
Was kann dich wieder zu mir bringen...

Wund an Herz und Seele – 
wie verheilt der tiefe Riss?
Du entfliehst aus meinem Leben, 
weißt nicht, wie ich dich vermiss’...
Lässt mich mitten in den Trümmern, 
hilflos, fassungslos allein –
Weiß nicht, wie es weitergehn soll – 
wie kannst du so grausam sein?

Träume ohne Ende – 
grau und trist ist jeder Tag.
Der Schmerz kommt immer wieder, 
wenn ich nach den Gründen frag.
Warum gingst du fort? Was, glaubst du, 
kann ich dir nicht geben?
Wonach suchst du? Findest du 
dein Glück? Ein neues Leben?

Wie vernarbt die Seele? 
Woher holt ein Herz die Kraft,
durch den Schmerz hindurch zu schlagen? 
Ich weiß nicht, wie es das schafft...
Deine Worte im Gedächtnis, 
deine Briefe auf Papier –
Alles kannst du mir nicht nehmen – 
ich bleib auch ein Stück von dir...

2008

Die Nacht durchwacht

Die Nacht durchwacht – wieder nicht geschlafen.
Aufgedreht wie nach zuviel Kaffee,
verstopft der Kopf, darin sich Fragen überschlagen –
sag warum, weil ich’s nicht versteh.
Die Nacht durchwacht – und ewig kommt kein Morgen
Und keine Chance, dass ich dich wiederseh.

Was du wohl denkst? 
Wälzt du dich auch hin und her?
Lässt dich alles kalt? 
Denkst du an mich schon längst nicht mehr?

Die Nacht durchwacht – nur dein Bild vor Augen –
Erinnerung an verlorne Zeit.
So viel erlebt, soviel Glück gefunden –
zerplatzt der Traum – kein Lebensweg zu zweit...
Die Nacht durchwacht – und draußen fällt der Regen,
und nichts, was mich von meinem Schmerz befreit...

Ob du wohl schläfst? 
Machst du wie ich kein Auge zu?
Denkst du an mich? 
Kümmert dich nicht mehr, was ich tu?

Die Nacht durchwacht, mit Hoffen und mit Bangen.
Die Sehnsucht wächst sobald es draußen tagt.
Wer weiß wie oft am Telefon gehangen –
Dich anzurufen wieder nicht gewagt...
Die Nacht durchwacht, bis es draußen dämmert –
Und keine Frage, die noch nicht gefragt...

Wo du wohl bist? 
Hast du die Nacht allein verbracht?
Vielleicht hast du ja 
genau wie ich die Nacht durchwacht...

2008

Frei wie der Wind

Die Tür fällt ins Schloss und ich 
weiß nicht warum.
Dass du gehst, macht mich sprachlos, 
der Schmerz macht mich stumm.
Du suchst deinen Weg und willst nicht, 
dass ich ihn mit dir geh.

Was ich denk, ist nicht druckreif, 
verwirrt, unsortiert.
Hab so blind drauf vertraut, 
dass dies niemals passiert.
Merk nun, dass ich meinem Zynismus
kaum noch widersteh.

Frei wie der Wind, drehbereit Tag und Nacht,
hat mir dein Abgang auch Chancen gebracht,
mich zu verwirklichen, rücksichtslos, hemmungslos, frei...
Selbstbewusstlos, wie ein Wimpel verdreht,
wie ne Bierdose, die leer im Weg herumsteht,
such ich mich selbst ohne Chancen, bist du nicht dabei.

Unser Weg ist zuende - 
weiß nicht, wo ich bin,
nicht, wohin ich mich wende, 
erkenn keinen Sinn.
Ich find keine Richtung, will nicht, 
dass sie jemand mir zeigt.

Was du denkst, wüsst ich gern, 
vielleicht denkst du an mich.
Konntst du mir nicht vertraun? 
Und was war ich für dich?
Merk nicht, wie ein jeder, dem ich 
meine Fragen stell, schweigt.

Frei wie ein Vogel, und doch flügellahm,
bleib ich dort nur zurück, wo ich mit dir hinkam,
mich zu bedauern, so grenzenlos, hemmungslos, tief.
Unfähig aus meinem Käfig zu fliehn,
der mit dir neben mir doch so wunderbar schien,
find ich kein Ziel, das mich ruft, so wie’s mich zu dir rief.

Die Tür fällt ins Schloss und ich 
weiß nicht warum.
Dass du gehst, macht mich sprachlos, 
der Schmerz macht mich stumm.
Du suchst deinen Weg und willst nicht, 
dass ich ihn mit dir geh.

2008

Neustart

Orkane toben, Mut kann sinken,
Strömung reißt mit – Luft geht aus.
Kein Grund in Ängsten zu ertrinken –
wer durchhält, findet wieder raus.

Los geht’s nur, wenn man sich lösen kann,
und vom Ballast sich selbst befreit.
Der Blick ein Schub, durch den klar wird, du bist dran –
gerade noch zur rechten Zeit.

Stürme wüten, Kraft kann schwinden,
Strudel ziehen – Luft wird knapp.
Trotz hilft, die Furcht zu überwinden –
und nur wer zögert, macht schon schlapp.

Nach vorn geht’s leicht, wenn man nicht nach hinten blickt
Was man erlebt, geht nicht verlorn.
Ein Schritt zum Start, an den dich niemand schickt –
zum Neubeginn wie neu gebor’n.

Winde drehn, ein Kreuz kann brechen,
Fluten steigen – Luft bleibt weg.
Fällt es auch schwer zu widersprechen –
nur dem, der aufgibt, fehlt der Zweck.

Bergab geht’s nur solang bis man unten ist –
der Kurs nach oben steht dir frei.
Dein Weg ein Ziel, auf dem dir klar wird, wer du bist –
und wenn du willst, bist du dabei.

2008

Deine Klamotten                                    E/0

Mama, mach den Schrank auf -                               E I AG I A I 
was hast Du für Sachen?                                          AGA I
Sieht doch gar nicht schlecht aus -                            E 
kann man was draus machen.                                      A
Lass mich doch mal anprobiern -                                 H7
wie mir das wohl steht...                                              A
siehste, passt mir auch schon!                                    E 
Hab’s gewusst: Das geht.                                        A H7 E

Deine Klamotten sind auch meine Klamotten,                    A I DA I
die fressen sonst nur die Motten - 
                                     E H7
komm, rück sie raus, raus, raus, raus -
                               E E7
Gib mir Deine Klamotten - sei nicht so geizig wie Schotten - 
    A E
solln die im Schrank bloß verrotten -
                                        H7
komm, rück sie raus, rück sie raus, rück sie raus.
                E H7 E

Was hast Du für Hemden? Papa, lass mal sehen.
So locker über’n Jeansbund... könnte mir doch stehen...
gib mal den Pullover her. Den trägst Du doch nie.
Ich laß ihn einfach schlabbern, runter bis ans Knie...

Omi, Deine Bluse hat so hübsche Spitzen...
der Kragen und die Schultern - kuck mal, wie die sitzen...
Die brauchst Du bestimmt nicht mehr...?...Sieh mal, wie die passt.
Kuck, was für ‘ne schicke Enkelin Du hast...

Gib doch mal das Kleid her! Zeig doch mal die Schuhe!
So ein hübsches T-Shirt... Was ist da in der Truhe?
Lass mich mal den Rock anziehn! Die Hose passt mir auch!
He, was für ‘ne Jacke - Oh ne! Du hast da drin ‘n Bauch!

Das Phantom: Der Opa                         C/0

Wenn Opa früh um fünf schon nicht mehr schlafen kann,           CGC
dann zieht er sich den bunten Bademantel an,                          FC
schleicht durch das Treppenhaus nach draußen vor die Tür GC I ea
und läuft dort Rollschuh - eine ausgefallne Kür.              D D7 G IG7
Er läuft nur kurz, weil er nicht will, dass man ihn sieht.              CGC
Wenn’s einer sieht, weiß er ja nicht, was ihm geschieht...           Fe
Drum zieht er bald schon wieder seine Rollschuh aus                FC
und schleicht auf Socken wieder hoch im Treppenhaus.            GC

Das ist der Opa - das Phantom!                                                FD
Kuck, wie der kuckt - der steht schon wieder unter Strom...
       GC
Warum hat Oma ihn bloß nicht mehr so im Griff? 
                       FD
Was ist sein Trick? Was ist sein Kniff?
                                       GC

Wenn Opa dann die Zeitung lesen will um acht,
dann hat er sich schon mehrmals halb kaputt gelacht.
Vorm Spiegel hat er kurze Hosen anprobiert -
mit langen Unterhosen drunter - das passiert...
Er kuckt die Zeitung durch, wo die Annoncen sind:
Wer ist gestorben, und wer hat ein neues Kind...
Erst neulich hat er inseriert, er sei verlobt -
da hat die Oma aber ganz schön laut getobt...

Hat Opa dann sein Frühstück hinter sich um zehn,
besucht er Schulen, will dort nach dem Rechten sehn.
Er hat ‘nen leeren Werkzeugkasten in der Hand
und sagt: "Herr Lehrer, ist denn Ihnen nicht bekannt:
Ich muss im Klassenraum die Heizung repariern,
damit die Kinder, wenn es kalt ist, nicht mehr friern.
Bestimmt hab ich genug zu tun bis gegen drei -
am besten geben Sie den Kindern einfach frei..."

Wenn Opa mittags sich zum Schläfchen hingelegt,
hat er schon bald ein ganzes Waldstück umgesägt,
springt dann vom Sofa gegen vier und ist so fit
und schleppt die Oma auf ‘ne Joggingrunde mit.
Danach geht er mit Walkman in den Spielpalast.
Er kennt die Tricks und weiß, wann welcher Knopfdruck passt.
Die jungen Leute staunen mit dem Mund weit auf.
Der Opa steigt durch alle Level - ist gut drauf.

Ist Opa schließlich spät beim Fernsehn eingenickt,
hat er am Abend noch ein Stündchen lang gekickt.
Am Plätzchen, da gelingt ihm mancher feste Schuss -
hat er sein siebtes Tor gemacht, dann macht er Schluss.
Er schnappt die Oma, setzt sie in sein Cabrio,
fährt in die Disco - das läuft jeden Abend so.
Da zeigt er, was noch in den alten Knochen steckt -
doch da hat ihn die Oma aus dem Schlaf geweckt...

Das war der Opa - das Phantom!
Er steht in seinem Traum noch immer unter Strom.
Und wenn er träumt, hat ihn die Oma nie im Griff -
das ist sein Trick, das ist sein Kniff!

Heut geht M.G.

Kein Weg zur Arbeit mehr per Bus – 
damit ist ab heute Schluss.
Mal früh zur Schicht, mal spät erst frei – 
ist ab heute auch vorbei.

Mit Margit mal zum Kiosk gehn – 
da wird man sie nicht mehr sehn.
In Konferenzen viel notiern – 
wird ihr ab heut nicht mehr passiern,
die Redaktion stöhnt Weh und Ach – 
heut geht Marlies Grützenbach.

Kein RvD mehr schrill und laut, 
kein Redakteur, der muffig schaut,
egal, ob der Kopierer geht, 
ein Fax kommt und die Leitung steht,

kein Honorar, das sie mehr schreibt, 
kein Assi sich am Dienstplan reibt,
kein Moderator mehr dumm fragt, 
und keiner ihr die Ohrn voll klagt,
die Redaktion wird blass und schwach: 
heut geht Marlies Grützenbach.

Geduld muss sie hier nicht mehr zeigen, 
Wenn’s klingelt, kann sie einfach schweigen.
Kein Anruf landet mehr bei ihr, 
kein Durchzug mehr bei offner Tür,

der Drucker mag zur Unzeit spinnen,
im Kühlschrank ruhig die Milch gerinnen -,
Kein Anruf mehr von Barbara – 
Marlies macht ab heut sich rar,
Ein Schreck – die Redaktion wird wach: 
heut geht Marlies Grützenbach.

Sie geht - und das sei ihr gegönnt, 
auch dass sie denkt, dass „man sie könnt“…
Hier hat sie lang genug geschrieben,
telefoniert, sich aufgerieben.

Der Bus fährt sie zurück nach Haus,
nach Bensberg, dort ruht sie sich aus.
Jetzt nur noch Tochter, Mutter, Oma,
und wir falln traurig fast ins Koma  -
Die Spatzen pfeifen es vom Dach: 
Alles Gute Marlies Grützenbach…    

2007 

Bei Gelegenheit (Wiedersehn  reloaded)

Wenn man vom letzten Lied die letzte Strophe singt, 
und wenn der letzte Akkord dann auch verklingt,   

ist das Konzert vorbei, man könnte dann sogar schon gehn. 
Bei Gelegenheit  werden wir uns bald wiedersehn.

Lächeln und Lachen, sogar mal nachgedacht -
die Welt ist schön, wenn man bloß mal die Augen aufmacht
War ja so nett bei euch hier, will auch längst noch gar nicht gehn
bei Gelegenheit werden wir uns doch wiedersehn.

Manchen geht’s so gut, andern dafür so schlecht. 
So ist die Welt nun mal: hart und grausam, ungerecht.
Hast du genügend Kraft, kannst du vielleicht ja widerstehn.
Und mir deine Narben zeigen, dann wenn wir uns wiedersehn.

Wie eine gute Zeit nicht ewig dauern kann,
dunkle Stunden kommen auch irgendwann am Ende an, 
es ist schon vorbei, noch eh wir uns einmal drehn.
Bei Gelegenheit werden wir uns ja wiedersehn.

instrumental

Sind die Straßen auch verstopft, und die Blechlawine rollt, 
und ein Gewitter den Tribut an die Hitze zollt –
            Glatteis                         Kälte
            Regen                         das Frühjahr

erster Sturm Tribut an den Spätherbst

was auch passieren mag - es wird immer weitergehn.
Bei Gelegenheit werden wir uns wiedersehn.

Wenn man vom letzten Lied die allerletzte Strophe singt, 
und wenn dann auch der letzte Akkord verklingt,   

ist das Konzert vorbei, man könnte dann tatsächlich gehn.
Bei Gelegenheit werden wir uns ja wieder sehn,  

wiedersehn, wiedersehn ...

2009

mehr texte - über kurz oder lang - schau mal wieder rein