Bahnhofsverständnis
Wenn du
weißt, was du willst, was du tun musst und tust,
fragst du immer erst lang, ob es geht?
Wenn du weißt, was du tun kannst, sag, warum du ruhst?
Wart nicht ab, irgendwann ist zu spät.
Nur wer
rauskommt und sieht, es sind viele schon da,
hat begriffen, er ist nicht allein.
Nur wer mitbekommt, was schon passiert, der sieht klar,
der versteht schnell: Was sein muss, muss sein.
Doch
noch gibt es zu viele, die nur Bahnhof verstehn,
nicht erkennen, wie manche die Fakten verdrehn,
und sich nicht darum scher’n, ob es Widerstand gibt,
weil man weiß, wie man jeden auf Seite schiebt.
Aber weiß man auch, was man genauso erreicht?
Dass es reicht, dass es reicht, dass es reicht…
Wenn du
hörst, wie sie reden und argumentiern,
fragst du längst schon nicht mehr, ob es stimmt.
Wenn du miterlebst, wie sie mit Lügen jongliern,
kannst du merken, wie ernst man dich nimmt.
Doch
wenn viele sich wehren mit viel Phantasie,
kann man sie nicht so leicht übersehn.
Überhören schon gar nicht – da weiß man ja wie:
Nur wer laut wird, ist gut zu verstehn.
Es geht
nicht nur darum, dass der Bahnhof so bleibt,
es geht auch um die Stadt, um das Land,
wie viel Geld wird verschwendet, Profit einverleibt,
wie viel Schmiergeld geht von Hand zu Hand.
Ist es
schwer zu begreifen? Parteien verstehn
ja so manches erst nach einer Wahl -
wenn die Wähler entscheiden... Politiker sehn:
Wer nicht hören will, endet fatal…
Die Regierung schafft Fakten,
das schafft auch die Bahn -
wenn es sein muss, dann schafft man sie ab.
Schwarz, rot, gelb wird das Land nur zerstört, nicht durchfahrn -
so gräbt mancher politisch sein Grab.
Erst am
Fußschmerz merkt mancher, da drückt was im Schuh –
vielleicht steht einer auch auf den Schuhn…
Und wird Unsinn beschlossen, wer zwingt dann dazu,
was den Unsinn erfüllt auch zu tun?
2010
Mehr
Texte von Gerd Schinkel für Kinder
und
für Erwachsene;
Die Texte, die sich gelegentlich auf diesen Seite nachlesen lassen, sollen nur eine Kostprobe sein, die
Lust machen soll, an anderer Stelle mehr in den Texten zu
schmökern...
Dort
finden sich dann neben den Texten auch Angaben zu den Gitarrengriffen,
mit denen die Lieder begleitet werden können. Auch
ein Ausdruck der Liedertexte ist von jenen Seiten aus leichter.
Die
Tage werden kürzer (...
man träumt mehr...)
Andres Kind
(Kinder sind verschieden)
Nikoläuse
(was
zuviel ist, ist zuviel..)
Mal
reden
(wenn Schweigen die Ruhe stört)
Sei still
(bequem ist ja so einfach...)
Zu
anderer Zeit (eine
schöne Vision???)
Ein
Blick (irgendwie fängt es immer so an...)
Krähenfüße
(das gemeinsame Altern)
Paternoster
(der Aufzug bringt Ruhe ins Leben)
Ich
kam in Jeans (ein amüsanter Rückblick)
Grau
in grau
(ein Regenlied)
Früher
war alles besser
(genau)
Frei
sein (wer
träumt nicht davon...)
Kleiner Engel
(Vorabend der Einschulung)
Durch
den Wind (Wer bin ich
eigentlich)
Du
könntest meine Tochter sein (alter Sack...)
Alles
hat seine Zeit (Liebesbilanz)
Kopf hoch (Abschied
mit Vorfreude)
Woher,
wohin (die Suche nach
Identität...)
Draufgänger
(Mütter und Söhne...)
T-Shirt
(vom
Leiden der Väter)
Was
ist wahr
(zwischen Dichtung und Wahrheit)
Fang an
(Ausweglosigkeit erkennen und handeln
Sonst nix
(der hinterfotzige Karrierist...)
Reif (...
oder alt genug? Oder fällig?)
Brieffreundschaft (Kinderlied
zur Schreibfaulheit)
Gegenseitig geschenkt (Liebesbilanz)
Lass sie nur (Trotz nicht vergessen)
Lebenslust
(nur nicht unterkriegen lassen...)
Du
nicht bei mir (zum unfreiwilligen Alleinsein...)
Alle Kinder draussen (auf
der Straße ist was los)
Bilanz
(hinterher in der Besenkammer...)
Photosession
(für Alfons P.Schwickert wegen toller Fotos)
Jammerschade (Rollenspiel
um Bush und Merkel...)
Was mach ich da
(Frust eines Musikbox-Ersatzes)
Stimme seines Herrn (der
Vize des Chefs...)
Jeder kennt einen
(Einzelgänger haben's schwer)
Ohne Gebiss (gnadenloser Ausblick)
Zahnspange
(gemeiner Spott über Gebeutelte...)
Passiert
ist passiert (Country färbt ab...)
Alles dabei (der Versuch eines frivolen
Liedes)
Die Eulen starren
stumm (und lauschen immer...)
Spur zum
Glück (ein Bilanzlied über Höhen und Tiefen)
Langweilig (prä- und
postpubertäre akute Telefonitis)
Bonbonpapier (zur Schärfung
des Umweltbewusstseins...)
Weihnachtsgruß 2002
(wat mut dat mut...)
Wieso
frag ich dich (Fragen aus verletzter Seele)
Glaubwürdigkeitsmarsch (Hymnenidee für alte Linken)
Adventszeit - Bastelzeit
(Kinder beschäftigen...)
Was
würd ich ohne dich tun für
Martina zum Geburtsstag
Ich muss
Diabetes-Symptome selbst erlebt
Rungholt
(das Schicksal der Hafenstadt an der Nordsee)
Bauchschuss zum
BILD-Jubiläum
Papa backt
(... und kocht und brät und schmort.)
Traumlied
(wenn Kinder strunzen...)
Krieg der Knöpfe (der
Reiz der Bildschirmkämpfe)
Nichts ist ideal
(Punk-Ideologie und "Null-Bock")
Die Krise kommt
("Gerd Schinkel mit
Krise")
Hab
doch noch Geduld (Alleinsein nicht zu ändern)
La Garangeoire Anthem
(unsere Campingsplatz-Hymne)
Oh Mann
(der unberechenbare Säufer)
Aufräum’
(... ist einfach lästig...)
Sternschnuppen (leises
Stimmungslied)
Weit
und offen (neue Ziele für Zweisamkeit im Alter)
Der
Weihnachtsmann auf Tour in Kur,
Abhetzblues
(die Wurzel jeder Frustration...)
Midlife-Crisis (kommt
früher oder später)
Ja wenn das so ist (enttäuschte Erwartungen)
Ich kann auch anders
(Fremd- und Selbstwahrnehmung)
Denk nun an Dich für Herta Schinkel
Prima, sind Ferien (!)
Knibbelei (die
kleine Schwäche haben Junge und Alte)
Das Recht, ein Mensch zu sein (nicht
weit weg - hier...)
Kann nur besser sein
(Respekt vor alleinerz. Müttern)
Du bist zu allem fähig
(der Chef hat immer recht)
Durchsicht meiner Konten
(der Neid auf die Korrupten...)
Katastropheneinsatzplan
(für Atomstörfälle)
Epitaph für Phil Ochs
zum 25. Todestag
Der ewige Despot (der
"Schreihals-Chef")
Ich bin ein Cowboy (Kinderkarnevalsträume)
Logik (Von nix
kommt nix - auch kein Widerstand...)
Leben (Reflexion
über Belastbarkeit)
Stück des Wegs (ein ehrliches Liebeslied)
Das Weihnachtslicht
(Christkind oder Weihnachtsmann...)
Jobsharing
ein
Weihnachtstext
So gesehen (Das
Leben rückwärts...)
Auf Reisen (Trips,
Alpträume und Geschäfte)
Frieden (ist
mehr als Abwesenheit bewaffneter Kämpfe...)
Ich mag das nicht (Wer
mag schon alles...)
Komm Se raus (Die "Nie-Dabei-Gewesenen")