"So ist gut"
eigen(
verantwortlich)e Lieder  

Nasenwuchs
Die spannende Frage steht im Refrain...

Eile mit Weile
Ein Geburtstagslied für Martina.

Leben mit Dir
schlicht und einfach Klartext, der einfach mal wieder gesagt werde musste - bzw. gesungen...

Falschgeld
Ausgeliefert zu sein bedeutet hilflos dem Willen eines anderen unterworfen zu sein. Das kann zunächst vielleicht ganz reizvoll scheinen, aber irgendwann hört dann doch der Spaß auf...

Autowäsche
Im Internet kursiert ein Text zum Thema "E.V.W.A." (Effizienz Verlust Wegen Alterung), den mir meine liebe Kollegin und Freundin Mary Ludwig gemailt hat. Ich habe ihn auf meine Art umgeschrieben...

Ausstand
Wie wird, wie war der letzte Arbeitstag? Ein Tag für gemischte Gefühlen? Was ist unumgänglich - und was "schwingt mit"? 

So ist gut
Wo ist das Impuls gebende Zentrum? Im Kopf, im Herz oder im Bauch? Und wie gehen wir mit dem Impuls um? Als was erkennen wir ihn - wenn wir ihn erkennen - und wie reagieren wir ...

Was weiss ich schon
wenn man sich trifft, kennt man sich ja noch nicht...

Spick mich 
eine von Schülern eingerichtete Internet-Plattform sorgt für Aufsehen und Widerspruch - man denke sich das Verfahren doch mal weiter... sind wir inzwischen auf bestem Wege, ein Volk von Denunzianten zu werden?

Stimme im Ohr
Loslassen ist schwierig, wenn man damit rechnen muss, jederzeit unverhofft auf erinnernde Spuren zu treffen. Und wenn die Sehnsucht keine Entsprechung findet, wird sie zur Qual. 

Schlotterhosen-knabe
ein guter Ratschlag ohne Eifersucht

COOL
cool ist in bei jungen Männern, die vielleicht niemals lernen, mit Gefühlen umzugehen - mit eigenen schon gar nicht...

Der Kalender
er hing bei meiner Omi an der Küchenwand...

Pekinger Frieden
Der Olympische Fackellauf wird zum Spießrutenlauf - für die Machthaber in Peking, aber auch für die hoch subventionierten Funktionäre des Internationalen und der nationalen Olympischen Komitees, die trotz der zu erwartenden Proteste gegen Chinas Menschenrechtsverletzungen die Olympischen Spiele nach Peking vergeben haben. Nun - wie der deutsche IOC-Funktionär Thomas Bach - die Demonstranten gegen den Fackellauf als Verbrecher zu kritisieren, statt sich gegen die verbrecherische Politik Pekings zu stellen und auf die zugesagte Einhaltung der Menschenrechte zu drängen, entlarvt einmal mehr die Funktionärselite des IOC als "geschäftstüchtig" im Sinne von "Gier ist geil".

Epitaph für John Pearse
Ein Epitaph oder Tribute für John Pearse. Der geniale Gitarrist und mediale Gitarrenlehrer für so viele Menschen aus meiner Generation ist am 31.10. nach langer schwerer Krankheit im Alter von 69 Jahren gestorben.

Das War's
Die Bilanz, die man selbst für sich gar nicht ziehen kann und deshalb anderen überlassen muss...

 

Gesamtinhaltsverzeichnis 
(plus Angabe der CD, 
auf der das Lied zu finden ist,
Kinderlieder kursiv geschrieben) 

A

Abhetzblues (Du bist schuld, Der geklaute Gameboy, 
          Papa backt, Aufräum', Diese 1)
Abrechnung (Nicht als Eigentum, Nichts ist ideal, 
          Diese 2)
 
Acht große Lieben
(Spuren, Diese 2)
Adventszeit - Bastelzeit (Mama, mach Mam'lade)
Alle alle da (Mama, mach Mam'lade)
Allein mit meinen Träumen (Nicht als Eigentum)
Alle haben einen Weg (Ich bin groß)
Alleine in der Stadt (Papa repariert)
Alle Kinder draussen (Der geklaute Gameboy)
Alles dabei (Weit und offen, Gegenseitig geschenkt, 
          Diese 3)

Alles hat seine Zeit
(Draufgänger, Gegenseitig 
         geschenkt, Schicksalsglück, Diese 1)
Alle Zeit (Bestes Stück)
Andres Kind (Draufgänger, Mama, mach Mam'lade,
          Schicksalsglück)
Anneli (Schicksalsglück)
Anziehlied (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Aufräum')

Aufgewacht
(Spuren)
Aufräum’ (Du bist schuld, Papa repariert, Papa backt, 
         Aufräum')
Auf Reisen (Stück des Wegs, Sternschnuppen)
Aufstehn
Auf Wiedersehn (Ich bin groß)

Aufzug
(Im Handumdrehn)
Ausgeliefert (Ausgeliefert, Diese 1)
Aus, over, roger (Unentdeckt)
Aussen vorbei
(Spuren)
Ausstand (So ist gut)
Ausziehen (Ausgeliefert, Diese 4)
Autowäsche (So ist gut)

B

Baby Doll (Draufgänger, Igitt, da drin sind Zwiebeln,
         Papa backt)
Bäh (Ich bin groß)
Bande Bande (Papa repariert)
Bangelied (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Mach die Tür zu)
Bauchschuss (Nicht als Eigentum)
Bauchweh (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Mach die Tür zu)
Bei Gelegenheit - Wiedersehen reloaded 
         (Im Handumdrehn)
Bekenntnis (Nicht als Eigentum)
Bestes Stück (Bestes Stück)
Beweise
(Unentdeckt)
Big Brother
(Nicht als Eigentum)
Big Brother 2004 (neu) (Im Handumdrehn)
Bilanz
(Weit und offen)
Bis sie geht
(Unentdeckt, Diese 2)
Bloß keinen Schiss (Ich bin groß)
Blütenträume (auch engl.) (Stück des Wegs
         Gegenseitig geschenkt)

Bonbonpapier (Der geklaute Gameboy, Aufräum')
Brieffreundschaft (Der geklaute Gameboy, Papa backt, 
         Mach die Tür zu)

C

Camping (Papa repariert, Papa backt, Aufräum')
Camping-Disco 
Computer (Nix dagegen)
Cool (So ist gut)

D

Das merk ich mir (Papa repariert, Papa backt, Mach die 
         Tür zu)
Das peinliche Lied (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Papa 
         backt, Aufräum')
Das Phantom: Der Opa (Der geklaute Gameboy, Papa
         backt, Aufräum', Im Handumdrehn)
Das Recht ein Mensch zu sein (Stück des Wegs, 
         Nichts ist ideal, Sternschnuppen)
Das Recht ein Mensch zu sein - ergänzt 
         (Im Handumdrehn)
Das war's (So ist gut)
Das Weihnachtslicht (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Da war doch was (Ich bin groß)
Denk nun an dich (So gesehen)
Deine Klamotten (Der geklaute Gameboy, Papa backt, 
         Aufräum', Im Handumdrehn))
Der Abend vorher (Ich bin groß)
Der ewige Despot (So gesehen, Nichts ist ideal)
Der geklaute Gameboy (Der geklaute Gameboy, 
         Aufräum')
Der Hexenmeister (Papa repariert, Aufräum')
Der Junge ist tapfer (Papa repariert, Mach die Tür zu)
Der Kalender (So ist gut)
Der Kardinalsfehler (Bestes Stück)
Der Namenstag (Ich bin groß)
Der qualmende Karl (Papa repariert)
Der Ranzen (Ich bin groß)
Der Tropfen (Ausgeliefert)
Der Verdacht (Bestes Stück)
Der Zirkus (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Dicke Decke (Bestes Stück)
Die Eulen lauschen (Weit und offen)
Die ist bekloppt 1 (Der geklaute Gameboy, Aufräum')
Die ist bekloppt 2
Die Krise kommt (Im Handumdrehn)
Die Lehrerin (Ich bin groß)
Die Macht des Glaubens (Ausgeliefert, Diese 3)
Die Nacht durchwacht (Im Handumdrehn)
Die Schule (Ich bin groß)
Die Tage werden kürzer (Nix dagegen)
Die Tüte (Ich bin groß)
Doch aufgepasst (Der geklaute Gameboy, Aufräum')

Domina
(Spuren)
Draufgänger (Draufgänger, Woher - wohin, Diese 1)
Drei alte Kisten
(Nix dagegen)
Drüber schlafen
(Du bist schuld)
Du alte Schule (Mama, mach Mam'lade)
Du bist schuld (Du bist schuld, Diese 1)
Du bist zu allem fähig
(So gesehen, Nichts ist ideal)
Du könntest meine Tochter sein
(Draufgänger, 
         Woher - wohin, Diese 3)

Du nicht bei mir
(Weit und offen, Gegenseitig 
         geschenkt, Diese 3)

Durch den Wind
(Draufgänger)
Durchsicht meiner Konten
(So gesehen)
Dutzendgesicht
(Unentdeckt, Diese 4)

E

Eile mit Weile (So ist gut)
Ein Blick
(Draufgänger, Gegenseitig geschenkt, Diese 4)
Ein Glas Saft (Papa repariert, Papa backt, Mach die Tür 
         zu)
Eismann
(Mama, mach Mam'lade)
Epitaph für John Pearse (So ist gut)
Epitaph für Phil Ochs (auch in engl.) (Nicht als 
         Eigentum
, Nichts ist ideal, Sternschnuppen, 
         Diese 3)

Epitaph für Rudi Dutschke
(Stück des Wegs, Nichts 
         ist ideal)

Er tanzt
(Unentdeckt, Diese 1)
Es ist wie’s ist (Du bist schuld, Mama, mach Mam'lade, 
         Papa backt, Aufräum')
Es tut mir leid (Nicht als Eigentum)
Etikette
(Unentdeckt)

F

Fahrrad fahrn (Papa repariert)
Falschgeld (So ist gut)
Fang an (Weit und offen)
Fassade
Fast dreißig Jahre
(Ausgeliefert)
Fit oder fett (Stück des Wegs)
Flieg (Ausgeliefert, Diese 2)
Forschung
(Du bist schuld)
Fragen Fragen Fragen (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Papa 
          backt)
Freiheit (Du bist schuld)
Frei sein (Draufgänger)
Freispruch (Ausgeliefert)
Frei wie der Wind (Im Handumdrehn)
Fremde Augen
(Nix dagegen)
Freund aus Potsdam
(Nix dagegen)
Freunde, seid wach
(Nicht als Eigentum, Nichts ist 
         ideal, Sternschnuppen, Diese 1)

Frieden
(Stück des Wegs, Nichts ist ideal, 
         Sternschnuppen, Diese 3)

Früher war alles besser
(Draufgänger)
Frühstück im Bett (Mama, mach Mam'lade)
Furcht im Nacken (Nix dagegen)

G

Gamino (Nicht als Eigentum, Nichts ist ideal)
Gegenseitig geschenkt
(Weit und offen, Gegenseitig 
         geschenkt, Diese 2)

Geh nicht auf den Wecker (Mama, mach Mam'lade)
Gelage (Stück des Wegs)
Gelebter Traum
(Unentdeckt)
Genieß
(Spuren, Diese 4)
Glaubwürdigkeitsmarsch
(Nix dagegen)
Grau in grau
(Draufgänger)
Greif zu
(Du bist schuld, Diese 4)
Gute Besserung (Igitt, da drin sind Zwiebeln)

H

Hab doch noch Geduld  (auch engl.) (Nicht als 
       Eigentum, Gegenseitig geschenkt, Sternschnuppen, 
       Diese 4)

Halbes Leben
(Unentdeckt)
Hallo Kam'raden
(So gesehen)
Harrisburg-Syndrom
(Störfall in Stade) (Nicht als 
         Eigentum, Sternschnuppen)

Haufen Schrott
(Bestes Stück)
He, Baby 
Heinz, der Elefant (Ich bin groß)
Herzlichen Glückwunsch (Ausgeliefert, Diese 4)
Heute hab ich frei (Ich bin groß)
Heut geht M.G. (Im Handumdrehn)
Heute, liebe Leute (Ich bin groß)

Holz knistert
(Ausgeliefert)

I

Ich bin dran (Papa repariert)
Ich bin ein Cowboy (Papa repariert)
Ich bin ja so gespannt (Ich bin groß)
Ich bin so blank (Der geklaute Gameboy, Aufräum')
Ich bin stolz (So gesehen)
Ich hätte und du würdest (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Ich kam in Jeans (Draufgänger, Woher - wohin, Diese 3)
Ich kann auch anders
(Weit und offen, Woher - wohin, 
         Diese 2)

Ich kann noch mehr (Papa repariert)
Ich kenn den Weg zu dir (So gesehen)
Ich mag das nicht (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Papa 
         backt, Aufräum')
Ich muss (So gesehen)
Ich spür dich bei mir (Stück des Wegs, Gegenseitig 
          geschenkt)

Idioten (Der geklaute Gameboy)
Im Handumdrehn (Im Handumdrehn)
Immer hab ich dich dabei (So gesehen)
Im Mäppchen ist so viel (Ich bin groß)
Immer Augen auf (Ich bin groß)
Immer locker
Im Zoo (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Papa backt, 
          Aufräum')
In der Nacht
(Du bist schuld)

Intensiv
(Spuren, Diese 1)
I
ntrigantenstadl (Bestes Stück)
Irgendwo (Der geklaute Gameboy, Mach die Tür zu)
Is egal (Mama, mach Mam'lade, Im Handumdrehn)
Ist vorbei, ich bin groß (Ich bin groß)

J

Ja du, dann dann
Jammerschade (Weit und offen, Nichts ist ideal)
Jannik (Schicksalsglück)
Ja, wenn das so ist (So gesehen, Nichts ist ideal)
Jeder kennt einen
(Weit und offen, Nichts ist ideal, 
         Diese 4)

Jederzeit
(Unentdeckt)
Journalisten (Stück des Wegs, Nichts ist ideal, Setzt 
         euch zu mir, Diese 2)

Jugendherberge (Papa repariert)
Jugendlich (Spuren, Diese 2)
Jusotod (Nix dagegen)

K

Kalt (Draufgänger)
Kann man das kleben (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Mach 
          die Tür zu)
Kann nicht schlafen (Papa repariert, Papa backt, Mach 
         die Tür zu)
Kann nur besser sein (So gesehen, Woher - wohin, 
         Diese 3)

Karl der Steife
(Nix dagegen)
Kasimir, das Nachtgespenst (Papa repariert)
Katastropheneinsatzplan (Nicht als Eigentum, Nichts 
         ist ideal, Sternschnuppen, Diese 2)

Kinderarzt (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Aufräum')
Kinderklau
(Ausgeliefert)
Kindertag
(Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Klare Ansage (Spuren)
Klassenfest (Mama, mach Mam'lade)
Kleiner Engel (Draufgänger, Ich bin groß, Papa backt, 
         Mach die Tür zu, Schicksalsglück, Diese 2)
Kleiner Wirbelwind (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Knallkopp
Knibbelei (So gesehen, Papa repariert, Papa backt, 
         Diese 3)
Knötterich (Ich bin groß)
Kohlroulade (Ausgeliefert)
Komm doch mal rüber (Im Handumdrehn)
Komm in meine Arme
(Igitt, da drin sind Zwiebeln, Papa 
        backt)
Komm mit in den Park (auch engl.) (So gesehen, 
        Gegenseitig geschenkt, Diese 2)

Komm' se raus
(Stück des Wegs, Sternschnuppen)
Komm spielen
Kopf hoch (Draufgänger)
Krähenfüße
(Draufgänger, Gegenseitig geschenkt,
         Diese 1)

Krank (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Mach die Tür zu)
Krieg der Knöpfe (Stück des Wegs)
Krölle-Bölle (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Papa backt, 
        Aufräum')
Kuck doch mal her (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Kurzinfo (Du bist schuld)
Kussräuber

L

Langweilig (Du bist schuld, Mama, mach Mam'lade,
         Papa backt, Mach die Tür zu, Diese 4)
Lang ist her (Bestes Stück)
Lätzchen-Schätzchen (Igitt, da drin sind Zwiebeln)

Lass dich fallen
(Spuren)
Lass mich dir erklären (Stück des Wegs)
Lass mich lesen (Der geklaute Gameboy, Papa backt, 
         Mach die Tür zu)
Lass sie nur (So gesehen, Nichts ist ideal)
Leben 
(auch engl.) (Stück des Wegs, Woher - wohin, 
         Diese 3)

Leben lieben
(Du bist schuld, Diese 1)
Leben mit dir (So ist gut)
Lebenslust
(Weit und offen, Nichts ist ideal)
Logik
(Stück des Wegs)
Lukis Nuki (Igitt, da drin sind Zwiebeln)

M

Mach die Tür zu (Mama, mach Mam'lade, Mach die Tür 
         zu)
Mach dir nichts vor (Nicht als Eigentum, Schicksalsglück)
Mach was, Mama
(Spuren, Diese 1)
Mallied (Ich bin groß)
Mal reden (Nicht als Eigentum, Woher - wohin, 
         Sternschnuppen, Diese 3)

Mama, mach Mam’lade (Mama, mach Mam'lade)
Manager von Jennifer (Weit und offen)
Mein Bett (Mama, mach Mam'lade, Mach die Tür zu)
Meine Mode
Meisterschaft (Unentdeckt)
Melanie (Ausgeliefert, Diese 1)

Mich traf ein Licht
(So gesehen, Gegenseitig 
         geschenkt)

Midlifekrise
(Stück des Wegs, Woher - wohin,
         Sternschnuppen, Setzt euch zu mir, Diese 2)
Mordsgelüste (Bestes Stück)
Museum
(Du bist schuld, Diese 4)
Mutation
(Nicht als Eigentum, Nichts ist ideal, 
         Sternschnuppen)

N

Nasenlöcher sehen nichts (Ich bin groß)
Nasenwuchs (So ist gut)
Neuanfang (Nix dagegen)
Neubeginn  
Neustart (Im Handumdrehn)
Nicht als Eigentum (Nicht als Eigentum,  Gegenseitig
          geschenkt, Sternschnuppen, Diese 2)

Nichts ist ideal
(Nicht als Eigentum, Nichts ist ideal)
Nichts ist so toll (Ich bin groß)
Nichts zu verliern (Unentdeckt)
Nie verkehrt
(Du bist schuld)
Nikoläuse (Ich bin groß)
Nix dagegen (Nix dagegen)
Noch frisch (Im Handumdrehn)
Noten sind bloß Zahlen (Ich bin groß)
Nur geklont (Ausgeliefert, Diese 2)

O

Oettinger Klartext (Bestes Stück)
Oh Mann
(Nicht als Eigentum, Woher - wohin, Diese 4)
Ohne Ende (Im Handumdrehn)
Ohne Gebiss
(Stück des Wegs, Diese 4)
Olle Pollen (Papa repariert)

P

Packlied (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Papa backt
(Weit und offen, Papa backt, Diese 1)
Papa-Rap (Du bist schuld)
Papa repariert (Papa repariert, Papa backt, Aufräum')
Party (Spuren, Diese 1)
Passiert ist passiert (Weit und offen, Diese 3)
Paternoster
(Draufgänger, Nichts ist ideal)
Pazzilozzi-Kindergarten (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Pekinger Frieden (So ist gut)
Photosession (Weit und offen, Woher - wohin, Diese 3)
Plapperfrei (Igitt, da drin sind Zwiebeln)

Prima, sind Ferien (Mama, mach Mam'lade)
Prinzesschen hat geheiratet (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Pudding mit Ketchup (Der geklaute Gameboy)

R

Radiotime (Stück des Wegs)
Regen
(Du bist schuld)
Reif
(Weit und offen, Woher - wohin, Diese 4)
Reste (Der geklaute Gameboy)
Rezepte (Unentdeckt)
Richtig wichtig (Bestes Stück)
Rücken zur Wand (Bestes Stück)

S

Schicksalsglück (Unentdeckt)
Schlaflied 
(Schlaf, mein Schatz) (Stück des Wegs, 
         Woher - wohin, Sternschnuppen, Diese 3)

Schlaflied (Brav, dreh dich) (Igitt, da drin sind Zwiebeln, 
         Papa backt, Mach die Tür zu)
Schlot (Papa repariert)
Schlotterhosenknabe (So ist gut)
Schneemann (Draufgänger, Mama, mach Mam'lade, 
         Mach die Tür zu)
Schnurr, Miezi, schnurr (Mama, mach Mam'lade, Mach 
         die Tür zu)
Schöner Döner (Ausgeliefert)
Schon wieder (Nix dagegen),  
Schon wieder frei (Du bist schuld, Mama, mach  
           Mam'lade)
Sechzehn Nationen (Nix dagegen)
Sei still
(Stück des Wegs, Nichts ist ideal, Diese 4)
Sie in ihr
(Spuren)
Sie lacht
(Unentdeckt, Diese 1)
Sie schläft nicht gut (Bestes Stück)
So gesehen
(So gesehen, Woher - wohin, Diese 1)
So gut
(Spuren)
So ist gut (So ist gut)
So kann's gehn
(Unentdeckt)
So nah dran
(Spuren, Diese 4)
So’n Pech für mich (Der geklaute Gameboy, Aufräum')
Sonst nix (So gesehen, Nichts ist ideal, Diese 4)
Sozialistengesetz
(Nix dagegen)
Spekulantensong
(Nix dagegen)
Spick mich (So ist gut)
Spiel dein Spiel (Ausgeliefert)
Sprechstunde
(zum "Jahr des Kindes") (Nicht als 
        Eigentum, Sternschnuppen, Diese 4)

Spurensuche
(Spuren, Diese 2)
Spur zum Glück
(So gesehen, Woher - wohin, Diese 2)
Sternschnuppen
(Stück des Wegs, Woher - wohin, 
        Sternschnuppen, Mach die Tür zu, Diese 1)
Stimme im Ohr (So ist gut)
Stimme seines Herrn
(So gesehen, Nichts ist ideal)
Stück des Wegs
(auch engl.) (Stück des Wegs,
       Gegenseitig geschenkt, Sternschnuppen, Setzt  
       euch zu mir, Diese 1)
Suchen - Finden (Ausgeliefert)
Susanne steigt aus (Bestes Stück)

T

Taschenlampe im Bett (Papa repariert)
Träne im Auge (auch engl.) (Stück des  Wegs, Gegenseitig 
      geschenkt, Diese 4)

Traumlied (Ich bin groß)
Trotzige Alte (Stück des Wegs, Nichts ist ideal,
      Sternschnuppen, Diese 4)

Tschuldigung
(Spuren)
T-Shirt
(Draufgänger, Woher - wohin, Diese 1)
Tun als ob (Ich bin groß)
Tut mir leid (Der geklaute Gameboy)

U

U-Bahn fahrn (Ich bin groß)
Überheblich (Unentdeckt)
Unentdeckt
(Unentdeckt, Diese 2)

V

Verklappt (Ausgeliefert, Diese 3)
Vergessen (Bestes Stück)
Verwirrung
(Im Handumdrehn)
Vielleicht ist ja so (Im Handumdrehn)
Voll dabei (So gesehen)
Vorbei
(Spuren, Diese 4)
Vorfreude
(Du bist schuld)

W

Wachtraum (Spuren)
Warnung
(Du bist schuld)
Warum beeilen (Der geklaute Gameboy)
Was ich erzählen will (Ich bin groß)
Was ihr wisst (Ich bin groß)
Was ist wahr (Draufgänger, Nichts ist ideal, Diese 3)
Was mach ich da
(So gesehen)
Was muss ich noch tun
(Draufgänger, Gegenseitig 
       geschenkt, Diese 2)
Was weiß ich schon (So ist gut)
Was würd ich ohne dich tun
(Weit und offen, 
       Gegenseitig geschenkt, Diese 2)

Weit und offen
(Weit und offen, Gegenseitig 
       geschenkt, Diese 1)

Wem nützt es
(Spuren)
Wenn der Vorhang fällt
(Nix dagegen)
Wenn ich gehn muss
(Unentdeckt, Diese 3)
Wer kommt (Ich bin groß, Papa backt)
Wie geschmiert (Unentdeckt, Diese 3)
Wieso frag ich dich
(Weit und offen, Woher - wohin, Diese 3)
Will aber (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Papa backt)
Woher, wohin (Weit und offen, Woher - wohin, Diese 3)
Wohin der Weg auch führt
(Nicht als Eigentum
       Gegenseitig geschenkt, Sternschnuppen)

Womit hab ich das verdient
(Du bist schuld)
Woran denkst du (Bestes Stück)
Wunder
(Spuren, Diese 2)
Wut so doll
(Der geklaute Gameboy)

Z

Zähl mal mit (Nix dagegen)
Zahnspange (Mama, mach Mam'lade, Aufräum')
Zielsuche (Im Handumdrehn)
Zu anderer Zeit (Draufgänger)
Zuhörer (Der geklaute Gameboy)

Unvertonte Gedichte

Ausgewogenheit
Denkmal

Die Lichter an Weihnachten

      nach Senta Schads Abschied

Fettich

HDH
  (für Hanns Dieter Hüsch)
Nachlass

Traditionspflege

Trost ?

Wenn

Zum Trotz

Gedichte und Texte zum Jahresende

Das Jahr geht rum 1989
Einheitsweihnachten
1990  

Weiße Weihnacht in weißen Westen
(Dialog)1994
Von Nix kommt nix
(Reportage)1995
Die Lichter an Weihnachten
1998
Zehn Minuten Gedicht
2001 
Schon wieder Zeit
  2002
Frohe Weihnacht wieder mal
  2003 
Weihnachtsstimmung
2004

Gedichte über den Weihnachtsmann  

Jobsharing  Weihnachtsmann & Osterhase 1991
Der Weihnachtsmann auf Tour in Kur
1992

Der Weihnachtsmann Präsidentschaftskandidat

           (
Der Kandidat - gescheit gescheitert) 1993 
Glaubst du an den Weihnachtsmann?
1996
Weihnachtsstreik
1997 
Weihnachtsmann ohne Dichtlust
1998
Das Weihnachtslicht
1999
Weihnachtsmann mit Frust
2000 

Gerd Schinkel singt auf deutsch eigene Lieder  

CDs für Erwachsene:

Es gibt CDs mit Liedern für Erwachsene in quasi chronologischer Zusammenstellung (drei vorwiegend aus dem vorigen Jahrtausend), eine CD mit meinen besten Liedern aus dem vorigen Jahrtausend und - als besondere Zusammenstellung - einen Viererpack mit meinen besten Liedern.

0 - "Nix dagegen" - eigen(sinnig)e Lieder

1 - „Nicht als Eigentum" - eigen(artig)e Lieder

2 - „Stück des Wegs" - eigen(willig)e Lieder

3 - „So gesehen" - eigen(mächtig)e Lieder

4 - „Weit und offen“  - eigen(ständig)e Lieder  

5 - "Draufgänger" - eigen(händig)e Lieder

6 - "Unentdeckt" - eigen(tümlich)e Lieder

7 - "Du bist schuld" - eigen(wüchsig)e Lieder

8 - "Spuren" - eigen(wertig)e Lieder

9 - "Ausgeliefert" - eigen(nützig)e Lieder

10 - "Bestes Stück" - eigen(brötlerisch)e Lieder

11 - "So ist gut" - eigen(verantwortlich)e Lieder

12 - "Im Handumdrehn" eigen(süchtig)e Lieder

 

CDs in besonderer Zusammenstellung:

die besten eigenen aus dem vorigen Jahrtausend :

- "Sternschnuppen"

- "Schicksalsglück" - CD mit 19 Liedern 
             zu meinem  Buch : 
 
             „Bin ich ihr ähnlich?" 
             - Adoptivtochter auf Spurensuche in Korea“ -
             erschienen Dez. 2005 bei Books on Demand,
             Norderstedt, ISBN
3-8334-33915-7, 260 S., 14.90 €
            
Buch ist im Handel und bei mir erhältlich, CD nur bei mir

- "DIE BOX: gnadenlos anachronistisch - aber nicht hoffnungslos"  enthält meine mutmaßlich besten Lieder:
             - DIESE (1)
             - AUCH DIESE (2)
             - AUCH NOCH DIESE (3)
             - WOHL AUCH NOCH DIESE (4)

"- "1-fach" Beispielsweisen 
             vorzugsweise auszugsweise 

- "4-fach" Beispielsweisen 
             vorzugsweise scheibchenweise
            als 4er Box angelegt, aber auch jede CD einzeln 
            
( erschienen 2003, thematisch sortiert mit meinen bis 
             dahin geschriebenen besten Liedern):

- „Gegenseitig geschenkt“
     
„Beziehungsweisen“ schönste Liebeslieder
-
„Woher – wohin“ – 
            „Betrachtungsweisen“ beste Lebenslieder
- „Nichts ist ideal“ – 
            „Sichtweisen“ trotzigste Trotzlieder 

- „Papa backt“ – 
           
„Singweisen“ aus der Kinderwelt
   

Es gibt fünf CDs mit eigenen Liedern für Kindern in altersentsprechender Zusammenstellung sowie zwei CDs mit den besten Kinderliedern (einmal laut, einmal leise):

CDs für Kinder:

- "Igitt! Da drin sind Zwiebeln" - für Vorschulkinder
- "Ich bin groß" - zur Einschulung
       

- "Papa repariert" - für "frische" Grundschulkinder

- "Der geklaute Gameboy" -
für erfahrene Grundschulkinder 
- "Mama, mach Mam'lade" -
für große Grundschulkinder

sowie als "beste" Kinderlieder:
- "Aufräum'"   (laut genug)
- "Mach die Tür zu" (leise)


Gerd Schinkel singt auf deutsch eigene Lieder  

"So ist gut"
eigen(
verantwortlich)e Lieder  

Nasenwuchs

Ein Blick in den Spiegel: Faltig und grau
schau ich mir in mein altes Gesicht.
Ich seh, was ich sehe und mach mir nichts vor,
selbst wenn mancher so nett widerspricht.
Kenn selbst alle die Sprüche, hab oft sie zitiert,
man sei nur so alt, wie man sich fühlt...;
Und die Zeit zeigt Gewinner und auch wer verliert -
schließlich ist jede Glut abgekühlt.

Wenn man altert und schrumpft, verschrumpelt wird, dick ...
warum wachsen dann Augenbrauen, Nase und Ohr’n?
Hört und riecht man so besser? Vielleicht klärt sich der Blick?
Geht nicht der, der sich sträubt, auch verlor’n?

Ein Blick auf die Uhr: Es ist früh, doch zu spät,
um nachzuhol’n, was man versäumt.
Ich spür, was ich spüre: Die Knochen, das Kreuz,
hätt’ mich längst, wenn’s was nützt, aufgebäumt.
Hab ja selbst oft gelästert: „Nun stell’ dich nicht an!
Mach dich fit, sei beweglich, treib Sport!
Speck ab, bleibe rege, sonst rostest du ein...“ -
Oh, wie leicht spricht sich keck manches Wort...

Ein Blick aus dem Fenster: Ich fühle den Herbst,
den ich tief in mir spür’, auch wenn’s blüht.
Ich merk, was ich merke: Es ist nicht mehr so
wie es war, als ich Kräfte versprüht.
Es hilft ja nichts - geht eben nicht mehr so schnell
und ist genau so, wie es ist.
Man kann nichts dran ändern und weiß wie es kommt,
auch wenn man schon so manches vergisst.

Ein Blick durch die Brille und drüber weg,
wenn sie fehlt ist kein Arm lang genug,
genauer erkenn' wolln hat gar kein’ Zweck,
diese Einsicht ist nötig, nicht klug....

Ein Blick in die Zukunft – warum nur zurück?
Schließlich ist doch noch lange nicht Schluss.
Ich träum, was ich träume, und jeden Tag neu,
gönn’ mir großen und kleinen Genuss.
Zeit sich mal nehmen, soviel wie man will –
verschwendet ist doch kein Moment,
und Leben erleben, das Schöne geht vor,

weil man Schatten ja schließlich gut kennt. 

2009

Eile mit Weile

Na schön, Jahre vergehn, lass doch mal sehn, 
was sie uns gebracht.
Langsam, allmählich, spürn wir, die Zeit verstreicht. 
Na und, Herbst ist so bunt, wir sind gesund, 
und die Sonne lacht,
strahlend, herrlich, wie sie uns erreicht.

Und wenn es manchmal schwerer fällt, das Tempo mitzugehn,
wer zwingt uns zur Eile? Bleiben wir ne Weile stehn...
Na schön, Jahre vergehn, lass doch mal sehn, 
was sie uns gebracht.
Langsam, allmählich, spürn wir, die Zeit verstreicht.

Du kennst meinen Blick, weißt, wie ich tick, 
keiner mich so kennt,
bist unverkennbar längst ein Teil von mir.  
Ich weiß wie du denkst, wie du mich lenkst, 
wie es in dir brennt,
herrlich, begehrlich, zieht’s mich hin zu dir. 

Und wenn es manchmal schwerer fällt, die Steigung mitzugehn,

wer zwingt uns zur Eile? Bleiben wir ne Weile stehn.

Du kennst meinen Blick, weißt, wie ich tick, 
keiner mich so kennt,
bist unverkennbar längst ein Teil von mir.  

Komm zu mir, mein Schatz, ich mach dir Platz, 
hier reicht’s doch für zwei,
näher, noch näher, nah, so nah wie’s geht.
Hier, bei dir, bei mir, da sind nur wir - 
was fehlt noch dabei?

Ehrlich wär ich ohne dich total verdreht.


Und wenn es manchmal schwerer fällt, jeden neuen Weg zu gehn,
wer zwingt uns zur Eile? Bleiben wir ne Weile stehn...
Komm zu mir, mein Schatz, ich mach dir Platz, 
hier reicht’s doch für zwei.
Näher, komm näher, nah, so nah wie’s geht.

2008

Leben mit dir

Ob auf dem Lande, oder ob in die Stadt -
so mancher andere mehr Abwechslung hat.
Ich brauch nichts Besonderes, bist du nur bei mir.
Bin dann wo ich sein will – bin zuhause bei dir.

Bin gern in der Menge, sogar ganz allein,
und mag im Gedränge ganz nah bei dir sein.
Ich brauch nichts zu träumen, bist du nur bei mir.
Bin dann wo ich sein will, und träume mit dir.

Lauf gern durch den Regen, spür gerne den Schnee,
mag mich gern bewegen, auch im Separée.
Für mich scheint die Sonne, bist du nur bei mir.
Bin dann wo ich sein will, bin ich nur bei dir.

Mag gern laute Straßen, bin gerne zuhaus.
Mit mir ist gut spaßen, halt Schweigen gut aus,
Ich muss nichts mehr suchen, bist du nur bei mir.
Bin dann wo ich sein will – bin ich nur bei dir.

Du fehlst, wenn du weg bist – das merk ich sofort,
selbst wenn du es vorher nicht sagst.
Wenn du wieder da bist, kann ich es gleich spürn:
Bist du in der Nähe, dann knistert’s,
auch wenn wir uns noch gar nicht berührn.

So lang sind die Tage, so kalt ist die Nacht,
und ohne dich sind sie einsam verbracht.
Ich fahr stundenlang weite Wege zu dir.
Bin dann wo ich sein will, bin ich nah bei dir.

Geh gern mit dir essen, was du trinkst, trink ich gern,
kann bei dir vergessen, muss mich nicht mehr wehr’n.

Mag Leben genießen, bist du nur bei mir.
Bin dann wo ich sein will – will leben mit dir.

2008

Falschgeld

Wie Falschgeld lauf ich rum, so ohne Plan,
ausgebremst von dir, ganz aus der Bahn.
Ich bin so was von daneben -
wie kann ich das überleben…
Ich weiß ohne Navi weder aus noch ein –
Und ich wehr mich nicht und füg mich glücklich drein. 

Ein Fingerschnipps – ich steh vor deiner Tür.
Wenn ich von dir träume, frag nicht, was ich spür.
Eine hochgezogne Braue –
nichts, was ich mich dann noch traue.
Manchmal reicht ganz einfach auch ein kurzer Blick
und schon halt ich mich mal wieder für zu dick. 

Nur ein Wimpernklimpern – schon bin ich bei dir.
Ein tiefer Atmer reicht, dass ich den Kopf verlier,
eine hochgeschürzte Lippe,
dass ich aus den Latschen kippe,
nur ein Schulterzucken – weiß nicht mehr wohin,
bloß ein Kopfschütteln – und ich weiß nicht, wer ich bin. 

Ich steh stramm, tappst du nur einmal mit dem Fuß.
Und was du auch von mir fordern magst, ich tu’s
ohne lange nachzudenken.
Wirst du mir ein Lächeln schenken?
Darauf hoff ich, solang ich noch hoffen kann –
hast du mit mir was anderes vor, halt ich mich dran. 

Du hast mich – du weißt es – fest im Griff,
ich reagier aufs Wort, aufs Winken, und auf Pfiff,
tanz an deinen kurzen Fäden -
wenn auch mit geringen Schäden.
Um die auszubügeln, hilft mein Therapeut –
Ich hab bisher, dass ich dich traf, noch nie bereut….

2008

Autowäsche 

Welch Glück, der Regen ist vorbei – 
Aprilwetter, und das im Mai,
das Auto ist so voll mit Dreck, 
das wasch ich mal, dann ist der weg.
Doch vorher seh ich aufgetischt 
die Post –  noch völlig durchgemischt.
Die Rechnungen zieh ich mal raus, 
den Rest, den werf ich aus dem Haus.
Die Werbung steck ich in den Müll – 
doch eh ich mehr den Eimer füll,
bemerkt ich, der ist ziemlich voll – 
weshalb ich ihn wohl leeren soll.

So hab ich immer was zu tun 
und keine Zeit, mich auszuruhn –
Und plötzlich weiß ich nicht mehr, was hab ich gemacht...
Was grad getan, geholt, gesucht oder gebracht.
 

Welch Glück, denn am Container steht 
der Briefkasten, und wenn man geht,
um dort Papiermüll abzulegen, 
kann man sich doch auch gleich bewegen 
und Rechnungen per Post bezahln, 
bereitet es auch manchmal Qualn.
Ich will die Überweisung schreiben – 
wo all die Formulare bleiben…
ich brauche neue, will sie holen, 
auf meinen weichen Hausschuhsohlen,
geh ins Büro, seh auf dem Tisch 
die Cola-Dose – nicht mehr frisch. 

So hab ich immer was zu tun 
und keine Zeit, mich auszuruhn –
Doch dann weiß ich nicht mehr, wo war ich gerade dran –
War ich grad fertig, oder fing ich grad was an...

Die Dose warm, das kann man fühln, 
da muss man sie vielleicht nur kühln,
damit der Rest auch wieder schmeckt – 
schnell wird die Dose eingesteckt,
sie soll zunächst im Kühlschrank bleiben,
die Überweisung wollt ich schreiben,
doch seh ich, wie die Blumen hängen 
und mich zum Wasserholen drängen.
Auf der Kommode bleibt die Dose, 
und plötzlich seh ich da ganz lose
die Lesebrille, die versteckt, 
die so gesuchte - jetzt entdeckt. 

So hab ich immer was zu tun
und keine Zeit, mich auszuruhn –
Auf einmal steh ich da und rauf mir die Frisur –
Was wollt ich machen – weiß nicht mehr – was war es nur... 

Die Brille ins Büro gleich tragen,
um mich nicht länger blind zu plagen,
doch erst will ich die Blumen gießen, 
damit wir länger Duft genießen,
drum bleibt die Brille wo sie lag, 
weil ich die Kanne in die Küche trag,
lass sie randvoll mit Wasser laufen, 
genug, die Blumen neu zu taufen,
da, auf dem Küchentisch vor mir 
die Fernsehfernbedienung –  wieso hier?
dass die nicht fehlt am Abend spät, 
soll sie ins Wohnzimmer nah ans Gerät. 

So hab ich immer was zu tun 
und keine Zeit, mich auszuruhn –
Und dann fällt mir auf einmal auf, dass ich nicht weiß,
was hab ich grad gemacht – wieso lauf ich im Kreis...

Zum Blumengießen, bis sie nass genug sind,
kommt die Fernbedienung mit, dass ich sie wiederfind.
Trag die Kanne und mach ne Riesenpfütze,
beschimpf mich, bin doch zu nichts nütze,
Leg die Fernbedienung wieder auf n Küchentisch,
weil ich erst mal das Wasser vom Boden wisch.
Wring den Lappen aus und häng ihn in’n Keller,
geht alles schnell, manchmal noch schneller,
geh wieder rauf, einer muss es ja machen,
ich sag’s euch, das ist gar nicht zum Lachen,
geh an die Haustür - was ich da wollte?
Weiß nicht, auch nicht, was das nun sollte. 

So hab ich immer was zu tun 
und keine Zeit, mich auszuruhn –
Bin ziemlich fertig, fühl mich völlig ausgelaugt,
merk, dass nicht jeder wohl für jede Arbeit taugt. 

Am Abend lieg ich müde auf dem Rücken,
spür, der Tag, der wollt nicht glücken:
Auto verdreckt, Rechnung unbeglichen,
aus der Cola noch immer die Kälte entwichen,
Blumen verdurstet, der Müll steht noch da,
das Überweisungsheft nicht wo es war,
die Fernbedienung nicht mehr zu finden,
ohne Lesebrille bin ich wie die Blinden,
der Autoschlüssel, wo war der noch gleich,
ich hab das Gefühl, meine Birne ist weich.
So steck ich tief im Hamsterrad drin –
klar, dass ich völlig ausgelaugt bin.

Denn ich hab immer was zu tun 
und keine Zeit, mich auszuruhn –

schlepp mich am Abend dann ins Bett mit letzter Kraft –
und muss mir eingestehn – hab wieder nichts geschafft.

2008

Ausstand

Schreibtisch geräumt, Kartons schon lang gepackt,
keine Reden mehr hörn, die Wände so nackt.
Dies Telefon schreckt jetzt nur andere noch auf.
PC runter fahrn – den fährt bald irgendwer rauf.

Der Schreibtischstuhl, von deinem Arsch abgewetzt,
wird nun aussortiert – oder anders besetzt.
Das Mobiliar längst mit den Jahrn abgenutzt.
Der Teppich bleibt unübersehbar beschmutzt.

Hohl und offen gähnt der Schrank an der Wand.
Der Blick tastet rund, dabei nichts in der Hand.
Was war, ist vorbei – jetzt sprengt Erinn’rung den Kopf.
Manche überflüssig wie ein lästiger Kropf.

Regale entlastet - stand sowieso zuviel drin.
Schubladen leer - wo kommt, was drin war, nun hin?
Freude und Wehmut, Bitterkeit, Zorn und Glück –
nie mehr sehn wolln die einen – andere wünscht man zurück.

Wunden vernarben, manche manchmal noch juckt.
Manch Wort auf der Zunge grad noch runtergeschluckt.
Manches verblasst. Wie schnell man doch vergisst.
Mancher bleibt unvergessen, weil man manchen vermisst.

Worte halln nach - zuviel gehört und gesagt.
Rasch verdrängt, was man beschworn und beklagt.
Wer hat Wasser gepredigt und besoff sich mit Wein?
Selbst ein Rad im Getriebe – aber so oft allein.

Kopf hoch und aufrecht, und die Brust durchgedrückt.
Viel zu lange gebuckelt, lang genug auch gebückt.
Aufs Morgenrot setzen, auch wenn Abendrot glüht,
und sehn was schon immer im Verborgenen blüht.

Licht ausgemacht, schließ die Tür hinter dir.
Schlüssel lass stecken. Was hält dich nun noch hier?
Die Treppe hinab, durch den Ausgang hinaus.

Den Ballast lass zurück – dann bist du fein raus.

2008

So ist gut

Zwischen Selbstbeherrschung und Sehnen,
zwischen Herz, Bauch und Verstand –
zwischen Skrupeln und Bedenken –
und von innen fast verbrannt.
Hin und her, beinah zerrissen,
und sich selber neu entdeckt,
mehr sich fühlen, von sich wissen –
und dabei nichts mehr versteckt.

So ist gut, sogar besser - wunderbar 
wär’s, wenn’s so bliebe.
Tritt zutage, was vage geahnt -
vielleicht ist es Liebe?
Wer weiß - vielleicht Liebe...

Zwischen Selbstvorwurf und Suche,
zwischen Kopf, Herz und Gefühl,
zwischen Abstand und Verweigern –
innen heiß – doch außen kühl.
Und im Auf und Ab verloren,
tastend blind nach festem Halt,
ein Gefühl wie neu geboren –
und aufs Leben aufgeprallt.

Zwischen Selbstmitleid und Aufbruch,
zwischen Bauch, Kopf und Gemüt,
zwischen Zweifeln und Zermartern –
und im Innern fast verbrüht.
Für und Wider ausgeblendet,
unentwegt vor und zurück,
aufgedreht und umgewendet –
zögerlich der Griff ins Glück.

2008

Was weiss ich schon

Ob ich Techno oder Dylan mag,
Computer spiel den ganzen Tag,
Boxershorts oder Tangas trag –
Was weißt du schon von mir...

Ob du Zeitung oder Bücher liest,
regelmäßig deine Blumen gießt,
n Engel bist, ne Schlampe, n gemeines Biest –

was weiß ich schon, was weiß ich schon, 

was weiß ich schon von dir.

Ob ich nach Schicht in der Bar rumhäng,
mich in viel zu enge Hosen zwäng,
immer nur in deine Nähe dräng -
was weißt du schon von mir.

Ob du Knoblauch, Fisch oder Austern magst,
alles ausprobierst bevor du fragst,
oft rummotzt oder dich nie beklagst,
was weiß ich schon, was weiß ich schon,
was weiß ich schon von dir.

Kennen wir uns überhaupt,
ist unsere Hoffnung viel zu hoch geschraubt,
sind wir wohl naiver als erlaubt –
was wissen wir von dir, von mir....

Ob ich ab und zu gern Fußball seh,
bei Gelegenheit mal in’n Porno geh,
mich im Bett wie ein Propeller dreh,
was weißt du schon von mir...

Kannst du im Kino sein auch ohne Chips,
hast du am Wochenende immer einen Schwips,
nervst du jeden ungefragt mit deinen Tipps,
was weiß ich schon, was weiß ich schon,
was weiß ich schon von dir. 

2008

Spick mich, spick dich

Schule ist bescheuert, Lehrer sind bestusst –
Wieso hab ich den Test versiebt – hab doch so viel gewusst...
Zwei lächerliche Punkt, die mir am Ende fehl’n...
Jetzt soll der Lehrer selber seh’n, wie schlechte Noten quäl’n...

Keine Frage – wenn ich’s sage, 
wird es so sein...
wer will’s wagen, mir was zu sagen? 
Den mach ich klein...

Spick mich, spick dich – es kommt so, wie’s passiert...
Spick mich, spick dich – schon bist du registriert...
Spick mich, spick dich – ich schreib da, was ich will...
Spick mich, spick dich – anonym und schrill:

Erfinden wir schnell ein paar Sünden – 
das macht sich so gut...
Und gar nicht erst lange begründen – 
das kühlt unsere Wut...

Schüler sind so ätzend, machen mich ganz krank.
Bei „Spick-mich“ diese Lügen – und das ist nun der Dank...
Zuviel für meine Nerven – mein Herz ist so gestresst.
Wieso sperrt dieser Doktor sich und gibt mir kein Attest...?

Keine Frage – ich brauch’s! Wenn ich’s sage, 
muss es so sein...
Kein Zieren oder Genieren, 
sonst mach ich den klein...

Lehrer, die so jammern, komm’ mir gerade recht...
Ich helf doch, wo ich kann – und dann... mir wird ganz schlecht:
Im Internet dies Ranking – wieso steh ich so tief?
Das geb ich meinem Anwalt – und wehe, das geht schief...

Keine Frage – wenn ich es so sage, 
wird es so sein...
Also parieren – und wenn wir verlieren, 
mach ich den klein...

Was will der blöde Doktor – mehr war doch nicht drin...
Mich dafür anzuschwärzen – was glaubt der, wer ich bin?
Jetzt werd ich vor Gericht zieh’n – und find ich da kein Recht,
dann wird’s der Richter büßen, weil sich dann jemand rächt....

Doch leise, denn harte Beweise 
sind dann halt nicht da...
Soll er’s lesen... ja, wer ist’s gewesen...? 
Wer das wohl war...

Der Richter ist der Vater vom Testversager-Sohn,
und hielt die „Spick-mich“-Noten für gerechten Lehrer-Lohn.
Doch Richter zu bewerten, das geht ja wohl zu weit...
Das kann doch nicht erlaubt sein – was erlauben sich die Leut...

Keine Frage, Herr Richter, die Klage 
wird zulässig sein...
Wer wird’s wagen, dagegen was sagen..., 
den machst du doch klein...     

2008

Stimme im Ohr

Was lenkt wohin unsere Schritte -
Zufall? Bestimmung? Geschick?
Verschiebt so leicht unsere Mitte –
ein Wort, ein Treffen, ein Blick.

Wie kann ein Anfang beginnen?
Wie kommt’s am Ende zum Schluss?
Das Sehnen erst, wie von Sinnen –
und dann kommt’s, wie’s kommen muss... 

So kann’s gescheh’n, kann’s passieren,
so kommt es manchmal schon vor –
hab Deine Augen vor Augen
und Deine Stimme im Ohr.

Was kann uns wie wohin ziehen:
Zufall? Bestimmung? Geschick?
Die Chance, beizeiten zu fliehen,
die nimmt ein Wort oder Blick.

Man sieht, was man übersehen,
und hört, was man nie vernahm,
und kann es selbst nicht verstehen,
weiß nicht, wie’s sein kann und kam.


Was wirft das Glück aus den Bahnen:
Zufall, Bestimmung, Geschick?
Wie kann man’s abseh’n, erahnen?
Gibt’s ein Rezept? Einen Trick?

Wie ist ein Sturz zu ertragen?
Sind diese Schmerzen normal,
das Leiden, Jammern, Klagen
bei unerträglicher Qual…

2008

Schlotterhosen-Knabe

Hat’s dich erwischt, wie’s manchmal geht:
Sein Blick hat dir den Kopf verdreht.
Er schaut – schon bist du hin und weg:
Ein cooler Typ – schert sich ein’ Dreck...
Dann überleg dein’ nächsten Schritt,
dass er dir nicht auf die Seele tritt.
Ist er auch süß, mit kleinem Bart –
hör auf Papa, seinen Rat:

Finger weg von Schlotterhosen-Knaben,
mit Luft im Kopf und ohne Lebensplan.
Solang die ihren Schritt in’ Kniekehl’n haben,
ist doch  von denen keiner schon ein Mann,
sondern immer noch unreife Flegel – okay,
Ausnahmen bestätigen die Regel...

Du wartest auf ihn stundenlang –
dann kommt er in sei’m Watschelgang,
zuckt nur die Schulter, sagt nicht viel –
du kennst sein blödes Ballerspiel...
Dann überleg, was du ihm sagst –
fürchte nicht, dass du zuviel wagst.
Ist er auch süß und cool und hip –
hör auf Papa, seinen Tipp:

Finger weg von Schlotterhosen-Knaben,
auf die man sich doch kaum verlassen kann,
die den Schritt weit unterm Hintern haben –
keiner ist von denen schon ein Mann –
allerhöchstens doch unreife Flegel – okay,
Ausnahmen bestätigen die Regel...

Du quälst dich: Er ist abgehau’n,
hat neben dir noch andere Frau’n.
Eiskalt bist du abserviert
und glaubst nicht, was dir da passiert.
Dann überleg, wie du reagierst,
damit du dich nicht noch blamierst –
der „Süße“ zeigt nun sein Gesicht –
hör auf Papa – oder nicht...

Finger weg von Schlotterhosen-Jungen,
mit denen man kein Leben planen kann.
Ist ihr Arsch noch nicht in die Hose vorgedrungen,
fehlt ihnen noch so viel zum richt’gen Mann.
Allerhöchstens sind’s unreife Flegel – okay,
Ausnahmen bestätigen die Regel...
Vielleicht fängt ja das Mann-Sein grad erst an,
doch sei skeptisch, ob man das schon glauben kann...

2008

Cool

Der Blick eiskalt, sein Gesicht aus Stahl,                        D   +F
kein Gefühl, nur Maske, alles voll normal.                      GD
Nie nach außen zeigen, wie es drinn’ aussieht,              D   +F
was nach oben pushed oder runterzieht.                        GD
Keinen geht’s was an, wie er sich fühlt,                            CG
Wird’s zuviel, wird’s einfach weggespült.                           CA

Er tut so cool – brennt innen heiß,
weiß nicht wo’s langgeht,
deshalb läuft er nur im Kreis.
Hat keinen Plan, weiß nicht wieso,
wenn er sich cool gibt, 
hofft er, alle sehn ihn so.

Der Gang gebremst und mit breitem Schritt,
nie gehetzt, keine Hektik und nicht aus dem Tritt.
Die Kapuze hoch, tief die Hose hängt, 
nie ein Wort zuviel, stets den Blick gesenkt.
Wen geht es was an, was er so denkt,
worauf er wartet, und woran er hängt…

Auf großem Fuß, doch der Stand nicht fest,
erst mal ausprobier’n im geheimen Test,
sich nichts eingestehn, was zu Zweifeln führt,
und besonders nicht, was man innen spürt.
Wenn er etwas fühlt, wen geht’s was an?
Kann Schwäche sich nicht leisten, so als Mann.

Die Muskeln hart, Sprüche laut geklopft –
Dicke Lippe oft riskiert, doch das Maul verstopft.
Die Würde längst verlorn und Respekt verspielt,
zuviel Hirn versoffen und durchs Glas geschielt.
Gefühl einzugestehen nie gewagt –
statt mutig nur zu feige, zu verzagt...

2009

Der Kalender

In meiner Zeitung lag heut ein Kalender,
die Tagesübersicht fürs ganze Jahr.
Nur kurze Zeilen, nichts für Platzverschwender -
wieder mal ein Jahr vergangen war.
Das nächste nicht mehr weit, nur ein paar Tage.
Kein Tag wie der andere kommt und geht.
Bei der Omi war das keine Frage –
was wichtig ist, auch im Kalender steht.

Gut sichtbar hing er ewig in der Küche:
Auf Augenhöhe, gleich neben der Tür.
So unverzichtbar dort wie die Gerüche.
Und wer da drauf stand, war ein Teil von ihr.
Ein Heiliger pro Tag, und andere Namen
mit Jahreszahl, und nie genügend Platz
für all die Lieben, die in Frage kamen,
die ihr geblieben im Erinnerungsschatz.

Ja, die Omi weiß die Zeit zu nehmen.
Sie lebt ihr Leben Tag für Tag beschwingt,
verdrängt, was ihr die Laune trübt, 
indem sie sich in Langmut übt,
warum sich grämen, weil es doch nichts bringt.

Drei Löffel Kaffee in die Filtertüte,
dann kochend heißes Wasser hinterher.
Der Rückblick voller Sehnsucht, Wehmut, Güte.
Mancher, der früh fort ging, fehlt ihr sehr.
Jeder Tag bringt Grund sich was zu gönnen:
Geburtstag, Hochzeit, Taufe, Kommunion.
Feste, die muss man auch feiern können.
Gelebtes Leben: Schmerz verliert sich schon.

So früh hat sie ihr’n Hermann einst gefunden, 
der aus dem ersten Krieg verwundet kam.
Sie hat voll Liebe sich mit ihm verbunden,
und er sie mit ins ferne Dortmund nahm.
Zwei Kinder zuerst, dann die Nazis kamen,
schon wieder Krieg, und Hermann schwer verletzt.
Er starb im Lazarett in ihren Armen,
und alle ihre Träume war’n zerfetzt.

Sie ging zurück, woher sie einst gekommen.
Zog mit den Kindern bei den Eltern ein.
Hermanns Urne hat sie mitgenommen,
und war nicht nur an seinem Grab allein.
Wollt nie an einen anderen Mann sich binden,
und trug ihr Witwen-Schicksal Jahr für Jahr.  
Kinder ziehn ins Leben und verschwinden,
Sie blieb – wenn man sie brauchte, war sie da. 

Sechsundneunzig wär’ heut  Tante Grete.
Und als ihr Karl fiel, warn sie noch verlobt.
Nie ein anderer ihr den Kopf verdrehte.
Der Krieg hat in ihr’m Kopf noch lang getobt.
Heinz war, als er starb, erst sechsunddreißig,
am Hochofen gestürzt und dann verbrannt. 
Ein feiner Kerl, so fröhlich, immer fleißig,
und hat sich gut mit Tauben ausgekannt.

Manfred fuhr zur See und kam nicht wieder,
Luise starb an ihrem achten Kind,
Schwester Helga, die kam elf mal nieder.
Wie gut, dass heut doch andere Zeiten sind.
Vetter Fritz war ohne Glück bei Frauen,
dreimal geschieden – jede lief ihm weg.
Onkel Heinrich, auf den konntst du bauen,
der half dir auch aus allertiefstem Dreck.

Manchmal denkt sie an jene, die sie plagten. 
Sie hat sie alle längst schon überlebt,
die sie verrieten, ihr Gemeines sagten,
Sie grinst: „Wer andern eine Grube gräbt...“
Trinkt auf ihr Wohl noch ein paar heiße Schlucke,
und gießt den Filter noch einmal halb voll:
Auf manchen Schietkerl, manche dumme Tucke....
Und immer noch sitzt da ein bisschen Groll...


Besuch bekommt auch gern mal was vom Teller –
Kartoffeln, Frikadellen, Blumenkohl.
Ist so’n Besuch auch manchmal nur ein schneller,
man fühlt sich so in ihrer Küche wohl.
Den Teller randvoll übern Tisch gehoben,
energisch vor den lieben Gast gestellt,
und noch ein wenig näher hingeschoben:
Hier wird gegessen, auch was nicht bestellt.

„Nimm hin“, sagt sie, und meint nicht nur die Speise,
und alles, was sonst auf dem Tisch noch steht,
auch ihren Widerstand auf ihre Weise,
mit dem sie Ärger aus dem Wege geht.
Nimm hin und hak es ab und lass es laufen,
denn irgendwie renkt sich schon alles ein.
Und wenn du’s brauchst, kannst du dir Kuchen kaufen,
und schenk dir eine Tasse Kaffee ein…

Die Jahre, die Jahrzehnte sind verflogen –
Manch Umzug, manchen Neuanfang gewagt.
Ausgebombt, den Rücken krumm gebogen,
gemacht, getan, nicht lang „Warum“ gefragt...
Gelandet dann zufrieden in der Küche,
tagein, tagaus gepütschert und gekramt.
Beim Kalender ein paar weise Sprüche,
selbst abgeschrieben, und nicht erst gerahmt...

Ein halbes Leben lang schlohweiße Haare,
doch Kinder machen jeden Kummer wett.
Die Tochter überlebt um dreizehn Jahre.
Der Oberschenkelhalsbruch zwang ins Bett.
Das Lebensmotto niemals aufgegeben:
Ein Tag, der ohne Lachen, ist verlorn.
Winkt nahes Glück, warum nach fernem streben.
Und jeden Tag gelebt wie neu geborn.

Ja, die Omi weiß die Zeit zu nehmen:
Das Schlimmste, sagt sie, liegt ja hinter ihr.
Und kommst du zu ihr auf Besuch, 
fragt sie: „Hast du ein Taschentuch?“
und sagt: „Grüß deine Großmutter...“ zu dir...

2008

Pekinger Frieden

Der himmlische Frieden auf Pekinger  Art –
jetzt auch auf dem „Dach der Welt“.

Die sportliche Welt geht auf große Fahrt,

denn Olympia bringt ja viel Geld.
Die Uninformierten in Uniformen,
manche uninformiert im Trikot,
erfülln blind Befehle, erfüllen die Normen –
kann das sein, kann das gehn – einfach so?

In China, wo Mörder befehln und regiern,
tibetische Mönche haben nichts zu verliern.
Sind die Koffer gepackt? Ich frag mich jedenfalls:
Läuft man schneller, springt höher, wirft weiter als sonst
mit dem Kloß im Hals...

Olympischer Frieden auf Pekinger Art –
beobachtet vom Dach der Welt:
Von Soldaten bewacht, die von weit angekarrt,
nun in Peking auf Posten gestellt,
die das Blut auf den Mönchskutten nicht übersehn -
Erfahrung genug im Gepäck.
All die Rufe, die Schreie, die Ohnmacht, das Fleh’n -
der Mönche – der eigene Schreck.

In China, wo Mörder befehln und regiern,
tibetische Mönche haben nichts zu verliern.
Sind die Koffer gepackt? Ich frag mich jedenfalls:
schwimmt man schneller, hebt höher, stößt weiter als sonst,
mit dem Kloß im Hals...

Eine himmlische Friedensschau Pekinger Art –
die Bühne vorm „Dach der Welt“.
Geklotzt, nicht gekleckert wird, und nicht gespart –
geblendet wird, was das Zeug hält.
Zeugen beschafft, Pressefreiheit beschränkt –
genau ausgesucht, was man zeigt.
Gesponsert nur wer zu den Startblöcken drängt
und zur Pekinger Mordoper schweigt.

In China, wo Mörder befehln und regiern,
tibetische Mönche haben nichts zu verliern.
Sind die Koffer gepackt? Ich frag mich jedenfalls:
fährt man schneller, turnt schöner, taucht weiter als sonst,
mit dem Kloß im Hals...
 

Ein Friedhofsruh-Frieden auf Pekinger Art,
mit Aussichtsplatz vom Dach der Welt.
Die feige Gier mit Geschäftssinn gepaart,
das Schweigen erkauft gegen Geld.
Die Trikots gewaschen, der sportliche Schweiß

im Stadion hat sich gelohnt.
Medaillen und Hymnen – wie hoch ist der Preis? 
In Tibet wird keiner verschont.

In China, wo Mörder befehln und regiern,
tibetische Mönche haben nichts zu verliern.
Sind die Koffer gepackt? Ich frag mich jedenfalls:
Boxt man härter, ringt stärker, schießt besser als sonst,
mit dem Kloß im Hals...

Ein himmlischer Frieden der lohnenden Art
mit Mord auf dem Dach der Welt.
So ist Sport nur ein Mittel zum Zweck wohl parat,
mit dem man Profit sich erhält.
Die Olympischen Ringe zur Kette geschweißt,
die sportlichen Spiele im Zwang -
Längst ging er verlorn, der olympische Geist -
im Stadion hängt er am Strang.

In China, wo Mörder befehln und regiern,
tibetische Mönche haben nichts zu verliern.
Sind die Koffer gepackt? Ich frag mich jedenfalls:
Verdient man mehr, schneller und besser als sonst
mit dem Kloß im Hals...

2008

Epitaph für John Pearse

Vielleicht sitzt du nicht weit von hier,
halbvoll mit Wein dein Glas,
Gitarre direkt neben dir,
und hast dort deinen Spaß

an dem, was wir hier treiben,
als wärst du mit dabei –
du konntest nicht mehr bleiben,
und bist doch mit dabei.

Ein neuer Vers, ein anderes Lied,
mit klarem, offnem Wort,
das uns in gute Stimmung zieht,
im Groove und im Akkord.

Gesang in muntrem Kreise,
hätt dir gefallen könn’,
auf angenehme Weise 
sich Lust und Laune gönn’.

Die Jahre und Jahrzehnte lang,
gelebt in Harmonien,
die Finger voller Saitendrang,
den Kopf voll Melodien,

in Schwärmerei verloren,
das Staunen uns gelehrt,
Musik in unseren Ohren,
bleibst du von uns verehrt.

Don’t know where you’re performin’ now,
playin’ your guitars and strings.  - With each 
change of strings I think I should have said
a few important things.

At least, just only “Thank you, John,
for your music in all times” –
I missed the chance in prose – and this
is just a try in rhymes.

2008

Das war’s 

Das war’s gewesen, ist vorbei,
liegt hinter dir und ist vollbracht.
Nun kannst du lesen, wer du warst,
wo du gelebt, was du gemacht.

Jetzt kannst du das tun, was du willst -
das interessiert jetzt keinen mehr.
Nun kannst du lachen. Du wirst sehn,
es lebt sich leichter hinterher...

wenn du die Last verloren hast
und merkst, dass du nichts mehr verpasst –
das war einmal, das war einmal.
Dich keiner drängt und keiner lenkt,
und niemand mehr schwer an dir hängt –
alles egal, ist so egal.

Genug ertragen, ausgeführt,
zu viel, was du von dir verlangst.
Nichts mehr zu klagen, zu erklär’n,
kein Ziel mehr da, um das du bangst.

Was du probiert, was nicht geklappt,
noch ein’ Versuch kannst du dir spar’n.
Dem Hamsterrad nun doch entfloh’n -
kein Pech kann dir mehr widerfahr’n.

Nichts mehr zu halten, alles weg,
was dir so unverzichtbar schien.
Nichts mehr zu schalten – abgestellt,
und niemand darf mehr an dir zieh’n.

Schau nicht nach hinten, nicht zurück -
es funktioniert auch ohne dich.
Was soll’n die Zweifel – du vergisst
doch, was gewesen – hoffentlich.

2007

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