"So gesehen"

eigen(mächtig)e Lieder

1 So gesehen
lässt ein Leben rückwärts abspulen und im Augenblick höchsten Glücks enden. Entstand im Frühherbst 2000 nach einem "Zitat der Woche" im "Stern". Zitiert wurde der amerikanische Schauspieler Donald Sutherland, der - in Prosa - die aufgegriffene Idee ausspann, das Leben könnte wesentlich reizvoller sein, wenn man es denn rückwärts leben könnte.. Donald Sutherland ist 15 Jahre älter als ich und ein Mann, der eine gewisse Ähnlichkeit mit mir haben muss, bin ich doch Anfang des Jahres 2000 in New York von ein Pärchen angesprochen worden, ob ich eben jener Donald Sutherland sei. Einige Monate später meinte auf Rhodos auch ein Grieche, dass ich Donald Sutherland ähnlich sähe...) Jedenfalls macht mich seit New York dieser Schauspieler neugierig. 
Das Zitat von Donald Sutherland: "Das Leben sollte mit dem Tod beginnen, nicht andersherum. Zuerst gehst du ins Altersheim, wirst rausgeschmissen, wenn du zu jung wirst, spielst danach ein paar Jahre Golf, kriegst eine goldene Uhr und beginnst zu arbeiten. Anschließend geht's auf die Uni. Du hast inzwischen genug Erfahrung, das Studentenleben richtig zu genießen, nimmst Drogen, säufst. Nach der Schule spielst du fünf, sechs Jahre, dümpelst neun Monate in einer Gebärmutter und beendest dein Leben als Orgasmus." 
Eine faszinierende Vorstellung, die mich nach einem anderen Erlebnis den Text "So gesehen" schreiben ließ, in dem ich diese Idee ein wenig variiert habe. Die Vertonung machte mir zusätzliches Vergnügen, weil ich dazu einmal mehr eine Melodie zur Begleitung mit einer offenen Gitarrenstimmung (D-Dur) fand. Mein Erlebnis, das ich mit Donald Sutherlands Idee kombiniert habe, hatte ich einen Tag nach meine 50. Geburtstag. Eine akute Blinddarmentzündung führt kurz vor knapp zur Operation. Es hätte schief gehen können – Grund genug, übers Ende nachzudenken. ( Die Anregung von Donald Sutherland hatte übrigens zeitgleich auch der Liedermaching-Kollege Götz Widmann verarbeitet.) Inzwischen wurde die Erzählung, die dem "Sutherland-Zitat" zugrunde liegt (die literarische Vorlage schrieb der Autor Scott Fitzgerald aus den USA in den Zwanziger Jahren) unter dem gleichen Titel verfilmt, den auch schon die Fitzgerald-Novelle hatte, nämlich: "Das seltsame Leben des Benjamin Button". Der Film - mit Bad Pitt in der Hauptrolle - kam 2009 in die Kinos, und die filmische Umsetzung hält sich genauso wenig eng an die Vorlage wie mein Liedertext. Vor allem meinen Schluss finde ich am reizvollsten...

2 Du bist zu allem fähig

Weil ich den Lebensunterhalt für meine Familie und mich in einem Vollzeit-„Brotberuf“ verdiene (festangestellter Hörfunkredakteur beim WDR im Programmbereich Politik), kann ich natürlich auch Erfahrungen sammeln, die anderen Liedermacher-Kollegen, die dieser Art der „abhängigen Beschäftigung“ nicht nachgehen müssen, erspart bleiben. Ich habe im Laufe meines Berufslebens Aufgaben in verschiedener – auch leitender - Funktion übernommen,  Hierarchien und Hierarchen erlebt und ertragen, mich an Vorbildern orientiert und gegen Choleriker und überforderte Strohpuppen gewehrt. Dieses Lied entstand im Jahre 2001.Mit eben dieser „Berufserfahrung“ habe ich auch die Titel 10, 17, 18 und 19 dieser CD geschrieben.

3 Spur zum Glück

Ein Versuch, nach Art eines Rock-Songpoeten wie Bruce Springsteen die Substanz einer partnerschaftlichen Beziehung zu bilanzieren, die Höhen und Tiefen erlebt hat. Geschrieben 1999

4 Komm mit in den Park

soll den Beginn einer Beziehung mit „Kribbeln im Bauch“ in Worte und Töne fassen. Geschrieben 2000

5 Denk nun an dich

Eines meiner persönlichsten Lieder, geschrieben 1980 nach der erster Krebsoperation meiner Mutter, als sie neuen Lebensmut erkennen ließ. Meine Mutter starb am 14.8.1985 an Krebs. Dieses Lied schrieb ich also fünf Jahre vorher, nachdem sie den Schock der Diagnose und die anschließende Brustamputation zunächst offenbar gut verkraftet und verarbeitet zu haben schien...  

6
Kann nur besser sein

Eine Hommage an alleinerziehende Frauen , die in der Lage sind, mehr Kräfte zu mobilisieren, als sie oft genug zu haben glauben... Ich habe selbst  aus der Perspektive des (Einzel)Kindes erlebt, was es heißt, wenn sich eine Frau als alleinerziehende Mutter durchschlägt. Ein Lied in Respekt und Sympathie für Frauen, die nicht bereit sind, sich auf Trümmern ihrer Beziehung in ihre Schicksal zu fügen. Entstand 2000 

7 Hallo Kam'raden

zur leidigen Wehrpflicht bereits Ende der siebziger Jahre begonnen, verarbeitet das Lied Erlebnisse aus stundenlangen Reisen in Zugabteilen mit wehrpflichtigen Wochenendheimkehrern aus den Stationierungsorten;  2000 bekam das Lied für mich neue Aktualität durch den Wehrdienst des Freundes meiner Tochter...

8 Mich traf ein Licht

beschreibt wie
Titel 4 den "Blitz aus heiterem Himmel", geschrieben ebenfalls 2000

9 Voll dabei

Geht auf eine der „Kommunikationen“ ein, die zwischen der Bühne und davor passieren können. Entstand in der ersten Häfte der achtziger Jahre in einer Zeit, als ich mit meine Rockband „Krise“ in Stuttgart rockmusikalische Erfahrungen gesammelt habe, die ich nicht missen möchte. 

10 Der ewige Despot

 Manche Lieder schreiben sich quasi von selbst, wenn sich der zündende Einfall, die ideestiftende Inspiration einstellen - und darauf hab ich nicht immer den entscheidenden Einfluss. In diesem Falle kam eins zum andern: inhaltliche Inspiration und formaler Einfall, nämlich ein Lied über einen "idealtypischen" Vorgesetzten zu schreiben, orientiert an dem Protestsong "The Universal Soldier" von Buffy Sainte-Marie, den Donovan Mitte der sechziger Jahre bekannt gemacht hatte. Den Text schrieb ich zunächst mit dieser Melodie im Kopf - hab aber am Ende doch eine eigene Vertonung vorgezogen. 

11 Ja wenn das so ist

Es geht um die Konsequenzen aus geänderten Voraussetzungen. Das Lied war eines der ersten neueren Songs für Erwachsene nach meiner achtjährigen Phase als Kinderliedermacher; entstand 1995 

12 Immer hab ich dich dabei

versucht den Selbsttrost, wenn die Sehnsucht zu groß wird;
geschrieben 2000

13 Durchsicht meiner Konten

die Parteispendenaffäre der CDU mit den spurlos verschwundenen Millionen und den treuherzigen Aussagen, mit denen uns diejenigen für dumm verkaufen, die eigentlich mehr wissen müssten, als sie sagen wollen, wie beispielsweise der frühere CDU-Schatzmeister Walter Leisler Kiep. Entstand 2001. 
Vielleicht noch eine Erklärung dazu, wieso ich seit Mitte der achtziger Jahre deutlich weniger politische Lieder schreibe als in den siebziger und zu Beginn der achtziger Jahre: Als politischer Redakteur kann ich inzwischen  – anders als während des Studiums – meine Ansichten zu politischen Vorgängen in Prosa-Kommentaren formulieren und im Radio verbreiten. Dadurch geht schon viel „Druck aus dem Kessel“, so dass der Antrieb, sich mit diesem Thema auch noch in einem Lied zu beschäftigen, geringer  ist. Ich sehe dies nicht als Nachteil, denn so kann mehr Kreativität in Lieder mit längerer „Halbwertzeit“ fließen.

14 Ich bin stolz

Geschrieben nach einer kontroversen Diskussion im Bekanntenkreis darüber, ob man stolz darauf sein kann und sollte, Deutscher zu sein. Bei der Diskussion wurde viel getrunken – das Lied entstand 2001 nach dem Kater. 

15 Ich kenn den Weg zu dir –
Menschen, die nicht so leicht auf anderen zugehen können, sind nur schwer aus ihrem Schneckenhaus zu locken. Doch manchmal warten sie darauf...  Das Lied war eines der wenigen Versuche, Anfang der neunziger Jahre neben Lieder für Kinder auch mal wieder eines für Erwachsene zu schreiben. Geschrieben 1992 

16 Knibbel-Lied

 beschreibt eine Marotte, die sich bei manchen Leuten ein Leben lang nicht verliert. Nach dem ich es zunächst als Kinderlied geschrieben hatte, hat mich Reaktionen von Eltern bei Kinderkonzerten bestärkt, es auch bei Konzerten für Erwachsene zu singen. Entstand 1988

17 Sonst nix
Ein weiterer Text aus der Reihe "Lieder aus der Arbeitswelt", der sich mit einem bestimmten Typus Vorgesetzter auseinandersetzt. Es handelt von der Sorte Chef, die ihre Position aus unerfindlichen Gründen erklommen haben und dort mehr Schaden anrichten, als dass sie von Nutzen sind. Sie schleimen sich so weit hoch, bis sie auf der Stufe sind, auf der ihre Unfähigkeit nicht mehr toleriert werden kann – und dann werden sie auf eine noch höhere Stufe oder in ein Parallelsystem auf eine Stelle entsorgt, auf der sie keinen (oder nur noch geringen) Schaden anrichten können. Es ist die Sorte hinterfotziger Chefs, die mit aufgesetzter Freundlichkeit joviale Zugänglichkeit andeuten, sich dann aber nicht scheuen, einem hintenrum die Klinge zwischen die Rippen zu jagen, die sich selbst sorgfältig geschliffen haben. Dass sie es überhaupt soweit gebracht haben, verdanken sie genau diese Methode, die sich auch auf gleicher Ebene anwenden lässt, um unliebsame Konkurrenz auszuschalten. Es sind die Blender, die Kompetenz vorgaukeln, gleichzeitig aber keine Ahnung haben... Beispiele kennt nahezu jeder abhängig Beschäftigte selbst. Entstand 2002

18 Stimme seines Herrn – 
ein  Lied mitten aus dem (Arbeits-)leben und aus dem reichhaltigen Erfahrungsschatz mit Kollegen in gegenseitigen Abhängigkeitsverhältnissen... auch „der Stellvertreter“ soll nicht zu kurz kommen und sein Lied erhalten...  geschrieben 2002

19 Lass sie nur

Eine Art Bilanz der Auseinandersetzung mit Vorgesetzten, die sich für unfehlbar halten und an ihrem Bemühen ergötzen, ihre Macht zu missbrauchen. Hier hatte ich den Text zuerst, der dann eine Vertonung brauchte... Geschrieben 2003

20 Was mach ich da
 Reflektion eines Musikers, der sich als Musikbox missbraucht sieht. Geschrieben 2002

21 Ich muss (Diabetes-Symptom)
-

eigentlich ein gespenstisches Lied, dem im Sommer 2002 Selbstbeobachtungen vorausgingen, die Erinnerungen an gelegentliche Autofahrten mit unseren Kindern wachriefen: Kaum hatten wir im Auto die Stadt hinter uns gelassen und die Autobahn erreicht, ertönte von einem der Kindersitze aus gepresster Kehle der Ruf „Ich muss“, während gleichzeitig zappelnd die Beine zusammengedrückt wurden. Ich hatte 2002 bei mir verstärkten Harndrang festgestellt, der kaum noch zu kontrollieren war. Ohne es zu wissen, habe ich Symptome einer Stoffwechselstörung beschrieben. Erst die fachärztliche Diagnose schaffte Klarheit: Diabetes. 

Gesamtinhaltsverzeichnis 
(plus Angabe der CD, 
auf der das Lied zu finden ist,
Kinderlieder kursiv geschrieben) 

A

Abhetzblues (Du bist schuld, Der geklaute Gameboy, 
          Papa backt, Aufräum', Diese 1)
Abrechnung (Nicht als Eigentum, Nichts ist ideal, 
          Diese 2)
 
Acht große Lieben
(Spuren, Diese 2)
Adventszeit - Bastelzeit (Mama, mach Mam'lade)
Alle alle da (Mama, mach Mam'lade)
Allein mit meinen Träumen (Nicht als Eigentum)
Alle haben einen Weg (Ich bin groß)
Alleine in der Stadt (Papa repariert)
Alle Kinder draussen (Der geklaute Gameboy)
Alles dabei (Weit und offen, Gegenseitig geschenkt, 
          Diese 3)

Alles hat seine Zeit
(Draufgänger, Gegenseitig 
         geschenkt, Schicksalsglück, Diese 1)
Alle Zeit (Bestes Stück)
Andres Kind (Draufgänger, Mama, mach Mam'lade,
          Schicksalsglück)
Anneli (Schicksalsglück)
Anziehlied (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Aufräum')

Aufgewacht
(Spuren)
Aufräum’ (Du bist schuld, Papa repariert, Papa backt, 
         Aufräum')
Auf Reisen (Stück des Wegs, Sternschnuppen)
Aufstehn
Auf Wiedersehn (Ich bin groß)

Aufzug
(Im Handumdrehn)
Ausgeliefert (Ausgeliefert, Diese 1)
Aus, over, roger (Unentdeckt)
Aussen vorbei
(Spuren)
Ausstand (So ist gut)
Ausziehen (Ausgeliefert, Diese 4)
Autowäsche (So ist gut)

B

Baby Doll (Draufgänger, Igitt, da drin sind Zwiebeln,
         Papa backt)
Bäh (Ich bin groß)
Bande Bande (Papa repariert)
Bangelied (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Mach die Tür zu)
Bauchschuss (Nicht als Eigentum)
Bauchweh (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Mach die Tür zu)
Bei Gelegenheit - Wiedersehen reloaded 
         (Im Handumdrehn)
Bekenntnis (Nicht als Eigentum)
Bestes Stück (Bestes Stück)
Beweise
(Unentdeckt)
Big Brother
(Nicht als Eigentum)
Big Brother 2004 (neu) (Im Handumdrehn)
Bilanz
(Weit und offen)
Bis sie geht
(Unentdeckt, Diese 2)
Bloß keinen Schiss (Ich bin groß)
Blütenträume (auch engl.) (Stück des Wegs
         Gegenseitig geschenkt)

Bonbonpapier (Der geklaute Gameboy, Aufräum')
Brieffreundschaft (Der geklaute Gameboy, Papa backt, 
         Mach die Tür zu)

C

Camping (Papa repariert, Papa backt, Aufräum')
Camping-Disco 
Computer (Nix dagegen)
Cool (So ist gut)

D

Das merk ich mir (Papa repariert, Papa backt, Mach die 
         Tür zu)
Das peinliche Lied (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Papa 
         backt, Aufräum')
Das Phantom: Der Opa (Der geklaute Gameboy, Papa
         backt, Aufräum', Im Handumdrehn)
Das Recht ein Mensch zu sein (Stück des Wegs, 
         Nichts ist ideal, Sternschnuppen)
Das Recht ein Mensch zu sein - ergänzt 
         (Im Handumdrehn)
Das war's (So ist gut)
Das Weihnachtslicht (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Da war doch was (Ich bin groß)
Denk nun an dich (So gesehen)
Deine Klamotten (Der geklaute Gameboy, Papa backt, 
         Aufräum', Im Handumdrehn))
Der Abend vorher (Ich bin groß)
Der ewige Despot (So gesehen, Nichts ist ideal)
Der geklaute Gameboy (Der geklaute Gameboy, 
         Aufräum')
Der Hexenmeister (Papa repariert, Aufräum')
Der Junge ist tapfer (Papa repariert, Mach die Tür zu)
Der Kalender (So ist gut)
Der Kardinalsfehler (Bestes Stück)
Der Namenstag (Ich bin groß)
Der qualmende Karl (Papa repariert)
Der Ranzen (Ich bin groß)
Der Tropfen (Ausgeliefert)
Der Verdacht (Bestes Stück)
Der Zirkus (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Dicke Decke (Bestes Stück)
Die Eulen lauschen (Weit und offen)
Die ist bekloppt 1 (Der geklaute Gameboy, Aufräum')
Die ist bekloppt 2
Die Krise kommt (Im Handumdrehn)
Die Lehrerin (Ich bin groß)
Die Macht des Glaubens (Ausgeliefert, Diese 3)
Die Nacht durchwacht (Im Handumdrehn)
Die Schule (Ich bin groß)
Die Tage werden kürzer (Nix dagegen)
Die Tüte (Ich bin groß)
Doch aufgepasst (Der geklaute Gameboy, Aufräum')

Domina
(Spuren)
Draufgänger (Draufgänger, Woher - wohin, Diese 1)
Drei alte Kisten
(Nix dagegen)
Drüber schlafen
(Du bist schuld)
Du alte Schule (Mama, mach Mam'lade)
Du bist schuld (Du bist schuld, Diese 1)
Du bist zu allem fähig
(So gesehen, Nichts ist ideal)
Du könntest meine Tochter sein
(Draufgänger, 
         Woher - wohin, Diese 3)

Du nicht bei mir
(Weit und offen, Gegenseitig 
         geschenkt, Diese 3)

Durch den Wind
(Draufgänger)
Durchsicht meiner Konten
(So gesehen)
Dutzendgesicht
(Unentdeckt, Diese 4)

E

Eile mit Weile (So ist gut)
Ein Blick
(Draufgänger, Gegenseitig geschenkt, Diese 4)
Ein Glas Saft (Papa repariert, Papa backt, Mach die Tür 
         zu)
Eismann
(Mama, mach Mam'lade)
Epitaph für John Pearse (So ist gut)
Epitaph für Phil Ochs (auch in engl.) (Nicht als 
         Eigentum
, Nichts ist ideal, Sternschnuppen, 
         Diese 3)

Epitaph für Rudi Dutschke
(Stück des Wegs, Nichts 
         ist ideal)

Er tanzt
(Unentdeckt, Diese 1)
Es ist wie’s ist (Du bist schuld, Mama, mach Mam'lade, 
         Papa backt, Aufräum')
Es tut mir leid (Nicht als Eigentum)
Etikette
(Unentdeckt)

F

Fahrrad fahrn (Papa repariert)
Falschgeld (So ist gut)
Fang an (Weit und offen)
Fassade
Fast dreißig Jahre
(Ausgeliefert)
Fit oder fett (Stück des Wegs)
Flieg (Ausgeliefert, Diese 2)
Forschung
(Du bist schuld)
Fragen Fragen Fragen (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Papa 
          backt)
Freiheit (Du bist schuld)
Frei sein (Draufgänger)
Freispruch (Ausgeliefert)
Frei wie der Wind (Im Handumdrehn)
Fremde Augen
(Nix dagegen)
Freund aus Potsdam
(Nix dagegen)
Freunde, seid wach
(Nicht als Eigentum, Nichts ist 
         ideal, Sternschnuppen, Diese 1)

Frieden
(Stück des Wegs, Nichts ist ideal, 
         Sternschnuppen, Diese 3)

Früher war alles besser
(Draufgänger)
Frühstück im Bett (Mama, mach Mam'lade)
Furcht im Nacken (Nix dagegen)

G

Gamino (Nicht als Eigentum, Nichts ist ideal)
Gegenseitig geschenkt
(Weit und offen, Gegenseitig 
         geschenkt, Diese 2)

Geh nicht auf den Wecker (Mama, mach Mam'lade)
Gelage (Stück des Wegs)
Gelebter Traum
(Unentdeckt)
Genieß
(Spuren, Diese 4)
Glaubwürdigkeitsmarsch
(Nix dagegen)
Grau in grau
(Draufgänger)
Greif zu
(Du bist schuld, Diese 4)
Gute Besserung (Igitt, da drin sind Zwiebeln)

H

Hab doch noch Geduld  (auch engl.) (Nicht als 
       Eigentum, Gegenseitig geschenkt, Sternschnuppen, 
       Diese 4)

Halbes Leben
(Unentdeckt)
Hallo Kam'raden
(So gesehen)
Harrisburg-Syndrom
(Störfall in Stade) (Nicht als 
         Eigentum, Sternschnuppen)

Haufen Schrott
(Bestes Stück)
He, Baby 
Heinz, der Elefant (Ich bin groß)
Herzlichen Glückwunsch (Ausgeliefert, Diese 4)
Heute hab ich frei (Ich bin groß)
Heut geht M.G. (Im Handumdrehn)
Heute, liebe Leute (Ich bin groß)

Holz knistert
(Ausgeliefert)

I

Ich bin dran (Papa repariert)
Ich bin ein Cowboy (Papa repariert)
Ich bin ja so gespannt (Ich bin groß)
Ich bin so blank (Der geklaute Gameboy, Aufräum')
Ich bin stolz (So gesehen)
Ich hätte und du würdest (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Ich kam in Jeans (Draufgänger, Woher - wohin, Diese 3)
Ich kann auch anders
(Weit und offen, Woher - wohin, 
         Diese 2)

Ich kann noch mehr (Papa repariert)
Ich kenn den Weg zu dir (So gesehen)
Ich mag das nicht (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Papa 
         backt, Aufräum')
Ich muss (So gesehen)
Ich spür dich bei mir (Stück des Wegs, Gegenseitig 
          geschenkt)

Idioten (Der geklaute Gameboy)
Im Handumdrehn (Im Handumdrehn)
Immer hab ich dich dabei (So gesehen)
Im Mäppchen ist so viel (Ich bin groß)
Immer Augen auf (Ich bin groß)
Immer locker
Im Zoo (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Papa backt, 
          Aufräum')
In der Nacht
(Du bist schuld)

Intensiv
(Spuren, Diese 1)
I
ntrigantenstadl (Bestes Stück)
Irgendwo (Der geklaute Gameboy, Mach die Tür zu)
Is egal (Mama, mach Mam'lade, Im Handumdrehn)
Ist vorbei, ich bin groß (Ich bin groß)

J

Ja du, dann dann
Jammerschade (Weit und offen, Nichts ist ideal)
Jannik (Schicksalsglück)
Ja, wenn das so ist (So gesehen, Nichts ist ideal)
Jeder kennt einen
(Weit und offen, Nichts ist ideal, 
         Diese 4)

Jederzeit
(Unentdeckt)
Journalisten (Stück des Wegs, Nichts ist ideal, Setzt 
         euch zu mir, Diese 2)

Jugendherberge (Papa repariert)
Jugendlich (Spuren, Diese 2)
Jusotod (Nix dagegen)

K

Kalt (Draufgänger)
Kann man das kleben (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Mach 
          die Tür zu)
Kann nicht schlafen (Papa repariert, Papa backt, Mach 
         die Tür zu)
Kann nur besser sein (So gesehen, Woher - wohin, 
         Diese 3)

Karl der Steife
(Nix dagegen)
Kasimir, das Nachtgespenst (Papa repariert)
Katastropheneinsatzplan (Nicht als Eigentum, Nichts 
         ist ideal, Sternschnuppen, Diese 2)

Kinderarzt (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Aufräum')
Kinderklau
(Ausgeliefert)
Kindertag
(Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Klare Ansage (Spuren)
Klassenfest (Mama, mach Mam'lade)
Kleiner Engel (Draufgänger, Ich bin groß, Papa backt, 
         Mach die Tür zu, Schicksalsglück, Diese 2)
Kleiner Wirbelwind (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Knallkopp
Knibbelei (So gesehen, Papa repariert, Papa backt, 
         Diese 3)
Knötterich (Ich bin groß)
Kohlroulade (Ausgeliefert)
Komm doch mal rüber (Im Handumdrehn)
Komm in meine Arme
(Igitt, da drin sind Zwiebeln, Papa 
        backt)
Komm mit in den Park (auch engl.) (So gesehen, 
        Gegenseitig geschenkt, Diese 2)

Komm' se raus
(Stück des Wegs, Sternschnuppen)
Komm spielen
Kopf hoch (Draufgänger)
Krähenfüße
(Draufgänger, Gegenseitig geschenkt,
         Diese 1)

Krank (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Mach die Tür zu)
Krieg der Knöpfe (Stück des Wegs)
Krölle-Bölle (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Papa backt, 
        Aufräum')
Kuck doch mal her (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Kurzinfo (Du bist schuld)
Kussräuber

L

Langweilig (Du bist schuld, Mama, mach Mam'lade,
         Papa backt, Mach die Tür zu, Diese 4)
Lang ist her (Bestes Stück)
Lätzchen-Schätzchen (Igitt, da drin sind Zwiebeln)

Lass dich fallen
(Spuren)
Lass mich dir erklären (Stück des Wegs)
Lass mich lesen (Der geklaute Gameboy, Papa backt, 
         Mach die Tür zu)
Lass sie nur (So gesehen, Nichts ist ideal)
Leben 
(auch engl.) (Stück des Wegs, Woher - wohin, 
         Diese 3)

Leben lieben
(Du bist schuld, Diese 1)
Leben mit dir (So ist gut)
Lebenslust
(Weit und offen, Nichts ist ideal)
Logik
(Stück des Wegs)
Lukis Nuki (Igitt, da drin sind Zwiebeln)

M

Mach die Tür zu (Mama, mach Mam'lade, Mach die Tür 
         zu)
Mach dir nichts vor (Nicht als Eigentum, Schicksalsglück)
Mach was, Mama
(Spuren, Diese 1)
Mallied (Ich bin groß)
Mal reden (Nicht als Eigentum, Woher - wohin, 
         Sternschnuppen, Diese 3)

Mama, mach Mam’lade (Mama, mach Mam'lade)
Manager von Jennifer (Weit und offen)
Mein Bett (Mama, mach Mam'lade, Mach die Tür zu)
Meine Mode
Meisterschaft (Unentdeckt)
Melanie (Ausgeliefert, Diese 1)

Mich traf ein Licht
(So gesehen, Gegenseitig 
         geschenkt)

Midlifekrise
(Stück des Wegs, Woher - wohin,
         Sternschnuppen, Setzt euch zu mir, Diese 2)
Mordsgelüste (Bestes Stück)
Museum
(Du bist schuld, Diese 4)
Mutation
(Nicht als Eigentum, Nichts ist ideal, 
         Sternschnuppen)

N

Nasenlöcher sehen nichts (Ich bin groß)
Nasenwuchs (So ist gut)
Neuanfang (Nix dagegen)
Neubeginn  
Neustart (Im Handumdrehn)
Nicht als Eigentum (Nicht als Eigentum,  Gegenseitig
          geschenkt, Sternschnuppen, Diese 2)

Nichts ist ideal
(Nicht als Eigentum, Nichts ist ideal)
Nichts ist so toll (Ich bin groß)
Nichts zu verliern (Unentdeckt)
Nie verkehrt
(Du bist schuld)
Nikoläuse (Ich bin groß)
Nix dagegen (Nix dagegen)
Noch frisch (Im Handumdrehn)
Noten sind bloß Zahlen (Ich bin groß)
Nur geklont (Ausgeliefert, Diese 2)

O

Oettinger Klartext (Bestes Stück)
Oh Mann
(Nicht als Eigentum, Woher - wohin, Diese 4)
Ohne Ende (Im Handumdrehn)
Ohne Gebiss
(Stück des Wegs, Diese 4)
Olle Pollen (Papa repariert)

P

Packlied (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Papa backt
(Weit und offen, Papa backt, Diese 1)
Papa-Rap (Du bist schuld)
Papa repariert (Papa repariert, Papa backt, Aufräum')
Party (Spuren, Diese 1)
Passiert ist passiert (Weit und offen, Diese 3)
Paternoster
(Draufgänger, Nichts ist ideal)
Pazzilozzi-Kindergarten (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Pekinger Frieden (So ist gut)
Photosession (Weit und offen, Woher - wohin, Diese 3)
Plapperfrei (Igitt, da drin sind Zwiebeln)

Prima, sind Ferien (Mama, mach Mam'lade)
Prinzesschen hat geheiratet (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Pudding mit Ketchup (Der geklaute Gameboy)

R

Radiotime (Stück des Wegs)
Regen
(Du bist schuld)
Reif
(Weit und offen, Woher - wohin, Diese 4)
Reste (Der geklaute Gameboy)
Rezepte (Unentdeckt)
Richtig wichtig (Bestes Stück)
Rücken zur Wand (Bestes Stück)

S

Schicksalsglück (Unentdeckt)
Schlaflied 
(Schlaf, mein Schatz) (Stück des Wegs, 
         Woher - wohin, Sternschnuppen, Diese 3)

Schlaflied (Brav, dreh dich) (Igitt, da drin sind Zwiebeln, 
         Papa backt, Mach die Tür zu)
Schlot (Papa repariert)
Schlotterhosenknabe (So ist gut)
Schneemann (Draufgänger, Mama, mach Mam'lade, 
         Mach die Tür zu)
Schnurr, Miezi, schnurr (Mama, mach Mam'lade, Mach 
         die Tür zu)
Schöner Döner (Ausgeliefert)
Schon wieder (Nix dagegen),  
Schon wieder frei (Du bist schuld, Mama, mach  
           Mam'lade)
Sechzehn Nationen (Nix dagegen)
Sei still
(Stück des Wegs, Nichts ist ideal, Diese 4)
Sie in ihr
(Spuren)
Sie lacht
(Unentdeckt, Diese 1)
Sie schläft nicht gut (Bestes Stück)
So gesehen
(So gesehen, Woher - wohin, Diese 1)
So gut
(Spuren)
So ist gut (So ist gut)
So kann's gehn
(Unentdeckt)
So nah dran
(Spuren, Diese 4)
So’n Pech für mich (Der geklaute Gameboy, Aufräum')
Sonst nix (So gesehen, Nichts ist ideal, Diese 4)
Sozialistengesetz
(Nix dagegen)
Spekulantensong
(Nix dagegen)
Spick mich (So ist gut)
Spiel dein Spiel (Ausgeliefert)
Sprechstunde
(zum "Jahr des Kindes") (Nicht als 
        Eigentum, Sternschnuppen, Diese 4)

Spurensuche
(Spuren, Diese 2)
Spur zum Glück
(So gesehen, Woher - wohin, Diese 2)
Sternschnuppen
(Stück des Wegs, Woher - wohin, 
        Sternschnuppen, Mach die Tür zu, Diese 1)
Stimme im Ohr (So ist gut)
Stimme seines Herrn
(So gesehen, Nichts ist ideal)
Stück des Wegs
(auch engl.) (Stück des Wegs,
       Gegenseitig geschenkt, Sternschnuppen, Setzt  
       euch zu mir, Diese 1)
Suchen - Finden (Ausgeliefert)
Susanne steigt aus (Bestes Stück)

T

Taschenlampe im Bett (Papa repariert)
Träne im Auge (auch engl.) (Stück des  Wegs, Gegenseitig 
      geschenkt, Diese 4)

Traumlied (Ich bin groß)
Trotzige Alte (Stück des Wegs, Nichts ist ideal,
      Sternschnuppen, Diese 4)

Tschuldigung
(Spuren)
T-Shirt
(Draufgänger, Woher - wohin, Diese 1)
Tun als ob (Ich bin groß)
Tut mir leid (Der geklaute Gameboy)

U

U-Bahn fahrn (Ich bin groß)
Überheblich (Unentdeckt)
Unentdeckt
(Unentdeckt, Diese 2)

V

Verklappt (Ausgeliefert, Diese 3)
Vergessen (Bestes Stück)
Verwirrung
(Im Handumdrehn)
Vielleicht ist ja so (Im Handumdrehn)
Voll dabei (So gesehen)
Vorbei
(Spuren, Diese 4)
Vorfreude
(Du bist schuld)

W

Wachtraum (Spuren)
Warnung
(Du bist schuld)
Warum beeilen (Der geklaute Gameboy)
Was ich erzählen will (Ich bin groß)
Was ihr wisst (Ich bin groß)
Was ist wahr (Draufgänger, Nichts ist ideal, Diese 3)
Was mach ich da
(So gesehen)
Was muss ich noch tun
(Draufgänger, Gegenseitig 
       geschenkt, Diese 2)
Was weiß ich schon (So ist gut)
Was würd ich ohne dich tun
(Weit und offen, 
       Gegenseitig geschenkt, Diese 2)

Weit und offen
(Weit und offen, Gegenseitig 
       geschenkt, Diese 1)

Wem nützt es
(Spuren)
Wenn der Vorhang fällt
(Nix dagegen)
Wenn ich gehn muss
(Unentdeckt, Diese 3)
Wer kommt (Ich bin groß, Papa backt)
Wie geschmiert (Unentdeckt, Diese 3)
Wieso frag ich dich
(Weit und offen, Woher - wohin, Diese 3)
Will aber (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Papa backt)
Woher, wohin (Weit und offen, Woher - wohin, Diese 3)
Wohin der Weg auch führt
(Nicht als Eigentum
       Gegenseitig geschenkt, Sternschnuppen)

Womit hab ich das verdient
(Du bist schuld)
Woran denkst du (Bestes Stück)
Wunder
(Spuren, Diese 2)
Wut so doll
(Der geklaute Gameboy)

Z

Zähl mal mit (Nix dagegen)
Zahnspange (Mama, mach Mam'lade, Aufräum')
Zielsuche (Im Handumdrehn)
Zu anderer Zeit (Draufgänger)
Zuhörer (Der geklaute Gameboy)

Unvertonte Gedichte

Ausgewogenheit
Denkmal

Die Lichter an Weihnachten

      nach Senta Schads Abschied

Fettich

HDH
  (für Hanns Dieter Hüsch)
Nachlass

Traditionspflege

Trost ?

Wenn

Zum Trotz

Gedichte und Texte zum Jahresende

Das Jahr geht rum 1989
Einheitsweihnachten
1990  

Weiße Weihnacht in weißen Westen
(Dialog)1994
Von Nix kommt nix
(Reportage)1995
Die Lichter an Weihnachten
1998
Zehn Minuten Gedicht
2001 
Schon wieder Zeit
  2002
Frohe Weihnacht wieder mal
  2003 
Weihnachtsstimmung
2004

Gedichte über den Weihnachtsmann  

Jobsharing  Weihnachtsmann & Osterhase 1991
Der Weihnachtsmann auf Tour in Kur
1992

Der Weihnachtsmann Präsidentschaftskandidat

           (
Der Kandidat - gescheit gescheitert) 1993 
Glaubst du an den Weihnachtsmann?
1996
Weihnachtsstreik
1997 
Weihnachtsmann ohne Dichtlust
1998
Das Weihnachtslicht
1999
Weihnachtsmann mit Frust
2000 

Gerd Schinkel singt auf deutsch eigene Lieder  

CDs für Erwachsene:

Es gibt CDs mit Liedern für Erwachsene in quasi chronologischer Zusammenstellung (drei vorwiegend aus dem vorigen Jahrtausend), eine CD mit meinen besten Liedern aus dem vorigen Jahrtausend und - als besondere Zusammenstellung - einen Viererpack mit meinen besten Liedern.

0 - "Nix dagegen" - eigen(sinnig)e Lieder

1 - „Nicht als Eigentum" - eigen(artig)e Lieder

2 - „Stück des Wegs" - eigen(willig)e Lieder

3 - „So gesehen" - eigen(mächtig)e Lieder

4 - „Weit und offen“  - eigen(ständig)e Lieder  

5 - "Draufgänger" - eigen(händig)e Lieder

6 - "Unentdeckt" - eigen(tümlich)e Lieder

7 - "Du bist schuld" - eigen(wüchsig)e Lieder

8 - "Spuren" - eigen(wertig)e Lieder

9 - "Ausgeliefert" - eigen(nützig)e Lieder

10 - "Bestes Stück" - eigen(brötlerisch)e Lieder

11 - "So ist gut" - eigen(verantwortlich)e Lieder

12 - "Im Handumdrehn" eigen(süchtig)e Lieder

 

CDs in besonderer Zusammenstellung:

die besten eigenen aus dem vorigen Jahrtausend :

- "Sternschnuppen"

- "Schicksalsglück" - CD mit 19 Liedern 
             zu meinem  Buch : 
 
             „Bin ich ihr ähnlich?" 
             - Adoptivtochter auf Spurensuche in Korea“ -
             erschienen Dez. 2005 bei Books on Demand,
             Norderstedt, ISBN
3-8334-33915-7, 260 S., 14.90 €
            
Buch ist im Handel und bei mir erhältlich, CD nur bei mir

- "DIE BOX: gnadenlos anachronistisch - aber nicht hoffnungslos"  enthält meine mutmaßlich besten Lieder:
             - DIESE (1)
             - AUCH DIESE (2)
             - AUCH NOCH DIESE (3)
             - WOHL AUCH NOCH DIESE (4)

"- "1-fach" Beispielsweisen 
             vorzugsweise auszugsweise 

- "4-fach" Beispielsweisen 
             vorzugsweise scheibchenweise
            als 4er Box angelegt, aber auch jede CD einzeln 
            
( erschienen 2003, thematisch sortiert mit meinen bis 
             dahin geschriebenen besten Liedern):

- „Gegenseitig geschenkt“
     
„Beziehungsweisen“ schönste Liebeslieder
-
„Woher – wohin“ – 
            „Betrachtungsweisen“ beste Lebenslieder
- „Nichts ist ideal“ – 
            „Sichtweisen“ trotzigste Trotzlieder 

- „Papa backt“ – 
           
„Singweisen“ aus der Kinderwelt
   

Es gibt fünf CDs mit eigenen Liedern für Kindern in altersentsprechender Zusammenstellung sowie zwei CDs mit den besten Kinderliedern (einmal laut, einmal leise):

CDs für Kinder:

- "Igitt! Da drin sind Zwiebeln" - für Vorschulkinder
- "Ich bin groß" - zur Einschulung
       

- "Papa repariert" - für "frische" Grundschulkinder

- "Der geklaute Gameboy" -
für erfahrene Grundschulkinder 
- "Mama, mach Mam'lade" -
für große Grundschulkinder

sowie als "beste" Kinderlieder:
- "Aufräum'"   (laut genug)
- "Mach die Tür zu" (leise)


Gerd Schinkel singt auf deutsch eigene Lieder  

„So gesehen" - eigen(mächtig)e Lieder

So gesehen

Der Deckel über mir ging auf
und mich traf volles Licht,
Meine Augen warn noch zu,
und etwas blass war mein Gesicht.
Ich konnt’ mich nicht bewegen
und mein Hemd war ziemlich eng.
Irgendwie kam es mir auch so vor,
als roch ich etwas streng.
Man packte mich an Kopf und Beinen,
nahm mich aus dem Sarg,
legte mich auf einen Tisch,
wo noch ein Tuch mein Haupt verbarg.

So gesehen ging’s mir gar nicht schlecht.
Dass es immer besser wurde, war mir recht.
Sah mit viel Erfahrung das, was vor mir lag
und genoss so jede Nacht und jeden Tag.

Um mich herum war Riesenwirbel –
ich war im OP.
Man klemmte mir was in den Bauch –
sofort tat der mir weh,
nahm mir das Messer aus der Haut,
und gleich war diese glatt.
Mit tütata fuhr ich nach Hause,
krümmte mich im Bad,
ging in mein Bett und hab
den ersten Blinddarmreiz gespürt,
bin eingeschlafen, aufgewacht
und hab dich zart berührt.

Bin schmusend mit dir aufgestanden,
zog dich küssend an,
speiste gut mit dir beim Kerzenschein,
dann war der Job erst dran.
Gehetze bis zum Frühstück –
furchtbar schnell die Zeit vergeht.
Kinder kommen wieder heim
und in die Pubertät.
Eingeschult, dann Kindergarten –
ich mit dunklem Haar,
Hochzeitsnacht, Examen,
dir am Strand unglaublich nah...

Der erste Blick, den wir gewechselt,
meine Gammelzeit,
Gitarre ohne Hornhaut lernen –
Finger tun mir leid.
Die Eltern zieh’n zusammen,
haben Zoff und sind versöhnt,
Vater fährt zur See
und ich von Muttern so verwöhnt.
Und schließlich geht’s per Kaiserschnitt
ins Dunkle und zum Schluss
neun Monate im Bauch,
Orgasmus – welch ein Exitus.

So gesehen wär’s doch gar nicht schlecht.
Wenn es immer besser würde, wär’s doch recht.
Mit Erfahrung leben, Jahr um Jahr,
am Ende Lustgenuss – dann einfach nicht mehr da...

2000

Du bist zu allem fähig

Der Morgen fängt schon gut an: - Noch bist du nicht frisch,
da beißt du schon vor Ärger in den Küchentisch.
Im Radio hörst du was, das gefällt dir nicht.
Vor Wut entgleisen dir die Züge im Gesicht.
Mit Kloß im Hals greifst du zum Telefon.
Man hat schon damit gerechnet, ja, man kennt dich schon.
Du schnappst nach Luft, bevor du reden kannst,
und mit lauter Stimme alle hintern Mond verbannst...

Du bist zu allem fähig -
keiner weiß es besser als du.
Du bist zu nichts zu gebrauchen -
doch ich trau dir alles zu.

Der Mittag ist noch weit - du läufst jetzt richtig warm.
Du versprühst außer Galle zwischendurch mal Charme,
jedenfalls so etwas, was du dafür hältst,
weil du dir in dieser Rolle manchmal gut gefällst.
Aber dann - ist ja klar - passiert schon wieder Mist.
Du hast es gleich gewusst, dass nichts unmöglich ist.
Deine Sicherung brennt durch und dein Kragen platzt,
vor Ärger hast du dir fast das Gesicht zerkratzt.

Du bist zu allem fähig -
keiner weiß es besser als du.
Du bist zu nichts zu gebrauchen -
doch ich trau dir alles zu.

Du verlangst und forderst, randalierst und tobst.
Eher brichst du dir den Kiefer, eh du einmal lobst.
Über jeden Fliegenschiss willst du genau Bericht.
Du kannst ihn immer wieder lesen - und kapierst ihn nicht.
Aber jeder unter dir ist ein Vollidiot,
der dir nur an den Karren pisst und dich bedroht.
Alle sind verlogen, keiner funktioniert -
ein unfähiger Haufen, der nur intrigiert...

denn nur du bist fähig -
warum sieht das keiner wie du?
zu nichts zu gebrauchen -
trau ich dir doch alles zu...

2000

Spur zum Glück

Wir haben Stunden verschwendet, Minuten gestreckt,
uns ins Dunkle gesehnt, hat uns die Sonne geweckt,
sind vor Blicken gefloh’n, zogen gern uns zurück
ließen unsere Spuren in der Spur zum Glück.
Wir haben Tage verpasst, Nächte durchgewacht,
vor Lust geschäumt, uns um die Luft gebracht,
es blieben Krümel zurück von unser’m Kuchenstück -
Spuren unsere Spuren in der Spur zum Glück.

Wir haben Träume geträumt, Tränen trocken geküsst,
hin und her überlegt, was man tun sollte und müsst,
uns im Kreise gedreht, keinen Ausweg im Blick,
ließen unsere Spuren in der Spur zum Glück.
Wir haben Leben gelebt, unsere Wege gewagt,
selig geschwebt, unser Schicksal beklagt,
spür’n unsere Narben, seh’n wir noch mal zurück,
Spuren unserer Spuren in der Spur zum Glück.

Wir haben Chancen geseh’n, unsere Ziele gesteckt,
sind zu spät aufgewacht, gerädert aufgeschreckt,
sind tief im Nebel verlor’n, kein Hinweis vor und zurück,
lassen unsere Spuren in der Spur zum Glück.
Wir haben Stürmen getrotzt, uns auf Wolken gelegt,
von Liebe geflüstert, uns gemeinsam bewegt.
Wir drängen vorwärts, zieh’n uns auch manchmal zurück,
und prägen unsere Spuren in die Spur zum Glück.

Wir haben Gipfel gestürmt, stürzen haltlos zu Tal,
vom Rausch noch berauscht, ernüchtert tief in der Qual,
geblendet von Licht verlier’n wir uns aus dem Blick,
finden kaum noch Spuren in der Spur zum Glück.
Wehrlos gebannt, verlassen, eingezwängt,
eingekesselt, vom Schicksal aufgehängt,
wir zappeln hilflos, könn’ nicht mehr zurück,
suchen endlos weiter nach der Spur zum Glück.

2000

Komm mit in den Park                               D/0  D offen

Komm mit in den Park, du, die Sonne scheint -
was hält uns zurück?
Die frühe Stunde? Das feuchte Gras?
Misstrau’n wir unserm Glück?
Du hast eine Decke, ich ein Herz voll Liebe -
es schlägt bis zum Hals.
Wir finden einen Platz, wo uns keiner sucht -
hoff’ ich jedenfalls.

Leg dich auf die Wiese und dann schau mich an -
ich mag deinen Blick.
Guck nicht so genau hin – ohne Hemd
bin ich viel zu dick.
Lass mich auf deiner Haut auf Reisen geh’n,
als Forscher mit viel Zeit.
Der Jogger, der so müde den Weg lang läuft,
bleibt doch ziemlich weit.

Wolken vor der Sonne schieben Schatten über’s Gras
und du kriegst ‘ne Gänsehaut.
Mach’ die Knöpfe wieder zu, zieh’ die Bluse glatt -
küss’ mich noch mal vertraut.
Ist die Decke wieder sauber im Korb verstaut,
ist der Tag noch nicht vorbei.
Ein paar Stunden aber war’n schon wunderschön,
und wir war’n dabei.

2002

Denk nun an Dich       
für H. Sch.                               a/0

Weißt du noch - wie sehr hast du gefürchtet,                      ae-ae-
nun zu verlier’n, was du für dich grad neu entdeckt hast.      CGae-
Dein Zynismus, der klang so resignierend.                          ae-ae-
Es schien, als hätt’ die Krankheit dich schon lang’ besiegt.   CGEa
Doch so wie dich, so traf es viele, und die leben auch noch.  GC
Warum sollte es dann bei dir anders sein?                            DG
Darum hab Mut, so sagte ich dir damals.                              Ce
Es geht um dich, doch nur um dich...                                   aGa

Siehst du jetzt: Was hat sich schon geändert,
was Grund für Ängste und Sorgen wäre?
Du bist noch du. Was sollt’ sich da auch ändern?
Wenn du es selbst willst, dann bleibst du wie du warst.
Doch hoff’ ich, dass du nun von dir aus was dran tust,
dass du lebst, wirklich lebst, wach und offen, und genießt!
Du bist dem Leben doch bisher nur hinterher gelaufen -
denk nun an dich, endlich an dich.

Denk mal nach - auf viel hast du verzichtet.
War’n sie es wert, die vielen Jahre?
Nun bist du aufgewacht, erlebst den Sonnenaufgang,
den du verschlafen hast vorher - nun strahlt er dir.
Greif ihn dir und halt’ ihn fest mit beiden Händen.
Lass’ ihn nicht mehr los, weil du seine Wärme brauchst.
Du machst es richtig, wenn du nicht erst lange grübelst -
denk nun an dich, denk nur an dich.

Glaube mir, ich war so sehr verzweifelt -
doch war ich machtlos ohne deinen Willen.
Nun weicht die Angst - ich sehe, du willst leben.
Das ist dein Recht, und nun nimmst du es endlich wahr.
Lass’ dir den Sonnenschein durch Wolken nicht vertrüben.
Du hast viel bezwungen, wirst auch diesmal Sieger sein.
Meine Angst hast du vertrieben -
denk nun an dich, denk nur an dich.

1978

Kann nur besser sein

Draußen scheint die Frühlingssonne,
taut den letzten Schnee.
Sie will aus der Kälte flieh’n,
aber noch tut es ihr weh.
Allein daran zu denken,
ist noch mehr als sie erträgt.
Sie grübelt, zweifelt, überlegt,
verwirft, was sie erwägt.

Und das Kind an ihrer Seite,
greift voll Vertrau’n nach ihrer Hand.
Sie nimmt es auf den Arm –
es gibt ihr Kraft und festen Stand.
Und sie weiß, dass sie es schaffen wird –
sie ist ja nicht allein.
Was vor ihr liegt, das schreckt sie nicht –
es kann nur besser sein.

Es öffnet sich ein Ausweg –
bietet mehr als eine Flucht.
Sie sucht und findet ihren Kurs
in windgeschützte Bucht.
Dort baut sie ihre Trutzburg auf
aus Kisten und Kartons,
und träumt sich ihren Himmel
bunt voll praller Luftballons.

Der Anker fest, ein schmaler Steg
führt in die neue Welt
mit harter Arbeit, wenig Schlaf
und nie genügend Geld.
Ihr Recht auf Zärtlichkeit
nimmt sie sich dann, wenn sie es mag.
Sie hat die Freiheit, die sie wollte,
nachts und Tag für Tag.

2002

Hallo Kam’raden

Geschlaucht, gerädert, und vor Augen nur ein Ziel:
Das nächste Wochenend’ - um wieder Mensch zu sein.
Ein Selbstzweck in oliv, ab Freitag in Zivil.
Der Intercity rollt im Bahnhof als Befreier ein.
Hallo Kam’raden - und das Bier aus Dosen zischt.
Was nicht gewollt ist, wird mit Alkohol verwischt.

Stunden auf Schienen, Drecksklamotten im Gepäck.
Heimkehrerinvasion, erwartet und ersehnt.
Für eine Weile ohne Anschiss, ohne Dreck -
nach Luft zum Atmen sich der Brustkorb gierig dehnt.
Hallo Kam’raden - auf zu Hause einen Schluck.
Auf ex gekippt - und schon vergessen ist der Druck...

Freiheit auf Raten, im Fünf-Tage-Takt gewährt -
Genuss in Eile, den der Fahrplan kalt diktiert.
Erst späte Einsicht: Die Entscheidung war verkehrt -
zu spät ist nie, eh man die Selbstachtung verliert.
Hallo Kam’raden - schmeckt das Bier noch immer gut? Ja?
Sauft ihr, um zu vergessen, was sich in euch tut?

Gedrillt an Waffen, und den Helm ab zum Gebet.
Von Zapfenstreicheleinheit fürsorglich verwöhnt.
Beim Dienst am Krankenlager auch die Zeit vergeht.
In Zimmer dreizehn ein Manöveropfer stöhnt...
Hallo Kam’raden - und das Bier aus Dosen zischt.
Was ihr gewollt habt, wird so einfach nicht verwischt...

Ende der 70er Jahre

Mich traf ein Licht                                          offen D

Mich traf ein Licht im tristen Dunkeln,                       D
leuchtend klar und strahlend hell.                             GA
Wunderbares buntes Funkeln,                                  D
warm und glänzend, doch nicht grell,                        GA
ging mir glatt durch Haut und Poren,                         A
stieß gebündelt auf mein Herz.                                GD
Hab’ nicht länger mehr gefroren,                               GD
war gewärmt, flog himmelwärts.                                AD

Spürte, wie ein Wind mich drängte,
zog und zerrte, strich und stieß,
wie er meine Schritte lenkte,
lockend mir die Richtung wies,
ging mir wild durch meine Haare,
schob mich ganz nach seiner Lust.
Und ich lerne und erfahre –
hab’s geahnt, ja, hab’s gewusst...

War ein Regen, der mich spülte,
jeden Flecken meiner Haut,
frisch und prickelnd, dass ich fühlte,
wie ein Eisberg schwimmt und taut.
Bin durchnässt und steh’ in Pfützen,
tropfend wart’ ich hier vor dir.
Magst du mich wärmen und beschützen?
Gib mir, was ich nie verlier’.

Dieses Licht war’n deine Blicke,
die mich trafen in der Nacht.
Und der Wind, das war dein Streicheln,
sanft und zärtlich, weich und sacht.
Deck dich zu mit meinen Küssen.
Gib dich wie dem Regen hin.
Träum von endlosen Genüssen,
auch wenn ich nicht bei dir bin.

2000

Voll dabei

Ob du mir grad jetzt zuhörst?
Kurz bevor es losging hab ich dich geseh’n.
Ich hatte Lampenfieber, wieder
vor diesem schwarzen Loch im Licht zu steh’n.
Das geht vorüber - ist schon vorbei.
Ab geht’s, und ich bin voll dabei.

Verdammt - was ist das bloß?
Ich merk, wie ich dich in dem Dunkel such.
Dein Blick ging durch und durch und durch,
macht, dass ich hier vorne lautlos in mich fluch’.
Irgendwo bist du. Ich will dich seh’n,
nicht noch mal nur vorüber geh’n.

Sag, hörst du - bleib noch da,
bis ich hier vorne fertig bin.
Vielleicht hab ich dann genügend Mut gefasst,
zu dir zu geh’n, mit dir zu reden –
wer weiß, ob ich dich wiederfind’...
Hast du nicht auch zu viele Chancen schon verpasst...

Wer bist du? Und was denkst du so?
Das ist, was mich wahnsinnig interessiert.
Wie ist dein Alltag? Lebst du gut?
Erzähl’, was so um dich herum passiert.
Ich will es wissen. Will dir zuhör’n.
Schick alle weg, die mich beim Zuhör’n stör’n...

Du hast den Blick, der mich betäubt,
der mich mit einem Schlag hypnotisiert.
Ich soll mich konzentrier’n, doch merk ich,
mir ist heiß, und wie mein Hirn gefriert.
Geht das vorüber? Geht das vorbei?
Geht’s ab? Bin ich noch voll dabei?

Sag, hörst du...
Verdammt, was ist das bloß...

1983

Der ewige Despot

Mal ist er nur einsfünfzig, mal ein Zwei-Meter-Mann,
sein Haar, das ist mal schütter und mal voll.
Manchmal hat er eine Glatze, ab und zu auch einen Bart,
und er weiß stets, was er möchte, darf und soll.
Er kann derb wie ein Prolet sein, formvollendet wär’ er gern
charmant ist er nur, wenn er Kreide frisst,
er lacht laut über Witze, wenn er selber sie erzählt,
lautstark zeigt er gern, wozu er fähig ist.
Er leitet Konferenzen und verhandelt taktisch klug,
er trifft, so glaubt er, stets den rechten Ton,
von dem, was um ihn rum passiert, sieht er nur, was er will,
doch egal, was du ihm sagst, er weiß es schon.

Er tippt gern seine Mails selbst und kennt jedes Formular,
seine Kürzel schreibt er grün oder in rot,
er krempelt seine Arme hoch, sagt seinen Lieblingsspruch:
Wir alle sitzen doch im selben Boot.
Er geht über die Flure im Bewusstsein seiner Macht,
und achtet drauf, dass jeder sie erkennt,
wenn's nötig sein muss, zeigt er seine Sensibilität 
wenn er in Eisenstiefeln durch die Räume rennt.
Er ist ein Wichtigtuer, der nur aufgeblasen glücklich ist,
ein unbeherrschter Westentaschenzar,
voll Wut beißt er ins Handy, tobt sich aus als Cheftyrann,
und glaubt selber hinterher, dass gar nichts war.

Er träumt, so wie sein Boss zu sein, der über allem thront,
im Traum steh’n alle Leute vor ihm stramm.
Sein Wort, das soll Gesetz sein, sein Blick schon der Befehl
seine Pläne und sein Wille das Programm.
Er schwingt sich wie ein Adler hoch, in viel zu dünne Luft,
vergisst dabei das Eisen an den Schuh’n,
wie Ikarus blickt er zur Sonne, fern von festem Grund,
und landet schließlich doch als Suppenhuhn.
Er ist der ewige Despot, der keiner Macht gewachsen ist,
sie rinnt durch seine Finger aus der Hand.
Er mobbt hier, da, und dort und merkt es nicht einmal -
und versteht sie nie, die Zeichen an der Wand.  2x

2001

Ja wenn das so ist

Der Laden ist geschlossen und der Kühlschrank leer,
die Batterie verbraucht - da geht schon lang nichts mehr.
Die Hose ist zwar lang genug, aber geht nicht zu.
Ich lern den ganzen Tag so viel - aber nichts dazu.

Ja wenn das so ist, hast du dich wohl leicht vertan.
Ja wenn das so ist, fangen wir erst gar nicht an.
Ja wenn das so ist, hat die liebe Seele Ruh.
Ja wenn das so ist, machen wir den Knopf wieder zu.

Wir haben viel zu viel, aber nicht genug.
Du fühlst dich superschlau, aber längst nicht klug.
Essen gibt es reichlich, doch man wird nicht satt.
Es gibt nichts mehr zu staunen - Mensch, da biste platt.

Nagel mal ‘nen Pudding an die Wand.
Halt mal nasse Seife fest in deiner Hand.
Zeig zum bösen Spiel nicht nur ‘ne gute Miene -
und ein Korinthenkacker kackt
irgendwann mal ‘ne Rosine...

Das Eis ist schon geschmolzen und die Wurst verkohlt,
das Fahrrad repariert, doch noch nicht abgeholt.
Der Tisch ist reich gedeckt, aber der Kaffee kalt.
Ich sage dir, ich liebe dich - doch nur gelallt.   

1995

Immer hab’ ich Dich dabei              D/0  D offen

Wenn ich was suche und was finde,
mir was schnüre oder binde,
mich verlaufe, renne, wetze,
ich mich lege oder setze,
mich leicht fühl’ oder schwer wie Blei -
immer hab’ ich dich dabei,
immer hab’ ich dich dabei.

Wenn ich was sage oder denke,
mir was kaufe oder schenke,
etwas lese oder trage,
etwas wünsche, hoffe, wage,
leise flüster’, rufe, schrei’ -
immer hab’ ich dich dabei,
immer hab’ ich dich dabei.

Ich hab’ dich - ich weiß nicht wo:
im Herz, im Hals, im Bauch, im Becken.
Kann dich erkennen, spür dich so -
komm, du sollst dich nicht verstecken...

Wenn ich was rechne oder schreibe,
döse, mir die Zeit vertreibe,
ob ich schlafe, träume, wache,
Trübsal blase oder lache -
bin gefangen - bin so frei:
immer hab’ ich dich dabei,
immer hab’ ich dich dabei.

2000

Durchsicht meiner Konten

Mir gehören keine Wälder,
kein Geschäft und kein Betrieb,
keine Firma mit 'nem Briefkasten,
und hab auch keinen Kiep.
Jeden Tag kommt eine Rechnung
durch den Briefschlitz in der Tür,
sogar wenn ich gar nicht da bin -
und ich weiß gar nicht wofür.

Bei der Durchsicht meiner Konten
fehlt mir immer 'ne Million,
bin nur ein vom Pech Verfolgter -
meistens hat die einer schon -
dabei hätt' ich, dabei hätt' ich,
hätt' ich auch gern 'ne Million -
dabei hätt' ich, dabei hätt' ich,
hätt' ich auch gern 'ne Million.

Bin zu doof für jede Quizshow,
weil ich zuviel Hilfe brauch.
Ich krieg nirgends eine Chance,
kein Big Brother, und kein Jauch.
Ob bei Lotto oder Toto,
bringt mir netto alles nix.
reiß mir Scheine aus der Wand -
die sind verschwunden viel zu fix.

Habe Wünsche, habe Träume,
hab auch Kosten und Konsum,
und natürlich hab ich Schulden -
ohne die kein Eigentum.
Hab Kredit und kenn mein Dispo,
auch wenn ich es überzieh,
werd meine Raten nicht verraten,
wetten, du, die rätst du nie.

Ich leb wirklich sehr bescheiden -
solang bis ich mir was gönn'.
Hab zum Sparen kein Talent -
es gibt halt Leute, die's nicht könn'.
Ich bin ohne reiche Tante,
und mein Opa ist längst tot,
und kein Mensch will mir was spenden -
so als gäb's da ein Verbot.

2000

Ich bin stolz

Ich hab schon graue Schläfen, aber darauf bin ich stolz,
denn immerhin sind sie ein Teil von mir.
Bin stolz auf meine Zehennägel, hab sie selbst gekürzt,
und wenn ich stolz bin, zeig ich's auch vor dir.
Bin stolz auf meinen Schnupfen und stolz auf meinen Schlaf,
auf unser Wetter bild' ich mir was ein,
ein Regenbogen macht mich richtig stolz und selbstbewusst -
da könnte ich vor lauter Stolz laut schrei’n.

Stolz auf mein Wasser, stolz auf allerhand,
stolz auf meine Lüfte und Düfte - stolz auf ein Stück Land.

Wenn ich durch die Stadt stolzier', kriegt mich keiner klein,
stolz wie Oskar schlecke ich mein Eis.
Und stolz kauf ich mir Kaffee, les die Zeitung voller Stolz,
und weiß auch, so viel Stolz hat seinen Preis.
Bin stolz auf unsern Kanzler, bin stolz auf unsern Merz,
er macht, wie der April, das, was er will.
Bin stolz auf Vater Rhein und stolz auf Mutter Natur,
so stolz, dass ich mit Stolz mein Konto füll’.

Das Loch in meinem Socken füllt mit Stolz mir meinen Schuh,
und stolz verberg’ ich nicht den Hosenfleck.
Stolz bohr ich in der Nase und bin stolz, wenn ich was find,
so stolz, dass ich den Stolz auch nie versteck.
Bin stolz wie eine Eiche, an der kein Schwein sich reibt,
und wie ein Schornstein qualm ich voller Stolz,
seh verschwommen meinen Deckel, und mein Glas ist leer,
doch ich bin und bleibe stolz  - aber was soll’s.

2001

Ich kenn’ den Weg zu dir                            D/0  DD

Turmhoch die Mauern, ohne Fensterlicht –              D
bist du nicht, das bist du nicht.                              GD
Maskenfassade, eiskalt im Gesicht –                      D
bist du nicht, du nicht.                                           GD
Magst du dich auch verstecken,                              A
wo keiner sucht und mit dir spricht -                        GD
ich kenn den Weg zu dir,                                        D’
komm wie ein warmer Wind,                                   D
umstreich’ dich zart, wenn ich dich find’.                  GD

Unnahbar, Eisklotz, schwer wie Bleigewicht
bist du nicht, das bist du nicht.
Verstellt, vernagelt, abgesperrt und dicht
bist du nicht, das bist du nicht.
Magst du dich auch verschließen,
wo keiner sucht und mit dir spricht -
ich kenn den Weg zu dir,
komm wie ein Sonnenstrahl,
umstreich’ dich zart, noch mal, noch mal...

Samtweich, wie Blütenblätter, Rose, die nicht sticht,
so kenn ich dich, so kenn ich dich.
Warm und taufrisch, leuchtender Lichtstrahl, der nicht bricht,
so kenn ich dich, so mag ich dich.
Magst du dich auch bemühen:
dich ganz zu schließen, schaffst du nicht.
Ich kenn den Weg zu dir,
komm so wie eine Flut,
umstreich dich zart - das tut dir gut.

Anfang 90er Jahre

Knibbelei

Wenn ich mal hingefallen bin 
und rote Tropfen fließen
mir vom Knie am Bein wie nie,
auch Tränen sich ergießen,
dass ich fast im Wasser schwimm,
weiß ich doch, ist halb so schlimm
denn am Ende steht ein Spaß,
den ich mir nicht nehmen lass:   

Ich knibbel mir, ich knibbel mir,
solang da noch was dran ist,
die Kruste ab, die Kruste ab,
bis da nichts mehr dran ist. 
Und ist dann nichts mehr dran
fang ich irgendwann,
wenn ich kann, wenn ich kann,
woanders an.

Als mir so’n Ding am Nagel hing 
und den Finger zwickte:
Eine Nagelstück - ich zog und drück-
te, doch gar nichts glückte.
Es hing da und ging nicht weg –
schien es fast, es hat’ kein Zweck!
Doch am Ende steht ein Spaß,
den ich mir nicht nehmen lass.

Ein Stück Haut hab ich geschaut,
das nicht mehr ganz fest war.
Sah ich’s an und zog daran,
so als ob’s ein Test war:
Lass ich’s? Oder reiß ich’s ab,
bis ich da keine Haut mehr hab?
Und das ist ein toller Spaß,
den ich mir nicht nehmen lass.

Wird mir einmal so recht zur Qual
ein Pickel, rot und grässlich,
so dass ich’s drück’, das dumme Stück,
denn es macht mich hässlich.
Aber kommt er noch nicht raus,
macht mir das nicht sehr viel aus,
denn es bleibt mir doch der Spaß,
den ich mir nicht nehmen lass... 

1988

Sonst nix

Er kennt alles, kann alles, weiß alles, alle die Tricks,
wie man rein, wie man rauf, wie man durch kommt –
aber sonst nix.
Er hat die Pfanne, in die er alle gern haut, 
immer dabei.
Er macht es leise, ganz subtil, ganz ohne Geschrei.

Aber hinten rum kennt er sich aus, kennt er jeden Pfad.
Alle Schleichwege, jedes Gestrüpp –
ist sich für nix zu schad.
Wenn er die Hände wäscht, weil er sie dreckig gemacht hat,
grinst er dabei.
Er macht es still, doch effektiv, als ob es ein Kinderspiel sei...

Keiner weiß, wie er schafft, was er schafft, so ohne Kraft.
Aber glatt wie geschmiert, nicht geziert
und nicht abgeschlafft.
Er hat den Hasen dressiert und weiß so, wo er lang läuft,
hält sich für schlau.
Und das Hakenschlagen hat er von ihm gelernt, 
das erkennt man genau.

Er macht und bewacht alles nur solang es ihm nützt.
Was er baut, wem er traut - ja er schaut,
wie er sich bestens schützt.
Er kennt alles, kann alles, weiß alles, alle die Tricks,
wie man rein, wie man rauf, wie man durch kommt –
aber sonst nix, aber sonst nix, aber sonst nix.

2002

Stimme seines Herrn

His Masters Voice nur an der Leine kläfft.
Eine peinliche Kopie ihr Original nachäfft -
ohne es zu merken (das ist mehr als Ironie) -
allen fällt es auf - nur er selber merkt es nie.
Ein Speichellecker, der sich willig krümmt und duckt,
und als Schulterschließmuskel große Töne spuckt.
Ohne es zu merken (das ist mehr als Parodie),
fällt er auf als Wichtigtuer - selber merkt er's nie...

Er ist der subalterne Gernegroß,
und auch sonst ist mit ihm nicht viel los.
Ein Wadenbeißer, der nicht höher schnappen kann -
muss er sich nach Zielen recken, kommt er nicht mehr dran.
Er ist bei Licht ein armer Wicht - weiß Gott - mehr nicht.

Ein Möchtegern-Strippenzieher, der nicht zieht,
der nur am Rockschoß hängt, egal was auch geschieht,
der, ohne es zu spüren,  -  soweit geht die Idiotie -
auf Kleinen-Finger-Wink pariert, wie ein dressiertes Vieh.
Ein Platzanweiser, der selbst keinen Sessel hat,
ein Radfahr-Schleimer, aber beide Reifen platt,
der, ohne was zu wissen, immer  - das ist wie Manie -
seinen Senf dazu gibt, - das ist Hirn mit Havarie...

Alle, so träumt er, ham ihn gern,
weil alle grinsen, die ihn sehn,
sich schubsen: "Sag mal, kennste den..."
Vernimmt man ihn als Witzfigur von fern,
feixt jeder prustend in sich rein,
erfrischend ehrlich und gemein,
man nennt ihn nicht mal nur intern –
die Stimme seines Herrn...

Ein Waagscheißerle, das nur Korinthen kackt,
dem nichts gelingen will, egal, was es anpackt.
Ohne es zu spür’n - das übersteigt die Phantasie -
zeigt er seine Grenzen, wie beschränkt er ist, und wie
ein Tütenkasper läuft er auf zu großer Form:
Jede neue Regel fasziniert ihn, jede Norm.
Ohne es zu merken - das grenzt an Schizophrenie –
will er als Zwerg ein Riese sein und reicht nur bis zum Knie.

2002

Lass sie nur

Gegenwind, eiskalt und kräftig,
hält auf Dauer wach,
macht nicht zwangsläufig schwach,
er prickelt auf der Haut
und reizt, dagegen anzugeh’n.
Ich schließ die Jacke, schlag den Kragen
hoch, wenn's frostig wird,
geh weiter unbeirrt,
grab mich nicht ein und such 'nen Platz,
um windgeschützt zu steh’n –
dann wird man seh’n...

Sie können es probier’n,
mich drangsalier’n und schikanier’n,
sie werden sowieso verlier’n,
nein - sie kriegen mich nicht klein.
Auch wenn sie es versuchen,
mich beleidigen, verfluchen,
sie werden kein Erfolg verbuchen
nein - sie kriegen mich nicht klein,

kriegen mich nicht, kriegen mich nicht klein.

Miese Stimmung, ewig Zoff
verschwendet meine Kraft -
doch so kriegt man mich nicht geschafft.
Ich zeig die rote Karte
mit der ausgestreckten Hand.
Tritte vor das Schienbein
tun zwar weh, doch hau’n nicht um,
sie machen auch nicht stumm,
sie treffen zwar empfindlich, doch
blockier’n nicht den Verstand
wie eine Wand.

Nackenschläge, hart und heftig,
werden weggesteckt -
sie haben nur geweckt,
um von der Wut im Bauch
mit neuer Kraft zu profitier’n.
Zieh meinen Stiefel durch
und wird der Weg auch mal verstellt,
wenn sich ein Köter heiser bellt -
solang ich weiß, wohin ich will,
kann mir nicht viel passier’n -
was soll passier’n...

2002

Was mach ich da

Wenn alle schwitzen, und ich frier,
alle sich vergnügen, außer mir,
und ihre dünnen Witzchen
geh’n mir am Arsch vorbei -
was hält mich fest, hält mich dabei?
Schmeckt mir das Bier im Glas nur schal,
wird jedes Lächeln mir zur Qual,
die Themen der Gespräche
interessier’n mich nicht -
bin nicht im Dienst - hab keine Pflicht.

Was mach ich da, sag mir was ich da soll -
die Luft verqualmt, der Raum zu voll,
von Anfang an schon keine Lust -
verkorkster Abend - hab's gewusst
.

Ein Blick, ein Nicken - nick zurück...
bloß nicht so tun, als wär's mein Glück.
Und schon kommt jemand
mit zwei Gläsern auf mich zu -
vertrauter Gruß - "sieh an, auch du?"
Weiß nicht - hab ich sie schon geseh’n?
Musik zu laut - kann nichts versteh’n...
"Nein, so ein Zufall..." -
und der Fluchtweg ist verstellt.
Weiß selbst nicht, was mich hier noch hält...

Kann sein, dass es noch schlimmer wird -
hab mich nicht zufällig verirrt,
war wohl zu gutmütig
und hab mich nicht gewehrt -
Hab's gleich gewusst - es war verkehrt.
Ich sing - und doch hört keiner hin.
An sich hat Singen keinen Sinn -
Beim Quatschen, Saufen, Grölen
stört nur mein Gesang,
ein kurzes Lied ist schon zu lang.

Büfett geplündert, Fass längst leer,
der Wein zu trocken, schmeckt nicht mehr,
das Hemd klatschnass,
war im Gedränge ein Glas Bier -
na klar - so'n Pech passiert nur mir...
Der Rest des Abends 'ne Tortur,
nicht mal verschämt der Blick zur Uhr.
Kann manchmal auch befreien,
wenn die Zeit verrinnt -
jetzt nix wie abhau’n - ich verschwind...

2002

Ich muss

Ich sitz auf meinem Sitz,
seh’ aus dem Fenster so bequem,
denk an mein letztes Eis
und ob ich was zu trinken nehm'.
Wir überholen einen Bus
und ein paar Leute winken.
Ich wink ihnen zurück
und dann will ich ein wenig trinken.
Da merk ich, dass es besser wäre,
wär' der Vorrat knapp.
ich fange an zu zappeln
und klemm mir beinah was ab.

Ich muss - weil irgend etwas in mir drängt.
Ich muss - irgend etwas ist beengt.
Ich muss - irgendwas muss aus mir raus.
Ich muss - und kann nicht warten bis Zuhaus’.
Ich muss - hab keine Zeit, um lang zu warten.
Ich muss - sonst mach ich hier gleich in den Garten.
Ich muss - wo ist der vorgeseh'ne Raum ?
Ich muss - sonst reicht mir auch der nächste Baum.

Wir können wieder fahren,
bin erleichtert und befreit.
Das Ziel rückt immer näher,
ist es auch noch immer weit.
Die Sonne brennt aufs Dach,
es brennt genauso in der Kehle.
Ich brauch schnell was zu trinken,
weil ich mich so schrecklich quäle.
Da spür ich, es wär' vorteilhafter,
wär' die Flasche leer -
wenn der nächste Parkplatz
doch bloß schon was näher wär'...

Ich muss - klemm eng zusammen Bein und Bein.
Ich muss - und wenn es sein muss, muss es sein.
Ich muss - denn meine Blase ist so voll.
Ich muss - ich möchte, will und kann und soll.
Ich muss - ich kann es fast nicht mehr ertragen.
Ich muss - ich will ja hier nicht in den Wagen...
Ich muss - ich muss jetzt haben, was ich brauch.
Ich muss - sonst reicht mir auch den nächste Strauch...

2002

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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