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„Schicksalsglück“
Lieder
zum Buch
"Bin ich ihr ähnlich?"
Adoptivtochter auf Spurensuche in Korea
1
Baby Doll –
ein ganz alter „Begrüßungstext“ für einen neuen Menschen, der
bereits in meinem Liederbuch „Überlebenslieder - Texte übers Leben“,
erschienen 1982 im Stuttgarter „RADIUS-Verlag“, enthalten war...
geschrieben etwa 1980, vertont Anfang der neunziger Jahre. Der Text steht
insofern im Zusammenhang mit meinem Buch, als er indirekt auch unseren
Wunsch nach Kindern ausdrückt, der uns schließlich dann dazu führte,
Kinder zu adoptieren.
2
Anderes Kind –
greift die Tatsache auf, das es Kinder und „andere Kinder“ gibt:
Kinder, denen es gut geht, und andere, die es schwerer haben. Geschrieben
etwa 1982 unter dem Eindruck der Mitarbeit bei „terre des hommes“ und
der Adoption unseres ersten Kindes aus Korea.
3 Anneli –
die Idee zu diesem Text kam bei der Beschäftigung mit Liedern von Tom
Paxton. Der große amerikanische Singer/Songwriter, der auch für mich ein
großes Vorbild ist, verfügt über eine unglaubliche künstlerische
Bandbreite. Er hat neben unmissverständlich politischen, witzigen
satirischen, knallharten agitatorischen Liedern genauso feinfühlige
Liebeslieder geschrieben und Kinderlieder. Darunter sind auch zwei Lieder,
die jeweils einer der beiden Töchter Jennifer und Katy gewidmet sind. Auf
die Melodie von "Jennifer's Rabbit" entstand mein Text für
Anneli, der zweierlei festhalten sollte: Ihre außergewöhnliche Herkunft
und ihren außergewöhnlichen Charme, den sie schon als Kind hatte, ohne
sich darüber klar zu sein.
4 Jannik –
Der Text für Jannik entstand auf Paxtons Lied "Katy" und er
beschreibt unseren kleinen Sohn und seine Quirligkeit, seine
Durchsetzungskraft und Neugier, die natürlich auch ihre Kehrseiten
hatten...
5
Fang an –
die Suche nach der eigenen Identität fällt mitunter schwer, vor allem
wenn die Antworten auf Fragen ungewiss sind. Entstand mitten in einem
unglaublichen Erlebnis unserer Familie, als unsere erwachsene
Adoptivtochter sich auf die eigentlich aussichtslose Suche nach ihren
leiblichen koreanischen Eltern begab, die sie dann schließlich auch fand
(ich habe darüber ein Buch geschrieben). Doch nicht jeder hat so ein
Glück, und die Furch vor "Pech" kann eben auch bremsen, noch
ehe die Suche richtig begonnen hat. Ende 2003 geschrieben.
6
Mach dir nichts vor -
unsere Kinder, die inzwischen erwachsen sind, haben wir beide adoptiert.
Sie wurden in Südkorea geboren und kamen als Säugling oder Kleinkind zu
uns nach Deutschland. Die von uns beobachtete Begeisterung, mit der unsere
Kinder - solange sie klein waren - von unseren Mitmenschen aufgenommen
wurden, steht in krassem Gegensatz zu menschenverachtenden,
fremdenfeindlichen Reaktionen, mit denen manche Zeitgenossen asylsuchenden
Flüchtlingen begegnen. Da man unseren Kindern - nun erwachsen - nicht auf
den ersten Blick ansehen kann, warum sie hier sind und nicht in Asien, ist
dieses Lied ein früher Versuch gewesen, sie auf mögliche Anfeindungen
vorzubereiten... Das Lied schrieb ich 1982 kurz nachdem unsere Tochter zu
uns kam und unser Sohn noch gar nicht auf der Welt war...
7
Woher wohin –
um unseren Sohn bei seiner schwierigen Suche nach der eigenen Identität
zu begleiten; geschrieben 2003,
8 Schicksalsglück -
ein verschlüsseltes Lied, das sich an der Lebensgeschichte unserer
Adoptivtochter entlang hangelt: Als Baby durch unglückliche Umstände von
ihrer leiblichen Verwandtschaft getrennt und zu uns gekommen, hat sie als
junge Frau nach ihrer koreanischen Mutter gesucht, mit Glück ihre
komplette Familie gefunden und nicht nur angenehme Antworten auf Fragen
und Rätsel bekommen... geschrieben 2004
9 Er tanzt -
manche jungen Leute können aus eigenem Antrieb gar nicht früh genug
hinkommen, andere sträuben sich dauerhaft oder leisten zu geringen
Widerstand, wenn man sie sanftem Druck aussetzt, endlich eine Tanzschule
zu besuchen. Dass es durchaus Vergnügen machen kann, zur Musik nach
Regeln übers Parkett zu schweben, wird vielleicht nicht jeder
nachvollziehen, aber muss ja auch nicht... Unser Sohn war jedenfalls überrascht,
wie viel Spaß es macht... geschrieben 2004
10 Sie lacht -
es gibt Menschen, die offenbar dafür geschaffen sind, gute Laune zu
verbreiten und andere mit ihrem Lachen anzustecken. Unsere Tochter zählt
dazu... geschrieben 2004
Weitere Lieder,
die im entfernteren Zusammenhang
mit der Geschichte stehen
11
Midlife-Krise -
bei
einem schlägt sie früher, bei anderen später zu, mit unterschiedlichen
Symptomen, aber durch muss wohl jeder ... geschrieben 1980 als ich 30
Jahre alt war, zu einer Zeit, in der wir - ein Jahr nach unserer Hochzeit
und beruflich auf sicherem Gleis - anfingen, uns intensiver mit dem
Gedanken an eigene Kinder zu beschäftigen und erste Kontakte zu "terre
des hommes" entstanden. Die Vollendung des dritten Lebensjahrzehnts
ist ja für manche Mitmenschen wie das Durchbrechen einer imaginären
Mauer, hinter der sie sich - solange sie diese noch nicht durchbrochen
haben - "jenseits von Gut und Böse" wähnen... Für uns war die
Überschreitung dieser Altersgrenze - und auch später weiterer -
nie ein Problem.
12
Stück des Wegs -
als mir vor Jahren ein junger Mann sagt, dies sei das schönste
Liebeslied, das er je gehört habe, hat mich das gefreut und verwirrt. Es
ist nur der Versuch, viel, aber nicht zu viel zu versprechen...
geschrieben 1980, als wir uns darauf einstellten, nicht nur ein
"Stück des Weges" gemeinsam zu gehen, sondern auf dem Weg auch
noch Kinder mitzunehmen...
13
Gamino -
als Vorstandsmitglied bei „terre des hommes“ Deutschland hatte ich
zwischen 1984 und 1987 monatlich über die Verwendung
von Spendengeldern mitzuentscheiden. Dies hieß konkret: Welche
entwicklungspolitisch sinnvollen Projekte sollten gefördert werden. Zuvor
hatten wir schon einige Jahre in der Ludwigsburger Arbeitsgruppe von „terre
des hommes“ bei Aktionen mitgewirkt, die allein den Zweck hatten, die Öffentlichkeit
zu informieren und Spenden zu sammeln. In dieser Zeit entstand dieses Lied
über Slum-Kinder in Lateinamerikas Elendsvierteln, die sich ihren
Lebensunterhalt auf den Müllkippen der Metropolen erkämpfen und von den
Abfällen leben, die von den Reichen weggeworfen wurden. Geschrieben 1982
14
Kleiner Engel -
die Eltern stehen am Vorabend der Einschulung vor dem Kinderbett und
betrachten ihr schlafendes Kind. Lange Zeit - vielleicht immer noch -
Annelis Lieblingslied aus meinem Repertoire, vielleicht weil es wie kaum
ein anderes von mir die Geborgenheit widerspiegelt, die sie bei uns
gesucht und - hoffentlich - gefunden hat. Es ist das Halbzeitlied in meinem Kinderliederzyklus zum Thema „Einschulung“,
beschreibt die Gedanken von Eltern am Bett ihres schlafenden Kindes, das
am folgenden Tag eingeschult werden soll; geschrieben
1989
15
Durch den Wind –
wer weiß eigentlich schon so genau, wer oder was er oder sie ist, vor
allem wirklich... insofern auch ein
Lied, das sich mit Identitätsproblemen auseinandersetzt; geschrieben
2003
16
Brav, dreh dich zur Wand -
und schlaf gut ein... das Lied entstand in einer Zeit, als es nicht mehr
so regelmäßig erforderlich war, unsere Kinder händchenhaltend in den
Schlaf zu begleiten. Eine Zeit lang davor waren wir da mehr gefordert...
17
Sternschnuppen -
jeder dürfte schon mal Sternschnuppen und gerätselt haben, was es mit
ihnen auf sich hat und wie das mit den Wünschen zu verstehen ist, die man
nicht laut sagen darf. Viele werden auch den Trick kennen, wie man den
Polarstern finden kann; die Idee zu diesem Lied kam Anfang der neunziger
Jahre beim Blick in den Sternenhimmel; eines meiner schönsten Lieder. Von
der Vorstellung, sich beim Anblick einer Sternschnuppe heimlich etwas
wünschen zu können - was dann vielleicht auch wahr werden könnte - zur
Idee, dies auch mit der Sehnsucht nach einem Menschen - der leiblichen
Mutter - zu verbinden, den man verloren hat, ist es kein weiter Weg...
18
Weit und offen –
weist auf die vielen Perspektiven für die neue Zeit zu zweit
hin, die nach dem Auszug der erwachsenen Kinder beginnt; oft das Schlusslied meiner
Konzert-Programme vor dem Zugabenteil, geschrieben 2002
19
Alles hat seine Zeit -
wenn die Kinder aus dem Haus sind und ihre Wege in die Selbständigkeit
suchen und finden, können sich die Eltern wiederfinden - falls sie sich
gelegentlich gegenseitig vernachlässigt haben sollten - und Bilanz
ziehen, wenn sie mögen... geschrieben
2003
Gesamtinhaltsverzeichnis
(plus Angabe der CD,
auf der das Lied zu finden ist,
Kinderlieder kursiv geschrieben)
A
Abhetzblues
(Du bist schuld, Der geklaute Gameboy,
Papa backt,
Aufräum', Diese 1)
Abrechnung
(Nicht als Eigentum,
Nichts ist ideal,
Diese 2)
Acht große Lieben
(Spuren, Diese 2)
Adventszeit
- Bastelzeit (Mama, mach Mam'lade)
Alle alle
da (Mama, mach Mam'lade)
Allein
mit meinen Träumen (Nicht
als Eigentum)
Alle
haben einen Weg (Ich bin groß)
Alleine
in der Stadt (Papa repariert)
Alle
Kinder draussen (Der geklaute Gameboy)
Alles
dabei (Weit und offen,
Gegenseitig geschenkt,
Diese 3)
Alles hat
seine Zeit (Draufgänger,
Gegenseitig
geschenkt,
Schicksalsglück, Diese 1)
Alle
Zeit (Bestes Stück)
Andres
Kind (Draufgänger, Mama, mach
Mam'lade,
Schicksalsglück)
Anneli (Schicksalsglück)
Anziehlied
(Igitt, da drin sind Zwiebeln, Aufräum')
Aufgewacht (Spuren)
Aufräum’
(Du bist schuld, Papa repariert, Papa backt,
Aufräum')
Auf
Reisen (Stück des
Wegs, Sternschnuppen)
Aufstehn
Auf
Wiedersehn (Ich bin groß)
Aufzug
(Im Handumdrehn)
Ausgeliefert
(Ausgeliefert, Diese 1)
Aus,
over, roger (Unentdeckt)
Aussen vorbei (Spuren)
Ausstand
(So ist gut)
Ausziehen
(Ausgeliefert, Diese 4)
Autowäsche
(So ist gut)
B
Baby
Doll (Draufgänger, Igitt, da
drin sind Zwiebeln,
Papa backt)
Bäh (Ich bin
groß)
Bande Bande
(Papa repariert)
Bangelied
(Igitt, da drin sind Zwiebeln, Mach die Tür zu)
Bauchschuss
(Nicht als Eigentum)
Bauchweh
(Igitt, da drin sind Zwiebeln, Mach die Tür zu)
Bei
Gelegenheit - Wiedersehen reloaded
(Im Handumdrehn)
Bekenntnis
(Nicht als Eigentum)
Bestes
Stück (Bestes Stück)
Beweise (Unentdeckt)
Big Brother (Nicht
als Eigentum)
Big
Brother 2004 (neu) (Im
Handumdrehn)
Bilanz (Weit und offen)
Bis sie geht (Unentdeckt, Diese
2)
Bloß
keinen Schiss (Ich bin groß)
Blütenträume (auch
engl.) (Stück
des Wegs,
Gegenseitig
geschenkt)
Bonbonpapier
(Der geklaute Gameboy, Aufräum')
Brieffreundschaft
(Der geklaute Gameboy, Papa backt,
Mach die Tür zu)
C
Camping
(Papa repariert, Papa backt, Aufräum')
Camping-Disco
Computer
(Nix dagegen)
Cool
(So ist gut)
D
Das
merk ich mir (Papa repariert, Papa backt, Mach die
Tür zu)
Das
peinliche Lied (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Papa
backt, Aufräum')
Das
Phantom: Der Opa (Der geklaute Gameboy, Papa
backt, Aufräum', Im
Handumdrehn)
Das
Recht ein Mensch zu sein (Stück
des Wegs,
Nichts ist ideal,
Sternschnuppen)
Das
Recht ein Mensch zu sein - ergänzt
(Im Handumdrehn)
Das
war's (So ist gut)
Das
Weihnachtslicht (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Da war doch
was (Ich bin groß)
Denk
nun an dich (So gesehen)
Deine
Klamotten (Der geklaute Gameboy, Papa backt,
Aufräum', Im
Handumdrehn))
Der Abend
vorher (Ich bin groß)
Der
ewige Despot (So gesehen, Nichts
ist ideal)
Der
geklaute Gameboy (Der geklaute Gameboy,
Aufräum')
Der
Hexenmeister (Papa repariert, Aufräum')
Der
Junge ist tapfer (Papa repariert, Mach die Tür zu)
Der
Kalender (So ist gut)
Der
Kardinalsfehler (Bestes Stück)
Der Namenstag
(Ich bin groß)
Der
qualmende Karl (Papa repariert)
Der Ranzen
(Ich bin groß)
Der
Tropfen (Ausgeliefert)
Der
Verdacht (Bestes Stück)
Der
Zirkus (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Dicke Decke
(Bestes Stück)
Die
Eulen lauschen (Weit und offen)
Die
ist bekloppt 1 (Der geklaute Gameboy, Aufräum')
Die
ist bekloppt 2
Die
Krise kommt (Im
Handumdrehn)
Die
Lehrerin (Ich bin groß)
Die
Macht des Glaubens (Ausgeliefert,
Diese 3)
Die
Nacht durchwacht (Im Handumdrehn)
Die Schule
(Ich bin groß)
Die
Tage werden kürzer (Nix
dagegen)
Die
Tüte (Ich bin groß)
Doch
aufgepasst (Der geklaute Gameboy, Aufräum')
Domina (Spuren)
Draufgänger
(Draufgänger, Woher - wohin, Diese
1)
Drei alte Kisten (Nix
dagegen)
Drüber schlafen (Du bist schuld)
Du
alte Schule (Mama, mach Mam'lade)
Du
bist schuld (Du bist schuld,
Diese 1)
Du bist zu allem fähig (So
gesehen, Nichts ist ideal)
Du könntest meine Tochter sein (Draufgänger,
Woher - wohin, Diese
3)
Du nicht bei mir (Weit
und offen, Gegenseitig
geschenkt, Diese 3)
Durch den Wind (Draufgänger)
Durchsicht
meiner Konten (So
gesehen)
Dutzendgesicht (Unentdeckt, Diese
4)
E
Eile
mit Weile (So ist gut)
Ein Blick (Draufgänger,
Gegenseitig geschenkt, Diese 4)
Ein
Glas Saft (Papa repariert, Papa backt, Mach die Tür
zu)
Eismann (Mama, mach Mam'lade)
Epitaph
für John Pearse (So ist gut)
Epitaph
für Phil Ochs (auch in engl.)
(Nicht als
Eigentum,
Nichts ist ideal, Sternschnuppen,
Diese 3)
Epitaph
für Rudi Dutschke (Stück
des Wegs, Nichts
ist ideal)
Er tanzt (Unentdeckt, Diese 1)
Es
ist wie’s ist (Du bist schuld, Mama, mach Mam'lade,
Papa backt, Aufräum')
Es
tut mir leid (Nicht als
Eigentum)
Etikette (Unentdeckt)
F
Fahrrad
fahrn (Papa repariert)
Falschgeld
(So ist gut)
Fang
an (Weit und offen)
Fassade
Fast dreißig
Jahre (Ausgeliefert)
Fit
oder fett (Stück
des Wegs)
Flieg
(Ausgeliefert, Diese 2)
Forschung (Du
bist schuld)
Fragen
Fragen Fragen (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Papa
backt)
Freiheit
(Du bist schuld)
Frei
sein (Draufgänger)
Freispruch
(Ausgeliefert)
Frei
wie der Wind (Im Handumdrehn)
Fremde Augen (Nix
dagegen)
Freund aus Potsdam (Nix
dagegen)
Freunde, seid wach (Nicht als
Eigentum, Nichts ist
ideal,
Sternschnuppen, Diese 1)
Frieden (Stück
des Wegs, Nichts ist ideal,
Sternschnuppen, Diese
3)
Früher war alles besser (Draufgänger)
Frühstück
im Bett (Mama, mach Mam'lade)
Furcht
im Nacken (Nix dagegen)
G
Gamino
(Nicht als Eigentum,
Nichts ist ideal)
Gegenseitig geschenkt (Weit und
offen, Gegenseitig
geschenkt, Diese 2)
Geh
nicht auf den Wecker (Mama, mach Mam'lade)
Gelage
(Stück des Wegs)
Gelebter Traum (Unentdeckt)
Genieß (Spuren,
Diese 4)
Glaubwürdigkeitsmarsch (Nix
dagegen)
Grau in grau (Draufgänger)
Greif zu (Du bist schuld, Diese
4)
Gute
Besserung (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
H
Hab
doch noch Geduld (auch engl.)
(Nicht als
Eigentum, Gegenseitig geschenkt,
Sternschnuppen,
Diese 4)
Halbes Leben (Unentdeckt)
Hallo Kam'raden (So
gesehen)
Harrisburg-Syndrom
(Störfall in Stade) (Nicht
als
Eigentum,
Sternschnuppen)
Haufen Schrott (Bestes Stück)
He,
Baby
Heinz,
der Elefant (Ich bin groß)
Herzlichen
Glückwunsch (Ausgeliefert, Diese
4)
Heute
hab ich frei (Ich bin groß)
Heut
geht M.G. (Im Handumdrehn)
Heute,
liebe Leute (Ich bin groß)
Holz knistert (Ausgeliefert)
I
Ich
bin dran (Papa repariert)
Ich bin
ein Cowboy (Papa repariert)
Ich
bin ja so gespannt (Ich bin groß)
Ich
bin so blank (Der geklaute Gameboy, Aufräum')
Ich
bin stolz (So gesehen)
Ich
hätte und du würdest (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Ich
kam in Jeans (Draufgänger, Woher
- wohin, Diese 3)
Ich kann auch anders (Weit
und offen, Woher - wohin,
Diese 2)
Ich
kann noch mehr (Papa repariert)
Ich
kenn den Weg zu dir (So gesehen)
Ich
mag das nicht (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Papa
backt, Aufräum')
Ich
muss (So gesehen)
Ich
spür dich bei mir (Stück des
Wegs, Gegenseitig
geschenkt)
Idioten
(Der geklaute Gameboy)
Im
Handumdrehn (Im Handumdrehn)
Immer
hab ich dich dabei (So
gesehen)
Im
Mäppchen ist so viel (Ich bin groß)
Immer Augen
auf (Ich bin groß)
Immer
locker
Im
Zoo (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Papa backt,
Aufräum')
In der Nacht (Du bist
schuld)
Intensiv
(Spuren, Diese 1)
Intrigantenstadl
(Bestes Stück)
Irgendwo
(Der geklaute Gameboy, Mach die Tür zu)
Is egal
(Mama, mach Mam'lade, Im Handumdrehn)
Ist
vorbei, ich bin groß (Ich bin groß)
J
Ja
du, dann dann
Jammerschade
(Weit und offen, Nichts ist ideal)
Jannik (Schicksalsglück)
Ja,
wenn das so ist (So gesehen,
Nichts ist ideal)
Jeder kennt einen (Weit und
offen, Nichts ist ideal,
Diese 4)
Jederzeit (Unentdeckt)
Journalisten
(Stück des Wegs, Nichts ist ideal,
Setzt
euch zu mir, Diese 2)
Jugendherberge
(Papa repariert)
Jugendlich
(Spuren, Diese 2)
Jusotod
(Nix dagegen)
K
Kalt
(Draufgänger)
Kann
man das kleben (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Mach
die Tür zu)
Kann
nicht schlafen (Papa repariert, Papa backt, Mach
die Tür zu)
Kann
nur besser sein (So gesehen,
Woher - wohin,
Diese 3)
Karl der Steife (Nix dagegen)
Kasimir,
das Nachtgespenst (Papa repariert)
Katastropheneinsatzplan
(Nicht als Eigentum, Nichts
ist ideal,
Sternschnuppen, Diese 2)
Kinderarzt
(Igitt, da drin sind Zwiebeln, Aufräum')
Kinderklau (Ausgeliefert)
Kindertag (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Klare
Ansage (Spuren)
Klassenfest
(Mama, mach Mam'lade)
Kleiner Engel
(Draufgänger, Ich bin groß, Papa backt,
Mach die Tür zu,
Schicksalsglück, Diese 2)
Kleiner
Wirbelwind (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Knallkopp
Knibbelei (So
gesehen, Papa repariert, Papa backt,
Diese 3)
Knötterich
(Ich bin groß)
Kohlroulade
(Ausgeliefert)
Komm
doch mal rüber (Im Handumdrehn)
Komm in meine Arme (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Papa
backt)
Komm
mit in den Park (auch engl.)
(So gesehen,
Gegenseitig geschenkt,
Diese 2)
Komm' se raus
(Stück des Wegs, Sternschnuppen)
Komm
spielen
Kopf
hoch (Draufgänger)
Krähenfüße (Draufgänger,
Gegenseitig geschenkt,
Diese 1)
Krank
(Igitt, da drin sind Zwiebeln, Mach die Tür zu)
Krieg
der Knöpfe (Stück des Wegs)
Krölle-Bölle
(Igitt, da drin sind Zwiebeln, Papa backt,
Aufräum')
Kuck
doch mal her (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Kurzinfo
(Du bist schuld)
Kussräuber
L
Langweilig
(Du bist schuld, Mama, mach Mam'lade,
Papa backt, Mach
die Tür zu, Diese 4)
Lang
ist her (Bestes Stück)
Lätzchen-Schätzchen
(Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Lass dich fallen (Spuren)
Lass
mich dir erklären (Stück des
Wegs)
Lass
mich lesen (Der geklaute Gameboy, Papa backt,
Mach die Tür zu)
Lass
sie nur (So gesehen, Nichts ist
ideal)
Leben (auch
engl.) (Stück des Wegs,
Woher - wohin,
Diese 3)
Leben lieben (Du bist schuld,
Diese 1)
Leben
mit dir (So ist gut)
Lebenslust (Weit und offen,
Nichts ist ideal)
Logik (Stück
des Wegs)
Lukis
Nuki (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
M
Mach
die Tür zu (Mama, mach Mam'lade, Mach die Tür
zu)
Mach
dir nichts vor (Nicht als
Eigentum, Schicksalsglück)
Mach was, Mama (Spuren,
Diese 1)
Mallied
(Ich bin groß)
Mal
reden (Nicht als Eigentum, Woher
- wohin,
Sternschnuppen, Diese
3)
Mama,
mach Mam’lade (Mama, mach Mam'lade)
Manager
von Jennifer (Weit und offen)
Mein
Bett (Mama, mach Mam'lade, Mach die Tür zu)
Meine
Mode
Meisterschaft
(Unentdeckt)
Melanie
(Ausgeliefert, Diese 1)
Mich traf ein Licht (So gesehen,
Gegenseitig
geschenkt)
Midlifekrise (Stück
des Wegs, Woher - wohin,
Sternschnuppen, Setzt
euch zu mir, Diese 2)
Mordsgelüste
(Bestes Stück)
Museum (Du
bist schuld, Diese 4)
Mutation (Nicht als Eigentum,
Nichts ist ideal,
Sternschnuppen)
N
Nasenlöcher
sehen nichts (Ich bin groß)
Nasenwuchs
(So ist gut)
Neuanfang
(Nix dagegen)
Neubeginn
Neustart
(Im Handumdrehn)
Nicht
als Eigentum (Nicht als Eigentum,
Gegenseitig
geschenkt,
Sternschnuppen, Diese 2)
Nichts ist ideal (Nicht
als Eigentum, Nichts ist ideal)
Nichts
ist so toll (Ich bin groß)
Nichts
zu verliern (Unentdeckt)
Nie verkehrt (Du bist schuld)
Nikoläuse
(Ich bin groß)
Nix
dagegen (Nix dagegen)
Noch
frisch (Im Handumdrehn)
Noten
sind bloß Zahlen (Ich bin groß)
Nur
geklont (Ausgeliefert, Diese 2)
O
Oettinger
Klartext (Bestes Stück)
Oh Mann (Nicht als Eigentum,
Woher - wohin, Diese 4)
Ohne
Ende (Im Handumdrehn)
Ohne Gebiss (Stück
des Wegs, Diese 4)
Olle
Pollen (Papa repariert)
P
Packlied
(Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Papa backt (Weit und offen, Papa backt, Diese 1)
Papa-Rap
(Du bist schuld)
Papa
repariert (Papa repariert, Papa backt, Aufräum')
Party
(Spuren, Diese 1)
Passiert
ist passiert (Weit und offen,
Diese 3)
Paternoster (Draufgänger,
Nichts ist ideal)
Pazzilozzi-Kindergarten
(Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Pekinger
Frieden (So ist gut)
Photosession
(Weit und offen, Woher - wohin, Diese
3)
Plapperfrei
(Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Prima,
sind Ferien (Mama, mach Mam'lade)
Prinzesschen
hat geheiratet (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Pudding
mit Ketchup (Der geklaute Gameboy)
R
Radiotime
(Stück des Wegs)
Regen (Du bist schuld)
Reif (Weit
und offen, Woher - wohin, Diese 4)
Reste
(Der geklaute Gameboy)
Rezepte
(Unentdeckt)
Richtig
wichtig (Bestes Stück)
Rücken
zur Wand (Bestes Stück)
S
Schicksalsglück
(Unentdeckt)
Schlaflied
(Schlaf, mein Schatz) (Stück
des Wegs,
Woher - wohin,
Sternschnuppen, Diese 3)
Schlaflied
(Brav, dreh dich) (Igitt, da drin sind Zwiebeln,
Papa backt, Mach die
Tür zu)
Schlot (Papa
repariert)
Schlotterhosenknabe
(So ist gut)
Schneemann
(Draufgänger, Mama, mach Mam'lade,
Mach die Tür zu)
Schnurr,
Miezi, schnurr (Mama, mach Mam'lade, Mach
die Tür zu)
Schöner
Döner (Ausgeliefert)
Schon
wieder (Nix dagegen),
Schon
wieder frei (Du bist schuld, Mama, mach
Mam'lade)
Sechzehn
Nationen (Nix dagegen)
Sei still (Stück
des Wegs, Nichts ist ideal, Diese 4)
Sie in ihr (Spuren)
Sie lacht (Unentdeckt,
Diese 1)
Sie
schläft nicht gut (Bestes Stück)
So gesehen (So gesehen, Woher -
wohin, Diese 1)
So gut (Spuren)
So
ist gut (So ist gut)
So kann's gehn
(Unentdeckt)
So nah dran (Spuren,
Diese 4)
So’n
Pech für mich (Der geklaute Gameboy, Aufräum')
Sonst
nix (So gesehen, Nichts ist
ideal, Diese 4)
Sozialistengesetz (Nix dagegen)
Spekulantensong (Nix dagegen)
Spick
mich (So ist gut)
Spiel
dein Spiel (Ausgeliefert)
Sprechstunde (zum
"Jahr des Kindes") (Nicht als
Eigentum, Sternschnuppen,
Diese 4)
Spurensuche (Spuren,
Diese 2)
Spur zum Glück
(So gesehen, Woher - wohin, Diese 2)
Sternschnuppen
(Stück des Wegs, Woher - wohin,
Sternschnuppen, Mach die Tür
zu, Diese 1)
Stimme
im Ohr (So ist gut)
Stimme seines Herrn (So
gesehen, Nichts ist ideal)
Stück des
Wegs (auch engl.)
(Stück des Wegs,
Gegenseitig geschenkt,
Sternschnuppen, Setzt
euch zu mir, Diese 1)
Suchen
- Finden (Ausgeliefert)
Susanne
steigt aus (Bestes Stück)
T
Taschenlampe
im Bett (Papa repariert)
Träne
im Auge (auch engl.)
(Stück des Wegs, Gegenseitig
geschenkt, Diese 4)
Traumlied
(Ich bin groß)
Trotzige
Alte (Stück des Wegs, Nichts ist
ideal,
Sternschnuppen, Diese 4)
Tschuldigung (Spuren)
T-Shirt (Draufgänger,
Woher - wohin, Diese 1)
Tun als ob
(Ich bin groß)
Tut mir
leid (Der geklaute Gameboy)
U
U-Bahn
fahrn (Ich bin groß)
Überheblich
(Unentdeckt)
Unentdeckt (Unentdeckt, Diese 2)
V
Verklappt
(Ausgeliefert, Diese 3)
Vergessen
(Bestes Stück)
Verwirrung
(Im Handumdrehn)
Vielleicht
ist ja so (Im Handumdrehn)
Voll
dabei (So gesehen)
Vorbei (Spuren,
Diese 4)
Vorfreude (Du bist schuld)
W
Wachtraum
(Spuren)
Warnung (Du bist schuld)
Warum
beeilen (Der geklaute Gameboy)
Was
ich erzählen will (Ich bin groß)
Was ihr wisst
(Ich bin groß)
Was
ist wahr (Draufgänger, Nichts
ist ideal, Diese 3)
Was mach ich da (So gesehen)
Was muss ich noch tun (Draufgänger,
Gegenseitig
geschenkt, Diese 2)
Was
weiß ich schon (So ist gut)
Was würd ich ohne dich tun (Weit
und offen,
Gegenseitig geschenkt, Diese 2)
Weit und offen
(Weit und offen, Gegenseitig
geschenkt, Diese 1)
Wem nützt es (Spuren)
Wenn der Vorhang fällt (Nix
dagegen)
Wenn ich gehn muss (Unentdeckt,
Diese 3)
Wer
kommt (Ich bin groß, Papa backt)
Wie
geschmiert (Unentdeckt, Diese 3)
Wieso frag ich dich (Weit und
offen, Woher - wohin, Diese 3)
Will
aber (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Papa backt)
Woher,
wohin (Weit und offen, Woher -
wohin, Diese 3)
Wohin der Weg auch führt (Nicht
als Eigentum,
Gegenseitig geschenkt,
Sternschnuppen)
Womit hab ich das verdient (Du
bist schuld)
Woran
denkst du (Bestes Stück)
Wunder (Spuren,
Diese 2)
Wut so doll (Der geklaute Gameboy)
Z
Zähl
mal mit (Nix dagegen)
Zahnspange
(Mama, mach Mam'lade, Aufräum')
Zielsuche
(Im Handumdrehn)
Zu
anderer Zeit (Draufgänger)
Zuhörer
(Der geklaute Gameboy)
Unvertonte
Gedichte
Ausgewogenheit
Denkmal
Die Lichter an Weihnachten
nach Senta Schads Abschied
Fettich
HDH (für Hanns Dieter Hüsch)
Nachlass
Traditionspflege
Trost ?
Wenn
Zum Trotz
Gedichte
und Texte zum Jahresende
Das
Jahr geht rum 1989
Einheitsweihnachten 1990
Weiße Weihnacht in weißen Westen (Dialog)1994
Von Nix kommt nix (Reportage)1995
Die Lichter an Weihnachten 1998
Zehn Minuten Gedicht 2001
Schon wieder Zeit 2002
Frohe Weihnacht wieder mal 2003
Weihnachtsstimmung 2004
Gedichte
über den Weihnachtsmann
Jobsharing
Weihnachtsmann & Osterhase 1991
Der Weihnachtsmann auf Tour in Kur 1992
Der Weihnachtsmann Präsidentschaftskandidat
(Der
Kandidat - gescheit gescheitert) 1993
Glaubst du an den Weihnachtsmann? 1996
Weihnachtsstreik 1997
Weihnachtsmann ohne Dichtlust 1998
Das Weihnachtslicht 1999
Weihnachtsmann mit Frust 2000
Gerd
Schinkel
singt auf deutsch eigene Lieder
CDs
für Erwachsene:
Es gibt CDs mit Liedern
für Erwachsene in quasi chronologischer Zusammenstellung (drei
vorwiegend aus dem vorigen Jahrtausend), eine CD mit meinen besten
Liedern aus dem vorigen Jahrtausend und - als besondere
Zusammenstellung - einen Viererpack mit meinen besten Liedern.
0
- "Nix dagegen" -
eigen(sinnig)e Lieder
1
- „Nicht
als Eigentum" - eigen(artig)e Lieder
2
- „Stück
des Wegs" - eigen(willig)e Lieder
3
- „So
gesehen" - eigen(mächtig)e Lieder
4
- „Weit
und offen“
- eigen(ständig)e Lieder
5
- "Draufgänger" -
eigen(händig)e Lieder
6
- "Unentdeckt" - eigen(tümlich)e
Lieder
7
- "Du bist schuld"
- eigen(wüchsig)e Lieder
8
- "Spuren" - eigen(wertig)e
Lieder
9
- "Ausgeliefert" -
eigen(nützig)e Lieder
10
- "Bestes Stück" -
eigen(brötlerisch)e Lieder
11
- "So
ist gut" - eigen(verantwortlich)e Lieder
12
- "Im
Handumdrehn" eigen(süchtig)e Lieder
CDs in
besonderer Zusammenstellung:
die
besten eigenen
aus dem vorigen Jahrtausend :
-
"Sternschnuppen"
-
- "Schicksalsglück" -
CD mit 19 Liedern
zu meinem Buch :
„Bin
ich ihr ähnlich?"
- Adoptivtochter auf Spurensuche in Korea“ -
erschienen Dez. 2005 bei Books on Demand,
Norderstedt, ISBN 3-8334-33915-7, 260 S.,
14.90 €
Buch ist im Handel und bei mir erhältlich, CD nur bei mir
- "DIE BOX: gnadenlos
anachronistisch - aber nicht hoffnungslos" enthält meine
mutmaßlich besten Lieder:
- DIESE (1)
- AUCH DIESE (2)
- AUCH NOCH DIESE (3)
- WOHL AUCH NOCH DIESE
(4)
"- "1-fach"
Beispielsweisen
vorzugsweise auszugsweise
- "4-fach"
Beispielsweisen
vorzugsweise scheibchenweise
als
4er Box angelegt, aber auch jede CD einzeln
( erschienen 2003, thematisch sortiert mit meinen bis
dahin geschriebenen besten Liedern):
-
„Gegenseitig
geschenkt“
„Beziehungsweisen“
schönste Liebeslieder
-
„Woher
– wohin“ –
„Betrachtungsweisen“
beste Lebenslieder
-
„Nichts
ist ideal“ –
„Sichtweisen“
trotzigste Trotzlieder
-
„Papa
backt“ –
„Singweisen“
aus der Kinderwelt
Es
gibt fünf CDs mit eigenen Liedern für Kindern in
altersentsprechender Zusammenstellung sowie zwei CDs mit den besten
Kinderliedern (einmal laut, einmal leise):
CDs
für Kinder:
- "Igitt!
Da drin sind Zwiebeln" - für
Vorschulkinder
- "Ich bin groß" -
zur Einschulung
- "Papa repariert" -
für "frische" Grundschulkinder
- "Der geklaute
Gameboy" - für
erfahrene Grundschulkinder
- "Mama, mach
Mam'lade" - für
große Grundschulkinder
sowie
als "beste" Kinderlieder:
- "Aufräum'"
(laut genug)
- "Mach die Tür
zu" (leise)
|

Gerd
Schinkel
singt auf deutsch eigene Lieder
|
„Schicksalsglück“
Lieder zum Buch "Bin ich ihr ähnlich?"
Adoptivtochter auf Spurensuche in Korea
Baby Doll
Kleiner Krotz,
Nas’ voll Rotz,
Windeln voll,
brüllt wie doll. 2x
Hungrig wach –
schlägt schnell Krach,
vorwurfsvoll,
schreit wie doll.
Zufrieden satt,
vom Saufen matt –
Sabberlatz voll –
grunzt wie doll.
Klein und nackt,
gut verpackt,
wundervoll –
schläft wie doll -
hoffentlich...
1978
AndEres Kind
Schmale Augen –
andere Haut –
rätselnd in
die Welt geschaut.
Andere Sprache –
nichts versteh’n –
und nur fragend
um sich seh’n...
Ohne Heimat –
wo zu Haus?
Haare glatt –
die Stirne kraus...
Wenig Freunde –
fremdes Land –
Leben noch nicht
in der Hand...
Kleines Leben –
nackt und bloß –
zu sehr anders –
chancenlos...
1983
Anneli
„Jennifer’s
Rabbit“
Anneli
kam um die halbe Welt –
seitdem hat sie allerhand angestellt...
Anneli flog, in den Korb gelegt,
vier Monate alt, einen weiten Weg.
Sie kam übern Pol, von Korea her,
und wie’s da war, weiß sie heut nicht mehr.
Und als sie ankam, nach diesem Flug
von zweiundzwanzig Stunden, hatte sie genug.
Sie weinte erschöpft, aber lachte bald –
ich glaub, dass ihr Lachen der Mama galt...
Sie lebte sich ein, ist bei uns zu Haus,
und heut sieht sie schon viel größer aus.
Sie wächst nicht nur - sie wird auch schlau,
und außerdem schon eine kleine Frau...
Sie kann bereits flirten und kokettier’n,
andern Männern Honig um den Bart rumschmier’n.
Sie dreht sich kess und sie lacht dich an –
ich glaub, dass keiner so lachen kann...
Seit sie so allerhand zu reden weiß,
läuft ohne Unterlass ihr Mundwerk heiß.
Sie will alles wissen und erzählt auch viel –
doch nicht immer, was man von ihr wissen will...
Ihre Neugier ist ein bodenloses Fass –
erst gefällt dir das, denn es macht ja Spaß,
ihr zu antworten, bis dir der Schädel raucht.
Und so fragt sie jedem ein Loch in’ Bauch -
wart ab, dir auch...
Ist nach’ nem langen Tag der Abend da,
wenn das Sandmännchen auch schon bei ihr war,
will sie noch ein Buch oder Liedchen hörn
und mag vielleicht auch noch ‘ne Weile störn.
Bei Licht im Flur und off’ner Tür
schläft dann auch das Eumelchen neben ihr.
Dann sind die beiden warm zugedeckt –
und in ein paar Stunden wieder aufgeweckt.
Anneli kam um die halbe Welt –
seitdem hat sie allerhand angestellt –
unbezahlbar mit Geld...
JANNIK (nach
„Katy“ Tom Paxton)
Wir
ham ‘nen kleinen Jungen,
der hält uns ganz schön auf Trab.
Beispielsweise steigt er fast
auf jeden Stuhl und fällt herab.
So holt er sich manche Beule
und verzieht dann sein Gesicht.
So was muss er immer wieder machen,
daraus lernt er nicht.
Magisch zieht es ihn nach oben -
auf die Mauern, auf’s Gerüst,
und wir denken, langsam sollt man meinen,
dass er’s endlich wüsst’.
Kleiner Teufel und ein Engel
mit zwei Schlitzohr’n, in Person -
das ist Jannik - keine Panik:
Der gewinnt schon.
Unser Bengel hat ‘n Schädel,
der wohl mehr als Kanten hat.
Er fängt Sachen an zu machen,
Mensch - da biste einfach platt.
Kommt ihm einer in die Quere,
kriegt er kurz mal seinen Bock,
und wer das noch nie erlebt hat,
kriegt für’s erste einen Schock.
Denn dann fängt er an zu brüllen,
macht sich steif und zeigt sich stur
- ich möchte wissen, woher hat er
diesen dicken Schädel nur?
Steck den Teufel und ‘n Engel
in ‘ne kleine Mordsperson -
das ist Jannik - keine Panik:
Der gelingt schon.
Dieser Knabe geht beharrlich
jeder Sache auf den Grund.
Wenn er alle Einzelteile sieht,
ist er zufrieden und
kann sich andern Dingen widmen,
etwa essen oder so -
nur nicht seine Zeit verplempern
und schon gar nicht auf dem Klo.
Unser Jannik kennt nicht nur sein Ziel,
nein, auch den Weg dorthin.
Er kann schmeicheln, schmusen, streicheln -
und im Nu ist jeder hin.
Kleiner Teufel, kleiner Engel -
siehst du ihn, dann weißt du schon:
Das ist Jannik - keine Panik,
denn der bringt’s schon.
Und jetzt kennt ihr unsern Jungen -
aber nein: ihr kennt ihn nicht!
Weil er jedem Satz zunächst mal
kurz und bündig widerspricht.
Er lässt sich nicht kommandieren,
er tut nur, was er auch will.
Alles andre hat kein’ Zweck,
sonst gibt es tierisches Gebrüll.
Wenn er sich so selbst beschäftigt,
sei gewarnt, so daß du schwitzt:
Manchmal ist es so, als ob du
auf ‘ner Zentnerbombe sitzt.
Kleiner Teufel und auch Engel,
das noch in einer Person -
das ist Jannik - keine Panik:
Der gelingt schon.
Fang an
Stell deine Fragen –
stell dich nicht an.
Hör auf zu klagen.
Klag dich nicht an.
Lass dich nicht treiben.
Treib dich nicht rum.
Wo willst du bleiben?
Bleib doch nicht stumm.
Lass dich nicht gehen.
Geh gegen an.
Nicht flieh’n, nicht drehen –
denk immer dran.
Lass dich nicht hängen.
Häng dich voll rein.
Wart auf kein Drängen.
Du schaffst es allein.
Lass dich nicht schieben.
Schieb selber an.
Und lass dich lieben.
Nimm Liebe an.
Bleib da nicht stehen.
Steh endlich auf.
Dann vorwärts gehen.
Geh - und dann lauf...
Red dich nicht mutlos.
Mut' dir was zu.
Ist deine Wut groß –
das änderst nur du.
Bleib nicht im Rahmen.
Komm doch da raus.
Spiel nicht den Lahmen –
blick geradeaus.
Bleib doch nicht liegen.
Liegt dir was dran,
es hinzukriegen –
dann, Mann, fang an...
2003
Mach Dir nichts vor
Wenn sie dich streicheln, begrabbeln, betätscheln -
mach dir nichts vor, Kind: Das ist nur auf Zeit.
Sie werden dich bald schon nicht mehr so verhätscheln.
Und bis es so wird, ist es gar nicht mehr weit.
Wenn sie dich hänseln, verspotten, verhöhnen –
mach dir nichts vor, Kind: Das ist so gemeint!
Du darfst nicht erschrecken, musst dich dran gewöhnen,
auch wenn es dir manchmal unmöglich scheint.
Du bist wie im Laufstall von Gittern umgeben -
mach dir nichts vor, Kind, wenn’s mal anders scheint.
Überall stehst du zunächst mal daneben -
Du musst damit leben: Es ist so gemeint.
Du wirst stets allein sein - so wird es dir gehen.
Mach dir nichts vor, Kind, so ist es nun mal.
Du bist eben anders - du wirst es schon sehen.
Hab ein dickes Fell, Kind - du hast keine Wahl.
Zeig Selbstbewusstsein! Du kannst viel ertragen.
Erkämpf dir die Stärke, Kind - dann hast du Kraft.
Verlier’ keine Zeit, nach den Gründen zu fragen.
Dann kriegst du, was vor dir liegt, sicher geschafft.
Zeig Selbstbewusstsein! Du kannst viel ertragen.
Erkämpf dir die Stärke, Kind - dann hast du Kraft.
> Verlier’ keine
Zeit, nach den Gründen zu fragen.
Dann kriegst du, was vor dir liegt, sicher geschafft.
> 2 x
1983
Woher, Wohin
Die Straße vor ihm liegt im Nebel.
Beim Losfahr’n war noch schwarze Nacht.
Er kann sich nicht mehr dran erinnern.
Zu lang die Zeit, die er durchwacht.
Er hält die Augen krampfhaft offen,
weiß nicht, ob er’s noch lange schafft.
Die Hände krallen sich ums Steuer,
konzentriert mit aller Kraft.
Was vorher war, will er vergessen,
hat Angst, dass ihm das nicht gelingt,
will weder Fragen stell’n noch hören,
weil jede Frage tiefer dringt.
Der Motor dröhnt in seinen Ohren.
Das Fenster hoch dreh’n geht nicht mehr.
Der Fahrtwind reißt ihn an den Haaren –
wo willst du hin? Wo kommst du her?
Woher, wohin – draußen oder drin.
Weit weg, gradaus – nach vorn, nach Haus...
Dann sieht er, wie es langsam dämmert,
und er erkennt die tiefe Schlucht.
Zu beiden Seiten schroffe Wände,
nur eine Richtung für die Flucht.
Es dringt kaum Licht bis in die Tiefe,
wo’s nicht nur dunkel ist, auch kalt.
Er haucht die Finger warm und zittert,
hofft, dass der Steinschlag ihm nicht galt.
Dann führt der Weg in eine Öffnung.
Er bremst nicht ab, er fährt hinein
und merkt, die Höhle hat kein Ende,
und hofft es wird ein Tunnel sein.
Und dann erkennt er einen Schimmer.
Nach einer Weile sieht er mehr.
Das Licht wird größer, er hört Stimmen: –
wo willst du hin? Wo kommst du her?
Woher, wohin – draußen oder drin.
Weit weg, gradaus – nach vorn, nach Haus...
Wie greller Blitz trifft ihn die Sonne.
Geblendet wendet er den Blick.
Er sieht, der Berg hat sich geschlossen –
kein Tunnel und kein Weg zurück.
Er blinzelt furchtsam in die Ferne.
Es ist die Weite, die ihn schreckt.
Er macht sich hinterm Lenkrad kleiner,
hätt’ sich viel lieber ganz versteckt.
In Serpentinen geht es abwärts,
nicht in ein Tal – das Land ist flach.
Die Wolken jagen übern Himmel.
Er fühlt sich winzig, fühlt sich schwach.
Dann sieht er, wie der Weg sich gabelt.
Sich zu entscheiden, fällt ihm schwer.
Drum bleibt er steh’n und weiß nicht weiter.
Wo will ich hin ? Wo komm ich her?
Woher, wohin – draußen oder drin.
Weit weg, gradaus – nach vorn, nach Haus...
Über ihm türmt sich ein Gewitter.
Die Donner krachen und es gießt.
Hell zucken Blitze in der Nähe.
Er zieht den Kopf ein und beschließt,
nicht einen Meter mehr zu fliehen,
wenn sich ein klares Zeichen zeigt.
Da sieht er fern den Regenbogen
und ihm fällt auf: Der Donner schweigt.
Dann steigt er aus und steht im Regen.
Der macht ihn frisch und macht ihn klar.
Der Matsch dringt ihm durch seine Sohlen,
und er begreift, nun ist er da.
Er kann den Horizont erkennen
und weiß, dahinter liegt viel mehr.
Sein Herz schlägt laut – er spürt sein Leben,
wenn er es will – was will er mehr...
Woher, wohin – draußen oder drin.
Weit weg, gradaus – nach vorn, nach Haus...
2003
Schicksalsglück
Kaum erwartet, schon der sorgenvolle Blick,
kaum in Hoffnung, schon die Angst fest im Genick.
So gefährdet was noch unterm Herzen liegt,
so gescheh’n, und nicht zu ändern, Glück versiegt.
Kaum gebor’n, verliert sich irgendwo die Spur.
Kaum im Leben - überlebt als Kreatur,
ausgeliefert denen, die nichts Böses woll’n,
ausgesetzt, gefunden und am End verscholl’n.
Kaum entbunden, überstanden, überlebt,
kaum bei Kräften, als vor Schmerz die Seele bebt,
Schon verlor’n, was grad noch unterm Herzen lag.
So gescheh’n und nicht zu ändern, Schicksalsschlag.
Kaum verpflanzt finden die Wurzeln neuen Halt,
kaum zu bremsen, Lebenslust, pur und geballt,
ausgehalten, was an Zweifeln noch im Sinn
ausgefragt – wie kommt’s, dass ich bin wie ich bin.
Kaum vernarbt bricht eine alte Wunde auf.
Kaum ertragen, was gescheh’n, der Dinge Lauf.
Schon gesucht, was einmal unterm Herzen lag.
So gesehnt, doch nicht zu ändern – Schicksalsschlag.
Kaum versucht, mit Zuversicht und ohne Scheu.
Kaum zu glauben, fällt die Nadel aus dem Heu,
ausgelitten, und in vielen Herzen Platz,
ausgestanden, Schicksals-Glück als Schmerz-Ersatz.
Kaum gefunden, kaum verstanden, doch erfasst.
Kaum begriffen - und das Ziel beinah verpasst.
Schon bedroht und eine Angst ums Herz sich legt.
So gescheh’n und nicht zu ändern - Schicksal schlägt...
Kaum vernommen - so viele Fragen schnell gestellt.
Kaum gefragt, wir schon ein Hintergrund erhellt.
Grell beleuchtet, Schatten auf dem Leben liegt.
Schicksalslaune, die belastet, nicht besiegt,
Schicksalslaune, die dich stärkt, nicht unterkriegt...
2004
Er
tanzt
Er
putzt seine Schuhe,
wachst sie gut ein.
Das Licht kann sich spiegeln –
so muss es sein.
Der Glanz hält für Stunden
auf glattem Parkett,
beim Drehen auf vier Beinen –
Arm in Arm im Duett.
Tanz folgt auf Tanz, ist der Spaß erst entdeckt.
Schrittwechsel, Drehung –
nur wer übt, wird perfekt.
Tanz folgt auf Tanz,
bis die Füße weh tun,
im Gleichgewicht Schwung hol’n
in gewienerten Schuh’n.
Wiegen und biegen –
sie folgt, wenn er führt,
eng aneinander,
so dass man sich spürt.
Schweben, hingeben,
dem Rhythmus, dem Takt,
kaum noch zu bremsen,
hat es dich gepackt...
Der Arm fällt bald ab
und die Beine sind schwer.
Der letzte Tanz endet –
im Saal wird es leer.
Geflirtet, geflüstert,
geträumt und gelacht.
Ein Blick voller Charme –
nach Hause gebracht.
2004
Sie
lacht
Als das Lachen verteilt wurde,
rief sie wohl zweimal laut „Hier“.
Und seitdem lacht sie meistens,
nicht immer, doch viel mehr als wir.
Zeigt sie gute Laune,
hat sie andere schnell angesteckt.
Und Trübsal ist chancenlos,
hat sie dein Lachen geweckt,
wenn sie lacht, wenn sie lacht,
wenn sie lacht, wenn sie lacht.
Sie platzt in den Tag. Selbst
wenn’s dunkel ist, sorgt sie für Licht,
trägt ihr Herz auf der Zunge,
kein Thema, von dem sie nicht spricht.
Sie lockt dich auf Wege,
die du nie zu gehen gedacht,
und wenn du es merkst, bist du
längst schon am Ziel – und sie lacht.
Wenn sie lacht, wenn sie lacht,
wenn sie lacht, wenn sie lacht.
Sie schwingt sich ins Leben,
zieht andere mit, spielend leicht,
und Ärger zerbeißt sie, wenn sie
ihn nicht einfach umschleicht.
Sie fragt, was sie wissen will,
bis keine Frage mehr bleibt,
und lacht dabei, wenn sie mit
Fragen dich in’ Wahnsinn treibt...
wenn sie lacht, wenn sie lacht,
wenn sie lacht, wenn sie lacht.
Schenkt sie dir ein Lachen,
merkst du, dass dir kaum noch was fehlt.
Du hast, was du brauchst,
fühlst was unwichtig ist und was zählt.
Ihr Zauber macht, dass du
dich fragst, ob du träumst oder wachst.
Du kneifst dich und spürst,
dass du lebst, solang sie mit dir lacht,
wenn sie lacht, wenn sie lacht,
wenn sie lacht, wenn sie lacht.
Keiner weiß, wie sie’s macht,
dass die Sonne aufgeht,
wenn sie lacht,
wenn sie lacht, wenn sie lacht,
wenn sie lacht, wenn sie lacht.
2004
Midlife-Krise
Geheimratsecken
- doch die Ohr’n bedeckt.
Doppelkinn unterm Bart versteckt.
Charakterfalten - deutlich und interessant.
Gesichtsausdruck herb-männlich und markant.
Nicht mehr jung, doch auch noch nicht alt.
Nicht mehr heiß, doch auch noch nicht kalt.
Noch nicht alt, doch auch nicht mehr jung.
Noch nicht lahm - mit gebremstem Schwung.
Über Designerjeans quillt es weich und rund herfür -
diäterprobtes Brauereigeschwür.
Stiller Kummer - trotzig-hilflos selbstbewusst.
Gut verdienend - mit Identitätsverlust...
Für die Angepassten noch nicht seriös genug,
und für die Flippies schon längst auf dem Karrierezug.
„Trau keinem über 30“ klingt noch laut im Ohr.
Über 30 - heute kommt der Spruch ihm grausam vor...
Den Platz zwischen allen Stühlen hält er fest besetzt,
obwohl er hin und her zwischen allen Fronten hetzt.
Er wird verspottet - einer der noch nicht die Kurve kriegt.
Jedes neue Jahr ihm bleischwer im Magen liegt.
Midlifekrise - früher hätt’ er nur gelacht:
„Alter Bock! Hast es ziemlich weit gebracht!“
Du brauchst ‘nen Jungborn - oder ‘ne Frischzellen-Therapie -
doch solange du nur jammerst hilft auch die dir nie...
1980
Stück des Wegs
Lass mich ein Stück des Wegs mit dir geh’n.
Wie lang? - Na ja - wir werden seh’n
Und wird es schmaler - was soll’s:
Wir könn’ auch eng geh’n.
Lass mich ein bisschen lachen mir dir.
Du weißt, dass ich mich gern amüsier’.
Doch wird es ernster - komm nur:
Ich kann auch zuhör’n.
Lass mich mit zürnen, packt dich der Zorn.
Verschluckter Ärger bohrt wie ein Dorn.
Komm, lass mal Dampf ab bei mir –
dann geht’s schon besser.
Lass mich mit weinen, wenn du mal weinst,
im Auge Schmerz und Tränen vereinst.
Wenn es dir schwer wird - nur Mut:
Wir zwei sind stärker.
Lass uns ein wenig da sein für uns.
Das Glück genießen ist keine Kunst.
Wenn wir es wollen - pass auf:
Das gibt uns Kräfte.
Lass mich ein Stück des Wegs mit dir gehn.
Wie lang? - Na ja - wir werden sehn.
Und wird es schmaler - was soll’s:
Wir könn’ auch eng geh’n.
1980
Gamino
Wie
ein Dutzend Geschwister, mit Löchern im Bauch,
grad deshalb um den Nabel gebläht.
Ein paar Lumpen am Leib und die Haare verlaust –
ein Stück Mensch, nach dem kein Hahn je kräht.
Sucht
seinen Weg, sobald er laufen gelernt –
hat nirgends und überall Platz.
Was Heimat, was Heimweh, wenn er sich entfernt –
in der Gosse doch bloß Bodensatz...
Gamino,
Gamino –
du lernst das Überleben früh –
Flugsaat aus dem Barrio –
für die reiche Welt enfant perdu.
Hunger
macht listig, Hunger macht Mut,
Hunger - tagtäglich gespürt.
Mit dem Rücken zur Wand vor den Abgrund gestellt,
wird der Kampf auf der Straße geführt.
Volle
Taschen vor Augen, doch nichts in der Hand,
kein Ballast, der dich hindert und stört.
Langes Betteln verlernt - ein Zugriff genügt -
wer fragt danach, wem was gehört.
Gamino,
Gamino –
du weißt, was leere Taschen sind -
Flugsaat aus dem Barrio –
für die reiche Welt verlor’nes Kind.
Kennst
keine Liebe, kein Alphabet,
kennst nur das Leben im Dreck.
Jäger und Sammler, im Lauern geübt
und im Laufen - das hat für dich Zweck.
Im
Asphaltdschungel hast du dein Revier,
wo sich deine Beute bewegt.
Zigtausend auf Jagd, aussortiert so wie du,
kurzerhand in die Gosse gefegt...
1982
Kleiner
Engel
Kleiner Engel, schläfst du schon,
dein Häschen fest im Arm?
Kleiner Bengel, träumst du schon?
Die Decke hält dich warm.
Was knirschst du laut mit deinen Zähnen?
Wo führt dein Traum dich hin?
Der Mond scheint hell durchs Fensterglas –
sieht, dass ich bei dir bin.
Kleiner Engel, wie die Zeit
so schnell verflogen ist.
Kleiner Bengel, gar nicht lang,
dass du gekommen bist.
Jetzt bist du schon so groß geworden,
suchst deine eigne Welt.
Der Mond scheint hell durchs Fensterglas –
will, dass dich keiner hält...
Kleiner Engel, hab dich lieb
und wünsch dir auch so viel.
Kleiner Bengel, es geht los,
aufs nächste Zwischenziel.
Jetzt kommst du morgen schon zur Schule –
dein eigner Weg beginnt.
Der Mond scheint hell durchs Fensterglas –
auf uns und unser Kind.
1989
Durch den Wind
Wenn im
Spiegel mich ein fremder Mann ansieht,
der mir außerdem noch ’ne Grimasse zieht,
dann sag ich ihm vielleicht verschlafen ins Gesicht:
„Kann sein, dass ich dich kenn’ – doch ich rasier’ dich nicht!“
Man kann nicht gerade sagen, dass ich mich verwöhn’.
Kann sein, dass ich grad deshalb ziemlich häufig stöhn’ –
Ich bin mit mir geschlagen, steck’ in meiner Haut.
Viele Fragen hab’ ich mich noch nicht zu stell’n getraut...
Ich würd’ gern wissen, wer ich wirklich bin –
Wüsst’ gerne, wie es aussieht in mir drin...
Wär’ ich nicht ich – wie müsst’ ich sein anstatt
chaotisch, durch den Wind – sortiert und glatt?
Gibt ’ne Menge Leute, die mich häufig seh’n,
die mir gern versichern, dass sie mich versteh’n.
Ich denk’ mir meinen Teil dazu und glaub’ es kaum –
Weiß nicht, was ist ein guter, was ein böser Traum.
Du kannst mir helfen, wenn du ihn zu deuten weißt:
Außen ist mir heiß, doch innen ist’s vereist....
Bin mit mir gepeinigt, mag mich selber nicht –
Ich hab’ nur eine Frage, kenn’ die Antwort nicht:
Manchmal merk’ ich, steh’ ich völlig neben mir.
Mag’ sein, wenn ich auch da bin, schein’ ich weit von hier,
schweb’ irgendwo auf Wolken, ohne Überblick,
weiß nicht, wie ich dahin komm’, wüsst’ gern selbst den Trick.
Fall’ hin und wieder immer wieder auf mich rein,
muss auch wohl für mich selbst unwiderstehlich sein
und hoff’, dass ich doch wenigstens die Kurve krieg’
und mir nicht selber irgendwann zu Füßen lieg.
2003
SCHLAFLIED (Brav, dreh Dich zur Wand)
G/2
Brav, dreh Dich zur Wand.
G G’ C
Schlaf und halt meine Hand.
G G’ C
Augen zu - ja, ich bleib bei Dir.
a D9 G
Licht siehst Du durch die off’ne Tür.
a D9 G
Bleib warm zugedeckt. -
bssss da summt nur ein Insekt.
Dafür lohnt sich bestimmt kein Licht.
Pssst, ganz still - dann bemerkt’s Dich nicht.
War der Tag nicht schön?
So viel ist geschehn.
Lass Dich nun sanft vom Traum berührn.
Er wird Dich sachte durchs Dunkel führn.
Friedlich eingenickt.
Leis, ganz leise entrückt.
Noch ein Streicheln, ein Kuss, ein Blick -
der Morgen bringt uns zurück...
STernschnuppen
Nacht ist doch gar nicht dunkel –
am Himmel so viel Licht.
Nicht nur der Mond strahlt uns an.
Siehst du den großen Wagen?
Sag bloß, du siehst ihn nicht....
mit dem man weit fahren kann...
Die Milchstraße lang
schiebt uns langsam der Wind.
Er freut sich - er mag jedes Kind.
Hoch über den Straßen,
den Häusern, dem Land –
so fliegen wir Hand in Hand.
Sieh den Polarstern funkeln.
Da ist der kleine Bär.
Er zeigt den Weg uns so klar.
Fünfmal die Hinterachse –
siehst du, ist gar nicht schwer.
Weit weg - und scheint doch so nah.
Die Sternschnuppen tanzen
und blinken uns zu,
erleuchten, verlöschen im Nu.
Hoch über den Wäldern
den Wiesen, dem Meer
geht’s hin und her, kreuz und quer.
Sternschnuppen, wenn sie fliegen,
geben dir Wünsche frei,
die sich vielleicht auch erfüll’n.
Pschscht - nicht den Wunsch verraten!
Das wär’ nicht klug dabei.
Du musst dich in Schweigen hüll’n.
Nun schließ deine Augen
und träum durch die Nacht.
Der Mond sieht dir zu und hält Wacht.
Hoch über den Bergen,
den Tälern, den Seen –
schlaf gut, bis wir uns wiederseh’n...
1993
Weit und offen
Lass uns seh’n, welche Träume wir noch haben,
und wie wir sie uns erfüll’n.
Wir wollen sie nicht einfach nur vergessen
oder wie Papier zerknüll’n.
Willkommen fern den Schluchten des Alltagstrotts.
Wir haben vor uns freie Sicht,
seh’n den Horizont, seh’n uns in die Augen,
vertrauen auf den Glanz,
dass er noch hält, was er verspricht.
Weit und offen - ungebremst und frei.
Die Aussicht war nie besser -
werden wir auch grau, wir werden wieder zwei.
Haben uns gut gehalten. Halten uns im Arm,
küssen unsere Falten und streicheln unsern Speck
und rubbeln gegenseitig kalte Füße weg.
Soll’n wir dorthin fahr’n, wo wir noch nicht waren:
Nach Andalusien, Samarkand?
Fernweh haben wir leicht ertragen.
Uns gefiel unser Leben, weil es uns verband.
Willkommen fern den Tälern des Einerleis.
Die Farben leuchten hell und bunt.
Wir seh’n den Nebel steigen, seh’n uns in die Augen,
vertrauen auf den Glanz,
tauchen ein bis auf den Grund.
Weit und offen, ungebremst und frei.
Die Zukunft liegt doch vor uns -
werden wir auch älter - wir werden wieder zwei.
Haben uns gut gehalten. Halten uns im Arm,
küssen unsere Falten und kneten unsern Speck
und rubbeln gegenseitig kalte Füße weg.
Blicken wir zurück auf den Weg, den wir gegangen,
über Höhen, durch die Tiefen, um die Kurven rum,
hat uns nie Kälte oder Dunkelheit geschreckt,
hab’n uns nie verletzt, quälten uns nie stumm.
Die Kinder gehen längst nicht mehr an der Hand -
sie finden ihren Weg allein.
Wir seh’n sie geh’n - und seh’n uns in die Augen,
vertrauen auf den Glanz
und den Sonnenschein.
Weit und offen, ungebremst und frei.
Viele Pläne liegen vor uns.
Werden wir auch alt - wir werden wieder zwei.
Haben uns gut gehalten. Halten uns im Arm,
küssen unsere Falten und kosen unsern Speck
und rubbeln gegenseitig kalte Füße weg.
2002
Alles hat seine Zeit C/0
Du
liegst auf dem Sofa, das Buch in der Hand,
CaGC
vertieft in den Krimi, auf den Mörder gespannt.
daFG
Verstohlen seh ich dir beim Lesen zu –
CaeF
Niemand ist für mich so fesselnd wie du.
DaFGC
Seh’ wie du auf der Nase die Brille hochschiebst. GeCD
Spür’, wie du mir grenzenlos Lebensmut gibst.
DCFG
Fühl’ mich so geborgen, zur Zukunft bereit.
CaeF
Du gibst mir die Kraft – alles hat seine Zeit.
DaFGC
Du blätterst die Seite um, folgst dem Roman. -
Mir fällt ein, wie alles mit uns mal begann.
So hätt’ das kein Autor zu schreiben gewagt. -
Der Lektor hätt’ sicher „zu kitschig“ gesagt.
Am Strand Sommernacht, ich Gitarre dabei,
wir beide so jung und beide noch frei.
Weit weg von zu Hause, zur Zukunft bereit,
zog es uns zueinander – alles hat seine Zeit.
Dir fallen die Augen zu. Ich nehm’ dein Buch.
Vor Jahren gabst du mir ein seidenes Tuch.
Das sollt’ ich bewahren – es hat dich gestört.
Hab’ so wie dies Tuch seitdem zu dir gehört.
Einander vertrauend, erst weit noch entfernt,
dann leicht miteinander zu leben gelernt.
Die Gegenwart meisternd, zur Zukunft bereit,
jeden Tag neu gefordert – alles hat seine Zeit.
Behutsam nehm’ ich deine Brille an mich,
küss’ dich auf die Stirn, und schon räkelst du dich.
„Wo bin ich? Was ist denn? – Muss eingenickt sein...“
Bist müde, hast Durst und ein kribbelndes Bein.
Ich hol dir zu trinken und bring’ dich ins Bett.
So weit am Strand niemand vorausgedacht hätt’.
Erinn’rung genießen, zur Zukunft bereit,
gestützt auf uns beide – alles hat seine Zeit.
Die Kinder sind groß, schlafen lang nach uns ein,
übernehmen ihr Leben – wir fügen uns drein.
Den Weg, dem sie folgen, geh’n wir ein Stück mit,
erfahren und nachsichtig, langsam der Schritt.
Und wenn sie uns brauchen, sind wir für sie da,
wie wir füreinander, vertraulich und nah.
Sie geh’n ihren Weg, zur Zukunft bereit,
und wir schlafen ruhig – alles hat seine Zeit...
2003
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