|
"Unentdeckt"
eigen(tümlich)e Lieder
1
Unentdeckt -
ein Liebeslied, aufgehängt an der Frage, wieso und warum es eigentlich
zwischen zwei Menschen auch über Jahre so gut klappt - und in anderen
Konstellationen nicht... geschrieben 2004
2 Er tanzt -
manche jungen Leute können aus eigenem Antrieb gar nicht früh genug
hinkommen, andere sträuben sich dauerhaft oder leisten zu geringen
Widerstand, wenn man sie sanftem Druck aussetzt, endlich eine Tanzschule
zu besuchen. Dass es durchaus Vergnügen machen kann, zur Musik nach
Regeln übers Parkett zu schweben, wird vielleicht nicht jeder
nachvollziehen, aber muss ja auch nicht... Unser Sohn war jedenfalls überrascht,
wie viel Spaß es macht... Er hatte sich, als alle
in seiner Klasse zur Tanzstunde gingen, energisch und erfolgreich
dagegen gewehrt, diese "Ausbildung" über sich ergehen zu
lassen. Erst zwei Jahre später haben wir ihn genötigt
(Mopedführerschein machen? Nur bei gleichzeitigen besuch der
Tanzschule,,,) - und er
überraschte uns zwei Wochen später mit der Feststellung: "Ich
hätte nicht geglaubt, dass das so viel Spaß macht." Und
dann hat er sich durch die Abzeichen getanzt und tanzt immer noch. Geschrieben 2004
3 Rezepte -
nicht jedem jungen Mann fällt es leicht, den ersten Schritt auf ein Mädel
zuzugehen, damit so aus einer „Bekannten“ vielleicht eine Freundin
wird. Da wird ein Vater mit wohlmeinenden Ratschlägen, auch wenn er es
gut meint, schnell zum „Klugscheißer“...
geschrieben 2004
4 Jederzeit -
na ja - die Absicht
ist ja auch schon mal was, oder....? Ein „Balzgesang“ zur Betörung in der Hoffnung auf Erhörung...
geschrieben 2004 beim Experimentieren mit der DADGAD-Stimmung
5 Sie lacht -
es gibt Menschen, die offenbar dafür geschaffen sind, gute Laune zu
verbreiten und andere mit ihrem Lachen anzustecken. Unsere Tochter zählt
dazu... geschrieben 2004
6 Schicksalsglück -
ein verschlüsseltes Lied, das sich an der Lebensgeschichte unserer
Adoptivtochter entlang hangelt: Als Baby durch unglückliche Umstände von
ihrer leiblichen Verwandtschaft getrennt und zu uns gekommen, hat sie als
junge Frau nach ihrer koreanischen Mutter gesucht, mit Glück ihre
komplette Familie gefunden und nicht nur angenehme Antworten auf Fragen
und Rätsel bekommen, weshalb
sie nicht bei ihnen aufgewachsen ist... Die Strophen sind
nach dem Schema A/B - A/B - A/B aneinander gereiht. A-Strophen
reflektieren über die Mutter, B-Strophen über die (unsere, ihre)
Tochter. geschrieben 2004
7 Halbes Leben -
reflektiert über die Lebensgeschichte einer Frau, die den zweiten
Weltkrieg als junges Mädchen (über)lebt hat und ihre Kraft beim anschließenden
Wettlauf ums private Lebensglück in verschiedenen Etappen vorzeitig
verlor - ein Rückblick auf
das Leben meiner Mutter; Anlass: Sie wäre im Juni 2004 74 Jahre alt geworden..
Geschrieben 2004
8 Gelebter Traum -
Lied mit Rückblick und Bilanzcharakter: Der Fund alter Briefe, die man
längst vergessen hat; Erinnerung an frühere Träume; die Reflexion darüber,
was man im Blick behalten konnte und von welchen Träumen man sich wie
schnell verabschiedet hat ...Was macht man mit wiedergefunden alten Fotos oder vergilbten Briefen? Und
was machen diese alten Fotos und vergilbten Briefe mit demjenigen, der sie
wiedergefunden hat? Geschrieben 2004 in der DADGAD-Stimmung
9 Bis sie geht -
sie hat all ihre Verwandten überlebt, aber Freunde und Nachbarn, die sich
um sie kümmern, damit sie solange selbständig ihr Leben gestalten kann,
wie es eben geht... für Traute Schmitt-Herzig, geschrieben 2004
10 Beweise -
zu jedem Leben lassen sich Bilanzen ziehen, die sehr unterschiedlich
ausfallen können. Die persönlichen Rückblicke enthalten den
Erfahrungsschatz, den andere nutzen können - wenn sie wollen -, oder er
wird eben verschüttet... geschrieben 2004 in der DADGAD-Stimmung. Gehört in die Reihe der Lieder, bei denen zunächst eine Musik da war,
für die mir später ein Text einfiel - insofern musikalisch interessanter als
andersherum entstandene Lieder.
11
Nichts zu verlieren -
der Nahostkonflikt, für den
so viele Verantwortlich sind, aber den niemand lösen kann, hat seine Ursachen und Wirkungen auf Menschen, die
eigentlich nur glücklich leben wollen, aber kaum können... geschrieben
2004
12 Meisterschaft -
nachdem ich endlich selbst das Glück hatte, einem Menschen zu begegnen,
der unverkennbar von seinen „Guru“-Qualitäten überzeugt war, konnte
ich nicht anders: Dieses Lied „musste raus“, wobei mich dann zusätzlich
der Ehrgeiz packte, nebenbei noch einer deutschen Krautrockgruppe eine
zweifelhafte „Denkmalzeile“ zu widmen...
es ging in diesem Text aber nicht vorrangig darum, der alten Krautrockband ein Denkmal zu setzen und zu beweisen, dass man mit
dem Laut "Guruguru" eine sinnvolle Aussage treffen kann. Vielmehr ist
es der Versuch, Heilsbringern in Westentaschenformat, die es tatsächlich
schaffen, von der Sinnsuche der Leute zu leben, den Spiegel vorzuhalten...
geschrieben 2004
13 Dutzendgesicht -
beschreibt die unfassbaren Vorkommnisse, die sich mit dem Namen Lynndie
England verbinden. Sie wollte sich mit der Verpflichtung zur Army das Studium finanzieren,
kam dann als Militärpolizistin nach Bagdad zum Wachpersonal ins
Militärgefängnis und erhielt den Auftrag, Gefangene für die Vernehmung durch den
militärischen Geheimdienst "weich zu kochen". Nach einigen
Monaten im Herbst 2003 rief sie aus dem Irak ihre Mutter in West-Virginia an und
sagte ihr, sie sei wohl zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen... Da hatte sie schon
als Foltermagd für die Erinnerungsfotos posiert, von denen das Weiße Haus am
liebsten nichts gewusst haben würde. Lynndie kam zurück in der "Heimat,
nicht nur geschwängert von einem Mitfolterer, und wurde inzwischen verurteilt,
im Unterschied zu denjenigen, die weit über ihr die Direktiven für
die Befehle gegeben hatten. Geschrieben 2004
14 So kann's gehen -
eben noch jung, stark, erfolgreich und gesund - und dann ist es plötzlich
vorbei. Was tun? Leben... am besten gleich, vor allem intensiv...
geschrieben 2004
15 Wie geschmiert -
sie sind überall, vor allem auf kommunaler Ebene, und „maggeln“ mit
ihren klebrigen Fingern ohne Rücksicht auf Verluste - bis sie auf der
Nase landen, weil die Gier zu groß wurde. Wenn wir Pech haben, kommen sie
wieder auf die Füße... geschrieben 2004
16 Etikette -
es gibt so viel, über das man sich aufregen könnte, wenn wir nur nicht
so dickfellig wären - dabei sind wir mitunter verdammt dünnhäutig, zum
Beispiel wenn’s im Nacken kratzt... geschrieben 2004
17 Überheblich -
man kann sich mit seinem „gerechten“ Zorn über die
„Ungerechtigkeiten“ dieser Welt selbst ausbremsen, wenn man sich im
Bemühen um Abhilfe zu hohe Ziele setzt und dann daran verzweifelt, dass
man sie nicht erreichen kann... geschrieben 2004
18 Aus, over, roger -
irgendwann ist eben der Kanal voll, die Hutschnur erreicht, der Fisch
gegessen... geschrieben 2004, beim Probieren der DADGAD-Stimmung. Ich weiß auch nicht, wie ich im ersten Vierteljahr 2004 vermehrt auf
derartige Lieder gekommen bin.
19 Wenn ich gehen muss
dann will ich mich damit abfinden und keine Versuche erleben, die mir die
Würde nehmen. Denn die Bilanz wird zweifellos so ausfallen: Was ich
singen wollte, hab ich gesungen, was ich sagen konnte, hab ich gesagt, was
ich erleben durfte, hab ich erlebt, und die ich geliebt habe, haben es
gespürt... geschrieben 2004
Gesamtinhaltsverzeichnis
(plus Angabe der CD,
auf der das Lied zu finden ist,
Kinderlieder kursiv geschrieben)
A
Abhetzblues
(Du bist schuld, Der geklaute Gameboy,
Papa backt,
Aufräum', Diese 1)
Abrechnung
(Nicht als Eigentum,
Nichts ist ideal,
Diese 2)
Acht große Lieben
(Spuren, Diese 2)
Adventszeit
- Bastelzeit (Mama, mach Mam'lade)
Alle alle
da (Mama, mach Mam'lade)
Allein
mit meinen Träumen (Nicht
als Eigentum)
Alle
haben einen Weg (Ich bin groß)
Alleine
in der Stadt (Papa repariert)
Alle
Kinder draussen (Der geklaute Gameboy)
Alles
dabei (Weit und offen,
Gegenseitig geschenkt,
Diese 3)
Alles hat
seine Zeit (Draufgänger,
Gegenseitig
geschenkt,
Schicksalsglück, Diese 1)
Alle
Zeit (Bestes Stück)
Andres
Kind (Draufgänger, Mama, mach
Mam'lade,
Schicksalsglück)
Anneli
(Schicksalsglück)
Anziehlied
(Igitt, da drin sind Zwiebeln, Aufräum')
Aufgewacht (Spuren)
Aufräum’
(Du bist schuld, Papa repariert, Papa backt,
Aufräum')
Auf
Reisen (Stück des
Wegs, Sternschnuppen)
Aufstehn
Auf
Wiedersehn (Ich bin groß)
Aufzug
(Im Handumdrehn)
Ausgeliefert
(Ausgeliefert, Diese 1)
Aus,
over, roger (Unentdeckt)
Aussen vorbei (Spuren)
Ausstand
(So ist gut)
Ausziehen
(Ausgeliefert, Diese 4)
Autowäsche
(So ist gut)
B
Baby
Doll (Draufgänger, Igitt, da
drin sind Zwiebeln,
Papa backt)
Bäh (Ich bin
groß)
Bande Bande
(Papa repariert)
Bangelied
(Igitt, da drin sind Zwiebeln, Mach die Tür zu)
Bauchschuss
(Nicht als Eigentum)
Bauchweh
(Igitt, da drin sind Zwiebeln, Mach die Tür zu)
Bei
Gelegenheit - Wiedersehen reloaded
(Im Handumdrehn)
Bekenntnis
(Nicht als Eigentum)
Bestes
Stück (Bestes Stück)
Beweise (Unentdeckt)
Big Brother (Nicht
als Eigentum)
Big
Brother 2004 (neu) (Im
Handumdrehn)
Bilanz (Weit und offen)
Bis sie geht (Unentdeckt, Diese
2)
Bloß
keinen Schiss (Ich bin groß)
Blütenträume (auch
engl.) (Stück
des Wegs,
Gegenseitig
geschenkt)
Bonbonpapier
(Der geklaute Gameboy, Aufräum')
Brieffreundschaft
(Der geklaute Gameboy, Papa backt,
Mach die Tür zu)
C
Camping
(Papa repariert, Papa backt, Aufräum')
Camping-Disco
Computer
(Nix dagegen)
Cool
(So ist gut)
D
Das
merk ich mir (Papa repariert, Papa backt, Mach die
Tür zu)
Das
peinliche Lied (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Papa
backt, Aufräum')
Das
Phantom: Der Opa (Der geklaute Gameboy, Papa
backt, Aufräum', Im
Handumdrehn)
Das
Recht ein Mensch zu sein (Stück
des Wegs,
Nichts ist ideal,
Sternschnuppen)
Das
Recht ein Mensch zu sein - ergänzt
(Im Handumdrehn)
Das
war's (So ist gut)
Das
Weihnachtslicht (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Da war doch
was (Ich bin groß)
Denk
nun an dich (So gesehen)
Deine
Klamotten (Der geklaute Gameboy, Papa backt,
Aufräum', Im
Handumdrehn))
Der Abend
vorher (Ich bin groß)
Der
ewige Despot (So gesehen, Nichts
ist ideal)
Der
geklaute Gameboy (Der geklaute Gameboy,
Aufräum')
Der
Hexenmeister (Papa repariert, Aufräum')
Der
Junge ist tapfer (Papa repariert, Mach die Tür zu)
Der
Kalender (So ist gut)
Der
Kardinalsfehler (Bestes Stück)
Der Namenstag
(Ich bin groß)
Der
qualmende Karl (Papa repariert)
Der Ranzen
(Ich bin groß)
Der
Tropfen (Ausgeliefert)
Der
Verdacht (Bestes Stück)
Der
Zirkus (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Dicke Decke
(Bestes Stück)
Die
Eulen lauschen (Weit und offen)
Die
ist bekloppt 1 (Der geklaute Gameboy, Aufräum')
Die
ist bekloppt 2
Die
Krise kommt (Im
Handumdrehn)
Die
Lehrerin (Ich bin groß)
Die
Macht des Glaubens (Ausgeliefert,
Diese 3)
Die
Nacht durchwacht (Im Handumdrehn)
Die Schule
(Ich bin groß)
Die
Tage werden kürzer (Nix
dagegen)
Die
Tüte (Ich bin groß)
Doch
aufgepasst (Der geklaute Gameboy, Aufräum')
Domina (Spuren)
Draufgänger
(Draufgänger, Woher - wohin, Diese
1)
Drei alte Kisten (Nix
dagegen)
Drüber schlafen (Du bist schuld)
Du
alte Schule (Mama, mach Mam'lade)
Du
bist schuld (Du bist schuld,
Diese 1)
Du bist zu allem fähig (So
gesehen, Nichts ist ideal)
Du könntest meine Tochter sein (Draufgänger,
Woher - wohin, Diese
3)
Du nicht bei mir (Weit
und offen, Gegenseitig
geschenkt, Diese 3)
Durch den Wind (Draufgänger)
Durchsicht
meiner Konten (So
gesehen)
Dutzendgesicht (Unentdeckt, Diese
4)
E
Eile
mit Weile (So ist gut)
Ein Blick (Draufgänger,
Gegenseitig geschenkt, Diese 4)
Ein
Glas Saft (Papa repariert, Papa backt, Mach die Tür
zu)
Eismann (Mama, mach Mam'lade)
Epitaph
für John Pearse (So ist gut)
Epitaph
für Phil Ochs (auch in engl.)
(Nicht als
Eigentum,
Nichts ist ideal, Sternschnuppen,
Diese 3)
Epitaph
für Rudi Dutschke (Stück
des Wegs, Nichts
ist ideal)
Er tanzt (Unentdeckt, Diese 1)
Es
ist wie’s ist (Du bist schuld, Mama, mach Mam'lade,
Papa backt, Aufräum')
Es
tut mir leid (Nicht als
Eigentum)
Etikette (Unentdeckt)
F
Fahrrad
fahrn (Papa repariert)
Falschgeld
(So ist gut)
Fang
an (Weit und offen)
Fassade
Fast dreißig
Jahre (Ausgeliefert)
Fit
oder fett (Stück
des Wegs)
Flieg
(Ausgeliefert, Diese 2)
Forschung (Du
bist schuld)
Fragen
Fragen Fragen (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Papa
backt)
Freiheit
(Du bist schuld)
Frei
sein (Draufgänger)
Freispruch
(Ausgeliefert)
Frei
wie der Wind (Im Handumdrehn)
Fremde Augen (Nix
dagegen)
Freund aus Potsdam (Nix
dagegen)
Freunde, seid wach (Nicht als
Eigentum, Nichts ist
ideal,
Sternschnuppen, Diese 1)
Frieden (Stück
des Wegs, Nichts ist ideal,
Sternschnuppen, Diese
3)
Früher war alles besser (Draufgänger)
Frühstück
im Bett (Mama, mach Mam'lade)
Furcht
im Nacken (Nix dagegen)
G
Gamino
(Nicht als Eigentum,
Nichts ist ideal)
Gegenseitig geschenkt (Weit und
offen, Gegenseitig
geschenkt, Diese 2)
Geh
nicht auf den Wecker (Mama, mach Mam'lade)
Gelage
(Stück des Wegs)
Gelebter Traum (Unentdeckt)
Genieß (Spuren,
Diese 4)
Glaubwürdigkeitsmarsch (Nix
dagegen)
Grau in grau (Draufgänger)
Greif zu (Du bist schuld, Diese
4)
Gute
Besserung (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
H
Hab
doch noch Geduld (auch engl.)
(Nicht als
Eigentum, Gegenseitig geschenkt,
Sternschnuppen,
Diese 4)
Halbes Leben (Unentdeckt)
Hallo Kam'raden (So
gesehen)
Harrisburg-Syndrom
(Störfall in Stade) (Nicht
als
Eigentum,
Sternschnuppen)
Haufen Schrott (Bestes Stück)
He,
Baby
Heinz,
der Elefant (Ich bin groß)
Herzlichen
Glückwunsch (Ausgeliefert, Diese
4)
Heute
hab ich frei (Ich bin groß)
Heut
geht M.G. (Im Handumdrehn)
Heute,
liebe Leute (Ich bin groß)
Holz knistert (Ausgeliefert)
I
Ich
bin dran (Papa repariert)
Ich bin
ein Cowboy (Papa repariert)
Ich
bin ja so gespannt (Ich bin groß)
Ich
bin so blank (Der geklaute Gameboy, Aufräum')
Ich
bin stolz (So gesehen)
Ich
hätte und du würdest (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Ich
kam in Jeans (Draufgänger, Woher
- wohin, Diese 3)
Ich kann auch anders (Weit
und offen, Woher - wohin,
Diese 2)
Ich
kann noch mehr (Papa repariert)
Ich
kenn den Weg zu dir (So gesehen)
Ich
mag das nicht (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Papa
backt, Aufräum')
Ich
muss (So gesehen)
Ich
spür dich bei mir (Stück des
Wegs, Gegenseitig
geschenkt)
Idioten
(Der geklaute Gameboy)
Im
Handumdrehn (Im Handumdrehn)
Immer
hab ich dich dabei (So
gesehen)
Im
Mäppchen ist so viel (Ich bin groß)
Immer Augen
auf (Ich bin groß)
Immer
locker
Im
Zoo (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Papa backt,
Aufräum')
In der Nacht (Du bist
schuld)
Intensiv
(Spuren, Diese 1)
Intrigantenstadl
(Bestes Stück)
Irgendwo
(Der geklaute Gameboy, Mach die Tür zu)
Is egal
(Mama, mach Mam'lade, Im Handumdrehn)
Ist
vorbei, ich bin groß (Ich bin groß)
J
Ja
du, dann dann
Jammerschade
(Weit und offen, Nichts ist ideal)
Jannik
(Schicksalsglück)
Ja,
wenn das so ist (So gesehen,
Nichts ist ideal)
Jeder kennt einen (Weit und
offen, Nichts ist ideal,
Diese 4)
Jederzeit (Unentdeckt)
Journalisten
(Stück des Wegs, Nichts ist ideal,
Setzt
euch zu mir, Diese 2)
Jugendherberge
(Papa repariert)
Jugendlich
(Spuren, Diese 2)
Jusotod
(Nix dagegen)
K
Kalt
(Draufgänger)
Kann
man das kleben (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Mach
die Tür zu)
Kann
nicht schlafen (Papa repariert, Papa backt, Mach
die Tür zu)
Kann
nur besser sein (So gesehen,
Woher - wohin,
Diese 3)
Karl der Steife (Nix dagegen)
Kasimir,
das Nachtgespenst (Papa repariert)
Katastropheneinsatzplan
(Nicht als Eigentum, Nichts
ist ideal,
Sternschnuppen, Diese 2)
Kinderarzt
(Igitt, da drin sind Zwiebeln, Aufräum')
Kinderklau (Ausgeliefert)
Kindertag (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Klare
Ansage (Spuren)
Klassenfest
(Mama, mach Mam'lade)
Kleiner Engel
(Draufgänger, Ich bin groß, Papa backt,
Mach die Tür zu,
Schicksalsglück, Diese 2)
Kleiner
Wirbelwind (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Knallkopp
Knibbelei (So
gesehen, Papa repariert, Papa backt,
Diese 3)
Knötterich
(Ich bin groß)
Kohlroulade
(Ausgeliefert)
Komm
doch mal rüber (Im Handumdrehn)
Komm in meine Arme (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Papa
backt)
Komm
mit in den Park (auch engl.)
(So gesehen,
Gegenseitig geschenkt,
Diese 2)
Komm' se raus
(Stück des Wegs, Sternschnuppen)
Komm
spielen
Kopf
hoch (Draufgänger)
Krähenfüße (Draufgänger,
Gegenseitig geschenkt,
Diese 1)
Krank
(Igitt, da drin sind Zwiebeln, Mach die Tür zu)
Krieg
der Knöpfe (Stück des Wegs)
Krölle-Bölle
(Igitt, da drin sind Zwiebeln, Papa backt,
Aufräum')
Kuck
doch mal her (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Kurzinfo
(Du bist schuld)
Kussräuber
L
Langweilig
(Du bist schuld, Mama, mach Mam'lade,
Papa backt, Mach
die Tür zu, Diese 4)
Lang
ist her (Bestes Stück)
Lätzchen-Schätzchen
(Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Lass dich fallen (Spuren)
Lass
mich dir erklären (Stück des
Wegs)
Lass
mich lesen (Der geklaute Gameboy, Papa backt,
Mach die Tür zu)
Lass
sie nur (So gesehen, Nichts ist
ideal)
Leben (auch
engl.) (Stück des Wegs,
Woher - wohin,
Diese 3)
Leben lieben (Du bist schuld,
Diese 1)
Leben
mit dir (So ist gut)
Lebenslust (Weit und offen,
Nichts ist ideal)
Logik (Stück
des Wegs)
Lukis
Nuki (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
M
Mach
die Tür zu (Mama, mach Mam'lade, Mach die Tür
zu)
Mach
dir nichts vor (Nicht als
Eigentum, Schicksalsglück)
Mach was, Mama (Spuren,
Diese 1)
Mallied
(Ich bin groß)
Mal
reden (Nicht als Eigentum, Woher
- wohin,
Sternschnuppen, Diese
3)
Mama,
mach Mam’lade (Mama, mach Mam'lade)
Manager
von Jennifer (Weit und offen)
Mein
Bett (Mama, mach Mam'lade, Mach die Tür zu)
Meine
Mode
Meisterschaft (Unentdeckt)
Melanie
(Ausgeliefert, Diese 1)
Mich traf ein Licht (So gesehen,
Gegenseitig
geschenkt)
Midlifekrise (Stück
des Wegs, Woher - wohin,
Sternschnuppen, Setzt
euch zu mir, Diese 2)
Mordsgelüste
(Bestes Stück)
Museum (Du
bist schuld, Diese 4)
Mutation (Nicht als Eigentum,
Nichts ist ideal,
Sternschnuppen)
N
Nasenlöcher
sehen nichts (Ich bin groß)
Nasenwuchs
(So ist gut)
Neuanfang
(Nix dagegen)
Neubeginn
Neustart
(Im Handumdrehn)
Nicht
als Eigentum (Nicht als Eigentum,
Gegenseitig
geschenkt,
Sternschnuppen, Diese 2)
Nichts ist ideal (Nicht
als Eigentum, Nichts ist ideal)
Nichts
ist so toll (Ich bin groß)
Nichts
zu verliern (Unentdeckt)
Nie verkehrt (Du bist schuld)
Nikoläuse
(Ich bin groß)
Nix
dagegen (Nix dagegen)
Noch
frisch (Im Handumdrehn)
Noten
sind bloß Zahlen (Ich bin groß)
Nur
geklont (Ausgeliefert, Diese 2)
O
Oettinger
Klartext (Bestes Stück)
Oh Mann (Nicht als Eigentum,
Woher - wohin, Diese 4)
Ohne
Ende (Im Handumdrehn)
Ohne Gebiss (Stück
des Wegs, Diese 4)
Olle
Pollen (Papa repariert)
P
Packlied
(Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Papa backt (Weit und offen, Papa backt, Diese 1)
Papa-Rap
(Du bist schuld)
Papa
repariert (Papa repariert, Papa backt, Aufräum')
Party
(Spuren, Diese 1)
Passiert
ist passiert (Weit und offen,
Diese 3)
Paternoster (Draufgänger,
Nichts ist ideal)
Pazzilozzi-Kindergarten
(Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Pekinger
Frieden (So ist gut)
Photosession
(Weit und offen, Woher - wohin, Diese
3)
Plapperfrei
(Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Prima,
sind Ferien (Mama, mach Mam'lade)
Prinzesschen
hat geheiratet (Igitt, da drin sind Zwiebeln)
Pudding
mit Ketchup (Der geklaute Gameboy)
R
Radiotime
(Stück des Wegs)
Regen (Du bist schuld)
Reif (Weit
und offen, Woher - wohin, Diese 4)
Reste
(Der geklaute Gameboy)
Rezepte (Unentdeckt)
Richtig
wichtig (Bestes Stück)
Rücken
zur Wand (Bestes Stück)
S
Schicksalsglück
(Unentdeckt)
Schlaflied
(Schlaf, mein Schatz) (Stück
des Wegs,
Woher - wohin,
Sternschnuppen, Diese 3)
Schlaflied
(Brav, dreh dich) (Igitt, da drin sind Zwiebeln,
Papa backt, Mach die
Tür zu)
Schlot (Papa
repariert)
Schlotterhosenknabe
(So ist gut)
Schneemann
(Draufgänger, Mama, mach Mam'lade,
Mach die Tür zu)
Schnurr,
Miezi, schnurr (Mama, mach Mam'lade, Mach
die Tür zu)
Schöner
Döner (Ausgeliefert)
Schon
wieder (Nix dagegen),
Schon
wieder frei (Du bist schuld, Mama, mach
Mam'lade)
Sechzehn
Nationen (Nix dagegen)
Sei still (Stück
des Wegs, Nichts ist ideal, Diese 4)
Sie in ihr (Spuren)
Sie lacht (Unentdeckt,
Diese 1)
Sie
schläft nicht gut (Bestes Stück)
So gesehen (So gesehen, Woher -
wohin, Diese 1)
So gut (Spuren)
So
ist gut (So ist gut)
So kann's gehn (Unentdeckt)
So nah dran (Spuren,
Diese 4)
So’n
Pech für mich (Der geklaute Gameboy, Aufräum')
Sonst
nix (So gesehen, Nichts ist
ideal, Diese 4)
Sozialistengesetz (Nix dagegen)
Spekulantensong (Nix dagegen)
Spick
mich (So ist gut)
Spiel
dein Spiel (Ausgeliefert)
Sprechstunde (zum
"Jahr des Kindes") (Nicht als
Eigentum, Sternschnuppen,
Diese 4)
Spurensuche (Spuren,
Diese 2)
Spur zum Glück
(So gesehen, Woher - wohin, Diese 2)
Sternschnuppen
(Stück des Wegs, Woher - wohin,
Sternschnuppen, Mach die Tür
zu, Diese 1)
Stimme
im Ohr (So ist gut)
Stimme seines Herrn (So
gesehen, Nichts ist ideal)
Stück des
Wegs (auch engl.)
(Stück des Wegs,
Gegenseitig geschenkt,
Sternschnuppen, Setzt
euch zu mir, Diese 1)
Suchen
- Finden (Ausgeliefert)
Susanne
steigt aus (Bestes Stück)
T
Taschenlampe
im Bett (Papa repariert)
Träne
im Auge (auch engl.)
(Stück des Wegs, Gegenseitig
geschenkt, Diese 4)
Traumlied
(Ich bin groß)
Trotzige
Alte (Stück des Wegs, Nichts ist
ideal,
Sternschnuppen, Diese 4)
Tschuldigung (Spuren)
T-Shirt (Draufgänger,
Woher - wohin, Diese 1)
Tun als ob
(Ich bin groß)
Tut mir
leid (Der geklaute Gameboy)
U
U-Bahn
fahrn (Ich bin groß)
Überheblich (Unentdeckt)
Unentdeckt (Unentdeckt, Diese 2)
V
Verklappt
(Ausgeliefert, Diese 3)
Vergessen
(Bestes Stück)
Verwirrung
(Im Handumdrehn)
Vielleicht
ist ja so (Im Handumdrehn)
Voll
dabei (So gesehen)
Vorbei (Spuren,
Diese 4)
Vorfreude (Du bist schuld)
W
Wachtraum
(Spuren)
Warnung (Du bist schuld)
Warum
beeilen (Der geklaute Gameboy)
Was
ich erzählen will (Ich bin groß)
Was ihr wisst
(Ich bin groß)
Was
ist wahr (Draufgänger, Nichts
ist ideal, Diese 3)
Was mach ich da (So gesehen)
Was muss ich noch tun (Draufgänger,
Gegenseitig
geschenkt, Diese 2)
Was
weiß ich schon (So ist gut)
Was würd ich ohne dich tun (Weit
und offen,
Gegenseitig geschenkt, Diese 2)
Weit und offen
(Weit und offen, Gegenseitig
geschenkt, Diese 1)
Wem nützt es (Spuren)
Wenn der Vorhang fällt (Nix
dagegen)
Wenn ich gehn muss (Unentdeckt,
Diese 3)
Wer
kommt (Ich bin groß, Papa backt)
Wie
geschmiert (Unentdeckt, Diese 3)
Wieso frag ich dich (Weit und
offen, Woher - wohin, Diese 3)
Will
aber (Igitt, da drin sind Zwiebeln, Papa backt)
Woher,
wohin (Weit und offen, Woher -
wohin, Diese 3)
Wohin der Weg auch führt (Nicht
als Eigentum,
Gegenseitig geschenkt,
Sternschnuppen)
Womit hab ich das verdient (Du
bist schuld)
Woran
denkst du (Bestes Stück)
Wunder (Spuren,
Diese 2)
Wut so doll (Der geklaute Gameboy)
Z
Zähl
mal mit (Nix dagegen)
Zahnspange
(Mama, mach Mam'lade, Aufräum')
Zielsuche
(Im Handumdrehn)
Zu
anderer Zeit (Draufgänger)
Zuhörer
(Der geklaute Gameboy)
Unvertonte
Gedichte
Ausgewogenheit
Denkmal
Die Lichter an Weihnachten
nach Senta Schads Abschied
Fettich
HDH (für Hanns Dieter Hüsch)
Nachlass
Traditionspflege
Trost ?
Wenn
Zum Trotz
Gedichte
und Texte zum Jahresende
Das
Jahr geht rum 1989
Einheitsweihnachten 1990
Weiße Weihnacht in weißen Westen (Dialog)1994
Von Nix kommt nix (Reportage)1995
Die Lichter an Weihnachten 1998
Zehn Minuten Gedicht 2001
Schon wieder Zeit 2002
Frohe Weihnacht wieder mal 2003
Weihnachtsstimmung 2004
Gedichte
über den Weihnachtsmann
Jobsharing
Weihnachtsmann & Osterhase 1991
Der Weihnachtsmann auf Tour in Kur 1992
Der Weihnachtsmann Präsidentschaftskandidat
(Der
Kandidat - gescheit gescheitert) 1993
Glaubst du an den Weihnachtsmann? 1996
Weihnachtsstreik 1997
Weihnachtsmann ohne Dichtlust 1998
Das Weihnachtslicht 1999
Weihnachtsmann mit Frust 2000
Gerd
Schinkel
singt auf deutsch eigene Lieder
CDs
für Erwachsene:
Es gibt CDs mit Liedern
für Erwachsene in quasi chronologischer Zusammenstellung (drei
vorwiegend aus dem vorigen Jahrtausend), eine CD mit meinen besten
Liedern aus dem vorigen Jahrtausend und - als besondere
Zusammenstellung - einen Viererpack mit meinen besten Liedern.
0
- "Nix dagegen" -
eigen(sinnig)e Lieder
1
- „Nicht
als Eigentum" - eigen(artig)e Lieder
2
- „Stück
des Wegs" - eigen(willig)e Lieder
3
- „So
gesehen" - eigen(mächtig)e Lieder
4
- „Weit
und offen“
- eigen(ständig)e Lieder
5
- "Draufgänger" -
eigen(händig)e Lieder
6
- "Unentdeckt" - eigen(tümlich)e
Lieder
7
- "Du bist schuld"
- eigen(wüchsig)e Lieder
8
- "Spuren" - eigen(wertig)e
Lieder
9
- "Ausgeliefert" -
eigen(nützig)e Lieder
10
- "Bestes Stück" -
eigen(brötlerisch)e Lieder
11
- "So
ist gut" - eigen(verantwortlich)e Lieder
12
- "Im
Handumdrehn" eigen(süchtig)e Lieder
CDs in
besonderer Zusammenstellung:
die
besten eigenen
aus dem vorigen Jahrtausend :
-
"Sternschnuppen"
-
- "Schicksalsglück" -
CD mit 19 Liedern
zu meinem Buch :
„Bin
ich ihr ähnlich?"
- Adoptivtochter auf Spurensuche in Korea“ -
erschienen Dez. 2005 bei Books on Demand,
Norderstedt, ISBN 3-8334-33915-7, 260 S.,
14.90 €
Buch ist im Handel und bei mir erhältlich, CD nur bei mir
- "DIE BOX: gnadenlos
anachronistisch - aber nicht hoffnungslos" enthält meine
mutmaßlich besten Lieder:
- DIESE (1)
- AUCH DIESE (2)
- AUCH NOCH DIESE (3)
- WOHL AUCH NOCH DIESE
(4)
"- "1-fach"
Beispielsweisen
vorzugsweise auszugsweise
- "4-fach"
Beispielsweisen
vorzugsweise scheibchenweise
als
4er Box angelegt, aber auch jede CD einzeln
( erschienen 2003, thematisch sortiert mit meinen bis
dahin geschriebenen besten Liedern):
-
„Gegenseitig
geschenkt“
„Beziehungsweisen“
schönste Liebeslieder
-
„Woher
– wohin“ –
„Betrachtungsweisen“
beste Lebenslieder
-
„Nichts
ist ideal“ –
„Sichtweisen“
trotzigste Trotzlieder
-
„Papa
backt“ –
„Singweisen“
aus der Kinderwelt
Es
gibt fünf CDs mit eigenen Liedern für Kindern in
altersentsprechender Zusammenstellung sowie zwei CDs mit den besten
Kinderliedern (einmal laut, einmal leise):
CDs
für Kinder:
- "Igitt!
Da drin sind Zwiebeln" - für
Vorschulkinder
- "Ich bin groß" -
zur Einschulung
- "Papa repariert" -
für "frische" Grundschulkinder
- "Der geklaute
Gameboy" - für
erfahrene Grundschulkinder
- "Mama, mach
Mam'lade" - für
große Grundschulkinder
sowie
als "beste" Kinderlieder:
- "Aufräum'"
(laut genug)
- "Mach die Tür
zu" (leise)
|

Gerd
Schinkel
singt auf deutsch eigene Lieder
|
"Unentdeckt"
- eigen(tümlich)e Lieder
Unentdeckt
Woran liegt’s, wenn man mit manchen gut,
mit andern gar nicht kann?
Was macht den einen anders
als den andern – wo liegt’s dran?
Dass ich mit dir gut auskomm’,
und das schon seit soviel Jahr’n,
dass es schon gut ging als wir doch
noch halbe Kinder war’n –
wo liegt’s dran?
Woran liegt’s, wenn es bei manchen funkt,
bei andern nichts passiert?
Was ist bei denen anders,
wenn es einfach funktioniert?
Dass ich von dir bis heute
nicht genug bekommen kann,
dass es im Grund nicht anders ist,
wie’s war, von Anfang an,
wo liegt’s dran?
Woran liegt’s, wenn manche lachen,
während andere nur groll’n,
manche leichter leben,
andre schwerer als sie soll’n?
Dass ich mit dir kein Trübsal blas’ –
du lachst mich so oft an –
Und wenn uns was bedrückt,
jeder dem andern helfen kann,
wo liegt’s dran?
Woran liegt’s, wenn manche älter ausseh’n
als sie wirklich sind,
es fürchten, dass das Alter
den Wettlauf mit der Zeit gewinnt,
dass mich das Älterwerden
mit dir ganz und gar nicht schreckt,
weil wir gemeinsam merken,
wie viel Kraft noch in uns steckt
unentdeckt...
2004
Er
tanzt
Er
putzt seine Schuhe,
wachst sie gut ein.
Das Licht kann sich spiegeln –
so muss es sein.
Der Glanz hält für Stunden
auf glattem Parkett,
beim Drehen auf vier Beinen –
Arm in Arm im Duett.
Tanz folgt auf Tanz,
ist der Spaß erst entdeckt.
Schrittwechsel, Drehung –
nur wer übt, wird perfekt.
Tanz folgt auf Tanz,
bis die Füße weh tun,
im Gleichgewicht Schwung hol’n
in gewienerten Schuh’n.
Wiegen und biegen –
sie folgt, wenn er führt,
eng aneinander,
so dass man sich spürt.
Schweben, hingeben,
dem Rhythmus, dem Takt,
kaum noch zu bremsen,
hat es dich gepackt...
Der Arm fällt bald ab
und die Beine sind schwer.
Der letzte Tanz endet –
im Saal wird es leer.
Geflirtet, geflüstert,
geträumt und gelacht.
Ein Blick voller Charme –
nach Hause gebracht.
2004
Rezepte
Ich
weiß, wie ich gelitten habe,
als ich neunzehn war,
konnt’ machen was ich wollte,
kam nie einer Freundin nah,
fand mich zu groß, zu dünn, zu schwach,
war nicht selbstbewusst,
bekam jede Menge Körbe
und der Frust drückt auf die Lust.
Alles Schnee von gestern –
doch ich weiß es noch wie heut:
Über meine erste Freundin –
wie hab ich mich gefreut.
Dass sie nicht die Traumfrau war,
hab ich schon bald gemerkt.
Doch immerhin hat sie mein Selbstbewusstsein
allemal gestärkt.
Papa kennt die Praxis
und kennt die Theorie, Junge,
frag nicht nach Rezepten –
ob die taugen, weiß man nie.
Bis dir klar ist, was du hast
und du weißt, ob es passt,
mach den Sack nicht zu
und brich schon gar nichts übers Knie.
Du darfst nicht resignieren, Junge,
darum bleib am Ball.
Setz dich nicht unter Druck
und lass dir Zeit, auf jeden Fall.
Magst du eine, die gern redet -
schweig und hör ihr zu,
will eine unterhalten werden -
Junge, dann red du.
Hast du die Frau deines Lebens entdeckt –
sie weiß es nur noch nicht,
pass auf, dass sie nicht erschreckt –
sieh ihr ins Gesicht.
Versuch, dass dir irgendwas gelingt,
was sie neugierig macht,
ein Scherz, der ihr gute Laune bringt,
über den sie lacht...
Will eine tanzen, geh tanzen –
zeig ihr wie das geht.
Nimm sie fest in den Arm –
hast du sie reichlich rumgedreht,
dann sei auch nicht zu schüchtern –
du spürst, ob’s ihr gefällt.
Dann kommt ein Schritt zum andern
übern Steg, der sicher hält.
2004
Jederzeit
DADGAD
Du kannst mir sagen, was immer du willst,
und mich fragen, was immer du willst –
ich hör dir zu.
Du kannst es wagen, wann immer du willst,
dich beklagen worüber du willst –
ich hör dir zu.
Wer, wenn nicht ich, wird stets da sein für dich,
wenn du jemanden brauchst nah bei dir?
Wer, außer mir, wird stets nah sein bei dir,
wenn du jemanden brauchst, ganz für dich,
da bin ich...
Du kannst mich stören, wann immer du magst,
auf mich hören, wann immer du magst –
bin da für dich.
Du kannst mir geben, was immer du magst,
solang eben du mich nicht verjagst –
bin da für dich.
Komm gleich zu mir, spürst du Kummer in dir,
wenn du jemanden brauchst, bau’ auf mich.
Gib mir die Last, wenn du allzu viel hast,
wenn du jemanden brauchst, nur für dich –
hier bin ich.
Du kannst dich zeigen, wie immer du willst,
mit mir schweigen solange du willst –
ich hab’ Geduld.
Du kannst mich führen, wohin du auch willst,
durch welche Türen auch immer du willst –
ich hab’ Geduld.
Ich bleib bei dir, ob woanders, ob hier,
denn bin ich nicht bei dir, fehlst du mir.
Nach so viel Zeit sind wir eins, auch zu zweit,
geben uns Sicherheit jederzeit,
jederzeit.
2004
Sie
lacht
Als das Lachen verteilt wurde,
rief sie wohl zweimal laut „Hier“.
Und seitdem lacht sie meistens,
nicht immer, doch viel mehr als wir.
Zeigt sie gute Laune,
hat sie andere schnell angesteckt.
Und Trübsal ist chancenlos,
hat sie dein Lachen geweckt,
wenn sie lacht, wenn sie lacht,
wenn sie lacht, wenn sie lacht.
Sie platzt in den Tag. Selbst
wenn’s dunkel ist, sorgt sie für Licht,
trägt ihr Herz auf der Zunge,
kein Thema, von dem sie nicht spricht.
Sie lockt dich auf Wege,
die du nie zu gehen gedacht,
und wenn du es merkst, bist du
längst schon am Ziel – und sie lacht.
Sie schwingt sich ins Leben,
zieht andere mit, spielend leicht,
und Ärger zerbeißt sie, wenn sie
ihn nicht einfach umschleicht.
Sie fragt, was sie wissen will,
bis keine Frage mehr bleibt,
und lacht dabei, wenn sie mit
Fragen dich in’ Wahnsinn treibt...
Schenkt sie dir ein Lachen,
merkst du, dass dir kaum noch was fehlt.
Du hast, was du brauchst,
fühlst was unwichtig ist und was zählt.
Ihr Zauber macht, dass du
dich fragst, ob du träumst oder wachst.
Du kneifst dich und spürst,
dass du lebst, solang sie mit dir lacht,
Keiner weiß, wie sie’s macht,
dass die Sonne aufgeht,
wenn sie lacht,
wenn sie lacht, wenn sie lacht,
wenn sie lacht, wenn sie lacht.
2004
Schicksalsglück
Kaum erwartet, schon der sorgenvolle Blick,
kaum in Hoffnung, schon die Angst fest im Genick.
So gefährdet was noch unterm Herzen liegt,
so gescheh’n, und nicht zu ändern, Glück versiegt.
Kaum gebor’n, verliert sich irgendwo die Spur.
Kaum im Leben - überlebt als Kreatur,
ausgeliefert denen, die nichts Böses woll’n,
ausgesetzt, gefunden und am End verscholl’n.
Kaum entbunden, überstanden, überlebt,
kaum bei Kräften, als vor Schmerz die Seele bebt,
Schon verlor’n, was grad noch unterm Herzen lag.
So gescheh’n und nicht zu ändern, Schicksalsschlag.
Kaum verpflanzt finden die Wurzeln neuen Halt,
kaum zu bremsen, Lebenslust, pur und geballt,
ausgehalten, was an Zweifeln noch im Sinn
ausgefragt – wie kommt’s, dass ich bin wie ich bin.
Kaum vernarbt bricht eine alte Wunde auf.
Kaum ertragen, was gescheh’n, der Dinge Lauf.
Schon gesucht, was einmal unterm Herzen lag.
So gesehnt, doch nicht zu ändern – Schicksalsschlag.
Kaum versucht, mit Zuversicht und ohne Scheu.
Kaum zu glauben, fällt die Nadel aus dem Heu,
ausgelitten, und in vielen Herzen Platz,
ausgestanden, Schicksals-Glück als Schmerz-Ersatz.
Kaum gefunden, kaum verstanden, doch erfasst.
Kaum begriffen - und das Ziel beinah verpasst.
Schon bedroht und eine Angst ums Herz sich legt.
So gescheh’n und nicht zu ändern - Schicksal schlägt...
Kaum vernommen - so viele Fragen schnell gestellt.
Kaum gefragt, wir schon ein Hintergrund erhellt.
Grell beleuchtet, Schatten auf dem Leben liegt.
Schicksalslaune, die belastet, nicht besiegt,
Schicksalslaune, die dich stärkt, nicht unterkriegt...
2004
Halbes
Leben
Gezeichnet schon mit neunzehn Jahren,
an Angst gewöhnt und Dunkelheit,
nicht lebens- sondern kriegserfahren,
flieht sie vor Enge, Einsamkeit
zu einem Mann mit jungen Flausen,
der streichelnd wärmt und viel verspricht,
doch wenig hält – sie flieht mit Grausen,
sie nimmt ihr Kind mit und mehr nicht.
Den flachen Weg zu rasch genommen –
verkehrte Richtung, falsches Ziel.
Wo hingeraten? Sicht verschwommen –
Die Flucht zu wagen, ist schon viel...
Gereift mit einunddreißig Jahren –
Ein anderes Leben, andere Zeit.
Auf ausgelegten Gleisen fahren,
durch Leere und durch Einsamkeit
zu einem Mann mit grauen Haaren,
der viel erzählt, ihr manches zeigt,
ihr beibringt, an sich selbst zu sparen,
bis er sich schließt und nur noch schweigt.
Ernüchtert dann mit vierzig Jahren
durch Liebesfrust und Herzensleid.
Sich voll Vertrau’n zu offenbaren,
verlernt in Kälte, Einsamkeit.
Ein Partner winkt in dunkle Schluchten,
holt sie zurück ins Lebensglück
auf Zeit, gelegentliche Fluchten
mit jähem Sturz ins Eis zurück.
Mit fünfundfünfzig aufgegeben,
gebrochen, voller Müdigkeit.
Das halbe war das ganze Leben,
voll Sehnsucht, voller Einsamkeit.
Die Liebe, die sie kaum gefunden,
die gab sie mehr, als sie sich nahm,
bis sie nicht länger sich geschunden –
dem Krebs erlag, dem Schmerz entkam.
Den Weg, so wie er kam genommen –
In welche Richtung? Welches Ziel?
Und wo am Ende hingekommen?
Die Flucht zu wagen, war schon viel...
2004
Gelebter
Traum
Ein Briefpaket,
im Schuhkarton verwahrt –
Erinnerung
mit Sehnsüchten gepaart,
mit Gummiband jahrzehntelang
gebündelt und verstaubt –
mit Leidenschaft geschrieben,
der Dunkelheit geraubt.
Papier vergilbt,
die Tinte fast verblasst.
Gefühle festgehalten,
die man schwer in Worte fasst.
Auf Zukunft ausgerichtet,
die längst Vergangenheit,
von Gegenwart gefordert,
zu langem Weg bereit.
Seiten, Zeilen, Absätze,
banal und inhaltsschwer.
Zuversicht und Hoffnung
auf das Leben, auf viel mehr
als langweiliges Einerlei,
das sich der Alltag formt,
mit Mut zur Lust am Leben,
ungebändigt, ungenormt.
Worte, Satz für Satz –
Gedanken hangeln sich zurück.
Fragen ohne Antwort,
Ängste, Sorgen, Liebe, Glück.
Die Buchstaben verschwimmen –
aus dem Bauch füllt sich die Brust –
Ein Leben wie im Traum gelebt,
gefüllt mit Lebenslust.
2004
Bis
sie geht
Nach draußen schimmert Licht.
Sie liest und schläft noch nicht
und taucht in die Seiten.
Im Kopf noch so mobil,
denkt sie sich an ihr Ziel
und schweift durch die Zeiten.
So viel erlebt, so viel geseh’n,
von so viel geträumt
und so viel versäumt,
so viel erreicht, so viel geschafft –
nun fällt’s nicht mehr leicht,
nun schwindet die Kraft
bis sie geht.
Vor ihr der rote Wein,
der lässt sie nicht allein
und hilft ihr durchs Leben.
Und Zigarettenrauch,
den, sagt sie, braucht sie auch
zum Löffelabgeben.
So viel gemacht, so viel gewagt,
und so viel versucht,
und manchmal geflucht.
So viel erreicht, so viel geschafft –
nun fällt’s nicht mehr leicht,
nun schwindet die Kraft
bis sie geht.
Wer sich zu ihr gesellt,
den Stuhl nah zu ihr stellt,
dem kann sie berichten.
Wen hat sie nicht gekannt,
wem gab sie nicht die Hand -
so viele Geschichten.
So viel geliebt, so viel gelebt,
nach so viel gereckt,
so viel weggesteckt,
so viel erreicht, so viel geschafft –
nun fällt’s nicht mehr leicht,
nun schwindet die Kraft
bis sie geht.
Sie lebt von Tag zu Tag
so, wie sie leben mag
und will sich nicht quälen.
Fragt nicht, was kommt, was wird –
wer weiß es, und wer irrt
und wer kann frei wählen... –
So viel gehört, so viel gesagt,
so vieles beschwor’n,
so vieles verlor’n,
so viel erreicht, so viel geschafft –
nun fällt’s nicht mehr leicht,
nun schwindet die Kraft
bis sie geht.
2004
Beweise
Gestutzt und bieder
sehn wir uns wieder – normal.
Ergraut mit Falten
wie alle Alten – real.
Ergeh’n uns in Erinnerung,
wie toll es damals war,
als es noch andere Zeiten war’n,
dass viel seit dem geschah,
der eine nicht mehr Musik macht,
und sie noch immer singt,
der Oberkiffer Makler ist,
dem jedes Schnäppchen winkt...
Lebensläufe laufen –
wohin, das weiß man nie.
Und enden auf ’nem Haufen,
kaum als Biografie,
als Briefe in ’nem Schuhkarton,
als Fotos eingeklebt,
Beweise für die Kindeskinder:
Ja, man hat gelebt. 2 x
Wer will uns beneiden
um unsere Leiden – oh je.
Stell’ keine Fragen,
denn unsere Klagen tun weh.
Jeder hat zu jammern,
keiner bleibt verschont.
Doch wenn sich einer selbst belügt,
es hätt’ sich nicht gelohnt,
der hat die Chancen nicht genutzt,
die ihm gegeben war’n,
sie ausgeschlagen, überseh’n,
vergessen schon vor Jahrn.
Lebensläufe enden –
doch wie, das weiß man nicht.
Man kann sie auch nicht wenden,
dreht man allein am Licht.
Die Fotos aus dem Schuhkarton,
die Briefe, zugeklebt,
Beweise für die Kindeskinder:
Ja, man hat gelebt. 2 x
Sind wir auch älter –
andere sind kälter als wir.
Weil wir nur reifen,
wenn wir begreifen, dass hier
doch alles nur von uns abhängt,
was man für sich draus macht,
ob man sich aus dem Leben grämt
oder zu Tode lacht,
die Fäden in der Hand behält
und sich nicht zügeln lässt –
bleibt man sich bis zum Ende treu –
oder endet man im Rest.
Aus unseren Lebensweisen
finden Kinder ihren Weg.
Wenn sie noch ratlos kreisen,
sind wir ihr fester Steg.
Die Schuhkartons mit altem Kram,
von Spinnweben verklebt,
Beweise für die Kindeskinder:
Ja, man hat gelebt. 2 x
2004
Nichts
zu verliern
Gelobtes Land, nicht leer –
Ein Volk, verfolgt so lang,
kam von so weit her,
nimmt sich ein Heimatland –
das Volk, das dort lebt, wird verbannt.
Die alte Frau erzählt,
und die Erinnerung,
der Schmerz noch so quält.
Ihr Enkel ist Soldat.
Nun schützt er sie und ihren Staat.
Und Bomben explodier’n,
geschnallt an Menschen,
die den Tod nicht fürchten.
Sie ham nichts zu verlier’n,
als nur den Hass und ihre Not.
Ein Land, von Menschen voll,
ein Volk, hineingepfercht,
kann so nicht leben,
erniedrigt und bedroht
durch Panzer, Mauern und Verbot.
Die junge Frau erzählt
von ihrer Gegenwart,
der Scham, die so quält.
Ihr Liebster lebt nicht mehr –
Und nun setzt sich ihr Sohn zur Wehr...
Das Elternhaus verlor’n,
zerstört, weil Steine
gegen Panzer flogen.
In Ohnmacht kocht die Wut,
die blind zurückschlägt, ohne Mut.
Wo treibt der Irrsinn hin?
Wer stoppt die Killer
zwischen Wahn und Wahnsinn?
Wenn Menschenrecht nichts gilt,
bleibt Mordgier ewig ungestillt.
2004
Meisterschaft
Sag mir, ob du willst, ob du bereit bist,
ob dir klar ist, dass du dann befreit bist.
Gib mir deine Hand und lass dich führen
Und dann wirst du meine Nähe spüren.
Sieh mich an - dann mach die Augen zu,
und wir verschmelzen, ich und du.
Ich bin dein Meister und dein Licht –
Mehr brauchst du nicht.
Hörst du über dir die hellen Geigen?
Siehst du Farben, die sich dazu zeigen?
Spreiz die Arme und lass dich bewegen –
Und ich werd mich gerne zu dir legen.
Fühlst du auf der Haut das Licht der Sphären?
Sei entspannt – du brauchst dich nicht zu wehren.
Heb das Kinn und lass es langsam kreisen.
Vertrau mir, ich werd dir auch nichts beweisen.
Wenn du nicht alles weißt – du musst nicht fragen.
Ich bin dein Guru. Guru sollst du nur nicht sagen...
Dein Schicksal bin ich nicht, auch nicht dein Leben –
Doch hab ich’s gern, willst du mir Liebe geben...
2004
Dutzendgesicht
Das Dutzendgesicht aus West-Virginia
vergisst man so schnell.
Die Kippe im Mundwinkel, Knarre im Arm –
Fotomodell.
Weiß sie, was sie tut? Was sie macht
mit der Macht, so allzeit bereit?
Sie grüßt ihre Mutter
vom falschen Ort zur falschen Zeit
zwischen Euphrat und Tigris.
An der Kaufhauswand hängt ihr Foto nicht mehr –
so was geht schnell.
Vertuschen, verdunkeln, verschweigen, verharmlosen –
Foltermodell.
Sie tat, was sie sollte und lacht
und sagt dazu nicht ein Widerwort.
Und grüßt ihre Mutter
zur falschen Zeit vom falschen Ort
zwischen Euphrat und Tigris,
Entsetzen und Schweigen, Betroffenheit heucheln,
so deutlich wie’s geht.
Fragen nach Zeugen und Leichen ausweichen,
so lange es geht.
Sie tun was sie woll’n und wenn’s sein muss,
tut’s ein klein bisschen leid.
Dieser Gruß an die Mutter
vom falschen Ort zur falschen Zeit
zwischen Euphrat und Tigris,
Genehmigt, befohlen, gelenkt und geleugnet,
so unangenehm.
Erniedrigen, quälen, die Selbstachtung nehmen,
und das mit System.
Sie wissen zu lachen. Und was sie sonst machen?
Kein einziges Wort.
Nur der Gruß an die Mutter
zur falschen Zeit vom falschen Ort
zwischen Euphrat und Tigris,
Das Dutzendgesicht vor Gericht – keine Chance.
Geplatzt ist das Traum.
Der Alptraum geht weiter: Die Zukunft vergeigt,
Perspektive? Wohl kaum.
Die’s wussten, die wissen, auf Ehr und Gewissen,
gewiss nicht Bescheid...
Was geschah vorm Gruß an die Mutter,
vom falschen Ort zur falschen Zeit
zwischen Euphrat und Tigris,
Geschwängert vom Folterkumpanen, ein Brandmal,
lebendig und schwer.
Ein Mitbringsel aus Fleisch und Blut, das wächst
und gedeiht immer mehr.
Irgendwann wird es fragen: „Als ihr mich gezeugt habt,
wie ist es gescheh’n?“
Und dann will es vielleicht auch
zur falschen Zeit diesen falschen Ort seh’n,
zwischen Euphrat und Tigris,
zwischen Euphrat und Tigris...
2004
So
kann’s geh’n
So kann’s geh’n:
Eben noch ein halbes Kind,
unbeschwert, wie Kinder sind,
bereit, die Zukunft zu besteh’n.
Doch schon bald
beginnt der Überlebenskampf,
setzt dich der Alltag unter Dampf,
und sieh da, auch du wirst alt.
Zieh ’nen Strich und zähl’ zusammen:
zieh Bilanz – und was kommt raus?
Kehr dich selbst nicht untern Teppich –
und zieh die Stirn nicht immer kraus.
So kann’s geh’n:
Eben noch mit Kraft und Macht
Der Zukunft ins Gesicht gelacht,
bereit an jedem Rad zu dreh’n.
Aber dann
geht’s nicht weiter, ist der Weg verstellt,
und eh bei dir der Euro fällt,
merkst du, wie tief man fallen kann.
So kann’s geh’n:
Eben noch „Was kost’ die Welt“,
wer fragt nach Zeit und wer nach Geld,
aus Angst, es könnt’ vorüber gehn.
Doch wie schnell
verdrängst du, was mit dir geschieht,
bekommst du nicht mal mehr Kredit,
und jedes Licht wird dir zu grell.
Zieh ’nen Strich und zähl zusammen:
die Bilanz – was kommt heraus?
Bleib auf dem Boden, auf dem Teppich –
und zieh die Stirn nicht länger kraus.
So kann’s geh’n:
Eben noch so kerngesund,
und das Leben wild und bunt,
und kein Warnsignal zu seh’n.
Doch gib acht,
wie du dich durch dein Leben lenkst,
woran du deine Seele hängst,
was dir noch immer Freude macht.
Geht’s dir schlecht, lass dich verwöhnen
und leb nach einem alten Trick:
Hak’ Gestern ab und sieh nach vorne –
und dann genieß den Augenblick....
2004
Wie
geschmiert
Prall der Wanst bis in den Nacken –
doch den Hals noch lang nicht voll,
gewöhn dran, alles einzusacken –
weiß nicht, was er mit Skrupeln soll...
Er weiß, was er wert ist – nicht in Kleingeld.
Wenn er wo dreht, läuft’s wie geschmiert.
Dann öffnet er die Hand, damit was reinfällt –
und wenn das nicht passiert, guckt er irritiert...
Er hat sich von unten hochgebissen –
Auf Ochsentour kam er oben an.
Wie das genau ging, muss ja keiner wissen –
man kennt und hilft sich, wie man kann.
Er weiß, was er tun muss – nicht mit Kleingeld.
Wenn er nur schnippt, läuft’s wie geschmiert.
Dann öffnet er die Hand, damit was reinfällt –
und wenn das nicht passiert, guckt er irritiert...
Wozu hat er sein Amt, wozu den Posten?
Sein Wahlspruch ist: „Von nix kommt nix!“
Was gut ist, kann ja auch was kosten.
Auch Zeit ist Geld – fließt mehr, geht’s fix.
Er weiß, wie er rangeht – nicht mit Kleingeld.
Wenn er es will, läuft’s wie geschmiert.
Dann öffnet er die Hand, damit was reinfällt –
und wenn das nicht passiert, hat’s einer nicht kapiert...
Und sollte irgendwann mal doch was schief geh’n,
hat irgendwer gequatscht oder falsch frisiert –
in dunklen Sumpf kann keiner tief seh’n –
lässt sich nichts beweisen, ist auch nichts riskiert.
Er weiß, wie er vorgeht, geht’s um sein Geld –
Wenn er nur schweigt, läuft’s wie geschmiert.
Dann öffnet er den Mund, sagt, dass ihm nichts einfällt –
auch wenn’s keiner glaubt, funktioniert das garantiert...
2004
Etikette
Dass das Leben doch voller Fallen steckt,
Haben andere lange schon vor mir entdeckt,
dass es mal besser und mal schlechter geht,
je nach dem, wie der Wind sich dreht.
Doch immer mit der Ruhe, nicht aufgeregt,
weil der größte Sturm sich auch wieder legt.
Die Welt ist schlecht, man weiß es längst –
Viele steh’n im Weg, wenn du nach vorne drängst.
Brems, sonst fliegst du aus der Kurve raus –
Bleib ganz cool, mach dir nichts draus.
Es kostet doch nur Nerven, wenn du sie verlierst,
und ne Gänsehaut kommt nicht nur wenn du frierst.
Die Menschen machen Ärger – so neu ist das nicht,
dass man Kriege führt und Verträge bricht.
Kinder, die verhungern, das Ozonloch wächst –
Glaubst du, dass du so noch irgendwen erschreckst...
Nur eins macht mich noch wild, dass mir der Kragen platzt:
Das Etikett vom T-Shirt, das im Nacken kratzt.
Eins macht mich ganz rasend, dass der Kragen platzt:
Das Etikett vom T-Shirt, das im Nacken kratzt.
2004
Überheblich
Kennst du auch diese Wut im Bauch,
wie sie anfängt, dich an die Wand drängt...
Hast du je gespürt, wo sie hinführt,
wie dich umstimmt, dir die Luft nimmt...
Du versuchst dagegen anzugeh’n –
vergeblich, überheblich –
die Spannung weit genug zurück zu dreh’n –
wenn möglich, weil nötig –
Doch du kannst der Ohnmacht nicht entgeh’n,
dir beim eigenen Versagen zuzuseh’n...
Hast du je gefühlt, was in dir wühlt,
wenn der Zorn nagt und dein Blut jagt...
Weißt du auch noch dann, wenn’s keiner sagen kann,
wo’s lang geht, wenn der Wind dreht...
Wie lang hältst du dich für stark genug –
vergeblich, überheblich –
ihn auszuhalten, diesen Selbstbetrug –
weil nötig, wird’s möglich –
Doch du kannst der Ohnmacht nicht entflieh’n.
Du schweigst, schaust weg und wartest auf den Knien.
Du erliegst dem Gift der Illusion -
wieder einer mehr, sie freut sich schon -
wenn du glaubst, es bringt nichts, wenn du schreist
und wenn du dir dein Schweigen selbst verzeihst...
Wenn du selber siehst und nicht die Augen schließt,
kannst du das Treiben beschrieben.
Halt dich tapfer wach und steig aufs höchste Dach,
um zu verbreiten, nicht zu bestreiten.
Versuch nicht, an der Wirklichkeit zu dreh’n –
vergeblich, überheblich –
dich nicht an der Wahrheit zu vergeh’n –
schändlich - und endlich
ist deine Ohnmacht kleiner als du denkst,
wenn du das Licht auf dunkle Schatten lenkst....
2004
Aus,
over, roger
Wenn’s uns auch nicht passt –
oft bleibt uns keine Qual der Wahl.
Wir müssen einfach durch,
und ist der Weg auch noch so schmal.
Kennste sicher auch,
wenn der Geduldsfaden dann reißt,
wenn’s schließlich auch egal ist
und man auf Konsequenzen scheißt.
Aus, over, roger, Abpfiff,
Handtuch, Schlussakkord,
Finito, Essig, Sense, Abmarsch,
Stopp – kein Widerwort.
Feierabend, Vorhang runter,
Ende und vorbei,
vielleicht noch winke-winke, Schicht,
das war’s und du hast frei.
Wenn „genug“ genug ist,
der Kanal gestrichen voll,
Oberkante Unterlippe,
der Kamm zu lange schwoll.
Brauchste keine Zugabe,
weil’s so ganz einfach reicht,
mach den Deckel zu,
und du wirst sehn, das geht ganz leicht.
Du blickst in einen Abgrund,
drückst den Rücken an die Wand,
die Knie werden weich –
er war mal sicherer, dein Stand.
Gegenwind, der peinigt dich,
egal, wie du dich drehst.
Könnt’ alles noch viel schlimmer sein –
sei froh, dass du noch stehst...
Stell dir vor, ein Abendrot,
die Luft noch lau und klar,
wer dich drangsaliert weit weg,
wer dich liebt bei dir ganz nah.
Käse alle, Flasche leer
und friedlich eingedöst –
Was kann dich halten, wenn du dich
von allen Fesseln löst...
2004
Wenn
ich gehn muss
Wenn ich geh’n muss, muss ich geh’n –
Wird’ mich nicht zier’n, nicht widersteh’n.
Selbst wenn noch viel zu fragen wär’,
ich mich beeil’ – schaff’s doch nicht mehr...
Ihr könnt nach vorne schau’n,
und auf euch selber bau’n,
dürft eurer Kraft vertrau’n,
mit Selbstvertrau’n
euch selbst vertrau’n.
Wenn ich geh’n soll, werd ich geh’n.
Wird’ mich nicht winden, mich nicht dreh’n.
Selbst wenn noch viel zu sagen wär’ –
Man ist stets klüger hinterher.
Zeigt, dass ihr schlauer seid –
Quält euch nicht selbst mit Neid,
seid jederzeit gefeit
und seid gescheit –
erspart euch Leid.
Wenn ich geh’n will, lasst mich geh’n.
Will, wenn es geht, euch wiederseh’n.
Selbst wenn noch viel zu singen wär’,
singt – meine Lieder sind nicht schwer...
Und wenn ich am Ende bin,
gebt meinem Singen Sinn,
seht’s für euch als Gewinn,
wenn ich in euch drin
mit meinen Liedern bin...
2004
|