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"Spuren"
eigen(wertig)e Lieder
1 Party
Gelegentlich sieht man in den Straßen Plakate
mit der dicken Aufschrift "Ü 30", mit der eine gewisse
Zielgruppe zum Abtanzen auf altersadäquate Musik angelockt werden soll - Die Einladungen hängen regelmäßig an Bäumen,
Verteilerkästen, in Schaufenstern... ich hab das mal weitergedacht...
2 Jugendlich
Meiner Kollegin Katja hat mir erzählt, dass
ihre siebenjährige Tochter vor dem Spiegel ihr T-Shirt hochgerollt und
dann festgestellt hatte, jetzt sei sie jugendlich... - auch mal zuende
gedacht... Das Geschehnis der ersten Strophe hab
ich also erzählt bekommen, die Beobachtung der zweiten Strophe hab ich
gelegentlich gemacht, die Vision der dritten Strophe ist doch durchaus
real... tja, in Würde
altern...
3 Mach was, Mama
Unsere Tochter wollten einen Ausflug nach Breda
machen, um die Tauglichkeit als Studienort zu überprüfen. Ich war dabei
- aber offenbar nicht so gekleidet, wie sie es sich gewünscht hätte -
peinlich... Sie hatte sich an meiner Garderobe gestört: Am blauen
Sweatshirt, meiner Jeansjacke, den Schuhen - und dann sollte ich auch noch beim
Knipsen auf Seite gehen... das schrie nach einer gesungenen Antwort in Blues
4 Aufgewacht
Klingt
melancholischer als es eigentlich ist - das Lied entstand aus einer
offenen d-Moll-Stimmung
5 So nah dran
Orientierungslosigkeit als Folge von äußeren und
inneren Wahrnehmungen, die unerwartet und unberechenbar sind, kann zur Folge
haben, dass man quasi "durch den Wind" ist... Ein neues Liebeslied, das hoffnungsvolle
Erwartung ausdrücken soll.
6 Genieß
Geteilte Last ist halbe Last - deshalb die
Aufforderung, sich "mit seinen Lasten vertrauensvoll zu
entlasten"
7 Wachtraum
Der Versuch, sich in eine Situation zu
versetzen, in der es schwer fällt, aus bestimmten Gründen klare Gedanken
zu fassen
8 Lass dich fallen
Noch ein Liebeslied mit eindeutiger Aufforderung
9 Acht große Lieben
Ein Lied für den liebenswerten Journalisten,
Publizisten, Kosmopoliten, Lebens- und Liebeskünstler Peter Coulmas, der
mir als hochbetagter Hörfunk-Kollege zu seinen Lebzeiten ein wichtiger
Ratgeber war. In seinem Haus durfte ich mein erstes Wohnzimmerkonzert
geben. Sein Ratschlag "Acht große Lieben soll sich der Mensch
gönnen" sollte nicht vergessen werden... Er hatte eine
bewundernswerte Art, dem leben die schönsten Seiten abzugewinnen und sie
mit Leidenschaft zu genießen
10 Intensiv
Eine
Reflektion darüber, wie eine richtige Liebe Grenzen sprengen kann
11 Spurensuche
Dieses Lied entstand unter dem Eindruck
eines Wiedersehens mit meinem alten Freund Alex auf dem Öko-Bauernhof,
den er und seine Frau Ellinor sowie Dagmar als Dritte im Hofverbunde
gemeinsam in Ontario betreiben. Rund dreieinhalb Jahrzehnte nach unserer
letzten Begegnung gab es natürlich einen Austausch über all diejenigen,
an die wir uns noch erinnern konnten. Daraus entstand dieses Lied, in
dem Freundinnen und Freunden erwähnt werden, die ich in den
sechziger oder siebziger Jahren kennen gelernt habe. Der Text war erst
halb so lang, wurde aber länger und länger. Für die Nichterwähnung
derjenigen, die sich vergeblich im Text suchen, bitte ich um
Vergebung.
12 Sie in ihr
der Blick in den Spiegel... mehr Ähnlichkeit
finden, als man wahrhaben möchte... kein Phänomen allein bei Töchtern... In
diesem Text sind gleichwohl verschiedene Erinnerungen und Wahrnehmungen rund um das
gelegentlich nicht einfache Verhältnis zwischen Mutter und längst
erwachsener Tochter miteinander verwoben.
13 Domina
Die Bundeswehr geriet um den Jahreswechsel
2004/2005 wieder mal in die Schlagzeilen, weil Ausbilder an den
Standorten, die im Text genannt werden, ihre eigene Form des Drills für
den Anti-Terrorkrieg umzusetzen versucht hatten... mir schien der
"Weiterdreh" plausibel...
14 Aussen vorbei
Zum
Jahreswechsel 2004/2005 hat "unser" Laden an der Ecke
geschlossen. Winnie und Siegfried Aussen, die die Nachbarschaft Jahrzehnte
lang mit manchem versorgt haben, was lebensnotwendig ist, sind in den
Ruhestand gegangen... wer nun an ihrem Laden "außen vorbei"
geht, merkt, dass was fehlt... und die Straßenbahn hat auch keine
Wendeschleife mehr, sondern endet in einer "Sack-Endstation"...
15 Klare Ansage
Nichts
gegen Vorgesetzte als solche (war selber mal einer), die sich nach
Kräften bemühen, eine eigene Handschrift und eine klare Linie erkennen
zu lassen, aber manchmal schlingert der Kurs eben doch mehr, als man es
als Leitungskraft merkt...
16 'Tschuldigung
Noch ein Lied aus der Kategorie "Erfahrungen aus
der Arbeitswelt", die mir durch meine abhängige Berufstätigkeit
gelegentlich zuwachsen. Hier geht es um den Begriff
"Loyalität". Manche Vorgesetzte betrachten sie wohl als
wichtigste Tugend und fordern sie gerade von ihnen untergebenen
"niederen" Führungskräften in undankbarer
"Sandwich-Position". Was aber, wenn ein höherer Vorgesetzter
durch sein ungutes Tun Loyalität gerade nicht verdient und die
"nachgeordnete Führungskraft" im Grunde Verrat üben muss, um
Schaden vom Unternehmen abzuwenden...?
17 Wem nützt es
Eine manchmal ganz hilfreiche Fragestellung,
wenn man sich über Sinn und Zweck dessen nicht klar ist, was man gerade
macht...
18 So gut
Wer durch Kanada oder erst recht durch die USA
fährt, muss sich mit dem ungewohnten Anblick auseinandersetzen, dass vor
wirklich sehr vielen Häusern die Nationalfahne flattert. Das muss als
unverkrampftes Bekenntnis zu nationalen Werten nicht per se schlecht sein,
doch wenn es deutlich gepaart ist mit einem durch nicht zu erschütternden
Nationalstolz, der wiederum unfähig macht, sich mit Schwächen und
Fehlern auseinander zu setzen, hört der Spaß irgendwie auf. Dann ist es
eben nur noch "so gut", zum "Volk der
"Auserwählten" zu gehören.
19 Wunder
Erst gab es die offene Stimmung, dann die
Akkordfolge, und dann eine Frage, die auf eine Musikzeile passte, und
daraus entstand dann der Text...
20 Vorbei
Wenn
Erwartungen nicht erfüllt, Hoffnungen enttäuscht werden, kann es aus
sein, noch ehe es richtig angefangen hat...
21
Dreh
dich einfach
Gehabte
Lebenserfahrung, in Erinnerung gerufen und als Situation beschrieben, in
der sich vielleicht noch mehr Menschen wiederfinden können.
Gesamtinhaltsverzeichnis
(plus Angabe der CD,
auf der das Lied zu finden ist,
Kinderlieder kursiv geschrieben)
A
Abhetzblues
(Du bist schuld, Der geklaute Gameboy,
Papa backt,
Aufräum', Diese 1)
Abrechnung
(Nicht als Eigentum,
Nichts ist ideal,
Diese 2)
Acht große Lieben (Spuren,
Diese 2)
Adventszeit
- Bastelzeit (Mama, mach Mam'lade)
Alle alle
da (Mama, mach Mam'lade)
Allein
mit meinen Träumen (Nicht
als Eigentum)
Alle
haben einen Weg (Ich bin groß)
Alleine
in der Stadt (Papa repariert)
Alle
Kinder draussen (Der geklaute Gameboy)
Alles
dabei (Weit und offen,
Gegenseitig geschenkt,
Diese 3)
Alles hat
seine Zeit (Draufgänger,
Gegenseitig
geschenkt,
Schicksalsglück, Diese 1)
Alle
Zeit (Bestes Stück)
Andres
Kind (Draufgänger, Mama, mach
Mam'lade,
Schicksalsglück)
Anneli
(Schicksalsglück)
Anziehlied
(Igitt, da drin sind Zwiebeln, Aufräum')
Aufgewacht (Spuren)
Aufräum’
(Du bist schuld, Papa repariert, Papa backt,
Aufräum')
Auf
Reisen (Stück des
Wegs, Sternschnuppen)
Aufstehn
Auf
Wiedersehn (Ich bin groß)
Aufzug
(Im Handumdrehn)
Ausgeliefert
(Ausgeliefert, Diese 1)
Aus,
over, roger (Unentdeckt)
Aussen vorbei (Spuren)
Ausstand
(So ist gut)
Ausziehen
(Ausgeliefert, Diese 4)
Autowäsche
(So ist gut)
B
Baby
Doll (Draufgänger, Igitt, da
drin sind Zwiebeln,
Papa backt)
Bäh (Ich bin
groß)
Bande Bande
(Papa repariert)
Bangelied
(Igitt, da drin sind Zwiebeln, Mach die Tür zu)
Bauchschuss
(Nicht als Eigentum)
Bauchweh
(Igitt, da drin sind Zwiebeln, Mach die Tür zu)
Bei
Gelegenheit - Wiedersehen reloaded
(Im Handumdrehn)
Bekenntnis
(Nicht als Eigentum)
Bestes
Stück (Bestes Stück)
Beweise (Unentdeckt)
Big Brother (Nicht
als Eigentum)
Big
Brother 2004 (neu) (Im
Handumdrehn)
Bilanz (Weit und offen)
Bis sie geht (Unentdeckt, Diese
2)
Bloß
keinen Schiss (Ich bin groß)
Blütenträume (auch
engl.) (Stück
des Wegs,
Gegenseitig
geschenkt)
Bonbonpapier
(Der geklaute Gameboy, Aufräum')
Brieffreundschaft
(Der geklaute Gameboy, Papa backt,
Mach die Tür zu)
C
Camping
(Papa repariert, Papa backt, Aufräum')
Camping-Disco
Computer
(Nix dagegen)
Cool
(So ist gut)
D
Das
merk ich mir (Papa repariert, Papa backt, Mach die
Tür zu)
Das
peinliche Lied (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Papa
backt, Aufräum')
Das
Phantom: Der Opa (Der geklaute Gameboy, Papa
backt, Aufräum', Im
Handumdrehn)
Das
Recht ein Mensch zu sein (Stück
des Wegs,
Nichts ist ideal,
Sternschnuppen)
Das
Recht ein Mensch zu sein - ergänzt
(Im Handumdrehn)
Das
war's (So ist gut)
Das
Weihnachtslicht (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Da war doch
was (Ich bin groß)
Denk
nun an dich (So gesehen)
Deine
Klamotten (Der geklaute Gameboy, Papa backt,
Aufräum', Im
Handumdrehn))
Der Abend
vorher (Ich bin groß)
Der
ewige Despot (So gesehen, Nichts
ist ideal)
Der
geklaute Gameboy (Der geklaute Gameboy,
Aufräum')
Der
Hexenmeister (Papa repariert, Aufräum')
Der
Junge ist tapfer (Papa repariert, Mach die Tür zu)
Der
Kalender (So ist gut)
Der
Kardinalsfehler (Bestes Stück)
Der Namenstag
(Ich bin groß)
Der
qualmende Karl (Papa repariert)
Der Ranzen
(Ich bin groß)
Der
Tropfen (Ausgeliefert)
Der
Verdacht (Bestes Stück)
Der
Zirkus (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Dicke Decke
(Bestes Stück)
Die
Eulen lauschen (Weit und offen)
Die
ist bekloppt 1 (Der geklaute Gameboy, Aufräum')
Die
ist bekloppt 2
Die
Krise kommt (Im
Handumdrehn)
Die
Lehrerin (Ich bin groß)
Die
Macht des Glaubens (Ausgeliefert,
Diese 3)
Die
Nacht durchwacht (Im Handumdrehn)
Die Schule
(Ich bin groß)
Die
Tage werden kürzer (Nix
dagegen)
Die
Tüte (Ich bin groß)
Doch
aufgepasst (Der geklaute Gameboy, Aufräum')
Domina (Spuren)
Draufgänger
(Draufgänger, Woher - wohin, Diese
1)
Drei alte Kisten (Nix
dagegen)
Drüber schlafen (Du bist schuld)
Du
alte Schule (Mama, mach Mam'lade)
Du
bist schuld (Du bist schuld,
Diese 1)
Du bist zu allem fähig (So
gesehen, Nichts ist ideal)
Du könntest meine Tochter sein (Draufgänger,
Woher - wohin, Diese
3)
Du nicht bei mir (Weit
und offen, Gegenseitig
geschenkt, Diese 3)
Durch den Wind (Draufgänger)
Durchsicht
meiner Konten (So
gesehen)
Dutzendgesicht (Unentdeckt, Diese
4)
E
Eile
mit Weile (So ist gut)
Ein Blick (Draufgänger,
Gegenseitig geschenkt, Diese 4)
Ein
Glas Saft (Papa repariert, Papa backt, Mach die Tür
zu)
Eismann (Mama, mach Mam'lade)
Epitaph
für John Pearse (So ist gut)
Epitaph
für Phil Ochs (auch in engl.)
(Nicht als
Eigentum,
Nichts ist ideal, Sternschnuppen,
Diese 3)
Epitaph
für Rudi Dutschke (Stück
des Wegs, Nichts
ist ideal)
Er tanzt (Unentdeckt, Diese 1)
Es
ist wie’s ist (Du bist schuld, Mama, mach Mam'lade,
Papa backt, Aufräum')
Es
tut mir leid (Nicht als
Eigentum)
Etikette (Unentdeckt)
F
Fahrrad
fahrn (Papa repariert)
Falschgeld
(So ist gut)
Fang
an (Weit und offen)
Fassade
Fast dreißig
Jahre (Ausgeliefert)
Fit
oder fett (Stück
des Wegs)
Flieg
(Ausgeliefert, Diese 2)
Forschung (Du
bist schuld)
Fragen
Fragen Fragen (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Papa
backt)
Freiheit
(Du bist schuld)
Frei
sein (Draufgänger)
Freispruch
(Ausgeliefert)
Frei
wie der Wind (Im Handumdrehn)
Fremde Augen (Nix
dagegen)
Freund aus Potsdam (Nix
dagegen)
Freunde, seid wach (Nicht als
Eigentum, Nichts ist
ideal,
Sternschnuppen, Diese 1)
Frieden (Stück
des Wegs, Nichts ist ideal,
Sternschnuppen, Diese
3)
Früher war alles besser (Draufgänger)
Frühstück
im Bett (Mama, mach Mam'lade)
Furcht
im Nacken (Nix dagegen)
G
Gamino
(Nicht als Eigentum,
Nichts ist ideal)
Gegenseitig geschenkt (Weit und
offen, Gegenseitig
geschenkt, Diese 2)
Geh
nicht auf den Wecker (Mama, mach Mam'lade)
Gelage
(Stück des Wegs)
Gelebter Traum (Unentdeckt)
Genieß (Spuren,
Diese 4)
Glaubwürdigkeitsmarsch (Nix
dagegen)
Grau in grau (Draufgänger)
Greif zu (Du bist schuld, Diese
4)
Gute
Besserung (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
H
Hab
doch noch Geduld (auch engl.)
(Nicht als
Eigentum, Gegenseitig geschenkt,
Sternschnuppen,
Diese 4)
Halbes Leben (Unentdeckt)
Hallo Kam'raden (So
gesehen)
Harrisburg-Syndrom
(Störfall in Stade) (Nicht
als
Eigentum,
Sternschnuppen)
Haufen Schrott (Bestes Stück)
He,
Baby
Heinz,
der Elefant (Ich bin groß)
Herzlichen
Glückwunsch (Ausgeliefert, Diese
4)
Heute
hab ich frei (Ich bin groß)
Heut
geht M.G. (Im Handumdrehn)
Heute,
liebe Leute (Ich bin groß)
Holz knistert (Ausgeliefert)
I
Ich
bin dran (Papa repariert)
Ich bin
ein Cowboy (Papa repariert)
Ich
bin ja so gespannt (Ich bin groß)
Ich
bin so blank (Der geklaute Gameboy, Aufräum')
Ich
bin stolz (So gesehen)
Ich
hätte und du würdest (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Ich
kam in Jeans (Draufgänger, Woher
- wohin, Diese 3)
Ich kann auch anders (Weit
und offen, Woher - wohin,
Diese 2)
Ich
kann noch mehr (Papa repariert)
Ich
kenn den Weg zu dir (So gesehen)
Ich
mag das nicht (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Papa
backt, Aufräum')
Ich
muss (So gesehen)
Ich
spür dich bei mir (Stück des
Wegs, Gegenseitig
geschenkt)
Idioten
(Der geklaute Gameboy)
Im
Handumdrehn (Im Handumdrehn)
Immer
hab ich dich dabei (So
gesehen)
Im
Mäppchen ist so viel (Ich bin groß)
Immer Augen
auf (Ich bin groß)
Immer
locker
Im
Zoo (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Papa backt,
Aufräum')
In der Nacht (Du bist
schuld)
Intensiv (Spuren,
Diese 1)
Intrigantenstadl
(Bestes Stück)
Irgendwo
(Der geklaute Gameboy, Mach die Tür zu)
Is egal
(Mama, mach Mam'lade, Im Handumdrehn)
Ist
vorbei, ich bin groß (Ich bin groß)
J
Ja
du, dann dann
Jammerschade
(Weit und offen, Nichts ist ideal)
Jannik
(Schicksalsglück)
Ja,
wenn das so ist (So gesehen,
Nichts ist ideal)
Jeder kennt einen (Weit und
offen, Nichts ist ideal,
Diese 4)
Jederzeit (Unentdeckt)
Journalisten
(Stück des Wegs, Nichts ist ideal,
Setzt
euch zu mir, Diese 2)
Jugendherberge
(Papa repariert)
Jugendlich (Spuren,
Diese 2)
Jusotod
(Nix dagegen)
K
Kalt
(Draufgänger)
Kann
man das kleben (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Mach
die Tür zu)
Kann
nicht schlafen (Papa repariert, Papa backt, Mach
die Tür zu)
Kann
nur besser sein (So gesehen,
Woher - wohin,
Diese 3)
Karl der Steife (Nix dagegen)
Kasimir,
das Nachtgespenst (Papa repariert)
Katastropheneinsatzplan
(Nicht als Eigentum, Nichts
ist ideal,
Sternschnuppen, Diese 2)
Kinderarzt
(Igitt, da drin sind Zwiebeln, Aufräum')
Kinderklau (Ausgeliefert)
Kindertag (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Klare Ansage
(Spuren)
Klassenfest
(Mama, mach Mam'lade)
Kleiner Engel
(Draufgänger, Ich bin groß, Papa backt,
Mach die Tür zu,
Schicksalsglück, Diese 2)
Kleiner
Wirbelwind (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Knallkopp
Knibbelei (So
gesehen, Papa repariert, Papa backt,
Diese 3)
Knötterich
(Ich bin groß)
Kohlroulade
(Ausgeliefert)
Komm
doch mal rüber (Im Handumdrehn)
Komm in meine Arme (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Papa
backt)
Komm
mit in den Park (auch engl.)
(So gesehen,
Gegenseitig geschenkt,
Diese 2)
Komm' se raus
(Stück des Wegs, Sternschnuppen)
Komm
spielen
Kopf
hoch (Draufgänger)
Krähenfüße (Draufgänger,
Gegenseitig geschenkt,
Diese 1)
Krank
(Igitt, da drin sind Zwiebeln, Mach die Tür zu)
Krieg
der Knöpfe (Stück des Wegs)
Krölle-Bölle
(Igitt, da drin sind Zwiebeln, Papa backt,
Aufräum')
Kuck
doch mal her (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Kurzinfo
(Du bist schuld)
Kussräuber
L
Langweilig
(Du bist schuld, Mama, mach Mam'lade,
Papa backt, Mach
die Tür zu, Diese 4)
Lang
ist her (Bestes Stück)
Lätzchen-Schätzchen
(Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Lass dich fallen (Spuren)
Lass
mich dir erklären (Stück des
Wegs)
Lass
mich lesen (Der geklaute Gameboy, Papa backt,
Mach die Tür zu)
Lass
sie nur (So gesehen, Nichts ist
ideal)
Leben (auch
engl.) (Stück des Wegs,
Woher - wohin,
Diese 3)
Leben lieben (Du bist schuld,
Diese 1)
Leben
mit dir (So ist gut)
Lebenslust (Weit und offen,
Nichts ist ideal)
Logik (Stück
des Wegs)
Lukis
Nuki (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
M
Mach
die Tür zu (Mama, mach Mam'lade, Mach die Tür
zu)
Mach
dir nichts vor (Nicht als
Eigentum, Schicksalsglück)
Mach was, Mama (Spuren,
Diese 1)
Mallied
(Ich bin groß)
Mal
reden (Nicht als Eigentum, Woher
- wohin,
Sternschnuppen, Diese
3)
Mama,
mach Mam’lade (Mama, mach Mam'lade)
Manager
von Jennifer (Weit und offen)
Mein
Bett (Mama, mach Mam'lade, Mach die Tür zu)
Meine
Mode
Meisterschaft
(Unentdeckt)
Melanie
(Ausgeliefert, Diese 1)
Mich traf ein Licht (So gesehen,
Gegenseitig
geschenkt)
Midlifekrise (Stück
des Wegs, Woher - wohin,
Sternschnuppen, Setzt
euch zu mir, Diese 2)
Mordsgelüste
(Bestes Stück)
Museum (Du
bist schuld, Diese 4)
Mutation (Nicht als Eigentum,
Nichts ist ideal,
Sternschnuppen)
N
Nasenlöcher
sehen nichts (Ich bin groß)
Nasenwuchs
(So ist gut)
Neuanfang
(Nix dagegen)
Neubeginn
Neustart
(Im Handumdrehn)
Nicht
als Eigentum (Nicht als Eigentum,
Gegenseitig
geschenkt,
Sternschnuppen, Diese 2)
Nichts ist ideal (Nicht
als Eigentum, Nichts ist ideal)
Nichts
ist so toll (Ich bin groß)
Nichts
zu verliern (Unentdeckt)
Nie verkehrt (Du bist schuld)
Nikoläuse
(Ich bin groß)
Nix
dagegen (Nix dagegen)
Noch
frisch (Im Handumdrehn)
Noten
sind bloß Zahlen (Ich bin groß)
Nur
geklont (Ausgeliefert, Diese 2)
O
Oettinger
Klartext (Bestes Stück)
Oh Mann (Nicht als Eigentum,
Woher - wohin, Diese 4)
Ohne
Ende (Im Handumdrehn)
Ohne Gebiss (Stück
des Wegs, Diese 4)
Olle
Pollen (Papa repariert)
P
Packlied
(Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Papa backt (Weit und offen, Papa backt, Diese 1)
Papa-Rap
(Du bist schuld)
Papa
repariert (Papa repariert, Papa backt, Aufräum')
Party (Spuren,
Diese 1)
Passiert
ist passiert (Weit und offen,
Diese 3)
Paternoster (Draufgänger,
Nichts ist ideal)
Pazzilozzi-Kindergarten
(Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Pekinger
Frieden (So ist gut)
Photosession
(Weit und offen, Woher - wohin, Diese
3)
Plapperfrei
(Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Prima,
sind Ferien (Mama, mach Mam'lade)
Prinzesschen
hat geheiratet (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Pudding
mit Ketchup (Der geklaute Gameboy)
R
Radiotime
(Stück des Wegs)
Regen (Du bist schuld)
Reif (Weit
und offen, Woher - wohin, Diese 4)
Reste
(Der geklaute Gameboy)
Rezepte
(Unentdeckt)
Richtig
wichtig (Bestes Stück)
Rücken
zur Wand (Bestes Stück)
S
Schicksalsglück
(Unentdeckt)
Schlaflied
(Schlaf, mein Schatz) (Stück
des Wegs,
Woher - wohin,
Sternschnuppen, Diese 3)
Schlaflied
(Brav, dreh dich) (Igitt, da drin sind Zwiebeln,
Papa backt, Mach die
Tür zu)
Schlot (Papa
repariert)
Schlotterhosenknabe
(So ist gut)
Schneemann
(Draufgänger, Mama, mach Mam'lade,
Mach die Tür zu)
Schnurr,
Miezi, schnurr (Mama, mach Mam'lade, Mach
die Tür zu)
Schöner
Döner (Ausgeliefert)
Schon
wieder (Nix dagegen),
Schon
wieder frei (Du bist schuld, Mama, mach
Mam'lade)
Sechzehn
Nationen (Nix dagegen)
Sei still (Stück
des Wegs, Nichts ist ideal, Diese 4)
Sie in ihr (Spuren)
Sie lacht (Unentdeckt,
Diese 1)
Sie
schläft nicht gut (Bestes Stück)
So gesehen (So gesehen, Woher -
wohin, Diese 1)
So gut (Spuren)
So
ist gut (So ist gut)
So kann's gehn
(Unentdeckt)
So nah dran (Spuren,
Diese 4)
So’n
Pech für mich (Der geklaute Gameboy, Aufräum')
Sonst
nix (So gesehen, Nichts ist
ideal, Diese 4)
Sozialistengesetz (Nix dagegen)
Spekulantensong (Nix dagegen)
Spick
mich (So ist gut)
Spiel
dein Spiel (Ausgeliefert)
Sprechstunde (zum
"Jahr des Kindes") (Nicht als
Eigentum, Sternschnuppen,
Diese 4)
Spurensuche (Spuren,
Diese 2)
Spur zum Glück
(So gesehen, Woher - wohin, Diese 2)
Sternschnuppen
(Stück des Wegs, Woher - wohin,
Sternschnuppen, Mach die Tür
zu, Diese 1)
Stimme
im Ohr (So ist gut)
Stimme seines Herrn (So
gesehen, Nichts ist ideal)
Stück des
Wegs (auch engl.)
(Stück des Wegs,
Gegenseitig geschenkt,
Sternschnuppen, Setzt
euch zu mir, Diese 1)
Suchen
- Finden (Ausgeliefert)
Susanne
steigt aus (Bestes Stück)
T
Taschenlampe
im Bett (Papa repariert)
Träne
im Auge (auch engl.)
(Stück des Wegs, Gegenseitig
geschenkt, Diese 4)
Traumlied
(Ich bin groß)
Trotzige
Alte (Stück des Wegs, Nichts ist
ideal,
Sternschnuppen, Diese 4)
Tschuldigung (Spuren)
T-Shirt (Draufgänger,
Woher - wohin, Diese 1)
Tun als ob
(Ich bin groß)
Tut mir
leid (Der geklaute Gameboy)
U
U-Bahn
fahrn (Ich bin groß)
Überheblich
(Unentdeckt)
Unentdeckt (Unentdeckt, Diese 2)
V
Verklappt
(Ausgeliefert, Diese 3)
Vergessen
(Bestes Stück)
Verwirrung
(Im Handumdrehn)
Vielleicht
ist ja so (Im Handumdrehn)
Voll
dabei (So gesehen)
Vorbei (Spuren,
Diese 4)
Vorfreude (Du bist schuld)
W
Wachtraum
(Spuren)
Warnung (Du bist schuld)
Warum
beeilen (Der geklaute Gameboy)
Was
ich erzählen will (Ich bin groß)
Was ihr wisst
(Ich bin groß)
Was
ist wahr (Draufgänger, Nichts
ist ideal, Diese 3)
Was mach ich da (So gesehen)
Was muss ich noch tun (Draufgänger,
Gegenseitig
geschenkt, Diese 2)
Was
weiß ich schon (So ist gut)
Was würd ich ohne dich tun (Weit
und offen,
Gegenseitig geschenkt, Diese 2)
Weit und offen
(Weit und offen, Gegenseitig
geschenkt, Diese 1)
Wem nützt es (Spuren)
Wenn der Vorhang fällt (Nix
dagegen)
Wenn ich gehn muss (Unentdeckt,
Diese 3)
Wer
kommt (Ich bin groß, Papa backt)
Wie
geschmiert (Unentdeckt, Diese 3)
Wieso frag ich dich (Weit und
offen, Woher - wohin, Diese 3)
Will
aber (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Papa backt)
Woher,
wohin (Weit und offen, Woher -
wohin, Diese 3)
Wohin der Weg auch führt (Nicht
als Eigentum,
Gegenseitig geschenkt,
Sternschnuppen)
Womit hab ich das verdient (Du
bist schuld)
Woran
denkst du (Bestes Stück)
Wunder (Spuren,
Diese 2)
Wut so doll (Der geklaute Gameboy)
Z
Zähl
mal mit (Nix dagegen)
Zahnspange
(Mama, mach Mam'lade, Aufräum')
Zielsuche
(Im Handumdrehn)
Zu
anderer Zeit (Draufgänger)
Zuhörer
(Der geklaute Gameboy)
Unvertonte
Gedichte
Ausgewogenheit
Denkmal
Die Lichter an Weihnachten
nach Senta Schads Abschied
Fettich
HDH (für Hanns Dieter Hüsch)
Nachlass
Traditionspflege
Trost ?
Wenn
Zum Trotz
Gedichte
und Texte zum Jahresende
Das
Jahr geht rum 1989
Einheitsweihnachten 1990
Weiße Weihnacht in weißen Westen (Dialog)1994
Von Nix kommt nix (Reportage)1995
Die Lichter an Weihnachten 1998
Zehn Minuten Gedicht 2001
Schon wieder Zeit 2002
Frohe Weihnacht wieder mal 2003
Weihnachtsstimmung 2004
Gedichte
über den Weihnachtsmann
Jobsharing
Weihnachtsmann & Osterhase 1991
Der Weihnachtsmann auf Tour in Kur 1992
Der Weihnachtsmann Präsidentschaftskandidat
(Der
Kandidat - gescheit gescheitert) 1993
Glaubst du an den Weihnachtsmann? 1996
Weihnachtsstreik 1997
Weihnachtsmann ohne Dichtlust 1998
Das Weihnachtslicht 1999
Weihnachtsmann mit Frust 2000
Gerd
Schinkel
singt auf deutsch eigene Lieder
CDs
für Erwachsene:
Es gibt CDs mit Liedern
für Erwachsene in quasi chronologischer Zusammenstellung (drei
vorwiegend aus dem vorigen Jahrtausend), eine CD mit meinen besten
Liedern aus dem vorigen Jahrtausend und - als besondere
Zusammenstellung - einen Viererpack mit meinen besten Liedern.
0
- "Nix dagegen" -
eigen(sinnig)e Lieder
1
- „Nicht
als Eigentum" - eigen(artig)e Lieder
2
- „Stück
des Wegs" - eigen(willig)e Lieder
3
- „So
gesehen" - eigen(mächtig)e Lieder
4
- „Weit
und offen“
- eigen(ständig)e Lieder
5
- "Draufgänger" -
eigen(händig)e Lieder
6
- "Unentdeckt" - eigen(tümlich)e
Lieder
7
- "Du bist schuld"
- eigen(wüchsig)e Lieder
8
- "Spuren" - eigen(wertig)e
Lieder
9
- "Ausgeliefert" -
eigen(nützig)e Lieder
10
- "Bestes Stück" -
eigen(brötlerisch)e Lieder
11
- "So
ist gut" - eigen(verantwortlich)e Lieder
12
- "Im
Handumdrehn" eigen(süchtig)e Lieder
CDs in
besonderer Zusammenstellung:
die
besten eigenen
aus dem vorigen Jahrtausend :
-
"Sternschnuppen"
-
- "Schicksalsglück" -
CD mit 19 Liedern
zu meinem Buch :
„Bin
ich ihr ähnlich?"
- Adoptivtochter auf Spurensuche in Korea“ -
erschienen Dez. 2005 bei Books on Demand,
Norderstedt, ISBN 3-8334-33915-7, 260 S.,
14.90 €
Buch ist im Handel und bei mir erhältlich, CD nur bei mir
- "DIE BOX: gnadenlos
anachronistisch - aber nicht hoffnungslos" enthält meine
mutmaßlich besten Lieder:
- DIESE (1)
- AUCH DIESE (2)
- AUCH NOCH DIESE (3)
- WOHL AUCH NOCH DIESE
(4)
"- "1-fach"
Beispielsweisen
vorzugsweise auszugsweise
- "4-fach"
Beispielsweisen
vorzugsweise scheibchenweise
als
4er Box angelegt, aber auch jede CD einzeln
( erschienen 2003, thematisch sortiert mit meinen bis
dahin geschriebenen besten Liedern):
-
„Gegenseitig
geschenkt“
„Beziehungsweisen“
schönste Liebeslieder
-
„Woher
– wohin“ –
„Betrachtungsweisen“
beste Lebenslieder
-
„Nichts
ist ideal“ –
„Sichtweisen“
trotzigste Trotzlieder
-
„Papa
backt“ –
„Singweisen“
aus der Kinderwelt
Es
gibt fünf CDs mit eigenen Liedern für Kindern in
altersentsprechender Zusammenstellung sowie zwei CDs mit den besten
Kinderliedern (einmal laut, einmal leise):
CDs
für Kinder:
- "Igitt!
Da drin sind Zwiebeln" - für
Vorschulkinder
- "Ich bin groß" -
zur Einschulung
- "Papa repariert" -
für "frische" Grundschulkinder
- "Der geklaute
Gameboy" - für
erfahrene Grundschulkinder
- "Mama, mach
Mam'lade" - für
große Grundschulkinder
sowie
als "beste" Kinderlieder:
- "Aufräum'"
(laut genug)
- "Mach die Tür
zu" (leise)
|

Gerd
Schinkel
singt auf deutsch eigene Lieder
|
"SPUREN" - eigen(wertig)e Lieder
Party
Mittwoch
in der Wolkenburg,
die Post geht wieder ab.
Von 19 Uhr an Oldie-Time:
Ü 50 macht nicht schlapp.
Knie knirschen, Knochen knacksen,
manche Wade krampft,
der Schweiß rinnt und versickert,
und der ganze Saal, der dampft.
Pfunde, die zuviel sind, werden einfach mitgeschleppt.
Wenn Balu, der Bär, tanzt, dann wird hemmungslos gesteppt.
Pfunde, die zuviel sind, werden einfach mitgeschwenkt –
Beim Blues siehst du mit Lesebrille, wer dir ein Lächeln schenkt.
Die
Haare sind bei ihr mal blond,
mal schwarz, braun, rot, mal blau,
Er trägt den Scheitel breiter
oder interessantes Grau.
Der Gürtel hängt was tiefer,
denn was drüber ragt, braucht Platz.
Das breite Grinsen leicht geschenkt
bei teurem Zahnersatz..
Man wuchert mit den Pfunden und tanzt sich die Füße platt.
Und wenn die Luft mal knapp wird – Balu, der wird nicht matt.
Rezept beim Tanz gefunden, das aus der Tonne führt.
Die Lesebrille braucht man nicht, solang man noch was spürt...
Party
im Seniorenstift –
man träumt schon mal vorweg,
wie’s sein kann, wenn’s soweit ist,
ohne Horror, ohne Schreck:
Rock ’n Roll am Krückstock
was die falsche Hüfte hält.
Die Perücken festgeklebt,
Hörgeräte abgestellt...
Und die Pfunde ignoriert, die anhänglich und treu.
Wenn die Bären tanzen, bebt der Saal – das ist nicht neu.
Und falls die Nähte platzen, ist da nichts mehr, was beengt.
Die Lesebrille abgesetzt und sich einfach Spaß geschenkt...
2005
Jugendlich
Sie
rollt mit zehn ihr T-Shirt hoch
über
den Bauchnabel und sagt:
„Jetzt bin ich jugendlich."
Sie streckt den Bauch ein wenig vor,
dreht sich vorm Spiegel hin und her
und fühlt sich jugendlich.
Sie träumt davon,
dass bis dahin die Jahre schneller vergeh’n,
dass bis dahin die Jahre schneller vergeh’n,
dass die Jahre schneller vergeh’n,
bis es soweit ist…
Sie
kauft mit zwanzig sich nur T-Shirts,
die ihr Nabel-Piercing zeigen –
das ist jugendlich.
Ihr Polster rollt sich und ihr
Arschgeweih, so satt auf Speck am Heck,
das ist so jugendlich.
Sie träumt davon,
dass mit der Zeit die Polster von allein vergeh’n,
dass die Röllchen von alleine vergeh’n,
dass die Polster von alleine vergeh’n,
wenn es soweit ist…
Mit
50 reicht ihr T-Shirt grad noch
übern
Busen. Trotzig sagt sie:
„Ich bin jugendlich.“
Sie zieht den Bauch zwar reichlich ein,
das Arschgeweih am Steiß ist breit –
doch sie ist jugendlich…
Sie träumt davon,
dass sie die Zeit vielleicht so anhalten kann,
dass sie die Zeit ein wenig festhalten kann,
dass sie die Zeit noch mal zurückdrehen kann –
träumt sie dann und wann…
2005
Mach
was, Mama
Das
kannste doch nicht bringen.
Zieh dich erst mal um.
Siehst aus wie second hand
und geh vor allem nicht so krumm.
Die Jeans kannste vergessen –
die hat nicht mal ’n Schlag.
Ich kenn mich aus, glaub mir ruhig,
wenn ich’s dir doch sag.
Mama, sag doch, dass man mit ihm
so nicht ausgeh’n kann.
Mama, mach was dran, denn schließlich
ist er ja dein Mann.
Oh Papa...
Kämm
dir mal die Haare,
oder geh besser noch zum Friseur.
Jesuslatschen, weißen Socken -
was für ein Malheur.
Das blaue Sweatshirt, echt,
die Farbe ist so was von out.
Zeig mir einen, der sich so was
noch zu tragen traut.
Mama, sag ihm, dass man so doch
nicht nach draußen kann.
Mama, mach sofort was,
schließlich ist er doch dein Mann.
Oh Papa...
Die
Breitcordhose in Kackbraun,
der ganze Schlabberlook,
du merkst ja, wenn ich so was seh,
wie ich zusammenzuck’.
Der Hintern hängt, den Bauch gezwängt,
einfach grauenvoll.
Das Hemd ein Zelt, das vorn nicht hält,
was drunter peinlich schwoll.
Mama, lass ihn so nicht raus,
weil er das nicht bringen kann.
Mama, schreite ein, denn
schließlich ist er noch dein Mann...
Oh Papa...
Der
Paukerblazer mit den Lederflecken,
schmeiß ihn weg.
Der ist so was von peinlich,
dass ich mich lieber versteck.
Geh aus dem Bild, ich mag dich so
nicht mehr fotografiern.
Mama, Mama, mach was,
da muss irgendwas passiern.
Mama, geh an seinen Schrank -
er ist doch dein Mann..
Steck alles in’ Altkleidersack.
Wenn du nicht, wer soll’s dann?
Oh Papa...
2005
Aufgewacht
Aufgewacht
und die Bäume sind kahl.
Satt grüne Kronen - wann war das noch mal?
Die Blätter am Boden, die wirbelt
der Wind auf zum Tanz.
Aufgestanden - der Himmel so grau,
gelegentlich Regen, mitunter auch blau.
Das Kerzenlicht flackert und schon
zeigt der Mond fahlen Glanz –
Zeit für Besinnung, für Ruhe und auch für Bilanz.
Aufgewacht
- Blick zur Uhr: Es ist spät.
Wieder verschlafen und manches verschmäht.
Was bleibt ist nicht viel, ist im Grunde
nicht mehr als ein Rest.
Aufgestanden - der Rücken tut weh.
Überrollt von so viel, und wer mag, es versteh.
Keiner muss alles begreifen,
auch ohne Attest,
Zeit für Besinnung, für Ruhe, wenn man sie uns lässt.
Aufgewacht
und die Sonne scheint warm.
Wir haben uns beide - genug, sind nicht arm.
Noch gibt es so viel zu entdecken
und so viel zu sehn.
Aufgewacht und den Arm ausgestreckt,
und wenn du noch schläfst, dich behutsam geweckt.
Nahe Ziele sich suchen und finden
und dabei versteh’n.
Zeit für Besinnung, in Ruhe gemeinsam zu geh’n.
Aufgeweckt
– sieh die Blüten am Baum.
Reib’ den Schlaf aus den Augen, erzähl’ deinen Traum.
Und dann wolln wir seh’n, wie das Leben
es gut mit uns meint.
Aufgestanden, den Tag nicht verpasst,
Freude verschwendet und Sehnsucht verprasst –
Was immer da leuchtet am Himmel
so hell für uns scheint.
Zeit für uns beide, gemeinsam, zusammen, vereint.
2004
So
nah dran
So
viel Abstand zwischen uns,
so viel Ferne und Distanz –
so nah dran und doch weit weg,
unerreichbar, heller Glanz.
Angelockt und angezogen,
stark wirkt der Magnet,
dem niemand entgeht.
Ist das die Richtung, das der Weg,
das die Leiter, das der Steg zu dir?
So
viel Sehnen zwischen uns,
zu viel Zögern, zu viel Scheu.
So nah dran und doch weit weg –
so vertraut und doch so neu.
Angeblickt und eingesogen,
wie ein Strudel zieht,
dem man nicht entflieht.
Ist das die Richtung, das der Weg,
das die Leiter, das der Steg zu dir?
So
viel Vorsicht zwischen uns,
zu viel Stoff, zu wenig Zeit.
Phantasie auf klarem Kurs –
so nah dran und doch so weit.
Angelacht und sich verloren,
wie im Labyrinth,
dem man nicht entrinnt.
Ist das die Richtung, das der Weg,
das die Leiter, das der Steg zu dir?
2005
Geniess
Wie geht’s dir, lass mich
raten:
Du hattest einen schweren Tag
nicht nur viel zu tun, auch manches,
was dir nicht so lag.
Ärger ohne Ende,
wieder mal lief manches schief,
und dein Zorn sitzt tief.
Was
kann ich dran ändern?
Wenn ich’s könnte, würd’ ich’s gern.
Erzähl mir, worum’s geht,
dass ich dich besser kennen lern’.
Lad die Probleme bei mir ab,
bevor du sie vergisst,
wenn du bei mir bist.
Schließ deine Augen,
vielleicht hilft das, vielleicht hilft dies,
schließ deine Augen,
und dann genieß.
Was sagst du nun, wie geht’s jetzt,
merkst du, dass es besser wird?
Glaubst du, dass alles bleibt, wie’s ist,
dann hast du dich geirrt.
Du kannst, mit etwas Abstand,
die Dinge etwas anders seh’n,
und dann wird’s besser geh’n.
Vielleicht
kann ich dir zeigen,
was es sonst im Leben gibt,
was tatsächlich wichtig ist,
auch wenn man’s gern verschiebt.
Der Leben ist nur kurz –
dass man sich quält, es lohnt sich nicht.
Das stimmt so kurz und schlicht.
Nun
hast du einen andern Blick –
er strahlt und er ist klar.
Ist der Stress auch nicht vergessen,
geht er dir doch nicht mehr nah.
wenn du mich näher zu dir lässt
und in die Arme nimmst,
und selbst dein Glück bestimmst.
Kann
ich dir dabei nützlich sein,
dann will ich’s gern probier’n.
Versuchen wir’s, was haben wir
dabei schon zu verlier’n.
Ergänzen wir uns, bleibt doch
jeder selbst so wie er ist,
für eine Liebesfrist.
2005
Wachtraum
Mach
ich nur schwer die Augen auf,
wenn früh der Wecker schrillt,
hab ich aus meinen Träumen
vor mir immer noch dein Bild.
Und fall’n die Lider wieder zu,
kann ich auch nichts anderes seh’n.
Steh
ich im Bad vorm Spiegel
und erkenn mich nicht so leicht,
weil irgendeiner vor mir steht,
der nur entfernt mir gleicht,
hab ich eine Vision vor mir,
und kann ihr nicht entgeh’n.
Ich
stell mich in die Dusche,
dreh für dich das Wasser warm,
und träum im warmen Strahl,
ich hätte dich in meinem Arm,
muss dann das Wasser kalt stell’n,
denn sonst bleib ich nicht allein
im Regen steh’n.
Sitz
ich dann in der Straßenbahn
und quäl’ mich in den Tag,
begleitet mich Erinnerung,
wie ich nah bei dir lag,
und blick ich in das Fensterglas,
seh’ ich darin nur dich.
Ich
zwing mich aus dem Trugbild,
nehm’ den Alltag um mich wahr,
hör Stimmen, rieche Duft,
komm manchem im Gedränge nah,
ich schieb mich bis zur Tür durch,
und spür dabei nur dich.
Ich
steig aus, frische Luft tut gut
bei Halluzination,
geh ein paar Schritte abseits,
und da geht’s mir besser schon,
sortier meine Gedanken,
und merk, stellenweise
wird es eng für mich.
Bin
ich im Büro, wo mich
das Telefon bedrängt,
Keiner, der von mir nichts will
und sich nicht an mich hängt,
sobald ich zum Hörer greife,
kann ich dich hören, laut und klar.
Ich
les und schreibe, bis der Bildschirm
flimmert und verschwimmt,
und merke, was die Seele braucht,
sie sich ganz einfach nimmt.
Ich spür, dass du mir fehlst,
und komm dir in Gedanken nah.
Ich
trink ein paar Schluck Wasser,
überlass mich meinem Traum,
stoß’ darin mit dir an,
bin mit dir ungestört im Raum,
verlier mich in der Phantasie
und frag nicht, was geträumt ist
und was wahr.
2005
Lass
dich fallen
Lass
dich fallen – ich bin da und fang dich auf,
und wir steigen Gipfel stürmend hoch hinauf.
Wir breiten unsere Flügel aus, wenn wir ganz oben steh’n,
und doch nicht wissen, wohin wir uns dann am besten dreh’n.
Mach
den Finger nass und streck ihn in den Wind.
Sieh dich vor: Die Sonne wärmt, doch macht auch blind.
Beschatte deine Augen, wenn du in die Ferne siehst,
bevor du dich entschließt, wohin du in die Zukunft ziehst.
Schick
die Wolken vor und lass dir weisen,
auf welcher Route man am besten fliegt.
In Träumen lässt sich am bequemsten reisen,
egal wie lang der Weg, der vor dir liegt,
egal wie viel dein Handgepäck auch wiegt...
2005
Acht
grosse Lieben
Beschwingt
streift er über den Gang,
grinst verschmitzt in die Falten.
Er sucht, was er braucht und auch findet
und das hält ihn jung.
Schon weit über achtzig,
hat er sich ganz prächtig gehalten.
Auch ungefragt sagt er:
„Der Jugend von heute fehlt Schwung!
Seht
euch doch nur all die Greise hier an –
Wann lernen die, wie man lebt?
Lernt, wie man Leben erleben kann,
und nicht nach Posten nur strebt...
Keiner dürfte sein Leben so wegwerfen könn’.
Jeder sollte acht große Lieben sich gönn’...
Sein Sakko korrekt wie der Schlips,
immer flott und in Schale.
Er hat seinen Stil, den er pflegt –
einer, der auf sich hält.
Stets Kavalier alter Schule –
für ihn das Normale,
ein Gentleman, geistreich, charmant,
gewiss ein Mann von Welt.
Er
kennt das Leben und weiß, was es bringt,
hat viel erlitten, erlebt,
Pläne sind wichtig, nicht jeder gelingt,
und dass man nach Leidenschaft strebt...
Er
hat die Probleme der Menschheit
erkannt und erwogen.
Als Weltbürger denkt er global,
hat Epochen im Blick.
Vernünftig statt gläubig
hat er den Verstand nie verbogen.
Die Liebeslust lässt ihn nicht los –
genau dies ist sein Trick.
„Leben
ist Liebe und Liebe ein Muss –
Sie gibt dem Leben erst Sinn!“,
sagt er und sucht nach dem nächsten Genuss,
fühlt sich nur wohl mittendrin.
Feuer
im Herzen und Augen,
die glühen und blitzen -
sein Leben ein Flirt ohne Ende,
ein Liebesroman.
Ein Hunger, der ungestillt bleibt,
der lässt keinen still sitzen.
Wenn andere aufgeben,
fängt es für ihn grad erst an.
Chancen
sich suchen und etwas riskier’n,
immer das Glück im Visier.
Zeit nicht verplempern, was soll schon passier’n,
und leben, grad jetzt und grad hier.
Niemand dürfte sich einfach so wegwerfen könn’
Jeder sollte acht große Lieben sich gönn’.
2005
Intensiv
Lass
uns Undenkbares denken
und das Unglaubliche spür’n,
Unerschwingliches uns schenken,
uns in Unendlichkeit entführ’n,
wo wir beide uns genügen,
uns nichts ablenkt, uns nichts fehlt,
wir uns ineinander fügen,
eins sind und nur eines zählt...
Wir erleben unser Leben
intensiv wie nie zuvor,
wenn wir uns gegenseitig geben,
schwör’n, was keiner jemals schwor...
Lass
uns Unsichtbares finden,
Unerklärliches versteh’n,
was unbezwingbar überwinden,
was unvergesslich wieder seh’n.
Wenn uns nur Gefühle leiten –
was erwartet uns am Ziel,
zu dem wir fliegen, schweben, gleiten,
nebenbei im Liebesspiel...
Wir erleben unsere Liebe
intensiv wie nie vorher,
dass kein Platz mehr übrig bliebe
für alles, was entbehrlich wär’...
Lass
uns Unmögliches wagen,
Unvergängliches verzehr’n,
Unbeschreibliches erfragen,
Unerreichbares begehr’n,
von Behutsamkeit gehalten,
leidenschaftlich mit Geduld,
zärtlich Phantasie entfalten,
ohne Reue, ohne Schuld.
Wir erlieben uns das Leben –
intensiver geht es nicht,
wenn wir uns mit uns umgeben
und uns nicht der Traum zerbricht.
2005
Spurensuche
Alte Freunde
seh’n, voreinander steh’n,
alt, so wie man selbst – was bleibt ohne Spur?
An die Brust gedrückt, gut am Bauch bestückt,
deutlich anders die Frisur.
Was
hat sich getan? Sag doch, fang
schon an...
Leben auf manche Art – nichts geht ohne Spur...
Was ist dir widerfahr’n? Was hast du getan?
Wir schau’n jetzt nicht auf die Uhr.
Einer zieht sich aus dem Sumpf – Andere zieht’s erst hinein.
Mancher legt sich auf den Bauch – Mancher legt andere rein...
Was alles so passiert, wenn man sich aus dem Blick verliert...
wer zieht die Fäden, die das Schicksal doch sortiert...
Uwe
hat sein Büro, Hans wehrt sich sowieso,
einer hier, der andere dort, verliert sich manche Spur.
Uli ist Rechtsanwalt, Bicki besucht mich bald –
Der Mensch stellt Fragen von Natur.
Wolfgang
bangt um den Job, Wilfried war ziemlich grob.
Vergisst, behält man viel – was führt auf falsche Spur.
Birgit fand wieder heim, Frank ging auf den Leim,
und manch Schicksal bleibt obskur.
Mancher
trifft das große Glück – Andern geht’s aus dem Weg,
manche kriegen nichts geschenkt – mancher braucht einen Steg.
Was alles so passiert, wenn man sich aus dem Blick verliert...
wer zieht die Fäden, die das Schicksal doch sortiert...
Gerd
ging zu Mannesmann, Ralph gab die Jusos dran,
Ines beim Parlament – wie verläuft die Spur?
Monika Anwältin, wo sind die andern hin?
Kein Weg geht noch mal retour.
Jean
übersetzt manch Wort, Fine im Wein-Export,
Richard blieb beim Blues – verschieden manche Spur.
Jutta im grünen Zank, Wolfgang verließ die Bank,
jedem anderes widerfuhr.
Was war richtig, was verfehlt? Besser weiß man’s hinterher,
beisst sich durch, so weit es geht, und merkt, es geht nicht mehr.
Was alles so passiert, wenn man sich aus dem Blick verliert,
wer zieht die Fäden, die das Schicksal neu sortiert.
Gisbert
ist Romancier, Gaby in Übersee,
Steffen beim Radio – wo beginnt die Spur?
Chirurg ist Tom schon lang, Gilla mit Bühnendrang –
Manches Ziel verfolgt man stur.
Siggi
hat Shakespeare gern, Annette ging zum Stern,
Stefan im Pflegeheim – was verrät die Spur?
Suse Versicherung, Paul hält der Jazz in Schwung –
Lebenswege mit Kontur.
Mancher
neidisch, mancher gönnt – mancher ist nur frustriert
Mancher gibt niemals auf – ein anderer resigniert.
Was alles so passiert, wenn man sich aus dem Blick verliert –
Wer wählt die Fäden, die er jedem zusortiert?
Alles
so lange her – Lilli lebt nicht mehr,
in Beirut abgeknallt – von jedem bleibt ne Spur.
Von Ingo nichts gehört, von Herbert ungestört,
der Rückblick wird zur Inventur...
Tina für Eltern
spricht, Almut gibt Unterricht –
den Bruch mit ihr verschmerzt – tief geht manche Spur.
Birgit macht Lehrer fit, Kurt macht mit Holz sein’ Schnitt,
Manchmal beutelt Leben pur.
Mancher scheitert – wer gewinnt? Mancher hält die Ohren steif,
und bei andern geht’s nie los -, manche sind schließlich reif.
Was alles so passiert, wenn man sich aus dem Blick verliert...
wer zieht die Fäden, die das Schicksal ignoriert...
Tiefer
Blick ins Glas, über wie viel wächst Gras,
manches nur verschwimmt, oft bleibt eine Spur.
Weit zurück gelehnt, und die Brust gedehnt,
und dann doch der Blick zur Uhr.
Manch
Klippe gut umschifft, wer weiß, wen es noch trifft,
wer durch die Brandung muss, wer Kurs hält in der Spur.
Alex macht Landwirtschaft, Martina gibt mir Kraft,
so steh ich hier als Troubadour.
2005
Sie
in ihr
So
wie sie wollt’ sie nie werden,
hatte sie sich oft geschwor’n.
Nicht die Schwächen, die Beschwerden –
versucht, versagt, verlor’n...
Sie schaut sich in die eig’nen Augen,
sieht, wie sie ihr entgegenblickt:
Das gleiche Kinn, die gleiche Nase
erkennt sie und erschrickt.
Nie
war sie die beste Freundin.
Für jeden immer, doch nie für sie da.
Im Streit oft aneinander hochgestiegen,
bis es kaum noch zu ertragen,
bis es kaum zu reparieren war..
So
wie sie wollt’ sie nie leben –
auf jede Weise, nur nicht so.
Bloß kein Heucheln, Gott ergeben –
sie lief, sie rannte – floh...
Heute merkt sie immer wieder,
wie viel von ihr in ihr steckt:
gleiche Gesten, gleiches Wesen –
sie reagiert erschreckt.
Immer
nah, so nah im Nacken,
fest ihr Griff, ihr Standpunkt klar.
Mit Macht gespielt – Ohnmacht vorgespiegelt,
bis es kaum noch zu ertragen,
kaum noch mit zu leben war.
So
wie sie wollt’ sie nicht bleiben,
anders werden, anders sein,
Ähnlichkeiten
untertreiben,
sich so von ihr befrei’n.
Sie steckt in ihr tief in den Poren –
keiner kann aus seiner Haut.
Kein Leben lässt sich wiederholen,
kein Schicksal wird durchschaut.
2005
Domina
Ruth
hat lieber mit Jungs gespielt,
als Cowgirl gern mit dem Colt gezielt,
und stand mal einer am Marterpfahl,
war’s ihr egal, fand sie normal.
Sie hat sich nicht lang rumgequält,
wusste, dass nur Kameradschaft zählt.
Die wollt’ sie und wollte mehr,
drum ging sie zur Bundeswehr.
Der
Drill hat sie nicht abgeschreckt.
Den hat sie locker weggesteckt.
Kantinenfraß und Zählappell –
Harmlos, man gewöhnt sich schnell.
Hat sich in Uniform wohl gefühlt,
hat sie auch mal im Dreck gewühlt,
alles klar – gefiel ihr sehr,
Rekrutin sein bei der Bundeswehr.
Die
Schule der Nation, seht her:
da lernt man viel und noch viel mehr,
in Coesfeld, Ahlen, Nienburg, Kempten,
spiel’n sie Foltern, die Enthemmten.
Soldaten soll’n gewappnet sein –
Vor’m Anti-Terror-Kampf übt man Terror ein.
Holt Lynndie England als Fachfrau her
Die kann noch viel mehr.
Ruth
hat höllisch aufgepasst
und sich gerne angepasst:
Fesseln, anbrüll’n, schikanieren,
beleidigen, mit Strom traktieren,
so hat man viel Spaß dabei,
mit harten Jungs, kein weiches Ei.
Da war ihr Platz – was wollt sie mehr –
mitten in der Bundeswehr.
Einer
hat nicht mehr mitgemacht –
Was hat er sich dabei gedacht?
Die Presse spielt total verrückt,
Minister tobt, ist nicht entzückt,
denn wie konnte das passier’n?
Wir woll’n nicht unsern Ruf riskier’n.
Die Schleifer will doch keiner mehr
hier in der Bundeswehr.
Ruth
war clever, war auf Draht,
hat ’ne Menge Sold gespart,
investiert in schicke Sachen –
und so kann sie Freude machen:
Ketten, Handschell’n, Peitsche, Stock,
Lederstiefel, Latexrock,
Ruth verdient mit der Rute mehr,
als Domina bei der Bundeswehr,
als Domina bei der Bundeswehr.
2004
Aussen
Vorbei
Weg
all die Waren, verwaist der Laden,
alle Regale, die Kasse – leer.
Kühltruhen abgetaut, die Stände abgebaut –
Feierabend – hier gibt es nichts mehr.
Kein Gruß in den Tag hilft dem, der früh vorbeihetzt:
„Auf geht’s“ – und die Straßenbahn dreht.
Außen vorbei – Blick zurück, niemand winkt mehr –
und Spurt, weil die Bahn nicht lang steht,
nicht ewig hier steht...
Der
Laden gähnt und die Kundschaft jammert –
die Türen vorne und hinten sind dicht.
Kein kurzer Weg mehr grad vor bis zur Ecke,
wo man noch schnell was bekommt und bespricht..
Kein Gruß stoppt den Stress dem, der abends sich heimschleppt.
Geschafft – und die Straßenbahn steht.
Außen vorbei, Blick hinein, keiner winkt mehr –
die Straßenbahn quietscht, wenn sie dreht,
bis sie wieder steht.
Was
bleibt von außen – ein anderer Laden, doch
innen drin ist nichts mehr so, wie es war.
Die Zeit geht weiter und lässt nichts bleiben –
das Viertel lebt, Tag um Tag, Jahr um Jahr.
Und zwei, die Jahrzehnte die Kundschaft ernährten,
bewährt, wie die Straßenbahn dreht,
verlassen den Laden – es scheint so, als ob grad
die Zeit mit der Straßenbahn steht,
einen Augenblick steht.
Verdient
der Ausstand – ein Abschnittsende ist
ein Neubeginn und noch lange kein Schluss.
Von außen mag es vielleicht so ausseh’n, doch
wer weiß, was kommt, wenn’s doch weitergeh’n muss.
Der Winter ist freudlos, von außen betrachtet.
Steig ein, wenn die Straßenbahn steht.
Im Frühjahr wird’s bunt. Alles wird immer anders –
auch dass sich die Straßenbahn dreht –
die Straßenbahn dreht.
2004
Klare
Ansage
Macht
man dies oder das, oder wie oder was?
Denk mal nach, aber mach dir kein’ Kopp.
Wer ist da oder weg – hat es überhaupt Zweck?
Ist egal. Frag erst mal lieber ob.
Geht
es hü oder hott, bleibt am Ende nur Spott,
oder Hohn nur als Lohn oder Krach.
Kann man so oder so, überhaupt sowieso
noch einmal: Ist egal, was ich mach.
Vielleicht
der oder die, oder wer oder wie –
immer ran – jeder kann aber nicht.
Mach kein Stress, warte ab, wird es dadurch auch knapp
wird schon gehen, wirste sehn – klare Sicht.
Hin
und her, her und hin, mal weit draußen, mal drin,
so bequem, mit System, irgendwie…
Gestern so, anders heut – jede Abwechslung freut,
sei gespannt, spiel gebannt Lotterie.
Wird
gemacht wie gesagt – wieso noch lang gefragt –
alles klar, wunderbar, kein Problem.
Sicherheit ist ein Glück, lehn dich einfach zurück –
einer lenkt, keiner denkt – angenehm…
Ist
der Durchblick getrübt, wird ganz einfach geübt,
nicht verwirrt rumgeirrt, nicht gezuckt.
Irgendwann, vielleicht bald, hat’s der letzte geschnallt,
und dann mehr eher leer nur geguckt.
Und
es geht wie es geht, wie der Wind gerade weht.
Aus der Norm kommt die Form der Struktur.
Direktiven verbürgt, Diskussion abgewürgt,
gut geführt, dass man’s spürt – Lenkung pur.
Alles
nur Phantasie – so was gibt es doch nie,
sagt denn wer, dass’ so wär’ – wär’ gemein.
Wer behauptet das denn, könnte Zoff geben, wenn,
weil’s nicht stimmt, ganz bestimmt, kann nicht sein.
2005
Tschuldigung
Du
forderst Loyalität – bin ich Loyalitäter?
Nicht dein Werkzeug – lieber dein Verräter.
Kann’s nicht ändern, deinen Zorn verstehn,
doch will ich auch noch morgen in den Spiegel sehn.
Du lässt dich gern hofier’n – solltest Höflinge suchen.
Was du kannst, ist nur niveaulos fluchen.
Dein Anstand klemmt – ist das dein eigener Stil?
Nur ein’ Tag länger bei dir ist ein Tag zuviel.
Du denkst, du hättest mich am Nasenring –
’tschuldigung, wenn ich dich jetzt zur Weißglut bring.
Du
sprichst mir Kompetenz ab, du als Inkompetenter,
spielst dich auf, als führtest du Regimenter.
Schrei nur rum, solang du dir verkneifst,
andere zu belehren, weil du nichts begreifst.
Du willst Respekt, bist nicht die Spur respektabel,
Format? Kein’s da. Dein ganzer Auftritt blamabel,
kannst ei’m Leid tun – mein Mitleid ist begrenzt –
ich leg auch keinen Wert drauf, dass du mich noch kennst.
Du meinst, du könntest mich am Halsband führ’n –
’tschuldigung – ich lass dich deinen Zorn gern spürn.
Du
bist von dir überzeugt, hältst dich für unwiderstehlich.
Was du bist? Auf jeden Fall zu wenig.
Was du tust – raus kommt doch nur Mist,
für den nur du verantwortlich zu machen bist.
Hältst dich für kollegial – machst dich cholerisch wichtig,
zeigst die Richtung, doch die ist nicht richtig.
Gut beschützt tust du, was dir gefällt,
und dafür kriegst du auch noch einen Haufen Geld.
Du glaubst, du hättest mich in deiner Hand –
’tschuldigung, dafür reicht nicht dein Verstand.
2005
Wem
nützt es?
Ob
du bleibst oder gehst, wann du fliehst oder stehst,
dich versteckst, dich verdrehst entscheidest du allein.
Ob du träumst oder wachst, wann du weinst, wie du lachst,
was du treibst oder machst – wer redet dir da rein?
Wer rückt dir auf die Pelle, kaut dein Ohr dir ab,
will doch nur „dein Bestes“ – aber gleich…,
lässt sich nicht vertreiben, macht nicht von selber schlapp,
hart und stur, und gibt sich doch gern weich…
Was
du glaubst, was du denkst, was erhoffst, woran hängst,
wen du liebst und beschenkst, was geht das andere an?
Was du meinst, was du sagst, wann du singst, wie du klagst,
wen du hasst, wen du magst – du weißt es irgendwann.
Wer geht dir auf die Nerven und raubt dir deinen Schlaf
und sagt, dass er doch nur „dein Bestes“ will…
Hast du ihn aufgefordert? Gesagt, dass er es darf?
Fahr ihm über’n Mund, dann ist er still…
Wie
du lernst, wie du lebst, wo du wohnst, woran klebst,
wann du stöhnst oder bebst – wem nützt es, wenn er’s weiß?
Wo du schläfst, was du trinkst, wem du fluchst, wohin winkst,
wem was nimmst oder bringst, wer schnüffelt so mit Fleiß?
Wer reicht dir nicht das Wasser und plustert sich bloß auf,
will „dein Bestes“ nur aus eigner Gier.
Klopf ihm auf die Finger, rutsch ihm den Buckel rauf –
dann spürst du seinen Nacken unter dir.
2005
So
gut
Ach
wie gut, wenn man mit keinem teilen muss,
nirgends sich beeilen muss, bei niemandem verweilen muss...
wunderbar, wenn man sich verstecken kann,
seine Wunden lecken kann, andere erschrecken kann...
supergut, wenn man stets zu essen hat,
alles im Ermessen hat, was man zu vergessen hat...
Gut,
wenn man nichts bedenken muss,
anderen nichts schenken muss, für keinen sich verrenken muss...
wunderbar, wenn man sich selber ehren kann,
andere belehren kann, alles frei begehren kann...
supergut, wenn man zu entscheiden hat,
was man zu vermeiden hat, gar nichts zu beeiden hat...
Gut,
wenn man nur Fahnen hissen muss,
dabei nicht alles wissen muss,
und trotzdem nichts vermissen muss,
wunderbar, wenn man alles kriegen kann,
immer oben liegen kann, natürlich immer siegen kann...
supergut, wenn man nichts zu verschweigen hat,
sich nicht zu verneigen hat, genügend vorzuzeigen hat...
Gut,
wenn man nichts mehr lernen muss,
nirgends sich entfernen muss, auch nicht zu den Sternen muss
wunderbar, wenn man nicht verlieren kann,
allen imponieren kann, andere inhaftieren kann...
supergut, wenn man nicht zu bezahlen hat,
genügend, um zu prahlen hat, und nirgendwo Rivalen hat...
Gut,
wenn man nicht mehr reifen muss,
gar nichts mehr begreifen muss, und sich nichts verkneifen muss.
Wunderbar, wenn man sich immer wehren kann,
sich um gar nichts scheren kann, und jedermann belehren kann...
supergut, wenn man genug zum Leben hat,
wenn man nie schwer zu heben hat, und keinem was zu geben hat.
Gut,
wenn sich keiner schämen muss,
und sich keiner grämen muss, keiner sich benehmen muss...
wunderbar, wenn man immer wählen kann,
und davon erzählen kann, und auch andere quälen kann...
supergut, wenn man nichts zu ertragen hat,
man nicht lang zu fragen hat, man der ist, der zu sagen hat...
gut, so gut, saugut, so gut, gut, gut, gut...
ist ja gut, ist ja gut, schon gut, jetzt ist aber wirklich gut..
oder nicht, echt nicht, oder doch,
oder nicht oder doch oder nicht oder doch...
2005
Wunder
Wo
kommt das her? Wo führt das hin?
Wer kann’s erklär’n und sieht
hinter allem den Sinn?
Was ist passiert? Wie soll das geh’n?
Wer weiß wie lang, und wer kann
das alles versteh’n?
Fragen entsteh’n
aus jeder Antwort, die du gibst.
Bleibst du bei mir?
Sag mir nur, dass du mich liebst...
Soviel
ist fremd, wohin du siehst.
Sag, was dich anlockt, und sag mir,
wovor du fliehst.
Nimm’s wie es kommt und mach was draus.
Es liegt nur an dir – wenn du’s willst,
dann hältst du es aus.
Kraft wächst nach
bei jedem Kampf, den du bestehst.
Ich bleib bei dir,
ganz egal wohin du gehst.
Wann
sind wir da? Wo ist das Ziel?
Wie seh’n wir aus? Liegt vor uns
noch immer so viel?
Was woll’n wir tun? Wer hält uns auf?
Was kann uns hindern und wo
warten wir drauf?
Das Lachen bleibt wach,
solang man träumt und hofft und liebt.
Nimm jeden Tag
als Geschenk, das man dir gibt.
2005
Vorbei
Nass
wie ein Pudel, noch eh der Regen fällt.
Schon geliefert, obwohl doch nicht bestellt.
Abgeerntet, dabei gar nicht gesät –
Begonnen früh genug – doch am End zu spät.
Die Chance gesucht, die es nie gegeben hat.
Den Traum beerdigt - auf dem Teppich steh’n anstatt.
Nüchtern Bilanz gezogen, fröstelnd - aber frei –
Und unterm Strich bleibt:
Noch eh es richtig losging, ist’s vorbei.
Schüttelfrost
lang bevor das Fieber steigt.
Nichts mehr zu sagen, noch eh man betreten schweigt.
Ausgedörrt vom Durst, der lang schon nicht mehr brennt.
Leer der Blick, der starr ist und nichts mehr erkennt.
Abgehakt die Hoffnung, die zu lange trog.
Den Strick gekappt, der in’s Ungewisse zog.
Mit sich selbst hadernd, denn nichts ist einerlei,
wenn unterm Strich bleibt:
Noch eh es richtig anfing, war’s vorbei.
Den
Zug verpasst, der, wie sich zeigte, gar nicht fuhr.
Die Zeit verschwendet – viele Stunden stand die Uhr.
Licht gescheut – und dann im Schatten arg gefror’n.
Gewonnen an Erfahrung – aber sonst verlor’n.
Verbrannt am Sand, der zu heiß durch die Finger rinnt.
Zu lang die Sonne angestarrt und folglich blind.
Gestolpert, aufgestanden, Trotz gezeigt dabei,
wenn unterm Strich sich zeigt:
Noch eh es richtig losgeht, ist’s vorbei.
2005
Dreh
dich einfach
Dreh dich einfach
um und geh,
glaub nicht, mir tut’s nicht weh,
wenn ich dich nicht mehr seh.
Weit, in einer anderen Zeit,
da wurzelt mancher Streit,
der uns heut so entzweit.
Ein Keil ist
zwischen uns getrieben,
der tief und immer tiefer dringt.
Was uns noch unzerstört geblieben,
uns kaum noch eine Rettung bringt.
Red nur, wenn es
wirklich geht,
sag nicht, wie’s um uns steht –
es ist ja doch zu spät.
Halt den Abstand und geh bald,
es kommt ja so geballt –
zerreißt uns mit Gewalt.
Was haben wir uns
noch zu sagen?
Ist es nicht besser, wenn man schweigt?
Was haben wir nicht mehr ertragen?
Und was uns viel zu oft gezeigt?
Sieh mir nicht
nach, wenn ich flieh,
wenn ich mich dir entzieh,
weiß ich auch noch nicht wie.
Schwer fiel es mir umso mehr,
stellt’ ich mir vor, wie’s wär’,
kämst du mir hinterher...
Wir haben uns für
uns verloren,
Nur dies bleibt uns noch einzusehn.
Ein neuer Start, wie neu geboren,
so kann’s nur sein, wenn wir jetzt gehn...
2005
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