"Stück des Wegs"

eigen(willig)e Lieder 

1 Midlife-Krise
bei einem schlägt sie früher, bei anderen später zu, mit unterschiedlichen Symptomen, aber durch muss wohl jeder ... geschrieben 1980

2 Stück des Wegs
als mir vor Jahren ein junger Mann sagt, dies sei das schönste Liebeslied, das er je gehört habe, hat mich das gefreut und verwirrt. Es ist nur der Versuch, viel, aber nicht zu viel zu versprechen... geschrieben 1980

3 Leben

besteht aus einer Abfolge von Herausforderungen, die nicht immer angenehm sind und gelegentlich nur mit einer gehörigen Portion Trotz bewältigt werden können...  Geschrieben 1979 auf dem Beifahrersitz während einer langen konzentrierten Autofahrt von Nordfriesland nach Stuttgart, die nahezu schweigsam verlief. Ich weiß nicht, was sonst herausgekommen wäre... (Danke, Martina) Es gab auch schon mal eine rockmusikalische Version mit anderer Vertonung, die Anfang der achtziger Jahre in meiner Rockband „Krise“ verwendet wurde. Es gibt Monate, Wochen, Tag, Stunden und Minuten, da helfen mir sogar eigene Lieder, um mich aus Stimmungsuntiefen zu heben und erodierte Kräfte im Inneren neu zu bündeln. Nicht jede Herausforderung, der man sich im Berufsleben zu stellen hat, muss ja eine selbstgewählte sein. Ich konnte mir eine schwierige berufliche Lebenssituation dadurch erträglicher machen, dass ich sie mir - ich war nicht bei der Bundeswehr - als verspäteten "Wehrdienst" schönredete:  Ich sah mich genötigt, mich ständig zu "wehren",  nicht zuletzt gegen "Kasernenhofton". Die letzten beiden Zeilen des Liedes halfen  - mir jedenfalls - dabei, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass die Selbstachtung bewahrt blieb.

4 Träne im Auge

als wir Anfang der achtziger Jahre in Kornwestheim wohnten, habe ich gelegentlich mit Sabine Bloehs, einer jungen Schülerin mit süßer Stimme, Musik gemacht. Sie sang einige meiner Lieder und Übersetzungen und kam eines Tages mit der Refrainzeile, die sie irgendwo gelesen hatte und elektrisierend fand. Daraus entstand dann dieses Lied, etwa 1981...

5 Auf Reisen

Von Bert Jansch ist das Lied "Needle of Death". Er schrieb es in den 60er Jahren - ein beeindruckender Song mit ebenso beeindruckender Picking-Begleitung. Mein Text "Auf Reisen", der die selbe Thematik aufgreift, ließe sich auch auf die Melodie des Jansch-Liedes singen. Ich hab dann später noch eine eigene Melodie gemacht. Mit ihr und der entsprechenden Begleitung lässt sich die Wut über die Ohnmacht stärker ausdrücken. 

6 Krieg der Knöpfe
ist eine Fortschreibung der zu Zeiten der Friedensbewegung Ende der siebziger Jahre gelegentlich geführten Diskussionen über die Verwerflichkeit von Kriegsspielzeug. Hier geht es um Bildschirmspiele, in denen Krieg simuliert wird. Geschrieben Anfang der achtziger Jahre...

7 Komm' Se raus

als die Mauer 1989 gefallen war, wollten im zusammengebrochenen deutschen Osten auf einmal alle, die meinten, ungeschoren davon kommen zu können, eine weiße Weste haben. Nicht wenige drängten nach zu kurzer Schamfrist erneut in Ämter und Würden... geschrieben Anfang der neunziger Jahre.
Ergänzend zu all den Sonntagsreden um die deutsche Einheit kann nicht deutlich genug an die vielen Einheitsgewinnler mit verfleckter Weste erinnert werden, an die Wendehälse innerhalb und außerhalb der Blockflötenparteien, mit oder oder Stasi-Decknamen, die es nicht nur verstanden hatten, sich im real-existierenden -ismus profitabel einzurichten, sondern es ebenso geschafft haben, korrupti-wupp auch im Einheitsland ihre "Überlebens-Qualitäten" unter Beweis zu stellen. Verstecken, vielleicht gar auch Schamgefühl, ist ihre Sache nicht. Wozu auch, wenn schon der Einheitskanzler keinerlei Fähigkeit zum Unrechtsbewusstsein nach Rechts- und Verfassungsmissachtung  zu zeigen vermochte... Man schenkt sich nichts und ist von einem Kaliber... 

8 Das Recht ein Mensch zu sein
war das Thema einer Veranstaltung von „amnesty international“, zu der ich 1978 in Bonn als beitragender Liedermacher eingeladen worden war. Es ging um eine Kampagne gegen Folter und Todesstrafe. Amnesty befasste sich mit der Frage, was das Recht, ein Mensch zu sein, gelte - und zwar weit weg in anderen Ländern. Ich hab mit dem Lied versucht, die Kurve nach Hause zu kriegen, und dann auch noch im Frühjahr 2005 - nach der würdelosen Auseinandersetzung um den Tod von Terry Schiavo und der wieder aufkommenden Diskussion um eine Rückkehr zur Wehrpflicht in den USA, weil sich nicht genug Freiwillige für den Kriegseinsatz im Irak meldeten - einen Versuch der Aktualisierung unternommen...

9 Epitaph für Rudi Dutschke
Das Lied versucht in verkürzten Schlagzeilen die Lebensgeschichte der " 68er-Ikone" in Erinnerung zu rufen, jeweils unterbrochen von der Frage, ob nach seinem Tod ( als Spätfolge des Attentats von Gründonnerstag 1968, als ein aufgehetzter Leser der BILD-Zeitung den Wortführer der außerparlamentarischen Opposition auf dem Kuhdamm in Berlin mit drei Kugeln niedergestreckt und lebensgefährlich verletzt hatte) wirklich alles vorbei sein kann... geschrieben Ende der siebziger Jahre.

10 Sei still
Anfang der achtziger Jahre bekamen wir Kontakt zur Ludwigsburger Arbeitsgruppe von „terre des hommes“, einer Nichtregierungsorganisation, die sich nach Art einer Bürgerinitiative der Hilfe für ausgewählte Projekte in ärmeren Ländern widmet. Nachdem wir - Martina und ich - dort „eingestiegen“ waren und über diese Organisation auch unsere Kinderwünsche per Adoption erfüllen wollten, wurde ich auch in den Bundesvorstand gewählt, in dem ich drei Jahre nach Kräften mithalf, die Ziele des Vereins zu erreichen. Nebenbei entstand dieses Lied Mitte der achtziger Jahre...

11 Logik

die Zusammenhänge zwischen Ursache und Wirkung liegen oft deutlicher auf der Hand, als es denjenigen lieb ist, die die Ursachen zu verantworten haben. Beispiel: Der Bau von Atomkraftwerken und der Widerstand derjenigen, die im Schatten der Kühltürme leben sollen, ohne dass man sie gefragt hätte, ob sie dies wollen... Dann geriet Joschka Fischer ins Visier derer, die sich selbst als "APO-kalyptische Reiter und Rächer begreifen und die die Wut gegen nachkriegsdeutsche Restauration für schlimmer erachten als die braune Kontinuität in Behörden und Gerichten. Wann Widerstand durchaus nachvollziehbar werden kann, soll dieses Lied verdeutlichen. geschrieben Ende der siebziger Jahre, gab es in der Rockphase der „Krise“ musikalisch eine andere Version...

12 Frieden

Nicht schlecht, so ein Friedensnobelpreis in unfriedlichen Zeiten. Ein Abkommen zur Beilegungen von Gewalttätigkeiten - auch nicht übel. Ein Vertrag, damit man sich verträgt - weshalb sonst. Aber wie verträgt sich so ein Vertrag zur Regelung von Friedensfragen mit unfriedlichen Lebenszeichen allenthalben? Lügt man sich in die Tasche und nimmt einfach eine unfriedliche Welt für friedlich? Bitte jetzt nicht falsch verstehen: der Wert von friedensstiftenden Schritten - egal, ob schriftlich fixiert oder nicht, auch Versuche sind schon mehr als nichts - soll nicht bestritten werden. Aber 
wenn denn dann erreicht wird, dass Waffen schweigen, keine Kugeln mehr fliegen oder Granaten und Bomben mehr explodieren, dann - fängt die "Friedensarbeit" eigentlich erst an, oder? 
Der Text sollte die damalige „Friedensbewegung“ in ihrer „Friedensbesoffenheit“ ein wenig ernüchtern, und zwar mit der Fragestellung, wo denn Frieden überhaupt zu finden ist und schließlich auch vorstellbar oder zu rechtfertigen wäre... geschrieben Anfang der achtziger Jahre. Meine Rockgruppe „Krise“ hatte zunächst eine andere Melodie zu diesem Text, und dann bekam die neue Melodie auch noch einen anderen Text, so dass am Ende das Lied wieder in der ursprünglichen Fassung zurück blieb...


13 Radio-Time

zum eifrigen Radiohörer wurde ich schon in früher Jugend - Fernsehen kam erst spät ins Haus. An Programme gewöhnt, die mich unterhalten und informiert haben, fiel es mir schwer, mich mit Rundfunkwerbung abzufinden. Bereits in meiner süddeutschen Zeit (zwischen 79 und 85) hielt ich das, was die in Stuttgart ansässige öffentlich-rechtliche Anstalt in ihren populären Programmen den Hörern an Werbung zumutete, für Körperverletzung. Ich habe meinen Frust in eine Vision kanalisiert, die allerdings inzwischen wohl längst weitgehend von der Realität überholt wurde... geschrieben Anfang der achtziger Jahre, war der Song zwischenzeitlich auch in anderer musikalischer Version im Repertoire meiner Rockgruppe „Krise“...

14 Journalisten

nach Abschluss meines Jurastudiums an der Uni klappte ich dieses Kapitel zu und begann ein Volontariat bei der Kornwestheimer Zeitung. Während dieser Ausbildung hatte ich die Gelegenheit, auch mal die Arbeitsweisen der Redaktionen einer großen, überregionalen Zeitung zu erleben und war sechs Wochen bei den „Stuttgarter Nachrichten“. Mein Eindruck: Es sind jede Menge Paradiesvögel in dem Metier. Beispiel: Anfang der achtziger Jahre, auf dem Höhepunkt der Auseinandersetzungen in Polen um die Gewerkschaft Solidarnosc, veranstaltete die ÖTV einen „Tag der Polen-Solidarität“, bei dem auch der gewichtige Gewerkschaftsboss Heinz Kluncker gewichtige Worte verlor. Was er genau sprach, darüber informierten am folgenden Tag die (im selben Verlag erscheinenden, daher Meinungsvielfalt gewährleistenden) ortsansässigen Zeitungen, die hochkarätige Reporter hingeschickt hatten. In der „Stuttgarter Zeitung“ schrieb der Lokalchef etwa sinngemäß: „Kluncker sagte, wer über die Situation in Polen klage, müsse genauso deutliche Worte der Kritik über die Zustände in El Salvador oder in der Türkei finden.“ In den „Stuttgarter Nachrichten“ zitierte der Politikchef in seinem Artikel den ÖTV-Boss so: „Wer über die Zustände in El Salvador oder in der Türkei klage, müsse ebenso deutliche Worte über die Situation in Polen finden.“ Verwirrt über diese Vielfalt in der Darstellung griff ich zur „Frankfurter Rundschau“, die auf das Korrespondentenangebot der Deutschen Presseagentur zurückgegriffen hatte. Dort stand nun: Kluncker sagte: „Wer über die Situation in Polen klage ... Und wer über die Zustände in El Salvador oder in der Türkei ...“ Vermutlich war es, so war meine Überlegung, eine Folge der Hektik in diesem Beruf, dass die Reporter der beiden Stuttgarter Blätter jeweils den einen oder den anderen Aspekt weggelassen hatten - mehr wollte ich nicht unterstellen. Um der Hektik Ausdruck zu verleihen, die in diesem Beruf steckt, komponierte ich zu dem Liedertext eine Polka. Geschrieben 1980.

15 Gelage

entstand aus der Übertragung eines Liedes von Tom Paxton, wobei dann doch durch anderen Zeilenfall und neue Melodie ein eigenes Lied herauskam - zur Unterhaltung, nicht zur Aufklärung...(dies zur Aufklärung...) geschrieben Mitte der achtziger Jahre

16 Trotzige Alte

inspiriert durch den Journalisten Axel Eggebrecht, der in einem Buch die gesellschaftliche Wirklichkeit der Bundesrepublik durch „zornige Alte der Republik“ kritisieren ließ, und ebenso inspiriert durch die Beteiligung so vieler prominenter und unbekannter Senioren an den Demonstrationen und Blockaden vor Raketenlagern oder Kernkraftwerken. Geschrieben 1979, hielt ich es in den achtziger Jahren für das wichtigste Lied in meinem Repertoire.

17 Ohne Gebiss
In meiner beruflichen Zeit als politischer Bonner Hörfunk-Korrespondent (zwischen 1988 und 1994) gehörte es zu meinen Aufgaben, die Hörfunkübertragungen wichtiger - oder vermeintlich wichtiger - Bundestagsdebatten als verantwortlicher Redakteur zu begleiten. Ab und zu musste ich dann auch in die Kabine, um bei einem Rednerwechsel anzusagen, wer gerade geredet hatte und wer als nächster ans Mikrofon treten würde. Als ich einmal eine Debatte begleiten musste, die an Langeweile kaum zu übertreffen war, habe ich mich damit aus der Lethargie gerettet, dass ich mir vorgestellt habe, alle, die da eine Rede hielten, hätten keine Zähne... Der Nachmittag war gerettet... und so entstand oben stehender Text. geschrieben Anfang der neunziger Jahre.

18 Fit oder fett

quasi eine Fortsetzung der „Midlife-Krise“ über die Last des Alterns

19 Lass mich dir erklären

wie „Träne im Auge“ ursprünglich geschrieben für Sabine Bloehs, die sich gelegentlich übergroßer Eifersucht ausgesetzt sah, entstand Anfang der achtziger Jahre

20 Blütenträume

wenn denn die „Frühlingsgefühle“ nachgelassen haben und gelegentliche Gewitterstimmungen oder – schlimmer noch – „Nebelschwaden“ eine Beziehung durchwabern, fängt die Aufgabe eigentlich erst an, und sich ihr zu stellen, heißt arbeiten... geschrieben Ende der achtziger Jahre, quasi eine Ergänzung meines Liedes „Mal reden“ (geschrieben 1979) von der CD „Nicht als Eigentum“.

21 Ich spür dich bei mir

ein Liebeslied für trostlose Zeit vorübergehender und viel zu langer Trennung, geschrieben Ende der siebziger Jahre

22 Schlaf, mein Schatz

e
ntstand 1979 in einem zur Schlafbox umgebauten Kiosk während der Hochzeitsreise, deren erste Hälfte Martina und ich auf Bornholm verbrachten.

23 Sternschnuppen -
 
jeder dürfte schon mal Sternschnuppen und gerätselt haben, was es mit ihnen auf sich hat und wie das mit den Wünschen zu verstehen ist, die man nicht laut sagen darf. Viele werden auch den Trick kennen, wie man den Polarstern finden kann; die Idee zu diesem Lied kam Anfang der neunziger Jahre beim Blick in den Sternenhimmel;
ein Lied, von dem ich glaube, dass es mir besonders gelungen ist - auch musikalisch Es ist ein Lied für Erwachsene und für Kinder, vor allem aber für leise Momente. Wohl eines meiner schönsten Lieder.

 

Gesamtinhaltsverzeichnis 
(plus Angabe der CD, 
auf der das Lied zu finden ist,
Kinderlieder kursiv geschrieben) 

A

Abhetzblues (Du bist schuld, Der geklaute Gameboy, 
          Papa backt, Aufräum', Diese 1)
Abrechnung (Nicht als Eigentum, Nichts ist ideal, 
          Diese 2)
 
Acht große Lieben
(Spuren, Diese 2)
Adventszeit - Bastelzeit (Mama, mach Mam'lade)
Alle alle da (Mama, mach Mam'lade)
Allein mit meinen Träumen (Nicht als Eigentum)
Alle haben einen Weg (Ich bin groß)
Alleine in der Stadt (Papa repariert)
Alle Kinder draussen (Der geklaute Gameboy)
Alles dabei (Weit und offen, Gegenseitig geschenkt, 
          Diese 3)

Alles hat seine Zeit
(Draufgänger, Gegenseitig 
         geschenkt, Schicksalsglück, Diese 1)
Alle Zeit (Bestes Stück)
Andres Kind (Draufgänger, Mama, mach Mam'lade,
          Schicksalsglück)
Anneli (Schicksalsglück)
Anziehlied (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Aufräum')

Aufgewacht
(Spuren)
Aufräum’ (Du bist schuld, Papa repariert, Papa backt, 
         Aufräum')
Auf Reisen (Stück des Wegs, Sternschnuppen)
Aufstehn
Auf Wiedersehn (Ich bin groß)

Aufzug
(Im Handumdrehn)
Ausgeliefert (Ausgeliefert, Diese 1)
Aus, over, roger (Unentdeckt)
Aussen vorbei
(Spuren)
Ausstand (So ist gut)
Ausziehen (Ausgeliefert, Diese 4)
Autowäsche (So ist gut)

B

Baby Doll (Draufgänger, Igitt, da drin sind Zwiebeln,
         Papa backt)
Bäh (Ich bin groß)
Bande Bande (Papa repariert)
Bangelied (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Mach die Tür zu)
Bauchschuss (Nicht als Eigentum)
Bauchweh (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Mach die Tür zu)
Bei Gelegenheit - Wiedersehen reloaded 
         (Im Handumdrehn)
Bekenntnis (Nicht als Eigentum)
Bestes Stück (Bestes Stück)
Beweise
(Unentdeckt)
Big Brother
(Nicht als Eigentum)
Big Brother 2004 (neu) (Im Handumdrehn)
Bilanz
(Weit und offen)
Bis sie geht
(Unentdeckt, Diese 2)
Bloß keinen Schiss (Ich bin groß)
Blütenträume (auch engl.) (Stück des Wegs
         Gegenseitig geschenkt)

Bonbonpapier (Der geklaute Gameboy, Aufräum')
Brieffreundschaft (Der geklaute Gameboy, Papa backt, 
         Mach die Tür zu)

C

Camping (Papa repariert, Papa backt, Aufräum')
Camping-Disco 
Computer (Nix dagegen)
Cool (So ist gut)

D

Das merk ich mir (Papa repariert, Papa backt, Mach die 
         Tür zu)
Das peinliche Lied (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Papa 
         backt, Aufräum')
Das Phantom: Der Opa (Der geklaute Gameboy, Papa
         backt, Aufräum', Im Handumdrehn)
Das Recht ein Mensch zu sein (Stück des Wegs, 
         Nichts ist ideal, Sternschnuppen)
Das Recht ein Mensch zu sein - ergänzt 
         (Im Handumdrehn)
Das war's (So ist gut)
Das Weihnachtslicht (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Da war doch was (Ich bin groß)
Denk nun an dich (So gesehen)
Deine Klamotten (Der geklaute Gameboy, Papa backt, 
         Aufräum', Im Handumdrehn))
Der Abend vorher (Ich bin groß)
Der ewige Despot (So gesehen, Nichts ist ideal)
Der geklaute Gameboy (Der geklaute Gameboy, 
         Aufräum')
Der Hexenmeister (Papa repariert, Aufräum')
Der Junge ist tapfer (Papa repariert, Mach die Tür zu)
Der Kalender (So ist gut)
Der Kardinalsfehler (Bestes Stück)
Der Namenstag (Ich bin groß)
Der qualmende Karl (Papa repariert)
Der Ranzen (Ich bin groß)
Der Tropfen (Ausgeliefert)
Der Verdacht (Bestes Stück)
Der Zirkus (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Dicke Decke (Bestes Stück)
Die Eulen lauschen (Weit und offen)
Die ist bekloppt 1 (Der geklaute Gameboy, Aufräum')
Die ist bekloppt 2
Die Krise kommt (Im Handumdrehn)
Die Lehrerin (Ich bin groß)
Die Macht des Glaubens (Ausgeliefert, Diese 3)
Die Nacht durchwacht (Im Handumdrehn)
Die Schule (Ich bin groß)
Die Tage werden kürzer (Nix dagegen)
Die Tüte (Ich bin groß)
Doch aufgepasst (Der geklaute Gameboy, Aufräum')

Domina
(Spuren)
Draufgänger (Draufgänger, Woher - wohin, Diese 1)
Drei alte Kisten
(Nix dagegen)
Drüber schlafen
(Du bist schuld)
Du alte Schule (Mama, mach Mam'lade)
Du bist schuld (Du bist schuld, Diese 1)
Du bist zu allem fähig
(So gesehen, Nichts ist ideal)
Du könntest meine Tochter sein
(Draufgänger, 
         Woher - wohin, Diese 3)

Du nicht bei mir
(Weit und offen, Gegenseitig 
         geschenkt, Diese 3)

Durch den Wind
(Draufgänger)
Durchsicht meiner Konten
(So gesehen)
Dutzendgesicht
(Unentdeckt, Diese 4)

E

Eile mit Weile (So ist gut)
Ein Blick
(Draufgänger, Gegenseitig geschenkt, Diese 4)
Ein Glas Saft (Papa repariert, Papa backt, Mach die Tür 
         zu)
Eismann
(Mama, mach Mam'lade)
Epitaph für John Pearse (So ist gut)
Epitaph für Phil Ochs (auch in engl.) (Nicht als 
         Eigentum
, Nichts ist ideal, Sternschnuppen, 
         Diese 3)

Epitaph für Rudi Dutschke
(Stück des Wegs, Nichts 
         ist ideal)

Er tanzt
(Unentdeckt, Diese 1)
Es ist wie’s ist (Du bist schuld, Mama, mach Mam'lade, 
         Papa backt, Aufräum')
Es tut mir leid (Nicht als Eigentum)
Etikette
(Unentdeckt)

F

Fahrrad fahrn (Papa repariert)
Falschgeld (So ist gut)
Fang an (Weit und offen)
Fassade
Fast dreißig Jahre
(Ausgeliefert)
Fit oder fett (Stück des Wegs)
Flieg (Ausgeliefert, Diese 2)
Forschung
(Du bist schuld)
Fragen Fragen Fragen (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Papa 
          backt)
Freiheit (Du bist schuld)
Frei sein (Draufgänger)
Freispruch (Ausgeliefert)
Frei wie der Wind (Im Handumdrehn)
Fremde Augen
(Nix dagegen)
Freund aus Potsdam
(Nix dagegen)
Freunde, seid wach
(Nicht als Eigentum, Nichts ist 
         ideal, Sternschnuppen, Diese 1)

Frieden
(Stück des Wegs, Nichts ist ideal, 
         Sternschnuppen, Diese 3)

Früher war alles besser
(Draufgänger)
Frühstück im Bett (Mama, mach Mam'lade)
Furcht im Nacken (Nix dagegen)

G

Gamino (Nicht als Eigentum, Nichts ist ideal)
Gegenseitig geschenkt
(Weit und offen, Gegenseitig 
         geschenkt, Diese 2)

Geh nicht auf den Wecker (Mama, mach Mam'lade)
Gelage (Stück des Wegs)
Gelebter Traum
(Unentdeckt)
Genieß
(Spuren, Diese 4)
Glaubwürdigkeitsmarsch
(Nix dagegen)
Grau in grau
(Draufgänger)
Greif zu
(Du bist schuld, Diese 4)
Gute Besserung (Igitt, da drin sind Zwiebeln)

H

Hab doch noch Geduld  (auch engl.) (Nicht als 
       Eigentum, Gegenseitig geschenkt, Sternschnuppen, 
       Diese 4)

Halbes Leben
(Unentdeckt)
Hallo Kam'raden
(So gesehen)
Harrisburg-Syndrom
(Störfall in Stade) (Nicht als 
         Eigentum, Sternschnuppen)

Haufen Schrott
(Bestes Stück)
He, Baby 
Heinz, der Elefant (Ich bin groß)
Herzlichen Glückwunsch (Ausgeliefert, Diese 4)
Heute hab ich frei (Ich bin groß)
Heut geht M.G. (Im Handumdrehn)
Heute, liebe Leute (Ich bin groß)

Holz knistert
(Ausgeliefert)

I

Ich bin dran (Papa repariert)
Ich bin ein Cowboy (Papa repariert)
Ich bin ja so gespannt (Ich bin groß)
Ich bin so blank (Der geklaute Gameboy, Aufräum')
Ich bin stolz (So gesehen)
Ich hätte und du würdest (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Ich kam in Jeans (Draufgänger, Woher - wohin, Diese 3)
Ich kann auch anders
(Weit und offen, Woher - wohin, 
         Diese 2)

Ich kann noch mehr (Papa repariert)
Ich kenn den Weg zu dir (So gesehen)
Ich mag das nicht (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Papa 
         backt, Aufräum')
Ich muss (So gesehen)
Ich spür dich bei mir (Stück des Wegs, Gegenseitig 
          geschenkt)

Idioten (Der geklaute Gameboy)
Im Handumdrehn (Im Handumdrehn)
Immer hab ich dich dabei (So gesehen)
Im Mäppchen ist so viel (Ich bin groß)
Immer Augen auf (Ich bin groß)
Immer locker
Im Zoo (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Papa backt, 
          Aufräum')
In der Nacht
(Du bist schuld)

Intensiv
(Spuren, Diese 1)
I
ntrigantenstadl (Bestes Stück)
Irgendwo (Der geklaute Gameboy, Mach die Tür zu)
Is egal (Mama, mach Mam'lade, Im Handumdrehn)
Ist vorbei, ich bin groß (Ich bin groß)

J

Ja du, dann dann
Jammerschade (Weit und offen, Nichts ist ideal)
Jannik (Schicksalsglück)
Ja, wenn das so ist (So gesehen, Nichts ist ideal)
Jeder kennt einen
(Weit und offen, Nichts ist ideal, 
         Diese 4)

Jederzeit
(Unentdeckt)
Journalisten (Stück des Wegs, Nichts ist ideal, Setzt 
         euch zu mir, Diese 2)

Jugendherberge (Papa repariert)
Jugendlich (Spuren, Diese 2)
Jusotod (Nix dagegen)

K

Kalt (Draufgänger)
Kann man das kleben (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Mach 
          die Tür zu)
Kann nicht schlafen (Papa repariert, Papa backt, Mach 
         die Tür zu)
Kann nur besser sein (So gesehen, Woher - wohin, 
         Diese 3)

Karl der Steife
(Nix dagegen)
Kasimir, das Nachtgespenst (Papa repariert)
Katastropheneinsatzplan (Nicht als Eigentum, Nichts 
         ist ideal, Sternschnuppen, Diese 2)

Kinderarzt (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Aufräum')
Kinderklau
(Ausgeliefert)
Kindertag
(Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Klare Ansage (Spuren)
Klassenfest (Mama, mach Mam'lade)
Kleiner Engel (Draufgänger, Ich bin groß, Papa backt, 
         Mach die Tür zu, Schicksalsglück, Diese 2)
Kleiner Wirbelwind (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Knallkopp
Knibbelei (So gesehen, Papa repariert, Papa backt, 
         Diese 3)
Knötterich (Ich bin groß)
Kohlroulade (Ausgeliefert)
Komm doch mal rüber (Im Handumdrehn)
Komm in meine Arme
(Igitt, da drin sind Zwiebeln, Papa 
        backt)
Komm mit in den Park (auch engl.) (So gesehen, 
        Gegenseitig geschenkt, Diese 2)

Komm' se raus
(Stück des Wegs, Sternschnuppen)
Komm spielen
Kopf hoch (Draufgänger)
Krähenfüße
(Draufgänger, Gegenseitig geschenkt,
         Diese 1)

Krank (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Mach die Tür zu)
Krieg der Knöpfe (Stück des Wegs)
Krölle-Bölle (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Papa backt, 
        Aufräum')
Kuck doch mal her (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Kurzinfo (Du bist schuld)
Kussräuber

L

Langweilig (Du bist schuld, Mama, mach Mam'lade,
         Papa backt, Mach die Tür zu, Diese 4)
Lang ist her (Bestes Stück)
Lätzchen-Schätzchen (Igitt, da drin sind Zwiebeln)

Lass dich fallen
(Spuren)
Lass mich dir erklären (Stück des Wegs)
Lass mich lesen (Der geklaute Gameboy, Papa backt, 
         Mach die Tür zu)
Lass sie nur (So gesehen, Nichts ist ideal)
Leben 
(auch engl.) (Stück des Wegs, Woher - wohin, 
         Diese 3)

Leben lieben
(Du bist schuld, Diese 1)
Leben mit dir (So ist gut)
Lebenslust
(Weit und offen, Nichts ist ideal)
Logik
(Stück des Wegs)
Lukis Nuki (Igitt, da drin sind Zwiebeln)

M

Mach die Tür zu (Mama, mach Mam'lade, Mach die Tür 
         zu)
Mach dir nichts vor (Nicht als Eigentum, Schicksalsglück)
Mach was, Mama
(Spuren, Diese 1)
Mallied (Ich bin groß)
Mal reden (Nicht als Eigentum, Woher - wohin, 
         Sternschnuppen, Diese 3)

Mama, mach Mam’lade (Mama, mach Mam'lade)
Manager von Jennifer (Weit und offen)
Mein Bett (Mama, mach Mam'lade, Mach die Tür zu)
Meine Mode
Meisterschaft (Unentdeckt)
Melanie (Ausgeliefert, Diese 1)

Mich traf ein Licht
(So gesehen, Gegenseitig 
         geschenkt)

Midlifekrise
(Stück des Wegs, Woher - wohin,
         Sternschnuppen, Setzt euch zu mir, Diese 2)
Mordsgelüste (Bestes Stück)
Museum
(Du bist schuld, Diese 4)
Mutation
(Nicht als Eigentum, Nichts ist ideal, 
         Sternschnuppen)

N

Nasenlöcher sehen nichts (Ich bin groß)
Nasenwuchs (So ist gut)
Neuanfang (Nix dagegen)
Neubeginn  
Neustart (Im Handumdrehn)
Nicht als Eigentum (Nicht als Eigentum,  Gegenseitig
          geschenkt, Sternschnuppen, Diese 2)

Nichts ist ideal
(Nicht als Eigentum, Nichts ist ideal)
Nichts ist so toll (Ich bin groß)
Nichts zu verliern (Unentdeckt)
Nie verkehrt
(Du bist schuld)
Nikoläuse (Ich bin groß)
Nix dagegen (Nix dagegen)
Noch frisch (Im Handumdrehn)
Noten sind bloß Zahlen (Ich bin groß)
Nur geklont (Ausgeliefert, Diese 2)

O

Oettinger Klartext (Bestes Stück)
Oh Mann
(Nicht als Eigentum, Woher - wohin, Diese 4)
Ohne Ende (Im Handumdrehn)
Ohne Gebiss
(Stück des Wegs, Diese 4)
Olle Pollen (Papa repariert)

P

Packlied (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Papa backt
(Weit und offen, Papa backt, Diese 1)
Papa-Rap (Du bist schuld)
Papa repariert (Papa repariert, Papa backt, Aufräum')
Party (Spuren, Diese 1)
Passiert ist passiert (Weit und offen, Diese 3)
Paternoster
(Draufgänger, Nichts ist ideal)
Pazzilozzi-Kindergarten (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Pekinger Frieden (So ist gut)
Photosession (Weit und offen, Woher - wohin, Diese 3)
Plapperfrei (Igitt, da drin sind Zwiebeln)

Prima, sind Ferien (Mama, mach Mam'lade)
Prinzesschen hat geheiratet (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Pudding mit Ketchup (Der geklaute Gameboy)

R

Radiotime (Stück des Wegs)
Regen
(Du bist schuld)
Reif
(Weit und offen, Woher - wohin, Diese 4)
Reste (Der geklaute Gameboy)
Rezepte (Unentdeckt)
Richtig wichtig (Bestes Stück)
Rücken zur Wand (Bestes Stück)

S

Schicksalsglück (Unentdeckt)
Schlaflied 
(Schlaf, mein Schatz) (Stück des Wegs, 
         Woher - wohin, Sternschnuppen, Diese 3)

Schlaflied (Brav, dreh dich) (Igitt, da drin sind Zwiebeln, 
         Papa backt, Mach die Tür zu)
Schlot (Papa repariert)
Schlotterhosenknabe (So ist gut)
Schneemann (Draufgänger, Mama, mach Mam'lade, 
         Mach die Tür zu)
Schnurr, Miezi, schnurr (Mama, mach Mam'lade, Mach 
         die Tür zu)
Schöner Döner (Ausgeliefert)
Schon wieder (Nix dagegen),  
Schon wieder frei (Du bist schuld, Mama, mach  
           Mam'lade)
Sechzehn Nationen (Nix dagegen)
Sei still
(Stück des Wegs, Nichts ist ideal, Diese 4)
Sie in ihr
(Spuren)
Sie lacht
(Unentdeckt, Diese 1)
Sie schläft nicht gut (Bestes Stück)
So gesehen
(So gesehen, Woher - wohin, Diese 1)
So gut
(Spuren)
So ist gut (So ist gut)
So kann's gehn
(Unentdeckt)
So nah dran
(Spuren, Diese 4)
So’n Pech für mich (Der geklaute Gameboy, Aufräum')
Sonst nix (So gesehen, Nichts ist ideal, Diese 4)
Sozialistengesetz
(Nix dagegen)
Spekulantensong
(Nix dagegen)
Spick mich (So ist gut)
Spiel dein Spiel (Ausgeliefert)
Sprechstunde
(zum "Jahr des Kindes") (Nicht als 
        Eigentum, Sternschnuppen, Diese 4)

Spurensuche
(Spuren, Diese 2)
Spur zum Glück
(So gesehen, Woher - wohin, Diese 2)
Sternschnuppen
(Stück des Wegs, Woher - wohin, 
        Sternschnuppen, Mach die Tür zu, Diese 1)
Stimme im Ohr (So ist gut)
Stimme seines Herrn
(So gesehen, Nichts ist ideal)
Stück des Wegs
(auch engl.) (Stück des Wegs,
       Gegenseitig geschenkt, Sternschnuppen, Setzt  
       euch zu mir, Diese 1)
Suchen - Finden (Ausgeliefert)
Susanne steigt aus (Bestes Stück)

T

Taschenlampe im Bett (Papa repariert)
Träne im Auge (auch engl.) (Stück des  Wegs, Gegenseitig 
      geschenkt, Diese 4)

Traumlied (Ich bin groß)
Trotzige Alte (Stück des Wegs, Nichts ist ideal,
      Sternschnuppen, Diese 4)

Tschuldigung
(Spuren)
T-Shirt
(Draufgänger, Woher - wohin, Diese 1)
Tun als ob (Ich bin groß)
Tut mir leid (Der geklaute Gameboy)

U

U-Bahn fahrn (Ich bin groß)
Überheblich (Unentdeckt)
Unentdeckt
(Unentdeckt, Diese 2)

V

Verklappt (Ausgeliefert, Diese 3)
Vergessen (Bestes Stück)
Verwirrung
(Im Handumdrehn)
Vielleicht ist ja so (Im Handumdrehn)
Voll dabei (So gesehen)
Vorbei
(Spuren, Diese 4)
Vorfreude
(Du bist schuld)

W

Wachtraum (Spuren)
Warnung
(Du bist schuld)
Warum beeilen (Der geklaute Gameboy)
Was ich erzählen will (Ich bin groß)
Was ihr wisst (Ich bin groß)
Was ist wahr (Draufgänger, Nichts ist ideal, Diese 3)
Was mach ich da
(So gesehen)
Was muss ich noch tun
(Draufgänger, Gegenseitig 
       geschenkt, Diese 2)
Was weiß ich schon (So ist gut)
Was würd ich ohne dich tun
(Weit und offen, 
       Gegenseitig geschenkt, Diese 2)

Weit und offen
(Weit und offen, Gegenseitig 
       geschenkt, Diese 1)

Wem nützt es
(Spuren)
Wenn der Vorhang fällt
(Nix dagegen)
Wenn ich gehn muss
(Unentdeckt, Diese 3)
Wer kommt (Ich bin groß, Papa backt)
Wie geschmiert (Unentdeckt, Diese 3)
Wieso frag ich dich
(Weit und offen, Woher - wohin, Diese 3)
Will aber (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Papa backt)
Woher, wohin (Weit und offen, Woher - wohin, Diese 3)
Wohin der Weg auch führt
(Nicht als Eigentum
       Gegenseitig geschenkt, Sternschnuppen)

Womit hab ich das verdient
(Du bist schuld)
Woran denkst du (Bestes Stück)
Wunder
(Spuren, Diese 2)
Wut so doll
(Der geklaute Gameboy)

Z

Zähl mal mit (Nix dagegen)
Zahnspange (Mama, mach Mam'lade, Aufräum')
Zielsuche (Im Handumdrehn)
Zu anderer Zeit (Draufgänger)
Zuhörer (Der geklaute Gameboy)

Unvertonte Gedichte

Ausgewogenheit
Denkmal

Die Lichter an Weihnachten

      nach Senta Schads Abschied

Fettich

HDH
  (für Hanns Dieter Hüsch)
Nachlass

Traditionspflege

Trost ?

Wenn

Zum Trotz

Gedichte und Texte zum Jahresende

Das Jahr geht rum 1989
Einheitsweihnachten
1990  

Weiße Weihnacht in weißen Westen
(Dialog)1994
Von Nix kommt nix
(Reportage)1995
Die Lichter an Weihnachten
1998
Zehn Minuten Gedicht
2001 
Schon wieder Zeit
  2002
Frohe Weihnacht wieder mal
  2003 
Weihnachtsstimmung
2004

Gedichte über den Weihnachtsmann  

Jobsharing  Weihnachtsmann & Osterhase 1991
Der Weihnachtsmann auf Tour in Kur
1992

Der Weihnachtsmann Präsidentschaftskandidat

           (
Der Kandidat - gescheit gescheitert) 1993 
Glaubst du an den Weihnachtsmann?
1996
Weihnachtsstreik
1997 
Weihnachtsmann ohne Dichtlust
1998
Das Weihnachtslicht
1999
Weihnachtsmann mit Frust
2000 

Gerd Schinkel singt auf deutsch eigene Lieder  

CDs für Erwachsene:

Es gibt CDs mit Liedern für Erwachsene in quasi chronologischer Zusammenstellung (drei vorwiegend aus dem vorigen Jahrtausend), eine CD mit meinen besten Liedern aus dem vorigen Jahrtausend und - als besondere Zusammenstellung - einen Viererpack mit meinen besten Liedern.

0 - "Nix dagegen" - eigen(sinnig)e Lieder

1 - „Nicht als Eigentum" - eigen(artig)e Lieder

2 - „Stück des Wegs" - eigen(willig)e Lieder

3 - „So gesehen" - eigen(mächtig)e Lieder

4 - „Weit und offen“  - eigen(ständig)e Lieder  

5 - "Draufgänger" - eigen(händig)e Lieder

6 - "Unentdeckt" - eigen(tümlich)e Lieder

7 - "Du bist schuld" - eigen(wüchsig)e Lieder

8 - "Spuren" - eigen(wertig)e Lieder

9 - "Ausgeliefert" - eigen(nützig)e Lieder

10 - "Bestes Stück" - eigen(brötlerisch)e Lieder

11 - "So ist gut" - eigen(verantwortlich)e Lieder

12 - "Im Handumdrehn" eigen(süchtig)e Lieder

 

CDs in besonderer Zusammenstellung:

die besten eigenen aus dem vorigen Jahrtausend :

- "Sternschnuppen"

- "Schicksalsglück" - CD mit 19 Liedern 
             zu meinem  Buch : 
 
             „Bin ich ihr ähnlich?" 
             - Adoptivtochter auf Spurensuche in Korea“ -
             erschienen Dez. 2005 bei Books on Demand,
             Norderstedt, ISBN
3-8334-33915-7, 260 S., 14.90 €
            
Buch ist im Handel und bei mir erhältlich, CD nur bei mir

- "DIE BOX: gnadenlos anachronistisch - aber nicht hoffnungslos"  enthält meine mutmaßlich besten Lieder:
             - DIESE (1)
             - AUCH DIESE (2)
             - AUCH NOCH DIESE (3)
             - WOHL AUCH NOCH DIESE (4)

"- "1-fach" Beispielsweisen 
             vorzugsweise auszugsweise 

- "4-fach" Beispielsweisen 
             vorzugsweise scheibchenweise
            als 4er Box angelegt, aber auch jede CD einzeln 
            
( erschienen 2003, thematisch sortiert mit meinen bis 
             dahin geschriebenen besten Liedern):

- „Gegenseitig geschenkt“
     
„Beziehungsweisen“ schönste Liebeslieder
-
„Woher – wohin“ – 
            „Betrachtungsweisen“ beste Lebenslieder
- „Nichts ist ideal“ – 
            „Sichtweisen“ trotzigste Trotzlieder 

- „Papa backt“ – 
           
„Singweisen“ aus der Kinderwelt
   

Es gibt fünf CDs mit eigenen Liedern für Kindern in altersentsprechender Zusammenstellung sowie zwei CDs mit den besten Kinderliedern (einmal laut, einmal leise):

CDs für Kinder:

- "Igitt! Da drin sind Zwiebeln" - für Vorschulkinder
- "Ich bin groß" - zur Einschulung
       

- "Papa repariert" - für "frische" Grundschulkinder

- "Der geklaute Gameboy" -
für erfahrene Grundschulkinder 
- "Mama, mach Mam'lade" -
für große Grundschulkinder

sowie als "beste" Kinderlieder:
- "Aufräum'"   (laut genug)
- "Mach die Tür zu" (leise)

 


Gerd Schinkel singt auf deutsch eigene Lieder  

„Stück des Wegs" - eigen(willig)e Lieder

Midlife-Krise

Geheimratsecken - doch die Ohr’n bedeckt.
Doppelkinn unterm Bart versteckt.
Charakterfalten - deutlich und interessant.
Gesichtsausdruck herb-männlich und markant.

Nicht mehr jung, doch auch noch nicht alt.
Nicht mehr heiß, doch auch noch nicht kalt.
Noch nicht alt, doch auch nicht mehr jung.
Noch nicht lahm - mit gebremstem Schwung.

Über Designerjeans quillt es weich und rund herfür -
diäterprobtes Brauereigeschwür.
Stiller Kummer - trotzig-hilflos selbstbewusst.
Gut verdienend - mit Identitätsverlust...

Für die Angepassten noch nicht seriös genug,
und für die Flippies schon längst auf dem Karrierezug.
„Trau keinem über 30“ klingt noch laut im Ohr.
Über 30 - heute kommt der Spruch ihm grausam vor...

Den Platz zwischen allen Stühlen hält er fest besetzt,
obwohl er hin und her zwischen allen Fronten hetzt.
Er wird verspottet - einer der noch nicht die Kurve kriegt.
Jedes neue Jahr ihm bleischwer im Magen liegt.

Midlifekrise - früher hätt’ er nur gelacht:
„Alter Bock! Hast es ziemlich weit gebracht!“
Du brauchst ‘nen Jungborn - oder ‘ne Frischzellen-Therapie -
doch solange du nur jammerst hilft auch die dir nie...

1980

Stück des Wegs

Lass mich ein Stück des Wegs mit dir geh’n.
Wie lang? - Na ja - wir werden seh’n
Und wird es schmaler - was soll’s: 
Wir könn’ auch eng geh’n.

Lass mich ein bisschen lachen mir dir.
Du weißt, dass ich mich gern amüsier’.
Doch wird es ernster - komm nur:
Ich kann auch zuhör’n.

Lass mich mit zürnen, packt dich der Zorn.
Verschluckter Ärger bohrt wie ein Dorn.
Komm, lass mal Dampf ab bei mir –
dann geht’s schon besser.

Lass mich mit weinen, wenn du mal weinst,
im Auge Schmerz und Tränen vereinst.
Wenn es dir schwer wird - nur Mut:
Wir zwei sind stärker.

Lass uns ein wenig da sein für uns.
Das Glück genießen ist keine Kunst.
Wenn wir es wollen - pass auf:
Das gibt uns Kräfte.

Lass mich ein Stück des Wegs mit dir gehn.
Wie lang? - Na ja - wir werden sehn.
Und wird es schmaler - was soll’s:
Wir könn’ auch eng geh’n.

1980

Leben

Die Haut gegerbt und Wind im Gesicht -
er drängt mit Wucht entgegen,
doch er bricht das Rückgrat nicht.
Durchnässt das Hemd, von Regen und Schweiß.
Eiskalt klebt es am Rücken –
doch im Innern brennt es heiß.

Mit den Jahren drängt das Leben,
überall stets nachzugeben.
Und um noch ein Mensch zu sein,
muss man hart im Nehmen sein...


Die Augen tränen lang schon nicht mehr.
Das Weiß ist rotgeädert –
doch der Blick ist noch nicht leer.
Trotz blitzt noch unter den Augenbrau’n.
Solang er wach bleibt, ist dem Blick
der Augen noch zu trau’n.

Auch wenn der Sturm die Nerven anspannt -
noch spüren wir den Puls
und halten so dem Druck noch stand.
In jedem Kampf entsteht neue Kraft -
sie hält uns auf den Beinen,
und noch sind wir nicht geschafft!

Überall stets nachzugeben,
ist zuviel verlangt.
Und dass sich der Wind auch dreht,
spürt nur der, der aufrecht geht...

1980

Träne im Auge

Wenn dein Blick mich fragt, nach Antwort sucht,
meine Augen trifft mit sanfter Wucht,
kann er darin lesen - wenn er kann -,
was ich für dich fühl’ – nicht irgendwann, sondern jetzt.

Wenn du eine Träne in in meinem Auge wärst –
ich würde nie mehr weinen, um dich nicht zu verlier’n...

Wenn dein Arm mich hält, zarte Gewalt,
mich nicht schwanken lässt, mit festem Halt,
kann er dabei spüren - wenn er kann -,
was ich für dich fühl’ – nicht irgendwann, sondern jetzt.

Schmieg ich mich an dich, ganz nah, ganz dicht,
streichelt deine Hand sanft mein Gesicht;
kann ich dabei spüren - und ich kann! -,
was du für mich fühlst – nicht irgendwann, sondern jetzt.

Wenn dein Mund mich sucht, mir zeigen will,
was ich wissen soll, dann halt ich still –
und dann kann er spüren - wenn er kann -,
was ich für dich fühl – nicht irgendwann, sondern jetzt:

1982

Auf Reisen

Kaum zwanzig, aber schon
zittern deine Hände wie bei einem Greis.
Dein Blick geht rastlos um.
Er sieht, doch weiß ich nicht, ob er begreift.
Du bist auf Reisen, weit von dir – 
doch nur ins Nichts.

Wie jung warst du, damals?
Zumindest siehst du heute gealtert aus.
Die Neugier hast du nun
für dunkle Augenränder eingetauscht.
Du bist auf Reisen, zahlst dafür
ein Stück von dir.

Probleme überall –
zur Lösung schien dir nur noch ein Weg zu führ’n.
Nur Flucht in and’re Welt,
weit weg von allem, was dich so genervt.
Du gingst auf Reisen, gabst dafür
ein Stück von dir.

Der Dealer grinst, kassiert.
Um dich braucht er sich nicht mehr zu bemüh’n.
Du kommst von selbst zu ihm,
durch Sucht gezogen, in die er dich trieb.
Du gehst auf Reisen - er verreist
und zahlt mir dir.

Du weiß genau, was läuft,
gräbst deine Hände in die Taschen ein.
Ihr Zittern macht dir Angst;
und du redest dir aus Angst ein, du wärst frei.
Du gehst auf Reisen und verlierst
ein Stück von dir...

Ende der 70er Jahre

Krieg der Knöpfe

Krieg im Kinderzimmer
ohne Jammern und Gewimmer -
Krieg im Weltraum, Kampf im All –
Computerfront –
Krieg der Knöpfe total...

Alpha Icks-Zett unter Glas
hat Orbit-Killer im Visier -
mit Knopfdruck abknall’n, das macht Spaß
und betäubt die Tötungsgier.
Da spritzt kein Blut an Hemd und Weste,
Leichen kriegt man nicht zu seh’n.
So ein Krieg ist doch der beste –
wer kann da noch widersteh’n...

Krieg im Kinderzimmer
mit Geratter und Geflimmer -
Krieg im Weltraum, Kampf im All –
Computerfront –
Krieg der Knöpfe total...

Alpha Icks-Zett, Bildschirmspiel,
Raumfahrt auf dem Kinderbett.
Braves Hänschen, spielt so viel.
Papa findet’s auch ganz nett.
So ein Spielzeug ohne Grenze,
das die Phantasie auffrisst,
ohne Grab und Trauerkränze,
zeigt die Welt nur, wie sie ist...

Alpha Icks-Zett ist auf Fahrt –
Commander Hänschen bleibt zu Haus.
Opa hat kein Geld gespart,
hat investiert - da kommt was raus.
So bleibt bei Hänschen doch was hängen,
wenn er so zur Übung zielt.
Wird schon zu den Waffen drängen, 
wenn er so gern „Töten“ spielt.

Anfang der 80er Jahre

Komm Se raus

Ham se sich gut versteckt?
Hat mer sie schon geweckt?
Komm’ se raus! Komm’ se raus!
Schon geseh’n!
War’n se auch gut getarnt
und beizeiten gewarnt?
Immer raus! Immer raus!
Könn’ se geh’n!

Sind se gut versichert?
Und hat man sie gut bezahlt?
Ham se sich die Quittung 
ganz genauso ausgemalt?
Fang’ se jetzt von vorne an,
ran an’ Speck!
Nicht so lange warten -
sonst sind alle weg.

Sind se gut umfrisiert?
Und jetzt läuft’s wie geschmiert?
Na famos! Na famos!
Gut gemacht!
Warn se nie mit dabei?
Nie nicht in keiner Partei?
Tadellos! Tadellos
mitgedacht...

Sind Se gut gesäubert?
Strahlt die Weste wieder weiß?
Hat sich nix geändert?
Was man weiß, macht keinen heiß...
Blei’m se schön in Deckung -
überall fliegt Dreck!
Nicht so lange warten –
geh’n se lieber weg...

Ham se auch mitgewählt?
Und danach ausgezählt?
Weiter so! Weiter so!
Klappt ja gut!
Ham se alles gesagt?
Keiner hat se gefragt?
Ach i-wo! Ach i-wo!
Is ja gut!

Schau’n se in die Zukunft!
Zieh’n Se hinter sich ‘n Strich!
Tun se einfach so, als ob
grad ihnen keiner glich!
Schön Augen zu und durch -
keinen Schreck - höchstens ‘n Scheck.
Nicht so lange warten -
sonst sind alle weg...

Anfang der 90er Jahre

Das Recht, ein Mensch zu sein

Was gilt das Recht, ein Mensch zu sein?
Was fällt dir bei dieser Frage ein?
Denkst du dabei nur an Putsch und Diktatur,
Fundamentalistenwahn und Pressezensur?
Denkst du nur an Folter,
an Kerker, Barbarei -
dann blick dich um in unserer Freiheit
und sag mir: Was heißt hier frei?

Was gilt das Recht, ein Mensch zu sein?
Was ganz konkret, und nicht zum Schein?
Was gilt es am Fließband, im Büro und auf dem Bau?
Was gilt es für den Arbeitslosen, und was für die Frau?
Nur auf Papier steht was von
„Recht auf Arbeit“, „gleichem Lohn“,
in unsrem Land der Freiheit -
der Freiheit grad zum Hohn...

Was gilt das Recht, ein Mensch zu sein?
Obdachlose brauchen mehr als schlechten Wein.
Wenn wieder mal ein Berber in der Nacht krepiert:
Wen kümmert es - wenn auf der Welt so viel passiert...
Für den Flüchtling im Container,
den Verfolgten im Asyl
ist selbst im warmen Sommer
unser Land erschreckend kühl...

Was gilt das Recht, ein Mensch zu sein?
Nur fressen, schuften, schlafen kann nicht alles sein.
Wie eine Spielfigur schiebt man dich hin und her,
solange man dich brauchen kann - und dann nicht mehr.
Dann wirft man dich auf Seite,
und du stehst nur noch am Rand,
beleidigt und getreten,
mit dem Rücken an der Wand.

Was gilt das Recht, ein Mensch zu sein?
Schließt es das Recht zu leben und zu sterben ein?
Zum Tod verurteilt und im Krieg muss man krepier’n
und darf nicht sterben, will man Lebensqual verlier’n.
Wer schreibt vor, dass du leben musst,
entscheidet, dass du stirbst?
Wie frei bist du, wenn du nicht
für dich selbst dies Recht erwirbst.

Vers 1-4 Ende d. 70er J./ 2005

Epitaph für Rudi Dutschke

Gestritten - nicht bloß aus Lust.
Verweigert - doch nicht aus Spaß.

Das ist vorbei nun, vorbei.
Für dich ist alles vorbei, Rudi -
aus und vorbei...

Gefürchtet - aus gutem Grund.
Verleumdet mit klarem Ziel.

Geächtet - doch bloß aus Hass.
Verwundet - nicht aus Versehen.

Genesen - doch nicht gesund.
Gezeichnet - von all der Qual.

Geflohen - doch ohne Furcht.
Gelitten - doch nicht aus Angst.

Getrieben - von den Ideen.
Besessen - von einem Traum.

Ist das nun alles vorbei?
Wirklich vorbei? Rudi,
aus und vorbei?

Zerbrochen - niemals an Frust.
Geendet - mitten im Mut.

Der Weg geht weiter voran,
solang man noch denken kann,
geht es weiter voran,
weiter voran, Rudi,
weiter voran...

1981

Sei still

Verlassen und allein gelassen,
Stehplatz vor zugeschlag’ner Tür.
Verloren, zur falschen Zeit geboren,
hart bestraft - aber kann doch nichts dafür.
Und die Augen werden größer;
ebenso der Hunger und die Angst.
Und die Fragen werden lauter, 
während du um deine Antwort bangst.

Sei still, sei still,
willst du nur erklären, warum du nichts tust,
warum du bloß auf dem Matratzenlager ruhst.
Dann sei ehrlich! Sag:  „Weil ich nichts ändern will!“
Doch belüg dich nicht, denn sonst sei besser still!

Vergessen, und auch nichts zu essen,
Hungerbauch am vollgedeckten Tisch.
Verraten, unters Rad geraten,
vom Tisch gefegt mit einem kurzen Wisch.
Und die Augen werden größer,
ebenso die Ohnmacht und der Hass.
Und die Fragen werden lauter,
und du fühlst: Wir sitzen auf ‘nem Pulverfass...

Geknechtet und als dumm geächtet,
ausgesperrt wie ein missrat’nes Kind.
Gestoßen, als Kleine von den Großen –
ausgeliefert, wie die Kleinen nun mal sind.
Und der Kloß im Hals wird größer;
auch das Unrecht, hältst du lang noch Rast.
Und die Antwort gib dir selber,
wenn du jetzt noch immer Fragen hast...

Anfang der 80er Jahre

Logik

Logik prägt unser Jahrhundert,
na logisch, ist modern.
Und wer Logik nicht bewundert,
ist wohl von ‘nem ander’n Stern.
Logisch sachlich, kühl und nüchtern
dirigiert uns der Verstand,
von allein, und gar nicht schüchtern –
ist doch wirklich allerhand...

Wenn das Ampellicht auf „Rot“ steht,
na ja, logisch, bleibst du steh’n.
Wenn das Ampellicht auf „Grün“ geht,
kannste logisch wieder geh’n.
Haste irgendwo ‘nen Flecken,
kriegste – logo - einen Schreck.
Keiner mag doch gern verdrecken.
Also - logisch - muss er weg!

Gehst du irgendwo was kaufen,
zahlst du - logisch - dafür Geld.
Willst du dich beim Wirt besaufen, -
logisch - der die Hand aufhält.
Wirst du in der Sonne schwitzen,
ziehst du - logisch - dir was aus.
Regnet es beim Draussensitzen,
gehst du logisch schnell ins Haus.

Kommt ein Zug, dann schließt die Schranke,
und na logisch du hältst an.
Für Geschenke sagst du „Danke“,
logisch, denn das sagt man dann.
Und für Geld gehst du zur Arbeit –
logisch -, weil du leben musst.
Ja, in Logik steckt viel Wahrheit –
und das haste doch gewusst...

Wer Milliarden investiert hat,
der will - logisch - auch was raus.
Wer im Zorn mal protestiert hat,
wollte nicht mit Wut nach Haus.
Und ist einer wirklich bange,
weil er sich gefährdet sieht, 
wartet er doch nicht solange,
bis tatsächlich was geschieht...

Wenn sich einer mal bedroht fühlt,
ist doch klar, dass der sich wehrt.
Wenn er seine Angst bloß wegspült,
merkt er bald: Das ist verkehrt.
Doch vertritt er seine Ansicht,
findet Solidarität -
logisch? - wär’ das ganz und gar nicht!
Aber trotzdem nie zu spät!  

Anfang der 80er Jahre

Frieden

Solang Männer Frauen schlagen - wo ist da Frieden?
Solang Alte einsam klagen - wo ist da Frieden?
Solang Schwache nachts nicht schlafen, 
weil noch Angst im Halse steckt,
solang man mit Paragraphen
Unrecht säuberlich verdeckt - wo ist da Frieden?

Solang Kinder Krieger spielen - wo ist da Frieden?
Solang Krieger sorgsam zielen - wo ist da Frieden?
Solang Eltern Kinder quälen,
und man Drogenkranke hetzt,
solang Arme nicht viel zählen,
und man die Umwelt blind zerfetzt - wo ist da Frieden?

Solang Krüppel Häme dulden - wo ist da Frieden? 
Solang Herrscher Hass verschulden - wo ist da Frieden?
Solang Rüstungsfabrikanten
sich volle Taschen produzier’n,
solang Friedensdemonstranten
Prügel und Beruf riskier’n - wo ist da Frieden?

Solang Mächte Machtgier zeigen - wo ist da Frieden?
Solang Opfer hilflos schweigen - wo ist da Frieden?
Solang Wahnsinnswaffen knarren
und man die Erde scharf vermint, 
wir auf diese Welt bloß starren,
haben wir sie so verdient! Was soll da Frieden? 
Was soll da Frieden? 
Was soll da Frieden?
Was soll da Frieden?

Anfang der 80er Jahre

Radiotime

Am Morgen werd ich wach –
nicht weil ein Wecker brüllt.
Das Radio weckt mich mit lautem Ton.
Ich dreh mich noch mal um,
weil ich noch so schön lieg
und hör Musik und Frühinformation:

Ich hab die Auswahl zwischen Techno-Sound
und Oldies, die ich kenn’,
ein langweiliges Interview,
bei dem ich wieder penn’,
ein Pastor von der Morgenandacht
schwätzt von inn’rer Ruh,
dann stundenlang Verkehrshinweis –
ich deck’ mich wieder zu.

Der Apparat am Kabeldraht bei mir daheim, 
der läuft den ganzen Tag – it’s radiotime.

Ich warte auf das Neueste –
aber vorher schon 
sagt mir ein Jingle: Sperr’ die Ohren auf!
Das tu ich brav und krieg sie
gleich total verstopft - 
mit Werbesprüchen, die hör’n gar nicht auf.

„Nimm diese Brille, diese Slipeinlage,
diese Batterie,
Versicherung und Darlehn,
jetzt gleich, morgen oder nie.
Der Yoghurtbecher, jener Saft
und Skifahr’n in Tirol,
das Duschgel und die Chips,
das Bier mit ohne Alkohol,

die Zahnpasta, das Waschpulver, der Schokosnack -
und dann McDies, McDas – McHeck - Heckmäck.

Dann Nachrichten, dass ich
von der Matratze flieg:
Skandal im Sperrbezirk – ich sperr’ mich ein.
Das ist mein Parlamentssitz,
den mir keiner nimmt. 
Mit Klopapier gehört mir der allein,

mit dieser Brille, dieser Slipeinlage,
dieser Batterie,
Versicherung und Darlehn,
jetzt gleich, morgen oder nie,
der Yoghurtbecher, jener Saft
und Skifahr’n in Tirol,
das Duschgel und die Chips,
das Bier mit ohne Alkohol,

die Zahnpasta, das Waschpulver, der Schokosnack -
und dann McDies, McDas, McHeck - Heckmäck.

Wie schön wär’ das, wenn ich
‘nen eignen Sender hätt’,
mein Intendant, mein Moderator wär’.
Bei mir gäb’s nur noch Werbung,
ohne Hinweis drauf,
und mein Programm wär’: Los, verdien’ noch mehr.

Dann gäb’ es Werbung auch in Nachrichten,
und Werbung mit Musik,
kein Kommentar, kein Interview
und nix von Politik.
Verkehrshinweis mit Werbung,
und die Zeitansage auch.
Ich würd’ so jedem sagen,
was ich esse, trink’ und brauch’.

Die Morgenandacht bliebe grad als Werbegag
für McDies, McDas – und für Heckmäck...

1983

Journalisten

Journalisten, wenn die wüssten,
was sie alles wissen müssten,         
wenn sie sich mit Wissen brüsten – allerhand.
Redakteure, Wortjongleure –
auf Papier und in der Röhre -
dünn für alle Nadelöhre – aalcharmant.

Dass auch alles glatt geht,
und sich flott das Rad dreht,
und auch was im Blatt steht –
drauf kommt’s an...

Alleskönner, Dauerbrenner,
wie die wahren Supermänner,
überall die schnellsten Renner – allerhand.
Konferenzen, Prominenzen, 
stets auf Audienzen glänzen,
fixer als die Konkurrenzen, ganz rasant.

Dass der Käufer rangeht,
und nicht lange ansteht,
nicht die Groschen lang dreht,
drauf kommt’s an.

Kühne Thesen, hohe Spesen,
Gast im Presseclub gewesen,
tief im Kaffeesatz gelesen – allerhand.
Heiße Ware, weiße Haare,
viel Erfahrung, lange Jahre,
wichtig alle Kommentare, weit bekannt.

Er schreibt, wo er hingeht,
dass im Blatt was drinsteht,
wenn er auch den Sinn dreht –
kommt’s drauf an?

Formulierer, Diskutierer,
Hofberichter, Applaudierer,
Lesermeinungsproduzierer – allerhand.
Analysen stets bewiesen
und den rechten Mann gepriesen,
prophezeit stets alle Krisen – ganz brillant.

Ob es dir wie mir geht?
Was oft auf Papier steht,
mir im Schlund das Bier dreht –
rauf kommt’s dann...

Journalisten, wenn die wüssten,
was sie alles wissen müssten,
wenn sie sich mit Wissen brüsten – allerhand...

1980


Gelage

Ob es wohl der Rotwein war,
oder doch das Bier?
Vielleicht war’s auch der dicke Qualm –
ich glaub, mein Brummschädel reicht für vier.
Mir scheint, ich kann ihn heute kratzen
mit ausgestrecktem Arm,
und irgendwie werd ich das Gefühl nicht los,
es tut sich irgendwas in meinem Darm.

Das kann doch nicht gesund sein, das ist nicht normal, 
was ich jetzt ertrage – war das ein Gelage...

Einer nahm den Lampenschirm
und trug ihn als Hut.
Einer redete unter dem Sofa
mit dem Dackel - und es ging ihm gut.
Da ging es um Fußball, und der Wauwau
hörte wissbegierig zu.
Und weil er nicht widersprach,
waren beide bald auf du und du.

Das war vielleicht ein Anblick, da guckste gleich noch mal -
so wie ich es sage – war das ein Gelage.

Kann sein, ich hab die Hälfte schon vergessen,
oder alles war nicht wahr.
Jedenfalls fiel mir später einer auf,
der war mit Gitarre da.

Der sang ein paar Rocksongs,
tat, als wär’s sein Job.
Dabei schielte er nach allen Röcken, gab sich so,
als wär’ er schon seit Jahr’n „on top“.
Doch plötzlich rutschte er vom Sofa
und ward nicht mehr gehört.
Bloß ein paar heiße Verehrerinnen,
die kuckten ganz verstört...

Das war vielleicht ein Jammer, oh, war das fatal,
wirklich keine Frage – war das ein Gelage..

Und ein paar Typen prüften auf dem Balkon,
wer am weitesten pissen kann,
bis es plötzlich an der Haustür schellte.
Deshalb weiß ich nicht, wer gewann.

Ha, ihr könnt euch denken,
es war ein Riesenspaß.
In der Tür stand bloß der Hauswirt,
der war von oben bis unten nass.
Jetzt suchen wir ‘ne neue Wohnung,
wir mussten plötzlich raus.
Wisst ihr nicht für uns zufällig
ein schönes großes Haus.

Da feiern wir den Einzug, riesig, kolossal -
am besten gleich drei Tage – wird das ein Gelage...

Endfassung Anfang der 90er Jahre

Trotzige Alte

Wenn ich diese zornigen Alten seh’ –
Mensch, dann krieg ich soviel Luft.
Alte, die ich nicht erkalten seh’,
deren Kraft noch nicht verpufft.
In ihren Adern fließt noch Hitze,
die Rente lähmt nicht ihr Gehirn.
Aus ihren Augen blitzen Blitze
und sie zeigen, wenn’s drauf ankommt, Stirn.

Wenn ich diese mutigen Alten seh’,
dann ist mir vor der Welt nicht bang.
Wenn ich in die Falten dieser Alten seh’,
dann weiß ich: Diesen Weg geht’s lang.
Schwach sind vielleicht ihre Glieder,
nicht stark genug für Hetz und Tanz.
Doch sie singen mit uns unsere Lieder,
und ihr Rückgrat ist noch immer ganz.

Ihr zornigen, trotzigen Alten der Republik.
von euch weiß ich,
nicht jeder Nackenschlag bricht das Genick.
Ihr mutigen, trotzigen Alten der Republik,
von euch weiß ich,
nicht jeder Nackenschlag bricht das Genick.

Wenn ich diese wachen Alten seh’,
dann find ich ruhig Schlaf bei Nacht,
weil ich durch sie wohl erhalten seh’,
was so vieler Jahre Kampf gebracht.
Deutscher Michel - schlaf mit Mütze!
Der Wecker kräht - wann stehst du auf?
Du liegst schon lange in der Pfütze,
stehst aufgeweicht zum Ausverkauf.

Wenn ich diese jungen Alten seh’,
mit Feuer und Begeisterung,
daneben andere schalten und walten seh’:
Greise, die doch noch so jung.
Dann möchte ich die Zeit entfernen,
als Schüler mit den Alten gehen.
Bei denen gibt’s soviel zu lernen,
in so viel Leben einzuseh’n...

Ihr wachen, trotzigen Alten der Republik,
von euch weiß ich,
nicht jeder Nackenschlag bricht das Genick.
Ihr jungen, trotzigen Alten der Republik,
von euch weiß ich,
nicht jeder Nackenschlag bricht das Genick.


1982

Ohne Gebiss

Vor ein paar Tagen, da verlor ich mein Gebiss.
Es brach bei einer harten Nuss entzwei.
Sie könn’n sich nicht vorstell’n, wie beknackt das is’ – 
morgens, mittags, abends nur noch Brei.  
Dazwischen schieb ich manchmal einen Zwieback rein,
mit Löffelchen in Milch gut eingeweicht.
Jetzt weiß ich auch: Das Leben kann so grausam sein,
wenn man die dritten Zähne erst erreicht.

Das wünsch ich nicht mal meinem ärgsten Feind, nee, nee -
wenn einer zahnlos spricht, wer weiß dann, was er meint.

Niemals hat man mir im Leben was geschenkt.
Keiner hat mich jemals protegiert.
Immer hab ich mich so richtig reingehängt,
bis mir dieses Missgeschick passiert.
Jetzt trau ich mich schon nicht mehr auf die Straße raus –
es könnt ja sein, dass einer mit mir spricht.
Mein Zahnarzt sagt: „Komm, Alter, mach dir gar nichts draus...“
Ich glaube, dass den Mann der Hafer sticht.

Das wünsch ich nicht mal meinem ärgsten Feind, nee, nee -
spricht einer zahnlos, wer versteht dann, was er meint.

Mein Enkelchen sagt mir: „Ach, Opa, denk nicht dran.
Hauptsache ist, du bist noch gesund...“
Sie schleppt mir täglich all die kleinen Gläser ran,
mit Babykost für meinen weichen Mund.
So ähnlich ging’s mir wohl vor meinem ersten Zahn.
Nach vielen Jahren schließt sich nun der Kreis.
Da kommt sie wieder - gleich fängt sie zu füttern an –
ich glaub, dass ich ihr in den Löffel beiß...

Das wünsch ich nicht mal meinem ärgsten Feind, nee, nee -
wenn einer zahnlos spricht, wer weiß dann, was er meint.

Anfang der 90er Jahre

Fit oder fett

Früher rank und schlank und kerngesund -
ein Baum, so voll im Saft.
Heute stämmig, bisschen rund,
am Abend leicht geschafft.
Schmunzeln für den jungen Schwung
im Spiegel schnell gefriert -
hey Alter - warst doch auch mal jung!
Wie lang? Na, was ist passiert?

Biste noch fit? Oder biste nur fett?
Gehste noch mit? Oder gehste ins Bett?
Kommste auf Trab?
Oder machste nur schlapp?
Oder biste auf Draht?
Eijeijei - das Leben ist hart...

Morgenqual mit Katerblick,
und auch das Kreuz tut weh.
Die Dusche fließt - der Bauch bleibt dick,
trotz warm- und kaltem Dreh.
Kaum getrocknet und geföhnt,
eitel eingezwängt.
Alltag, vom Erfolg verwöhnt?
Oder längst schon abgehängt?

Drei-Gang-Menü. Die Wampe schwillt -
wer widerstehen könnt...
Man mag nicht - und ist doch gewillt,
weil man sich sonst nichts gönnt.
Erst Kuchen, dann noch Alkohol;
auf Spesen, völlig klar.
Man fühlt sich wichtig, fühlt sich wohl -
vor allem an der Bar...

Drahtig-artig selbst gequält -
schließlich rinnt der Schweiß.
Peinlich jedes Gramm gezählt,
dann Sauna, hoch und heiß.
Graues Haar mit Gel gesträhnt -
na, wäre doch gelacht...
Klamm-heimlich in den Bart gegähnt
und tapfer mitgemacht.

Ich bin noch fit, bin nicht nur fett.
Ich geh noch mit - aber erst mal ins Bett...
Komm ich auf Trab,
mach ich längst noch nicht schlapp;
und dann bin ich auf Draht -
Eiweiwei - das Leben ist hart...

1992

Lass mich Dir erklären                                   
e/0

Jetzt stehst du da,                                              eD
weißt nicht mehr weiter, blickst mich an.              Ce
Was ich dir sagte, tut dir weh.                             GDe / CD
Und du verstehst nicht,                                        eD
wie ich dir das antun kann,                                  Ce
verstehst die Welt nicht, wie ich seh’.                   GDe

Lass mich dir erklären,                                        ae
wenn du wieder zuhör’n kannst.                            Ga
Bis dahin denk’ nicht schlecht von mir,                  CDG
wenn du mich noch magst...                                 H7e /D

Wir woll’n doch ehrlich sein,
auch wenn die Wahrheit brennt.
Ich mach dir nicht so gern was vor.
Merkst du nicht selbst,
dass zuviel da ist, was uns trennt,
dass unser Glück sich schon verlor...

Ein bisschen Eifersucht,
na ja, ist ja ganz nett
und schmeichelt auch, ich geb’ es zu.
Doch wenn du glaubst,
ich steig mit jeder gleich ins Bett,
dann lass mich lieber gleich in Ruh.

Wenn du ein bisschen Abstand
von der Sache hast
und merkst, dass ich dir nicht gehör’,
dann lässt sich reden,
wie’s vielleicht noch mit uns passt –
doch wär’ ich nicht dein Zubehör...

Ein wenig Eifersucht,
mag sein, ist ja ganz schön,
und schmeichelt schon, ich geb’s ja zu.
Doch wenn du glaubst,
ich würde gleich mit jeder gehen,
dann lass mich besser gleich in Ruh...

1982

blütenträume                               E/0

Auch Blütenträume werden welk,                             Ef#A9E
verlieren ihren Duft.                                                   A’E
Was heiß und explosiv mal war,                              A’E
vielleicht bloß noch verpufft.                                      f#H’
So wie ein Feuer Nahrung sucht,                           E’Emaj7
damit die Glut sich hält,                                            A9E’
braucht Liebe mehr als ein Gerüst,                             A9E’
damit sie nicht zerfällt...                                         Cmaj7f#E

Wie viele Jahre sind es schon?
Das Zählen fällt schon schwer.
Erst waren wir uns selbst genug.
Sieht heut’ nicht jeder mehr?
So wie ein Fass am Boden trocknet,
wenn man es entleert,
braucht Liebe auch ein Nachfüllrohr,
damit sie länger währt...

Ist er noch da, der dicke Strang,
an dem wir beide zieh’n?
In eine Richtung, wohlgemerkt,
die uns erstrebbar schien.
Der Kräfteausgleich, klappt der noch?
Hält noch das Fundament?
Reicht’s aus für Liebe? Oder nur,
dass man sich gründlich kennt,
nur noch zusammen pennt,
und sonst nichts mehr brennt...?

Um wie viel schlauer sind wir heut’?
Wie war’n wir doch naiv...
Von unser’n Träumen, die vergessen,
ging sicher mancher schief.
Doch wenn wir heut’ ein Ziel seh’n,
könn’ wir auch was dafür tun.
Bloß nicht den Trott, tagaus, tagein,
in ausgelatschten,
in breitgetret’nen,
in abgelauf’nen Schuh’n...

Anfang 90er Jahre

ich spür’ Dich bei mir                           D/0  DD

Der Morgen bricht durch die Nacht,                     De
doch grau steigt nur der Nebel.                           AD
Der Regen trommelt ans Glas.                            De
So soll’s wohl sein.                                            AD
Ich liege wach, doch ich träum‘                          De
und spür’ im Hals den Knebel.                            AD
Seh’ viele Bilder vor mir –                                   De
und bin nicht allein.                                            AD

Ich spür’ dich bei mir, an meiner Seite.                GAD
Ich spür’ dich bei mir, bist du auch fern.               GAD
Nun würd’ ich gerne in’s Ohr dir sagen,                GAD
dass ich dich brauche, das sollst du hör’n.           eGeAD

So viel schwirrt durch meinen Kopf
und lähmt mir meine Glieder.
So wälz ich mich hin und her
und such’ nach dir.
Dein Platz ist leer, doch ich hoff’,
du kommst bald schon wieder.
Und all die Wolken, die flieh’n,
zieh’n mich zu dir.

Woran denkst du, wenn du träumst?
Spürst du die gleichen Wunden?
Drehst du dich auch hin und her,
tastest nach mir?
Fällt dir die Trennung auch schwer,
selbst nur für ein paar Stunden?
Dann träum’, du wärst gar nicht fort –
dann träum’ mit mir...

1978

Schlaflied  (Schlaf, mein Schatz)            c#/0

Schlaf’, mein Schatz, schlaf’ ein.                         c#D8
Wir sind jetzt für uns allein.                                 c#D8
Mach’ die Augen zu und träum’                           c#f#
von einer and’ren, bess’ren Welt.                        H7E /E7
Schlaf’, mein Schatz, schlaf’ tief –                      c#D8
egal, wie dein Tag verlief -                                  c#D8
aber sorg, dass du erwachst,                             c#f#
wenn ein zu schöner Traum dich hält.                 H7E /E7

Schlaf’ nie allzu tief – halte kurz nur Rast,        g#A’ g#C#
denn es ist fürwahr schnell der Tag verpasst     g#A’ H7E / E7

Schlaf’, mein Schatz, schlaf’ ein.
Dreh’ dich in die Decke ein.
Leg den Kopf in meinen Arm
und dann vergiss die kalte Nacht.
Schlaf’, mein Schatz, schlaf’ fest,
wenn dein Tag dich schlafen lässt.
Irgendwann wird auch von dir
noch mal die Dunkelheit durchwacht.

Schlaf’ nie allzu fest – halt’ die Ohren auf,
sonst verschläfst du noch – steh’ beizeiten auf.

Schlaf’, mein Schatz, schlaf’ ein.
Du darfst ohne Sorgen sein -
wenigstens solang du schläfst,
vergiss, was dich am Tag bedrückt.
Schlaf’, mein Schatz, schlaf’ gut,
solang niemand dir was tut -
doch droht jemals dir ein Leid,
dann halt dein Kreuz stets ungebückt.

Schlaf’ nie allzu gut – das wär’ falsches Ruh’n.
Es gibt auch für dich noch so viel zu tun.

Drum bleib, mein Schatz, auch wach!
Zeige Mut, sei niemals schwach.
Merkst du, man drückt andere klein,
damit nur einer groß sein kann, dann
mein Schatz, steh’ auf!
Zeige Kraft und sei wohlauf -
und ich find’ beruhigt Schlaf,
in dem ich sorglos träumen kann.

Und ich träum’ so gut, bis der Tag erwacht,
warm die Sonne scheint, und die Nacht verlacht.

1979

STernschnuppen

Nacht ist doch gar nicht dunkel –
am Himmel so viel Licht.
Nicht nur der Mond strahlt uns an.
Siehst du den großen Wagen?
Sag bloß, du siehst ihn nicht....
mit dem man weit fahren kann...

Die Milchstraße lang
schiebt uns langsam der Wind.
Er freut sich - er mag jedes Kind.
Hoch über den Straßen, 
den Häusern, dem Land –
so fliegen wir Hand in Hand.

Sieh den Polarstern funkeln.
Da ist der kleine Bär.
Er zeigt den Weg uns so klar.
Fünfmal die Hinterachse –
siehst du, ist gar nicht schwer.
Weit weg - und scheint doch so nah.

Die Sternschnuppen tanzen
und blinken uns zu,
erleuchten, verlöschen im Nu.
Hoch über den Wäldern
den Wiesen, dem Meer
geht’s hin und her, kreuz und quer.

Sternschnuppen, wenn sie fliegen,
geben dir Wünsche frei,
die sich vielleicht auch erfüll’n.
Pschscht - nicht den Wunsch verraten!
Das wär’ nicht klug dabei.
Du musst dich in Schweigen hüll’n.

Nun schließ deine Augen
und träum durch die Nacht.
Der Mond sieht dir zu und hält Wacht.
Hoch über den Bergen,
den Tälern, den Seen –
schlaf gut, bis wir uns wiederseh’n...

1993

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